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Deren Armut ihnen die Tugend bewahrt. Essay über Jean Jacques Rousseau

Titel: Deren Armut ihnen die Tugend bewahrt. Essay über Jean Jacques Rousseau

Wissenschaftliche Studie , 2013 , 87 Seiten

Autor:in: Heinz Ahlreip (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Rousseau starb als Mensch im Abseits, wahrte aber seine Originalität. Er schwamm gegen die Strömung, das heißt, er war schwach und stark zugleich. Eine seiner Lebensmaximen lautete: Macht das Gegenteil des Üblichen, und ihr tut fast immer recht". Denn die Gesellschaft war für ihn eine gerade durch den zivilisatorischen Fortschritt menschenverachtend entartete.Er wurde sowohl von den Aufklärern als auch von den katholischen Bischöfen verfolgt und ruinierte sich, besonders psychisch. Er war seiner Zeit voraus, denn nach 1789 blühte ein Personenkult auf, der alle Aufklärer überstrahlte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der präsoziale Mensch

3. Naturzustand und Zivilisation

4. Der Gesellschaftsvertrag

5. Die Rolle der Erziehung

6. Revolution und Moral

7. Rousseau und der Marxismus

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das widersprüchliche Werk Jean Jacques Rousseaus im Kontext seiner Zeit sowie dessen Einfluss auf die politische Philosophie der Moderne, insbesondere auf den Marxismus und die revolutionären Strömungen des 18. bis 20. Jahrhunderts. Zentrale Fragestellung ist dabei die Auflösung des Spannungsfeldes zwischen Naturzustand, gesellschaftlicher Entfremdung und der Utopie eines wahren gesellschaftlichen Zusammenlebens.

  • Die Dialektik von Natur und Zivilisation im Werk Rousseaus
  • Die Rolle des Gesellschaftsvertrags als Instrument der politischen Emanzipation
  • Die Verbindung von Pädagogik und individueller sowie gesellschaftlicher Transformation
  • Kritische Analyse des Verhältnisses zwischen Rousseauismus und Marxismus
  • Die Bedeutung von Eigentum, Religion und Moral in der politischen Theorie

Auszug aus dem Buch

DEREN ARMUT IHNEN DIE TUGEND BEWAHRT

Auf den ersten Blick scheint Jean Jacques Rousseau ein Philosoph, ein Kommunist und ein Anarchist, zugleich ein Anti-Philosoph, ein Anti-Kommunist und ein Anti-Anarchist gewesen zu sein. Diese Widersprüchlichkeit sei nicht seine Schuld, sondern die seines Jahrhunderts, gab er an. Seine Zeitgenossen hatten auch die ihrige, sie verbrannten zunächst den Gesellschaftsvertrag, der cirka dreißig Jahre später die Revolution anheizte und im Zuge ihrer Höherentwicklung immer mehr in den Händen Robespierres zu ihrer Bibel wurde. Die Widerspruchsdialektik ist einer der Gründe, warum Rousseau zur Moderne zählt: bereits Voltaire hatte in seinem Philosophischen Wörterbuch einen Artikel über die Widersprüche in dieser Welt veröffentlicht.

Die Welt ist unvernünftig und macht uns rasend. Umso mehr, als je genauer wir sie betrachten, desto mehr und tiefere Widersprüche stellen wir fest. Allerdings nur so, betrachtend, bleibt er an der Oberfläche dieser Welt. Die dialektische Vertiefung und Durchdringung des Widerspruchs als bewegendes Weltprinzip gelingt Hegel. Marx, für den jedes Ding mit seinem Gegenteil schwanger ging, setzte gegen die hegelsche Widerspruchsdialektik die makroökonomische von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen als bewegendes Prinzip der Weltgeschichte und die Spezialform von Lohnarbeit und Kapital als Ausdruck der Produktionsverhältnisse seiner Epoche. Mao Tse tung gab seiner wichtigsten philosophischen Studie den Titel: „Über den Widerspruch“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die widersprüchliche Natur von Rousseaus Denken und seine Bedeutung als Vorläufer der Moderne und der französischen Revolution.

