Im Rahmen meiner Magisterarbeit ging ich der Frage nach, ob sich Prüfungsangst gerade noch oder schon bei Menschen, die erwachsen sind, den 2. Bildungsweg noch machen müssen und unter Prüfungsangst leiden, sich diese durch den Einsatz von 3 "Progressiven Muskelentspannungssitzungen" nach Jacobs vor und nach einer Prüfungssituation komplett beseitigen läßt oder nicht.
Basis für die Arbeit lieferten Wahrnehmungen, denen zu folge, gerade Erwachsene mit deren Prüfungsangst in der öffentlichen Meinungsbildung zu wenig beachtet werden. "Wir wollen auch gehört werden, sagten einige erwachsene Personen, die sich weiter bilden wollten. Uns hört man mit unserer Prüfungsangst zu wenig. Wir bilden uns weiter, werden aber oft nicht gehört vor oder nach Prüfungen."
Fragestellung: Leiden erwachsenen Personen weniger unter Prüfungsangst, wenn man ihnen das "Progressive Muskelentspannungstraining von Jacobs"(Kurzprogramm) vor und nach Prüfungssituationen präsentiert?
Methode: Als Methode zur Überprüfung obiger Forschungsfrage kam ein Feldexperiment in Frage. Die prüfungsängstlichen Probanden erlernten, wie man progressive Muskelentspannung einsetzt vor Prüfungen und nach Prüfungen. Ebenso wurde ihnen ein Fragebogen zum Thema "Prüfungsangst" zum Ausfüllen vorgelegt.
Da es sich um ein Feldexperiment handelte, gab es keine Untersuchung am Markt, die sich ansah, in wie weit sich Prüfungsangst durch den Einsatz eines kurzen Entspannungstrainings nach Jacobs reduzieren läßt, oder nicht. Literaturerfahrungswerte gab es hinsichtlich dieser Frage fast keine.
50 Personen, die prüfungsängstlich waren wurden in 3 Sitzungen vor und nach der Prüfungssituation mit einer Kurzversion der Progressiven Muskelentspannung konfrontiert, ebenso im Vergleich dazu 50 Personen, die nicht prüfungsängstlich waren. Das Experiment fand in den Ausbildungsstätten Wiens, daher Volkshochschule, des Wirtschaftsförderungsinstitutes und anderes statt.
Quelle:
Jacobs, B. (1982). Das Muskelentspannungstraining. München: Hogrefe - Verlag.
Jacobs, B. (2000). Messung der aktuellen Prüfungsangst. Saarlanden: Altavista-Company.
Inhaltsverzeichnis
0. EINLEITUNG
SOZIALER STELLENWERT DER AUSBILDUNG IM LEBEN EINES BERUFSTÄTIGEN
ZWECK DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG
STREß - DIE HERAUSFORDERUNG DES MODERNEN LEBENS
NICHT ABGEBAUTER STREß MACHT KRANK
I. THEORETISCHER TEIL
1.1 THEORIE ÜBER DEN AUFBAU VON PRÜFUNGSANGST UND PRÜFUNGSÄNGSTLICHKEIT
1.2 URSACHEN DER LEISTUNGS- UND PRÜFUNGSANGST
1.3 DETERMINANTEN DER PRÜFUNGSANGST
1.4 DEFINITION DER PRÜFUNGSANGST AUS KLINISCHER SICHT
1.5 DAS PHÄNOMEN ANGST
1.6 KLASSIFIKATION VON ÄNGSTEN
