Ziel dieser Seminararbeit ist es, mit Hilfe von Literaturrecherche folgende Forschungsfrage zu klären: Welche Widerstände, die Change-Prozesse im Rahmen der Verankerung von Diversity Management behindern können, treten auf Ebene von Individuen auf und wie können diese verhindert oder aufgelöst werden? Zur Klärung dieser Fragestellung werden zunächst die Begriffe des Diverstity Managements und des Change Managements definiert, um ein einheitliches Verständnis
zu schaffen. Daraufhin werden die verschiedenen Erklärungsansätze und Formen von
Widerständen beleuchtet und zusammengetragen, welche Widerstände, die Change-
Prozesse im Rahmen der Verankerung von Diversity Management behindern können, auf
Ebene von Individuen auftreten. Das explizite Vorgehen bei der Implementierung von
Diversity Management in einem Unternehmen wird an dieser Stelle, zugunsten einer
näheren Betrachtung der Voraussetzungen und der akzeptanzsichernden Maßnahmen,
nicht behandelt werden. Im abschließenden Fazit werden die wichtigsten Erkenntnisse
zusammengefasst und resümiert.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Begriffsabgrenzung
- 2.1 Diversity Management
- 2.2 Change Management
- 3. Diversity Management als Change-Prozess
- 3.1 Widerstände auf Individualebene
- 3.1.1 Erklärungsansätze
- 3.1.2 Ursachen
- 3.1.3 Formen
- 3.2 Implementierung von Diversity Management
- 3.2.1 Voraussetzungen
- 3.2.2 Akzeptanzsichernde Maßnahmen
- 4. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit zielt darauf ab, die Widerstände aufzuklären, die Change-Prozesse im Rahmen der Verankerung von Diversity Management auf Ebene von Individuen behindern können, und wie diese verhindert oder aufgelöst werden können.
- Definition der Begriffe Diversity Management und Change Management
- Analyse von Erklärungsansätzen und Formen von Widerständen
- Betrachtung von Voraussetzungen und akzeptanzsichernden Maßnahmen für die Implementierung von Diversity Management
- Zusammenfassen der wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung stellt die Relevanz von Diversity Management in Bezug auf aktuelle Business-Trends wie Globalisierung, demographischer Wandel und Fachkräftemangel dar. Sie zeigt anhand von Statistiken den Status Quo der Diversität im Top-Management europäischer Großkonzerne auf und betont die Notwendigkeit von Change-Prozessen zur erfolgreichen Implementierung von Diversity Management. Die Arbeit fokussiert auf die Untersuchung von Widerständen, die auf Individualebene auftreten können, und deren Bewältigung.
2. Begriffsabgrenzung
Dieses Kapitel definiert die Begriffe Diversity Management und Change Management, um ein einheitliches Verständnis für die nachfolgenden Analysen zu schaffen. Es beleuchtet verschiedene Definitionen von Diversity, insbesondere im Kontext von Organisationen, und geht auf die verschiedenen Dimensionen von Diversität ein, die von der Persönlichkeit über die innere und äußere Dimension bis hin zur organisationalen Dimension reichen. Der Abschnitt beleuchtet außerdem die rechtlichen Rahmenbedingungen und die verschiedenen Verständnisse von Diversity Management in Unternehmen, die von einem diversitätsresistenten Homogenitätsansatz bis hin zu einem ökonomisch-ergebnisorientierten Marktzutritts- und Legitimitätsansatz reichen.
Schlüsselwörter
Diversity Management, Change Management, Widerstände, Akzeptanz, Individuen, Implementierung, Voraussetzungen, Maßnahmen, Unternehmenskultur, Inklusion, Exklusion, Diskriminierung, Gleichbehandlung, Diversitätsverständnisse, Homogenitätsansatz, Fairness- und Antidiskriminierungsansatz, Verantwortungs- und Sensibilitätsansatz, Marktzutritts- und Legitimitätsansatz.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird Diversity Management als Change-Prozess betrachtet?
Die Einführung von Diversity Management erfordert oft einen tiefgreifenden Wandel der Unternehmenskultur und der individuellen Einstellungen, was klassische Change-Management-Methoden erfordert.
Welche Widerstände treten auf Ebene von Individuen auf?
Individuelle Widerstände können durch Angst vor Statusverlust, Vorurteile oder das Festhalten an gewohnten homogenen Strukturen entstehen.
Was sind die Dimensionen von Diversity?
Man unterscheidet die Persönlichkeit, die innere Dimension (z.B. Alter, Geschlecht), die äußere Dimension (z.B. Religion, Ausbildung) und die organisationale Dimension.
Wie können Widerstände gegen Diversity verhindert werden?
Durch akzeptanzsichernde Maßnahmen, transparente Kommunikation der wirtschaftlichen Vorteile und die aktive Einbindung der Mitarbeiter in den Prozess.
Was ist der Fairness- und Antidiskriminierungsansatz?
Es ist ein Verständnis von Diversity Management, das primär auf rechtliche Gleichbehandlung und ethische Gerechtigkeit im Unternehmen abzielt.
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- Miriam Schifferdecker (Author), 2013, Diversity Management als Change-Prozess auf Ebene von Individuen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231763