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Bedingungsloses Grundeinkommen: Allheilmittel für soziale Probleme?

Pros und Contras

Title: Bedingungsloses Grundeinkommen: Allheilmittel für soziale Probleme?

Textbook , 2017 , 153 Pages

Autor:in: Jens Hofmann (Author), Rosa Grieser (Author), Jonas Hässig (Author), Jennifer Beyen (Author), Monika Berger-Lenz (Author), Denny Knäbke (Author)

Originalausgabe

Economics - Other
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Summary Excerpt Details

„Nur wer arbeitet, soll auch essen.“ Franz Müntefering ist dieser Satz damals vermutlich leicht über die Lippen gekommen. Er hat sein Einkommen und sein Auskommen.
Gegenwärtig muss der Sozialstaat nicht nur die zunehmende Bevölkerungsarmut in Deutschland bewältigen, auch die schwierige Arbeitsmarktlage und die demografische Entwicklung sind große Herausforderungen. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens, das jedem Bürger ein fixes Einkommen garantiert, klingt da sehr verführerisch.

Doch wäre das bedingungslose Grundeinkommen sozialstaatlich gerecht? Würde die Einführung das Ende aller sozialen Probleme bedeuten? Und wäre es überhaupt finanzierbar?

Aus dem Inhalt:
John Rawls Theorie und die Gerechtigkeit des Bedingungslosen Grundeinkommens. Innovationen in einer Wissensgesellschaft, Grundsicherung vs. Grundeinkommen, Das Grundeinkommen als politische Nachhaltigkeitsinnovation, Finanzierungbarkeit des bedingungslosen Grundeinkommens, Das Bedingungslose Grundeinkommen aus soziologischer Sicht, Das Bedingungslose Grundeinkommen und seine Auswirkungen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsbestimmung

2. Finanzierung

3. Mögliche Folgen einer Umsetzung der Bürgergeldidee

4. Die Entwicklung der Bürgergeldidee

4.1 Speenhamland-Gesetz, 1795

4.2 Agrarian Justice, 1797

4.3 Le droit à la paresse, 1880

4.4 Solution of the Social Question, 1848

4.5 Report to the Parliament on Social Insurance and Allied Services, 1942

4.6 Revenu minimum garanti, 1986

4.7 Idee der negativen Einkommensteuer, 1943 und 1962

4.8 Idee des Bürgergelds, 1966

5. Die negative Einkommensteuer in den USA

5.1 Nachgewiesene Vorteile

5.2 Nachgewiesene Nachteile

6. Die Entwicklung der Bürgergeldidee in Deutschland

7. Die derzeitige Situation in Deutschland

8. Verschiedene Bürgergeldkonzepte

8.1 Die belohnte Bürgerarbeit

8.2 Das Ulmer Modell

8.3 Das liberale Bürgergeld

8.4 Die Initiative Unternimm die Zukunft

8.5 Das solidarische Bürgergeld

8.6 Das bedingungslose Grundeinkommen

8.7 Die grüne Grundsicherung

9. Kritik an Bürgergeldkonzepten

9.1 Der SPD-Generalsekretär

9.2 Bündnis90/Die Grünen

9.3 Die Linkspartei.PDS

9.4 Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft

9.5 Die katholische und evangelische Kirche

9.6 Attac

9.7 Der Bundespräsident

10. Zukunftsaussicht

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Bürgergeldidee und untersucht deren historische Wurzeln, verschiedene Konzepte in Deutschland sowie die erhofften und befürchteten Auswirkungen. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die aktuelle Debatte und die unterschiedlichen politischen Positionen zu entwickeln.

  • Historische Entwicklung von Grundeinkommensmodellen
  • Finanzierungsmöglichkeiten und Herausforderungen
  • Gegenüberstellung verschiedener Bürgergeld-Konzepte
  • Kritische Analyse durch unterschiedliche gesellschaftliche Akteure
  • Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme

Auszug aus dem Buch

1. Begriffsbestimmung

Bei der Bürgergeldidee handelt es sich nicht um ein einziges Konzept, das bereits ausdefiniert wurde. Es beinhaltet verschiedene sozialökonomische Vorhaben zur Veränderung der Sozialsysteme, wobei diesen Plänen eine bestimmte Grundhaltung gemeinsam ist: Es sollen weniger Marktdefekte repariert, sondern eher Freiheit, Demokratie und Menschenwürde ermöglicht werden. Ohne Zwang zur Arbeit aus Existenzangst könne sich ein Individuum viel freier in seiner Persönlichkeit entfalten. Der Staat soll also eher mit Geld fördern und nicht primär Leistungen fordern.

Als andere Bezeichnungen für Bürgergeld werden unter anderem die Begriffe Existenzgeld und Grundeinkommen verwendet. Folgende Punkte haben alle Entwürfe gemeinsam: Ein existenz- beziehungsweise teilhabesicherndes Einkommen soll allen Bürgern (egal wie umfassend ihr Vermögen ist), lebenslang, gesetzlich garantiert, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Tätigkeitsverpflichtung vom Staat beziehungsweise von der Gesellschaft, individuell (das heißt keine Auszahlung an einen Lebenspartner oder ein Familienoberhaupt, jedoch Ausnahmen bei Minderjährigen) zustehen.