1.7 DIAGNOSTISCHE ZUGANGSWEISEN ZUR PRÜFUNGSANGST
1.7.1 FALLBEISPIEL ZUR ILLUSTRATION VON PRÜFUNGSÄNGSTEN
1.7.2 AUSWIRKUNGEN DER PRÜFUNGSANGST AUF DIE KÖRPERLICHE GESUNDHEIT
2. ERWACHSENENBILDUNG IN DEN VHS, WIFI, BFI, POLYCOLLEGE
3. DER BEITRAG DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG NACH JACOBSON ZUR REDUKTION DER PRÜFUNGSANGST
3.1 DIE FUNKTIONSWEISE DER MUSKELENTSPANNUNG
3.2 DIE MUSKULÄRE TIEFENENTSPANNUNG: DAS GRUNDPRINZIP
4. ALTERNATIVE METHODEN DER THERAPIE GEGEN PRÜFUNGSPANIK
4.1 ENTSPANNUNGSÜBUNGEN
4.2 AROMATHERAPIE
4.3 NERVENNAHRUNG
4.4 TEMPERATURTRAINING UND ENTSPANNUNG
4.5 DIE LETZTE RETTUNG
4.6 PRIVATES STREßMANAGEMENT – PRÜFUNGSANGST BEWÄLTIGEN
4.7 SYSTEMATISCHE DESENSIBILISIERUNG
4.8 HYPNOSE VS. PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG
5. COPING VON PRÜFUNGSANGST BEI BERUFSTÄTIGEN ERWACHSENEN IN DER PRAXIS
5.1 THERAPIE VON PRÜFUNGSANGST MIT HYPNOSE
5.2 COPING VON PRÜFUNGSANGST AUS KOGNITIONSPSYCHOLOGISCHER SICHT
6. PERSÖNLICHKEITSENTFALTUNG DER BERUFSTÄTIGEN ERWACHSENEN STUDENTEN IN DER ERWACHSENENBILDUNG
6.1 BILDUNGSINSTITUTIONELLE MAßNAHMEN UND KONSEQUENZEN
6.2 THERAPIE DER PRÜFUNGSANGST ONLINE
II. EMPIRISCHER TEIL
7. FRAGESTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG
8. UNTERSUCHUNGSDESIGN
8.1 BESCHREIBUNG DES UNTERSUCHUNGSDESIGNS BZW. DER UNTERSUCHUNGSMETHODE
8.1.1 UNTERSUCHUNG VOR DEM TRAINING
8.1.2 ROLLE DES KLIENTEN /DER KLIENTIN WÄHREND DER TRAININGS
8.1.3 EINFLUß DER THERAPEUTISCHEN KOMMUNIKATION VOR BEGINN DES TRAININGS
8.1.5 DIE ERSTE SITZUNG - DIE GRUNDZÜGE
8.2 BESCHREIBUNG DES MEßVERFAHRENS
8.2.2 VARIABLEN
8.2.2.1 UNABHÄNGIGE VARIABLEN:
8.2.2.2 ABHÄNGIGE VARIABLEN
8.2.2.3 STÖRVARIABLEN
8.2.3 OPERATIONALISIERUNG DER PRÜFUNGSANGST DURCH
8.2.4 MATERIALIEN
8.2.4.1 DIE EIGENSCHAFTSWÖRTERLISTE (EWL)
8.2.4.1.1 ANWENDUNG
8.2.4.1.2 THEORETISCHER HINTERGRUND
8.2.4.1.3 DURCHFÜHRUNG
8.2.4.1.4 TESTFORMEN
8.2.4.1.5 AUSWERTUNG
8.2.4.1.6 DURCHFÜHRUNGSDAUER
8.2.4.1.8 RELIABILIÄTSANALYSE DER EIGENSCHAFTSWÖRTERLISTE
8.2.4.2.1 TESTMETHODIK
8.2.4.2.2 INSTRUKTION
8.2.4.2.3 RELIABILITÄTSANALYSE DER LIKERT-SKALA
8.2.4.3.1 RELIABILITÄTSANALYSE DES FRAGEBOGENS ZUR AKTUELLEN PRÜFUNGSANGST
8.2.4.3.2 TESTMETHODIK DER AKTUELLEN PRÜFUNGSANGST
8.2.4.3.3 DAUER DER BEFRAGUNG
8.2.5 DAS STATE TRAIT ANGST-INVENTAR (STAI)
8.2.5.1 SITUATIVER HINTERGRUND DER PRÜFUNGSANGST
8.2.5.2 THEORETISCHER HINTERGRUND
8.2.5.3 DURCHFÜHRUNG
8.2.5.4 TESTMETHODIK - DURCHFÜHRUNG DER STATE ANGSTSKALA
8.2.5.5 DURCHFÜHRUNG DES STAI
8.2.5.6 ANWENDUNG
8.2.5.7 TESTFORMEN
8.2.5.8 AUSWERTUNG
8.2.5.9 DURCHFÜHRUNGSDAUER
8.2.5.10 RELIABLITÄTSANALYSE DER STATE–TRAIT-SKALA
