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Der Unterrichtseinstieg im Geschichtsunterricht in Theorie und Praxis

Aller Anfang ist schwer (?)

Titel: Der Unterrichtseinstieg im Geschichtsunterricht in Theorie und Praxis

Praktikumsbericht / -arbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Philipp Schmitz (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Beginn einer Stunde bzw. die Einführung in ein neues Thema sind wichtige Voraussetzungen für gelungenen und erfolgreichen Unterricht. Ist bereits der Anfang der Stunde für die Schülerinnen und Schüler uninteressant oder schwer zugänglich, dürfte es dem Lehrer in den meisten Fällen kaum gelingen, sie in den folgenden Phasen für seinen Unterricht zu begeistern. Kann er das Interesse der Schüler hingegen durch einen interessanten, überraschenden und/oder motivierenden Einstieg gewinnen, werden möglicherweise auch eher „trockene“ Arbeitsphasen akzeptiert.
In diesem Praktikumsbericht soll der Unterrichtseinstieg als elementares Element des täglichen Schulunterrichts untersucht werden. Folgende Fragen sollen hierbei beantwortet werden: Was soll, was kann bzw. was muss der Unterrichtseinstieg theoretisch leisten? Wie gestaltet sich der Einstieg in der schhulischen Praxis? Inwieweit kann die didaktische Theorie auf die konkrete Arbeit in der Klasse übertragen werden? Und schließlich: Was könnte oder sollte im Schulalltag verbessert bzw. verändert werden, um erfolgreiche Unterrichtseinstiege und damit letztlich guten Unterricht zu gewährleisten?
Im ersten Teil der Arbeit soll zunächst der Begriff „Unterrichtseinstieg“ definiert und eingegrenzt werden. Außerdem sollen die verschiedenen Arten bzw. Möglichkeiten eines Stundenbeginns erläutert werden. Auch soll hier die Frage beantwortet werden, welche Ziele der Einstieg in der didaktisch-methodischen Theorie hat.
Anschließend soll die tatsächliche Praxis untersucht werden. Hierzu werden anhand von Fallbeispielen mehrere konkrete Unterrichtssituationen beschrieben, die so im Praktikum beobachtet bzw. selbst erfahren wurden. So sollen die theoretischen Überlegungen in Bezug zum tatsächlichen Unterrichtsgeschehen gesetzt werden. Schließlich soll durch die Verbindung von Theorie und Praxis geklärt werden, was der Unterrichtseinstieg im „wirklichen Leben“ tatsächlich leisten kann und was eventuell auch nicht. Hier lohnen sich auch Überlegungen, inwiefern die Umstände im Schulalltag ggf. verändert werden könnten, um die von der didaktischen Theorie postulierten Ziele auch umsetzen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Unterrichtseinstieg in der didaktischen Theorie

2.1 Definition und Eingrenzung des Begriffs

2.2 Didaktische Funktionen und Ziele des Unterrichtseinstiegs

2.3 Arten des Einstiegs

3. Der Unterrichtseinstieg in der schulischen Praxis

3.1 Vorwiegend schülerzentrierte Einstiege

3.2 Vorwiegend lehrerzentrierte Einstiege

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Unterrichtseinstieg als zentrales Element des Geschichtsunterrichts, indem sie theoretische didaktische Grundlagen mit der beobachteten Schulpraxis verknüpft, um Wege zu einem motivierenden und zielgerichteten Unterrichtsbeginn aufzuzeigen.

  • Definition und didaktische Einordnung des Begriffs Unterrichtseinstieg
  • Analyse der Funktionen und Ziele von Stundenbeginnen
  • Gegenüberstellung von schülerzentrierten und lehrerzentrierten Einstiegsformen
  • Praktische Fallbeispiele aus dem Schulalltag
  • Reflexion über die Vereinbarkeit von Theorie und schulischer Realität

Auszug aus dem Buch

3.1 Vorwiegend schülerzentrierte Einstiege

In einer Klasse der Jahrgangsstufe 7 soll ein neues Thema innerhalb der Unterrichtsreihe „Leben im Mittelalter“ begonnen werden: „Das Kloster“. Hierzu bittet die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler an der Tafel selbstständig einen Cluster rund um das Wort „Kloster“ zu bilden. Alle Begriffe, die die Kinder mit diesem Wort verbinden, dürfen und sollen notiert werden. Eine Bewertung durch die Lehrkraft findet zunächst nicht statt. Methodisch wird hierbei die Meldekette angewandt: Der Schüler, der zuerst einen Begriff angeschrieben hat, wählt selbst den nächsten aus. Hierbei ist ein steter Wechsel von Jungen und Mädchen einzuhalten, d.h. eine Schülerin muss immer zwingend einen männlichen Schüler als „Nachfolger“ benennen. Die Methode selbst wurde von den Kindern bereits in vergangenen Unterrichtsreihen eingeübt und sorgt in diesem Fall für einen reibungslosen und geordneten Ablauf, ohne dass die Lehrperson eingreifen muss. Die Schülerinnen und Schüler nehmen diese Form des Einstiegs sehr positiv auf und scheinen überaus motiviert. Die Lehrkraft beendet diese Unterrichtsphase nach 20 Minuten – aus Zeitgründen, nicht etwa, weil den Kindern keine Begriffe mehr einfallen. Nun werden im Unterrichtsgespräch eventuell unbekannte oder unklare Begriffe (z.B. „Abt“, „Ablasshandel“ etc.) erklärt und so zur Arbeitsphase übergeleitet.

