Das Thema „morphologische Vulkantypen“ ist klar definiert. Die Morphologie ist die Lehre oder besser die Beschreibung der Form. Meine Aufgabe ist es also die äußere Gestalt der verschiedenen Vulkantypen zu beschreiben. Allerdings lässt sich dieses spezielle Thema nicht völlig unabhängig von dem großen Thema „Vulkane und Vulkanismus“ behandeln. So habe ich an den Anfang meines Referates eine kurze Einführung über die Gründe, warum Vulkane entstehen gestellt. Nach dem Warum habe ich das Wie folgen lassen.
Alle Vulkane verdanken ihre Entstehung dem Ausbruch von magmatischen Stoffen an der Erdoberfläche. (Rittmann 1981, S.7)
Aber es gibt drei Faktoren bei der Entstehung eines Vulkans, die die Oberflächenform und die Größe von Vulkanen beeinflussen. Diese Faktoren behandelt der vierte Teil meines Referates.
Im fünften und letzten Teil komme ich letztendlich zur Beschreibung der äußeren Gesamtform.
Nachdem man die einzelnen Entwicklungsstadien und - faktoren kennt, versteht man besser, warum die verschiedenen Typen nur so und nicht anders aussehen können.
Inhaltsverzeichnis
I. Teil: Einführung
II. Teil: Die Verteilung der Vulkane auf der Erde
III. Teil: Der Vulkan und seine Entstehung
IV. Teil: Die drei beeinflussenden Faktoren
1. Magma
1.1. Felsische Gesteine
1.2. Intermediäre Gesteine
1.3. Mafische Gesteine
2. gefördertes Material
2.1. Lava
2.1.1. basaltische Lavaergüsse
2.1.2. rhyolithische und andesitische Lavaergüsse
2.2. Tephra
3. Art des Ausbruchs
v. Teil: Morphologische Vulkantypen
1. Großvulkane
1.1. Schildvulkane
1.2. Tafel- bzw. Plateauvulkane
1.3. Ignimbritdecken
1.4. Strato- bzw. Schichtvulkane
1.5. Caldera
1.6. Somma- Vulkan
2. Kleinvulkane
2.1. Schlackenkegel
2.2. Maar
2.3.Dome
2.3.1. Staukuppe
2.3.2. Stoßkuppe
2.3.3. Quellkuppe
Zielsetzung und Themenbereiche
Diese Arbeit zielt darauf ab, die äußere Gestalt und Morphologie verschiedener Vulkantypen systematisch zu beschreiben und die geologischen Prozesse zu erläutern, die ihre Form maßgeblich bestimmen.
- Grundlagen der Plattentektonik und vulkanische Verteilungsmuster
- Physikalische und chemische Faktoren der Magmenzusammensetzung
- Differenzierung der Förderprodukte (Lava vs. Tephra)
- Klassifizierung in Großvulkane und Kleinvulkane
- Einfluss der Ausbruchsart auf die Oberflächenform
Auszug aus dem Buch
1.1. Schildvulkan:
Der Schildvulkan ist eine breite, schildförmige zur Mitte ansteigende Erhebung. (Ahnert 1996, S.63) Dieser annähernd kreisrunde Vulkan ist nur sehr flach kegelförmig. Die Hänge flachen nach oben zum Gipfel hin stark ab. Ihr Gefälle beträgt gerade mal 4 bis 10°C und ist nur in seltenen Fällen größer. Durch diese nur sehr geringe Neigung haben Schildvulkane sehr breite Gipfel.
Man kann Schildvulkane in zwei Typen untergliedern. In die großen Schildvulkane, wie sie für Hawaii typisch sind und in die kleineren, flacheren Vulkane, die für Island charakteristisch sind. (Siehe Abbildung 6) Schildvulkane entstehen durch zentrale Lavaeruptionen. Die basaltischen Lavaströme werden immer wieder an der gleichen Stelle freigesetzt, nämlich aus dem zentralen Schlot. Da die Lava basaltisch und dadurch äußerst dünnflüssig ist, fließt sie ruhig und weiträumig (bis zu 50km) über die Hänge aus. Ein Schildvulkan besteht aus der Ablagerung von vielen solcher dünner Lavaströme, die großräumig ausfließen und als flach geneigte Decken abkühlen. (Press/ Siever 1995, S.96)
Zusammenfassung der Kapitel
I. Teil: Einführung: Die Arbeit definiert die morphologische Betrachtungsweise von Vulkanen und stellt den Zusammenhang zwischen magmatischen Prozessen und der äußeren Oberflächengestalt her.