8.2.6 MERKTEST-FRAGEBOGEN ZUM LERNMATERIAL
8.2.6.1 VORGEGEBENE WÖRTER
8.2.6.2 TESTMETHODIK
8.2.6.3 INSTRUKTION
8.2.6.5 ITEM-TOTAL STATISTICS
8.2.7 FRAGEBOGEN, DER DIE SITUATIVE PRÜFUNGSANGST MIßT
8.2.7.1 RELIABILITÄTSANALYSE DES FRAGEBOGENS ZUR SITUATIVEN PRÜFUNGSANGST
8.2.7.2 TESTMETHODIK
8.2.7.3 DAUER DER BEFRAGUNG
8.2.7.4 UNTERSUCHUNG DER SOZIODEMOGRAPHISCHEN VERTEILUNGEN
8.2.7.4.1 SOZIODEMOGRAPHISCHE VERTEILUNG DES GESCHLECHTS
8.2.7.4.2 SOZIODEMOGRAPHISCHE VERTEILUNG DES ALTERS DER BEFRAGTEN STICHPROBE
8.3 STATISTISCHE HYPOTHESEN
8.3.1 ALTER UND PRÜFUNGSANGST (1)
8.3.1.1 FRAGESTELLUNG 1
8.3.1.2 HYPOTHESE 1
8.3.2 GESCHLECHT UND PRÜFUNGSANGST (2)
8.3.2.1 FRAGESTELLUNG 2
8.3.2.2 HYPOTHESE 2
8.3.3 ZULETZT BESUCHTE BILDUNGSINSTITUTION UND PRÜFUNGSANGST (3)
8.3.3.1 FRAGESTELLUNG 3
8.3.3.2 HYPOTHESE 3
8.3.4 STREßTYPUS UND PRÜFUNGSANGST (4)
8.3.4.1 FRAGESTELLUNG 4
8.3.4.2 HYPOTHESE 4
8.3.5 PERSONENTYPUS UND PRÜFUNGSANGST (5)
8.3.5.1 FRAGESTELLUNG 5
8.3.5.2 HYPOTHESE 5
8.3.6 PRÜFUNGSANGST WÄHREND UND NACH PRÜFUNGEN (6)
8.3.6.1 FRAGESTELLUNG 6
8.3.6.2 HYPOTHESE 6
8.3.7 PRÜFUNGSANGST UND PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG (7)
8.3.7.1 FRAGESTELLUNG 7
8.3.7.2 HYPOTHESE 7
8.3.8 REPRODUKTION VON LERNINHALTEN UND ANWENDEN DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG (8)
8.3.8.1 FRAGESTELLUNG 8
8.4 STATISTISCHE METHODEN
8.4.1 RELIABILITÄTSANALYSEN
8.4.2 KOLMOGORNOV-PRÜFSTATISTIKEN
8.4.3 BERECHNUNG DER MITTELWERTE
8.4.4 KREUZTABELLEN
8.4.4.1 ENTSPANNUNGSGRAD (KREUZTABELLE 1)
8.4.4.2 ZEITPUNKT DES LEICHTERES MERKEN (KREUZTABELLE 2)
8.4.4.3 ENTSPANNUNG (KREUZTABELLE 3)
8.4.4.4 STREß NACH MUSKELENTSPANNUNG (KREUZTABELLE 4)
8.4.4.5 MUSKELENTSPANNUNG ALS HILFE (KREUZTABELLE 5)
8.4.4.6 LEICHTERES MERKEN (KREUZTABELLE 6)
8.4.4.7 STREß IN PRÜFUNGSSITUATION (KREUZTABELLE 7)
8.4.4.8 PRÜFUNGSÄNGSTLICHKEIT (KREUZTABELLE 8)
8.4.4.9 ZUSTANDSANGST (KREUZTABELLE 9)
8.4.4.10 ÄRGER, DESAKTIVITÄT, KLAGEN ÜBER ÄNGSTLICHKEIT, MÜDIGKEIT UND ANDERE EIGENSCHAFTEN (KREUZTABELLE 10)
8.4.5 UNTERSCHIEDSSTATISTIKEN
8.4.5.1 KOLMOGORNOV-Z-TEST (AKTUELLE UND SITUATIVE PRÜFUNGSANGST)
8.4.5.3 KOLMOGORNOV-Z-TEST (PRÜFUNGSANGST NACH ÄNGSTLICHKEIT)
8.4.5.4 KOLMOGORNOV-Z-TEST (PRÜFUNGSANGST NACH GESCHLECHT)
8.4.5.5 KRUSKAL-WALLIS-RANGVARIANZANALYSE (PRÜFUNGSANGST NACH ALTER)
8.4.5.6 KRUSKAL-WALLIS-RANGVARIANZANALYSE (PRÜFUNGSANGST NACH AUSBILDUNGSINSTITUTION)
8.4.5.7 MCNEMAR -CHI- QUADRAT-TEST (ENTSPANNUNGSGRAD VOR UND NACH DER ERSTEN, ZWEITEN UND DRITTEN SITZUNG MIT DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG)
