Dorothea Orem entwickelte ein umfassendes Pflegekonzept, eine bedürfnisorientierte Theorie großer Reichweite. Der Patient als aktiv handelnder und bewusst denkender Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen steht dabei im Mittelpunkt. Hilfe und Unterstützung zur Kompensation von Defiziten und Stärkung von Fähigkeiten, angepasst auf Lebenssituation, Bedürfnisse und Ziele des Patienten, werden sowohl von einem interdisziplinären Team als auch vom unmittelbaren Lebensumfeld des Betroffenen gewährleistet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Angaben
2.1. Biografie Orems und Hintergründe zur Entstehung ihrer Theorie
2.2. Grundlagen der Theorieentwicklung Orems
3. Zentrale Konzepte und Hauptaussagen
3.1. Entwicklung des bewussten Handelns
3.2. Fallbeispiel zur Grundlage des Verstehens von Orems Theorie
3.3. Begriffsdefinitionen
3.4. Zusammenfassung des Modells
4. Metaparadigma
5. Anwendbarkeit
6. Kritik
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Pflegemodell von Dorothea Orem, insbesondere die Selbstpflegedefizit-Theorie, theoretisch zu erläutern und dessen praktische Anwendbarkeit anhand eines Fallbeispiels zu veranschaulichen. Dabei liegt der Fokus auf der Rolle des Patienten als aktiv handelndes Subjekt, das durch professionelle Pflege in seiner Selbstfürsorgekompetenz gefördert werden soll.
- Biografische Hintergründe und Entwicklung der Pflegetheorie
- Zentrale Begriffe wie Selbstpflege, Selbstpflegedefizit und Pflegesysteme
- Analyse des Patientenbildes und des bewussten Handelns
- Praktische Anwendung des Modells im interdisziplinären Kontext
- Kritische Reflexion der theoretischen Konzepte
Auszug aus dem Buch
3.3. Begriffsdefinitionen
Bei der Definition der wichtigen Begriffe, die notwendig sind um Orems Theorie erklären zu können, werden die einfachsten und eindeutigsten Merkmale des Fallbeispiels aufgegriffen, um den Inhalt zu veranschaulichen.
Selbstpflege
Unter der Selbstpflege versteht Orem die Sorge für sich selbst. Alle konkreten Handlungen, die dazu dienen, Leben, Gesundheit, Entwicklung und Wohlbefinden zu erlangen oder wieder herzustellen. Im Fallbeispiel wäscht sich der Patient den Oberkörper ohne Hilfe und isst selbstständig. Er führt damit Selbstpflege aus. Jeder Mensch hat ein bestimmtes Repertoire an Verhaltensweisen um seine immer wiederkehrenden Selbstpflegeerfordernisse zu befriedigen.
Selbstpflegerfordernisse (SPE)
Dies sind bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um gesund zu bleiben und sich wohl zu fühlen. Es gibt dabei drei verschiedene Gruppen.
Die allgemeinen SPE beinhalten das Bedürfnis nach Sorge und Pflege die bei allen Menschen gleich sind. Sie sind notwendig um zu überleben. Dazu gehören die Aufnahme von Sauerstoff, Flüssigkeit und Nahrung, die Körperpflege und die Ausscheidung von Exkrementen, ein Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe und das Vorbeugen gegen Risiken. Herr K. bemüht sich um seine Körperpflege und die Nahrungsaufnahme.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aufgabenstellung ein und erläutert die Grundintention, Dorothea Orems Pflegetheorie als bedürfnisorientiertes Konzept darzustellen.
2. Allgemeine Angaben: Dieses Kapitel behandelt die Biografie von Dorothea Orem und analysiert die wesentlichen biografischen Faktoren sowie Praxis- und Lehrerfahrungen, die zur Entstehung ihrer Pflegetheorie führten.
3. Zentrale Konzepte und Hauptaussagen: Hier werden die Kernbegriffe des Modells, wie Selbstpflege, Selbstpflegedefizit und verschiedene Pflegesysteme, detailliert definiert und anhand eines Fallbeispiels verdeutlicht.
4. Metaparadigma: Dieses Kapitel ordnet die zentralen Begriffe Mensch, Gesundheit/Krankheit, Umwelt und Pflege in den theoretischen Rahmen von Orem ein.
5. Anwendbarkeit: Hier wird die Relevanz der Theorie für die tägliche Praxis im Gesundheitswesen sowie deren Übertragbarkeit auf unterschiedliche Berufsgruppen diskutiert.
6. Kritik: Das Kapitel reflektiert die Komplexität der Fachterminologie und hinterfragt die Vollständigkeit des Modells hinsichtlich psychischer Bedürfnisse und schwer behinderter Menschen.
Schlüsselwörter
Dorothea Orem, Pflegetheorie, Selbstpflege, Selbstpflegedefizit, Selbstfürsorgekompetenz, Dependenzpflege, Pflegesystem, Patientenbild, Krankenpflege, Bedürfnisorientierung, Handlungskompetenz, Pflegepraxis, Theorieentwicklung, Gesundheitsförderung, Professionelles Handeln.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Pflegemodell von Dorothea Orem und untersucht, wie professionelles Handeln die Selbstpflege- und Selbstfürsorgekompetenz von Patienten fördern kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten zählen die biografische Einordnung von Orem, die Erläuterung der zentralen Theoriebegriffe und die praktische Anwendung dieser Konzepte im Pflegealltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, die theoretischen Aussagen Orems verständlich aufzubereiten und durch ein praktisches Fallbeispiel für die Pflegepraxis nachvollziehbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie eine Fallbeispielanalyse zur praktischen Veranschaulichung des Pflegekonzepts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Theoriegrundlagen, die Definition zentraler Fachbegriffe, die Einordnung in ein pflegewissenschaftliches Metaparadigma und die Diskussion der praktischen Anwendbarkeit.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Selbstpflege, Pflegesystem, Selbstpflegedefizit und professionelle Pflegekompetenz geprägt.
Wie unterscheidet Orem zwischen den verschiedenen Arten von Selbstpflegedefiziten?
Orem unterteilt in allgemeine, gesundheitsbedingte und entwicklungsbedingte Selbstpflegedefizite, um die Ursachen für einen erhöhten Unterstützungsbedarf präzise zu identifizieren.
Welche Rolle spielt die Dependenzpflege in Orems Modell?
Die Dependenzpflege greift ein, wenn der Patient selbst nicht mehr in der Lage ist, seine Selbstpflegeerfordernisse zu erfüllen, etwa aufgrund von Krankheit oder altersbedingten Einschränkungen.
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- Bsc. Gesundheits- und Pflegewissenschaft Franziska Pabst (Author), 2011, Dorothea Orem: Professionelles Handeln als Förderung der Selbstpflege und der Selbstfürsorge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233676