Im Fokus der Arbeit steht die Frage, wie ein erfolgreicher Markteintritt in neue Märkte bewerkstelligt werden kann. Hierzu werden zunächst die grundlegenden Begriffe erläutert und darauf untersucht, welche Faktoren für einen erfolgreichen Markteintritt wichtig sind: Entscheidet die Art und Weise, das Timing, die Unternehmensgröße oder wirtschaftlicher und kultureller Abstand zum neuen Markt? Darauf folgt eine exemplarische Betrachtung einer europäischen Firma – Philips – um unterschiedliche Stufen einer Internationalisierungsstrategien aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
3. Formen
3.1. Export
3.2. Lizenzierung
3.3. Franchising
3.4. Joint Venture
3.5. Strategische Allianzen
3.6. Tochtergesellschaften
4. Zeitpunkt des Markteintritts
5. Auswahl der Strategie
5.1. Erfolgsfaktoren
5.2. Bewertungskriterien für die Wahl der Strategieform
5.3. Einflussgrößen auf die Wahl der Timingstrategie
6. Philips Internationalisierung
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen erfolgreich in neue ausländische Märkte eintreten können. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse verschiedener Markteintrittsformen, der strategischen Timingplanung und der Bewertung von Einflussfaktoren, um eine fundierte Basis für internationales Expansionsmanagement zu schaffen.
- Grundlegende Markteintrittsformen (Export bis Tochtergesellschaften)
- Timingstrategien (Wasserfall- vs. Sprinkler-Strategie)
- Einflussfaktoren und Bewertungskriterien für die Strategiewahl
- Exemplarische Fallstudie zur Internationalisierung von Philips
- Analyse von Pionier- vs. Folger-Strategien
Auszug aus dem Buch
3.1. Export
Auf der ersten Stufe des Schemas finden wir den reinen Export von Gütern. Die Güter werden in (aus Sicht des produzierenden Betriebes) heimischen Markt produziert und auf einem ausländischen Markt verkauft (Berndt: 141). Diese Form des Markteintritts wird vorallem von kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgeführt, da diese Form wenig kapital- und personalintensiv ist. Die Kehrseite der geringen Anforderungen, ist jedoch das geringe Maß an Kontrolle über den Vertrieb. Zur genaueren Definition erfolgt in den folgenden beiden Unterpunkten eine weitere Differenzierung des Exportbegriffs in direkt und indirekt (Backhaus: 169).
Der indirekte Export gilt deshalb als risikoärmste und auch simpelste Form einer Auslandsmarktbearbeitung, da das Unternehmen nicht mit eigenem Personal auf einem Auslandsmarkt aktiv wird, sondern einen Absatzmittler im Zielmarkt einschaltet, der die Lieferung und den Verkauf in Eigenregie organisiert (Meffert: 179). Ein prägnantes Beispiel wäre z.B. der Weinbau. So baut nicht jeder Winzer ein eigenes Vertriebsnetz auf, sondern verkauft seinen Wein an einen Großhändler, der dann den Verkauf übernimmt. Da der Winzer in diesem Fall sein Gut schon verkauft hat, bleibt das Risiko, die Ware nicht absetzen zu können beim Absatzmittler, der dafür jedoch eine hohe eigene Marge als Risikoprämie verlangt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit einer durchdachten Markteintrittsstrategie vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen Entwicklung von Schwellenländern wie China und Indien.
2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Markteintritt und Strategie definiert und in einen operativen Zusammenhang gebracht.
3. Formen: Dieser Abschnitt erläutert verschiedene Markteintrittsformen wie Export, Lizenzierung, Franchising, Joint Venture, strategische Allianzen und Tochtergesellschaften hinsichtlich ihrer Anforderungen und Kontrollmöglichkeiten.
4. Zeitpunkt des Markteintritts: Hier wird die Bedeutung der Timingstrategie analysiert, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen Wasserfall-Strategie und Sprinkler-Strategie liegt.
5. Auswahl der Strategie: Dieses Kapitel behandelt die entscheidenden Erfolgsfaktoren sowie Bewertungskriterien, die Unternehmen bei der Wahl der für sie geeigneten Strategieform unterstützen sollen.
6. Philips Internationalisierung: Anhand des Beispiels der Firma Philips wird die praktische Anwendung und Anpassung der Internationalisierungsstrategie über Jahrzehnte hinweg illustriert.
7. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont, dass keine universelle Lösung existiert, sondern individuelle strategische Entscheidungen notwendig sind.
Schlüsselwörter
Markteintrittsstrategie, Internationalisierung, Export, Franchising, Joint Venture, Tochtergesellschaft, Wasserfall-Strategie, Sprinkler-Strategie, Timingstrategie, Erfolgsfaktoren, Markterschließung, Philips, Pionier-Strategie, Folger-Strategie, Globalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den strategischen Optionen und Herausforderungen für Unternehmen, die in ausländische Märkte eintreten möchten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die verschiedenen Formen des Markteintritts, die Wahl des richtigen Zeitpunkts (Timing) sowie die Identifikation von Erfolgsfaktoren für eine internationale Expansion.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie ein erfolgreicher Markteintritt in neue Märkte gestaltet werden kann und welche Faktoren die Wahl der optimalen Strategie beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Anwendung dieser Konzepte auf ein konkretes Fallbeispiel aus der Praxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Markteintrittsformen, die Timing-Strategien, die Herleitung von Erfolgsfaktoren sowie die Anwendung an einem Unternehmensbeispiel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Markteintrittsstrategie, Internationalisierung, Wasserfall-Strategie, Sprinkler-Strategie sowie die verschiedenen Kooperationsformen wie Joint Venture und Franchising.
Warum wird die Strategie von Philips als Fallbeispiel herangezogen?
Philips dient als anschauliches Beispiel, um zu zeigen, wie ein Unternehmen seine Internationalisierungsstrategie über verschiedene Jahrzehnte an externe Faktoren und Krisen anpassen musste.
Was unterscheidet die Wasserfall- von der Sprinkler-Strategie?
Die Wasserfall-Strategie verfolgt einen sukzessiven, gestaffelten Markteintritt, während die Sprinkler-Strategie auf einen schnellen Eintritt in möglichst viele Märkte gleichzeitig abzielt.
Wann ist eine Pionier-Strategie einer Folger-Strategie vorzuziehen?
Eine Pionier-Strategie bietet Vorteile wie Marktvorsprung und den Aufbau von Markenloyalität, erfordert jedoch hohe Investitionen, während eine Folger-Strategie ein geringeres Risiko durch das Lernen aus Fehlern der Pioniere ermöglicht.
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- B.A. Sven Mally (Author), 2012, Going global - but how? Strategien zum Eintritt in ausländische Märkte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230414