Da das Bürgergeld ohne Bedingungen gezahlt werden soll, wird es auch bedingungsloses Grundeinkommen genannt. Somit unterscheidet es sich von anderen Arten der Existenz- oder Mindestsicherung (wie zum Beispiel dem Arbeitslosengeld II oder der Grundsicherung). Es gibt aber auch Theorien, die Bedingungen wie eine Bedürftigkeitsprüfung und/oder Tätigkeitsverpflichtung sowie ein Bezugsrecht für alle Menschen im Land enthalten. Diese Vorhaben werden von ihren Vertretern trotzdem als Bürgergeld betitelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsbestimmung: Definition des Begriffs Bürgergeld und Darlegung der gemeinsamen Grundhaltung sowie der Merkmale verschiedener Konzepte.

2. Finanzierung: Erläuterung der Finanzierungsansätze durch Einsparungen in anderen Sozialsystemen.

3. Mögliche Folgen einer Umsetzung der Bürgergeldidee: Analyse der erhofften und befürchteten Auswirkungen sowie die Schwierigkeit einer wissenschaftlichen Beurteilung.

4. Die Entwicklung der Bürgergeldidee: Historischer Rückblick auf verschiedene Modelle und theoretische Ansätze vom 18. Jahrhundert bis in die Neuzeit.

5. Die negative Einkommensteuer in den USA: Darstellung der negativen Einkommensteuer als Sozialkonzept und der damit verbundenen Experimente in den USA.

6. Die Entwicklung der Bürgergeldidee in Deutschland: Überblick über die Diskussion und verschiedenen Initiativen in Deutschland ab den 1980er Jahren.

7. Die derzeitige Situation in Deutschland: Einordnung der aktuellen Rechtslage und der fehlenden gesetzlichen Verankerung eines Anspruchs auf Bürgergeld.

8. Verschiedene Bürgergeldkonzepte: Ausführliche Vorstellung der bekanntesten Modelle wie das Ulmer Modell, das liberale Bürgergeld oder das solidarische Bürgergeld.

9. Kritik an Bürgergeldkonzepten: Zusammenstellung der Kritik von Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

10. Zukunftsaussicht: Einschätzung der Durchsetzbarkeit der Idee in Abhängigkeit von gesellschaftlichen Menschenbildern.

Schlüsselwörter

Bürgergeld, bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialstaat, Existenzsicherung, Negative Einkommensteuer, Solidarisches Bürgergeld, Ulmer Modell, Soziale Sicherung, Arbeitsmarkt, Finanzierung, Umverteilung, Armutsbekämpfung, Sozialpolitik, Teilhabe, Erwerbsarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Facetten der Bürgergeldidee, von ihrer historischen Entwicklung bis hin zu modernen Konzepten und der damit verbundenen gesellschaftlichen sowie ökonomischen Kritik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Finanzierung des Sozialstaats, der Übergang zu neuen Arbeits- und Einkommensmodellen, die Gerechtigkeit in der Verteilung sowie die unterschiedlichen politischen und soziologischen Perspektiven auf ein Grundeinkommen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität der Bürgergelddebatte aufzuzeigen, verschiedene Modelle zu vergleichen und eine fundierte Übersicht über die Pro- und Contra-Argumente im deutschen Kontext zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich primär um eine Literatur- und Diskursanalyse, in der existierende Konzepte, theoretische Ansätze und politische Positionen systematisch ausgewertet und gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung der Idee, die Untersuchung spezifischer deutscher Bürgergeld-Modelle und eine kritische Auseinandersetzung mit der Kritik verschiedener relevanter gesellschaftlicher Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialstaatsreform, Finanzierbarkeit, Verteilungsgerechtigkeit und Arbeitsmarktpolitik charakterisieren.

Wie unterscheidet sich das "Solidarische Bürgergeld" von anderen Konzepten?

Das Konzept von Dieter Althaus ist eng an das Ulmer Modell angelehnt, koppelt jedoch die Höhe des Bürgergelds an das Einkommen und beinhaltet eine spezifische Gesundheitsprämie.

Welche Rolle spielt die Finanzierbarkeit in der Debatte?

Die Finanzierung ist einer der zentralen Streitpunkte. Während Befürworter auf Einsparungen bei bestehenden Sozialleistungen und neue Steuerkonzepte setzen, bezweifeln Kritiker häufig die langfristige finanzielle Tragfähigkeit und befürchten eine soziale Schieflage.

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Details

Title
Bedingungsloses Grundeinkommen: Allheilmittel für soziale Probleme?
Subtitle
Pros und Contras
Authors
Jens Hofmann (Author), Rosa Grieser (Author), Jonas Hässig (Author), Jennifer Beyen (Author), Monika Berger-Lenz (Author), Denny Knäbke (Author)
Publication Year
2017
Pages
153
Catalog Number
V230568
ISBN (eBook)
9783656459194
ISBN (Book)
9783656459613
ISBN (Book)
9783956870217
Language
German
Tags
bedingungsloses grundeinkommen allheilmittel probleme pros contras
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Hofmann (Author), Rosa Grieser (Author), Jonas Hässig (Author), Jennifer Beyen (Author), Monika Berger-Lenz (Author), Denny Knäbke (Author), 2017, Bedingungsloses Grundeinkommen: Allheilmittel für soziale Probleme?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230568
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