8.4.5.8 MCNEMAR -CHI- QUADRAT-TEST (ZUSTANDSANGST VOR UND NACH DER ERSTEN, ZWEITEN UND DRITTEN SITZUNG MIT DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG)
8.4.6 SPEARMAN RANG KORRELATION
8.4.6.1 SPEARMAN-RANGKORRELATION ZWISCHEN DER LERNLEISTUNG UND DER PRÜFUNGSÄNGSTLICHKEIT
8.4.6.2 SPEARMAN-RANGKORRELATION ZWISCHEN DEM STREßTYPUS UND DER SITUATIVEN UND DER AKTUELLEN PRÜFUNGSANGST
8.4.6.3 SPEARMAN-RANGKORRELATION ZWISCHEN DEM ÄNGSTLICHEN UND DEM NICHT ÄNGSTLICHEN PERSÖNLICHKEITSTYP IM HINBLICK AUF DAS AUSMAß DER SITUATIVEN UND DER AKTUELLEN PRÜFUNGSANGST
8.4.7 FRAGEBOGEN ZUR ÜBERPRÜFUNG DER MERKFÄHIGKEIT DER VERSUCHSPERSONEN NACH DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG
9.1 ÜBERPRÜFUNG DES SKALENNIVEAUS DER METRISCHEN VARIABLEN
9.1.1 VARIABLE „SITUATIVE PRÜFUNGSANGST“
9.1.2 VARIABLE „GENERELLE PRÜFUNGSANGST“
9.1.3 VARIABLE „MERKLEISTUNG VOR DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG“
9.1.4 VARIABLE„MERKLEISTUNG NACH DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG“
9.2 INTERPRETATION DER STATISTISCHEN ERGEBNISSE
9.2.1 EINFLUß DES ALTERS AUF DIE SITUATIVE UND DIE AKTUELLE PRÜFUNGSANGST
9.2.1.1 NICHTPARAMETRISCHE TESTS - KRUSKAL-WALLIS-TEST (ALTER UND SITUATIVE PRÜFUNGSANGST)
9.2.1.2 NICHTPARAMETRISCHE TESTS - KRUSKAL-WALLIS-TEST (ALTER UND AKTUELLE PRÜFUNGSANGST)
9.2.2 EINFLUß DES GESCHLECHTS AUF SITUATIVE UND AKTUELLE PRÜFUNGSANGST
9.2.2.1 NICHTPARAMETRISCHE TESTS (1) - MANN-WHITNEY-TEST(PRÜFUNGSANGST)
9.2.2.2 NICHTPARAMETRISCHER TEST (2) - KOLMOGORNOV-SMIRNOV-Z-TEST BEI ZWEI STICHPROBEN (PRÜFUNGSANGST)
9.2.3.1 NICHTPARAMETRISCHE TESTS - KRUSKALL-WALLIS-TEST (AUSBILDUNGSINSTITUTION)
9.2.3.2 NICHTPARAMETRISCHE TESTS - MANN-WHITNEY-TEST UND Z-TEST (AUSBILDUNGSSTAND)
9.2.4 STREß IN PRÜFUNGSSITUATIONEN
9.2.4.1 SUBJEKTIV ERLEBTER STREß IN PRÜFUNGSSITUATIONEN
9.2.4.2 STREßTYPUS UND PRÜFUNGSANGST
9.3 PERSÖNLICHKEITSTYPUS UND PRÜFUNGSANGST
9.3.1 PERSÖNLICHKEITSTYPUS UND PRÜFUNGSANGST
9.3.2 PROZENTUELLE HÄUFIGKEITSVERTEILUNG DER EIGENSCHAFTEN, ÄRGERLICH, ÄNGSTLICH, IN EINER GEHOBENEN STIMMUNG UND IN ANDEREN ZUSTÄNDEN ZU SEIN
9.4 AUSMAß DER TATSÄCHLICHEN PRÜFUNGSANGST ALS PERSÖNLICHKEITSEIGENSCHAFT VOR DER ERSTEN, ZWEITEN UND DRITTEN MUSKELENTSPANNUNG
9.5 AKTUELLE UND SITUATIVE PRÜFUNGSANGST
9.5.1 UNTERSCHIEDE ZWISCHEN VERSUCHSGRUPPE UND KONTROLLGRUPPE IN DER AKTUELLEN UND SITUATIVEN PRÜFUNGSANGST
9.5.1.1 MANN-WHITNEY-TEST
9.5.1.2 KOLMOGOROV-SMIRNOV-TEST BEI ZWEI STICHPROBEN
9.5.2 AUSMAß DER SITUATIVEN ANGST UND DER ÄNGSTLICHKEIT
9.5.2.1 AUSMAß DER SITUATIVEN ANGST ALS EIGENSCHAFTSDIMENSION VOR DER ERSTEN, ZWEITEN, DRITTEN IM VERGLEICH ZU NACH DER ERSTEN, ZWEITEN UND DRITTEN ANWENDUNG DER MUSKELENTSPANNUNG