II. Teil: Die Verteilung der Vulkane auf der Erde: Dieses Kapitel erläutert die Konzentration aktiver Vulkane an Plattengrenzen sowie die Bedeutung von Hot Spots für die intraplate Vulkanaktivität.
III. Teil: Der Vulkan und seine Entstehung: Es wird der geologische Prozess der Magmabewegung aus der Asthenosphäre durch den Eruptionskanal bis zur Erdoberfläche beschrieben.
IV. Teil: Die drei beeinflussenden Faktoren: Hier wird analysiert, wie Magmatyp, gefördertes Material (Lava/Tephra) und die Art des Ausbruchs das finale Erscheinungsbild eines Vulkans determinieren.
v. Teil: Morphologische Vulkantypen: Das Hauptkapitel kategorisiert Vulkane in Großvulkane (z.B. Schildvulkane, Stratovulkane, Calderen) und Kleinvulkane (z.B. Schlackenkegel, Maare, Dome) basierend auf ihrer spezifischen Geomorphologie.
Schlüsselwörter
Vulkanismus, Morphologie, Plattentektonik, Magma, Lava, Tephra, Schildvulkan, Stratovulkan, Caldera, Schlackenkegel, Maar, Hot Spot, Eruption, Geomorphologie, Lithosphäre
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der morphologischen Beschreibung verschiedener Vulkantypen und der Analyse der Faktoren, die ihre jeweilige äußere Form prägen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die tektonischen Ursachen von Vulkanismus, die chemische Zusammensetzung von Magmen, die Art der geförderten Materialien sowie eine detaillierte Typologie von Groß- und Kleinvulkanen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, warum Vulkane in Abhängigkeit von ihrer Entstehungsgeschichte und den physikalischen Eigenschaften der Magmen spezifische äußere Formen annehmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine geographische Facharbeit, die auf einer Auswertung grundlegender geologischer Literatur und fachspezifischer Lehrmeinungen basiert.
Was ist Gegenstand des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Magma-Entstehung und -differenzierung sowie eine detaillierte systematische Klassifizierung morphologischer Vulkantypen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Vulkanismus, Plattentektonik, Magmatypen, Schildvulkan, Stratovulkan und Geomorphologie.
Wie unterscheiden sich Schildvulkane von Schichtvulkanen in ihrer Form?
Schildvulkane zeichnen sich durch sehr flache Neigungswinkel und weite Gipfel aus, bedingt durch dünnflüssige basaltische Lava, während Schichtvulkane steilere Konkavformen aufweisen, die durch abwechselnde Lagen von Lava und Tephra entstehen.
Warum entstehen Maare als Hohlformen und nicht als Kegel?
Maare entstehen durch phreatomagmatische Explosionen, bei denen Magma auf Wasser trifft, wodurch das Deckgestein eher weggesprengt als aufgebaut wird, was einen Sprengkrater hinterlässt.
Was versteht man unter einem "Somma-Vulkan"?
Ein Somma-Vulkan bezeichnet eine spezielle Konstellation, bei der ein neuer Vulkankegel innerhalb einer Caldera wächst, wobei der ursprüngliche Rand der Caldera als halbkreisförmiger Wall erhalten bleibt.
Welche Rolle spielt die Viskosität bei der Entstehung von Domen?
Hohe Viskosität verhindert das seitliche Ausfließen der Lava, wodurch diese sich über dem Förderschlot auftürmt und Kuppelformen bildet, anstatt weiträumige Lavaströme zu erzeugen.
- Arbeit zitieren
- Janine Ketering (Autor:in), 2003, Morphologische Vulkantypen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24039