2. Der präsoziale Mensch: Untersuchung des hypothetischen Naturzustands des Menschen und der Frage nach dessen ursprünglicher Asozialität.

3. Naturzustand und Zivilisation: Analyse der Dialektik von fortschreitender Zivilisation und der zunehmenden Entfremdung des Menschen durch Arbeitsteilung und Eigentum.

4. Der Gesellschaftsvertrag: Erörterung der politischen Theorie Rousseaus als Versuch, Freiheit und Recht in einer durch Eigentum gespaltenen Gesellschaft zu versöhnen.

5. Die Rolle der Erziehung: Darstellung der pädagogischen Ansätze Rousseaus, insbesondere im Werk "Emile", als Mittel zur Entwicklung eines "natürlichen" Menschen in einer entarteten Gesellschaft.

6. Revolution und Moral: Untersuchung der Rolle von Politik, Religion und Moral im revolutionären Prozess sowie der Bedeutung des "mitfühlenden Herzens".

7. Rousseau und der Marxismus: Kritische Gegenüberstellung der rousseauistischen Ansätze mit marxistischen Analysen von Klassenkampf, Proletariat und Revolution.

8. Fazit: Zusammenfassende Würdigung von Rousseaus Bedeutung als Denker der Widersprüche und sein Einfluss auf spätere politische Strömungen bis in das 20. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Jean Jacques Rousseau, Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Dialektik, Zivilisation, Aufklärung, Revolution, Marxismus, Entfremdung, Privateigentum, Menschenrechte, Moral, Pädagogik, Souveränität, Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische und philosophische Werk von Jean Jacques Rousseau unter besonderer Berücksichtigung seiner Rolle als Vorläufer und Wegbereiter für revolutionäre Theorien und seine komplexe, oft widersprüchliche Wirkung auf nachfolgende Denker.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Dialektik von Natur und Kultur, die Entfremdung des Menschen in der bürgerlichen Gesellschaft, die Bedeutung von Erziehung und die ethische Fundierung politischer Systeme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die interne Logik und die Widersprüche in Rousseaus Werk aufzudecken und zu zeigen, warum er trotz oder gerade wegen dieser Widersprüche einen so nachhaltigen Einfluss auf die moderne politische Philosophie ausübte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein historisch-kritischer Ansatz verfolgt, der Rousseaus Schriften in einen Kontext mit zeitgenössischen Philosophen sowie späteren Ansätzen wie dem Marxismus setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert Rousseaus Theorien über den Naturzustand, das Eigentum, die politische Ordnung durch den Gesellschaftsvertrag sowie seine Erziehungsvorstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Dialektik, Entfremdung, Freiheit und Revolution.

Warum spielt die Rolle der Mutter in Rousseaus Leben und Werk eine so prominente Rolle?

Die Arbeit legt dar, wie Rousseaus frühe biografische Erfahrungen, insbesondere der Verlust seiner Mutter, sein gesamtes Denken über Ursprung, Ordnung und sein späteres, von Depressionen begleitetes Leben prägten.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Rousseau zum Marxismus?

Der Autor zeigt auf, dass es trotz ideologischer Unterschiede signifikante Berührungspunkte in der Analyse gesellschaftlicher Missstände, der Kapitalismuskritik und dem Ziel einer grundlegenden gesellschaftlichen Umwälzung gibt.

Was bedeutet Rousseaus "Metanoia" im Kontext seiner intellektuellen Entwicklung?

Die "Metanoia" oder Erleuchtung von 1749 markiert den zentralen Wendepunkt, an dem Rousseau seine Kritik an der Zivilisation formulierte und die Vision eines "anderen Universums" entwickelte, das seinen weiteren theoretischen Weg bestimmte.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deren Armut ihnen die Tugend bewahrt. Essay über Jean Jacques Rousseau
Autor
Heinz Ahlreip (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
87
Katalognummer
V230639
ISBN (eBook)
9783656470397
ISBN (Buch)
9783656470786
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aufklärung Rousseauismus Gesellschaftsvertrag Natürliche Erziehung Natürliche Religion Deismus Republik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heinz Ahlreip (Autor:in), 2013, Deren Armut ihnen die Tugend bewahrt. Essay über Jean Jacques Rousseau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230639
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