9.5.2.2 AUSMAß DER ÄNGSTLICHKEIT ALS EIGENSCHAFTSDIMENSION VOR DER ERSTEN, ZWEITEN, DRITTEN IM VERGLEICH ZU NACH DER ERSTEN, ZWEITEN UND DRITTEN MUSKELENTSPANNUNG
9.5.3 EINFLUß DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG AUF DIE LERNLEISTUNG(AUF DIE ANZAHL BESTIMMTER GEMERKTER WÖRTER UND AUF DIE ANGABEN DER PERSONEN)
9.5.3.1 MERKLEISTUNG BESTIMMTER WÖRTER VOR DER ENTSPANNUNGSTHERAPIE
9.5.3.2 MERKLEISTUNG BESTIMMTER WÖRTER NACH DER ENTSPANNUNGSTHERAPIE
9.5.3.3 ZUSAMMENHANG ZWISCHEN LERNLEISTUNG UND PRÜFUNGSÄNGSTLICHKEIT
9.5.4 EINFLUß DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG AUF DIE LERNLEISTUNG (ANZAHL DER GEMERKTEN WÖRTER UND DIE ANGABEN DER PERSONEN)
9.5.5 ENTSPANNUNGSFÄHIGKEIT DER VERSUCHSPERSONEN
9.5.6 UNTERSCHIEDE IN DER ENTPANNUNG VOR UND NACH DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNGSTHERAPIE
9.5.7 ERSTE, ZWEITE UND DRITTE PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNGSTHERAPIE ALS HILFE
9.5.8 STREß NACH DEN MUSKELENTSPANNUNGSSITZUNGEN
10. INTERPRETATION UND DISKUSSION
10.1 AUSWIRKUNGEN VON LEISTUNGS- UND PRÜFUNGSANGST IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ALTER (1)
10.2 EINFLUß DES GESCHLECHTS AUF DIE SITUATIVE UND DIE AKTUELLE PRÜFUNGSANGST (2)
10.3 EINFLUß DER BILDUNGSINSTITUTION UND DER SCHICHT AUF DIE PRÜFUNGSANGST (3)
10.3.1 EINFLUß DER BILDUNGSINSTITUTION AUF DIE PRÜFUNGSANGST
10.3.2 EINFLUß DES AUSBILDUNGSSTANDES ODER DER SCHICHT AUF DIE PRÜFUNGSANGST
10.4 EINFLUß DES GESTREßTSEINS AUF DIE PRÜFUNGSANGST NACH DEN DREI SITZUNGEN MIT DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG (4)
10.5 PERSONENTYPUS UND PRÜFUNGSANGST (5)
10.5.1 ZUSAMMENHANG ZWISCHEN ANGST UND SELBSTWERT
10.5.2 EINFLUSS DER ANGST ALS PERSONENEIGENSCHAFT AUF DIE PRÜFUNGSANGST
10.5.3 PRÜFUNGSANGST WÄHREND UND NACH PRÜFUNGEN
10.6 DER ZUSAMMENHANG ZWISCHEN LERNLEISTUNG UND PRÜFUNGSANGST (6)
10.7 ANGST ALS WESENSZUG UND ZUSTAND UND IHR ZUSAMMENHANG MIT DER WIRKUNG DER ENTSPANNUNG AUF DIE ÄNGSTIGENDE VORSTELLUNG DER PROBANDEN IN DER PRÜFUNGSSITUATION (7)
10.7.1 PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG ALS HILFE ZUR REDUKTION DER PRÜFUNGSANGST BEFRAGT NACH DER EIGENSCHAFTSDIMENSION DER ANGST
10.7.2 PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG ALS HILFE ZUR REDUKTION DER PRÜFUNGSANGST, BEFRAGT NACH DER PERSÖNLICHKEITSDIMENSION
10.7.4 PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG ALS HILFE
10.8 REPRODUKTION VON LERNINHALTEN UND PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG (8)
10.9 DIE WIRKUNG DER ENTSPANNUNG AUF DIE GEDÄCHTNISLEISTUNG (9)
III. ZUSAMMENFASSUNG
