Von der Diät bis zur Magersucht ist es ein kurzer Weg. Viele junge Frauen sind von der Krankhaft betroffen. Allerdings gibt es auch immer mehr Männer, die dem Schlankheitswahn verfallen.
Die Ursachen sind vielschichtig, besonders ausschlaggebend sind die Einflüsse von Gesellschaft und Familie. In diesem Buch werden die Folgen der Krankheit detailliert analysiert und unterschiedliche Therapieverfahren vorgestellt.
Aus dem Inhalt: Auslöser und Ursachen der Magersucht, Gesellschaftliche Einflüsse, Familiäre Einflüsse, Körperliche Folgen, Psychische und soziale Folgen, Psychotherapeutische Verfahren, alternative Behandlungsmethoden, Psychopharmakotherapie, Magersucht bei Männern.
Inhaltsverzeichnis
MAGERSUCHT – ESSEN, NEIN DANKE VON JANET HAERTLE 2006
Einleitung
Was ist Magersucht?
Auslöser und Ursachen der Magersucht
Funktion der Magersucht
Auswirkungen und Folgen der Magersucht
Schlussfolgerungen
VERGLEICH UNTERSCHIEDLICHER THERAPIEMÖGLICHKEITEN DER MAGERSUCHT VON IRENE BALLMANN 2009
Einleitung
Einführung in die Thematik der Magersucht
Anorexia nervosa
Grundlagen verschiedener Behandlungsmethoden
Stand der Therapieforschung
Fazit
MAGERSUCHT BEI JUNGEN VON LARISSA SCHOTT 2010
Einleitung
Was versteht man unter Essstörung?
Die Formen der Essstörungen
Definition der Anorexie (Magersucht)
Erklärungsansätze für Essstörungen
Die Anorexie bei Männern
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegenden Arbeiten untersuchen das komplexe Krankheitsbild der Magersucht (Anorexia nervosa) aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, wobei der Fokus auf den Ursachen, Folgen sowie den vielfältigen therapeutischen Interventionsmöglichkeiten liegt. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis der Entstehungsbedingungen und der therapeutischen Herausforderungen bei verschiedenen Patientengruppen zu vermitteln.
- Ursachenforschung: Psychologische, soziale und biologische Risikofaktoren.
- Phänomenologie: Symptome, Krankheitsverlauf und körperliche sowie psychische Folgen.
- Therapieansätze: Vergleich klinischer und ambulanter Behandlungsformen sowie systemischer Ansätze.
- Gender-Aspekte: Spezifische Herausforderungen und Besonderheiten der Magersucht bei Jungen und Männern.
- Rolle der Unterstützungssysteme: Bedeutung von Familie, Umfeld und Selbsthilfegruppen.
Auszug aus dem Buch
Die Rolle der Mutter
Die Mütter spielen eine besonders große Rolle bei den familiären Ursachen für die Magersucht. In vielen Familien ist die Mutter die erste Bezugsperson der Kinder und dies über einen längeren Zeitraum. „Viele Psychologen gehen davon aus, daß eine übervorsichtige Mutter, die ihr Kind stark behütet und ihm jeden Wunsch von den Augen abliest, dazu beitragen kann, daß es später Eßstörungen bekommt“ (Harland, Siegel 1996, S. 42). Dieses Verhalten der Mütter hat zur Folge, dass die Kinder von der Mutter abhängig werden, sie haben nie die Möglichkeit, Wünsche zu äußern oder gar eigene zu entwickeln, denn die Mutter meint immer zu wissen, was ihre Kinder wann benötigen. Des Weiteren entwickeln die Magersüchtigen keine eigenen Bedürfnisse, jedoch ein geringes Selbstwertgefühl. Wenn die Kinder im Säuglingsalter immer schon gefüttert werden, bevor sie schreien, stellt sich kein Hungergefühl in den darauf folgenden Jahren ein, denn sie essen jedes Mal bevor sie hungrig sind. Kleinkinder tragen häufig Machtkämpfe bezüglich des Essens aus und wenn sie das Essen verweigern, ist es ihre Art Selbstständigkeit zu beweisen. Kinder müssen sich auch mal durchsetzen und ab und zu sollten die Wünsche des Kindes akzeptiert werden. Dies ist wichtig, damit die Kinder eine eigene Identität entwickeln können (vgl. Harland, Siegel 1996, S. 42 f.). Mütter machen ihre Töchter häufig auch zu ihren Vertrauten und reden mit ihren magersüchtigen Töchtern zum Beispiel über Probleme in ihrer Ehe. Da die Betroffenen ohnehin schon labil und unsicher sind, lösen solche Geständnisse mehr Angst aus.