Der Einstieg mit einem Cluster bietet in diesem Fall mehrere Vorteile: Zum einen entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein hohes Maß an Eigenaktivität und -initiative (bereits während der Einstiegsphase wurde z.T. diskutiert, ob bestimmte Begriffe an die Tafel gehörten oder nicht). Zum anderen bietet dieser Einstieg die Möglichkeit, Begriffe, die bereits in einem anderen Themenzusammenhang innerhalb der Unterrichtsreihe gelernt wurden, noch einmal aufzugreifen und zu vertiefen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Bedeutung des Unterrichtseinstiegs als Motivationsfaktor und stellt die Forschungsfragen bezüglich der theoretischen Fundierung sowie der praktischen Umsetzung im Schulalltag.

2. Der Unterrichtseinstieg in der didaktischen Theorie: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Einstiegs, grenzt ihn von reinen Ritualen ab und erörtert die didaktischen Funktionen wie Motivation, Informationsvermittlung und Lernvoraussetzungsaktivierung.

2.1 Definition und Eingrenzung des Begriffs: Hier wird der Unterrichtseinstieg als thematische Hinführung zu neuen Unterrichtsreihen eingegrenzt und von bloßen organisatorischen Stundeneröffnungen oder reinem "Aufwärmen" unterschieden.

2.2 Didaktische Funktionen und Ziele des Unterrichtseinstiegs: Es werden die zentralen Ziele wie Motivation, das Wecken einer Fragehaltung, Aktivierung von Vorwissen und die Strukturierung der kommenden Unterrichtsreihe beleuchtet.

2.3 Arten des Einstiegs: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die methodische Vielfalt der Einstiegsformen und betont die Notwendigkeit, die Wahl der Methode an der vorhandenen Methodenkompetenz der Lerngruppe auszurichten.

3. Der Unterrichtseinstieg in der schulischen Praxis: Der Hauptteil analysiert anhand konkreter Beobachtungen aus dem Praktikum, wie unterschiedliche Einstiegsformen in realen Unterrichtssituationen funktionieren.

3.1 Vorwiegend schülerzentrierte Einstiege: Anhand von Clustern und Brainstorming wird aufgezeigt, wie hohe Eigenaktivität der Schüler die Motivation fördern kann, jedoch oft einen größeren zeitlichen Rahmen erfordert.

3.2 Vorwiegend lehrerzentrierte Einstiege: Dieses Kapitel untersucht den Einsatz von Hörspielen und Folien und zeigt auf, dass diese Formen oft effizienter sind, aber bei den Schülern häufig auf routinierte Reaktionen stoßen.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass es kein Patentrezept für den perfekten Einstieg gibt, unterstreicht jedoch die Bedeutung einer abwechslungsreichen und zielgerichteten Unterrichtsgestaltung für den weiteren Lernerfolg.

Schlüsselwörter

Unterrichtseinstieg, Geschichtsunterricht, Didaktik, Methodik, Schülermotivation, Lehrerzentrierung, Schülerzentrierung, Cluster-Methode, Brainstorming, Unterrichtsplanung, Fachunterricht, Praxisbericht, Unterrichtsphase, Vorwissensaktivierung, Lernvoraussetzungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Unterrichtseinstiegs im Fach Geschichte und untersucht, wie ein gelungener Start in eine Unterrichtseinheit die Motivation und das Interesse der Lernenden beeinflussen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung didaktischer Konzepte des Einstiegs sowie eine praktische Analyse verschiedener Methoden wie Cluster, Brainstorming, Arbeit mit Folien oder Hörspielen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, herauszufinden, was ein Unterrichtseinstieg theoretisch leisten muss und wie dieses Wissen auf die praktische Arbeit in der Klasse übertragen werden kann, um effektiven Unterricht zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der fachdidaktischen Literatur sowie auf eine Auswertung von Fallbeispielen und eigenen Beobachtungen aus einem Blockpraktikum.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktische Beobachtung von schülerzentrierten und lehrerzentrierten Unterrichtsphasen und bewertet deren Erfolg im Hinblick auf Motivation und Effizienz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unterrichtseinstieg, Schülermotivation, Methodenvielfalt, Didaktik und die Praxisreflexion des Geschichtsunterrichts charakterisiert.

Warum wird im Praktikum zwischen schüler- und lehrerzentrierten Einstiegen unterschieden?

Diese Unterscheidung ist notwendig, um aufzuzeigen, wie sich verschiedene Methoden auf die Eigenaktivität der Lernenden auswirken und warum bestimmte Einstiege für unterschiedliche zeitliche oder inhaltliche Rahmen besser geeignet sind.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es zwar kein einzelnes "Patentrezept" für den idealen Einstieg gibt, eine durchdachte Abwechslung der Methoden und eine eigene Begeisterung der Lehrkraft jedoch essenziell für eine ertragreiche Arbeitsphase sind.

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Details

Titel
Der Unterrichtseinstieg im Geschichtsunterricht in Theorie und Praxis
Untertitel
Aller Anfang ist schwer (?)
Hochschule
Universität Münster  (Didaktik der Geschichte)
Note
2,0
Autor
Philipp Schmitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V233349
ISBN (eBook)
9783656508250
ISBN (Buch)
9783656508045
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtseinstieg geschichtsunterricht theorie praxis aller anfang
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Schmitz (Autor:in), 2011, Der Unterrichtseinstieg im Geschichtsunterricht in Theorie und Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233349
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Leseprobe aus  14  Seiten
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