ERGEBNISSE ZU DEN URSACHEN DER PRÜFUNGSANGST
UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE ZUR PRÜFUNGSANGST
BEHANDLUNG UND THERAPIEMÖGLICHKEITEN DER PRÜFUNGSANGST
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Wirksamkeit der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson als therapeutische Maßnahme bei berufstätigen Erwachsenen, die unter Prüfungsangst leiden. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob durch diese Entspannungsmethode eine Reduktion der Prüfungsangst sowie eine Verbesserung der Merkleistung in Ausbildungssituationen (z.B. WIFI, VHS, BFI) erreicht werden kann.
- Zusammenhang zwischen verschiedenen Angstformen (situative Prüfungsangst vs. Ängstlichkeit als Wesenszug) und dem Lern- sowie Prüfungserfolg.
- Einfluss sozio-demographischer Variablen wie Alter, Geschlecht und Bildungsstand auf das Ausmaß der Prüfungsangst.
- Evaluation der Progressiven Muskelentspannung als Coping-Strategie bei Stress und Prüfungsangst im Erwachsenenbildungsbereich.
- Untersuchung der psychophysiologischen Auswirkungen von Entspannungstraining auf das Prüfungsgeschehen.
- Kritische Beleuchtung von Online-Therapieansätzen im Kontext der Stress- und Angstbewältigung.
Auszug aus dem Buch
Sozialer Stellenwert der Ausbildung im Leben eines Berufstätigen
In diesem Absatz soll der Frage nachgegangen werden, welchen sozialen Stellenwert die Ausbildung im Leben eines berufstätigen Erwachsenen haben kann, der sich gerade für eine Zusatzausbildung an einer der für ihn interessanten Ausbildungsstätten hat.
Bei der Diskussion des sozialen Stellenwertes einer Prüfung für den Erwachsenen kommt es manchmal vor, daß für manche Berufstätige die Wahl einer Zusatzausbildung im Berufsleben sehr oft eine nicht freiwillige Angelegenheit darstellt. Die Personen, die die Bildungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen, sehen dies oft als Zwang und unter dem Aspekt des „Erledigen-Müssens“ und sträuben sich oft davor, diese vorgeschriebene Ausbildung machen zu müssen und zu wollen. Somit entwickelt der berufstätige Erwachsene oft das Gefühl, daß er nicht freiwillig, sondern unter Druck stehend lernen muß. In seinem Bewußtsein weiß er, daß er für die bevorstehende Prüfung lernen muß und hat oft Angst vor der Prüfung. Da er nicht freiwillig seine Zusatzqualifikation erwerben möchte, sondern sich wegen seiner beruflichen Situation oftmalig weiterbildet und sich daher auch oft umschulen läßt, bedeutet einem berufstätigen Erwachsenen, der die Zusatzausbildung oder Umschulung als Zwang erlebt, die Weiterbildung manchmal vom sozialen Stellenwert her betrachtet nicht sehr viel.