Zusammenfassung der Kapitel
Was ist Magersucht?: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung, die medizinische Definition und die Verbreitung der Anorexia nervosa unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Einflüsse.
Auslöser und Ursachen der Magersucht: Hier werden die multifaktoriellen Ursachen, von gesellschaftlichen Idealen bis hin zu familiären Mustern und individuellen psychischen Dispositionen, analysiert.
Funktion der Magersucht: Das Kapitel erläutert, wie Betroffene die Krankheit unbewusst als Bewältigungsstrategie für Konflikte oder als Ausdruck eines inneren Hilferufs nutzen.
Auswirkungen und Folgen der Magersucht: Es wird detailliert auf die somatischen Schäden sowie die psychischen und sozialen Konsequenzen eingegangen, die mit einer Anorexie einhergehen.
Grundlagen verschiedener Behandlungsmethoden: Ein systematischer Überblick über verschiedene therapeutische Paradigmen, darunter biologische, psychodynamische, kognitiv-verhaltenstherapeutische und systemische Ansätze.
Stand der Therapieforschung: Eine kritische Evaluierung der Wirksamkeit der vorgestellten Methoden auf Basis aktueller empirischer Studien.
Die Anorexie bei Männern: Eine spezifische Untersuchung der Besonderheiten, Herausforderungen und geschlechtsspezifischen Unterschiede der Magersucht bei Jungen und Männern.
Schlüsselwörter
Magersucht, Anorexia nervosa, Essstörung, Therapie, Psychotherapie, Körperbild, Familiendynamik, Prävalenz, Jugendliche, psychische Gesundheit, Selbstwertgefühl, Bulimie, Ernährung, Verhaltensstörung, Krankheitsverlauf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesen Arbeiten grundsätzlich?
Die Texte setzen sich umfassend mit der Essstörung Magersucht auseinander, beleuchten deren Entstehung, die Auswirkungen auf Betroffene sowie die Möglichkeiten der klinischen und therapeutischen Behandlung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die psychologische Genese (Ursachen), die Auswirkungen der Krankheit, der Vergleich verschiedener Therapieansätze (systemisch, verhaltenstherapeutisch, etc.) und die spezifische Situation männlicher Betroffener.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die Magersucht zu schaffen, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten auf ihre Wirksamkeit zu prüfen und Lücken in der aktuellen Forschung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autoren nutzen eine umfangreiche Literaturanalyse und den Vergleich bestehender empirischer Studien, um den aktuellen Stand der Therapieforschung zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeiten behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den Risikofaktoren, der systemischen Betrachtung von Familien, spezifischen therapeutischen Interventionen und der wissenschaftlichen Einordnung der Krankheit in diagnostische Systeme wie ICD-10 oder DSM-IV.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Anorexia nervosa, Essstörung, therapeutische Interventionen, Familiensystem, Körperwahrnehmung und Prävalenz.
Wie unterscheidet sich die Magersucht bei Männern von der bei Frauen?
Obwohl der Verlauf oft ähnlich ist, zeigen Männer laut den Texten häufig eine geringere Ausprägung des Schlankheitsstrebens, tun sich aber schwerer damit, Schwächen zuzugeben, da sie die Anorexie als „Frauenkrankheit“ wahrnehmen.
Warum spielt die Familie eine so große Rolle bei der Entstehung?
Die Texte heben hervor, dass Familien oft perfekt nach außen wirken, während interne Konflikte vermieden werden. Dies kann dazu führen, dass Kinder Schwierigkeiten bei der Entwicklung einer eigenen Identität haben.
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- Janet Haertle (Author), Irene Ballmann (Author), Larissa Schott (Author), 2013, Nein, ich esse nicht! Therapie und Folgen von Magersucht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230121