Für ihn ist in einem solchen Falle die Bildung Mittel zum Zweck. Die Ausbildung stellt dann oft kein Bildungsgut dar, worauf man stolz sein könnte, in dessen Genuß zur Weiterbildung man gekommen ist, sondern sie stellt oft ein „Muß“ dar. Im Gegensatz dazu gibt es aber ebenso viele berufstätige Erwachsene, die sich darüber freuen, daß sie eine Zusatzqualifikation erwerben können und daher der Ausbildung einen höheren Stellenwert beimessen wie Personen, die die berufliche Umschulung als „Muß-Situation“ erleben. Trotz hohen Stellenwerts der Zusatzqualifikation, die die Personen der Ausbildung und den Umschulungen an den verschiedensten Ausbildungsstätten beimessen, gibt es auch unter dieser Gruppe genügend Leute, die sich trotz der Freude an der Ausbildung vor der Prüfung fürchten und weiterhin an aktueller Prüfungsangst leiden.
Zusammenfassung der Kapitel
0. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Untersuchung, indem sie das Fehlen empirischer Literatur zur Therapie von Prüfungsangst bei Erwachsenen hervorhebt und die Zielsetzung der Arbeit sowie die Bedeutung der Progressiven Muskelentspannung skizziert.
I. THEORETISCHER TEIL: Dieser Teil widmet sich der Theoriebildung und den verschiedenen Erscheinungsformen der Prüfungsangst, ihrer Definition, den Ursachen und den Zusammenhängen mit Leistung, Lernen und sozialen Faktoren.
2. ERWACHSENENBILDUNG IN DEN VHS, WIFI, BFI, POLYCOLLEGE: Das Kapitel erörtert den Stellenwert der Erwachsenenbildung sowie die Forderung nach lebenslangem, selbstbestimmtem Lernen ohne Leistungsdruck.
3. DER BEITRAG DER PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG NACH JACOBSON ZUR REDUKTION DER PRÜFUNGSANGST: Hier wird das Konzept der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson als Therapieform vorgestellt und deren Wirkungsweise sowie Grundprinzipien erläutert.
4. ALTERNATIVE METHODEN DER THERAPIE GEGEN PRÜFUNGSPANIK: Dieses Kapitel vergleicht die Progressive Muskelentspannung mit weiteren Methoden wie Aromatherapie, Nervennahrung, Biofeedback und systematischer Desensibilisierung.
5. COPING VON PRÜFUNGSANGST BEI BERUFSTÄTIGEN ERWACHSENEN IN DER PRAXIS: Es wird analysiert, welche Strategien (Coping) Erwachsene in der Praxis anwenden und wie Hypnose oder kognitionspsychologische Ansätze bei der Bewältigung helfen können.
6. PERSÖNLICHKEITSENTFALTUNG DER BERUFSTÄTIGEN ERWACHSENEN STUDENTEN IN DER ERWACHSENENBILDUNG: Das Kapitel thematisiert die Persönlichkeitsentwicklung im Kontext institutioneller Anforderungen und die Problematik von Anpassungsdruck versus Individualität.
II. EMPIRISCHER TEIL: Der empirische Teil präsentiert die Fragestellung, das Design, die Materialien sowie die methodische Vorgehensweise der durchgeführten Studie.
7. FRAGESTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG: Hier werden die zentralen Forschungsfragen sowie das Ziel der Arbeit, die Wirksamkeit des Trainings bei Erwachsenen zu belegen, formuliert.
8. UNTERSUCHUNGSDESIGN: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Durchführung, die Stichprobe und das methodische Vorgehen der Untersuchung.
9. STATISTISCHE INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Hier erfolgt die Auswertung und statistische Analyse der erhobenen Daten hinsichtlich der Hypothesen.
10. INTERPRETATION UND DISKUSSION: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, diskutiert diese im Kontext der Literatur und interpretiert die Auswirkungen der Progressiven Muskelentspannung.
III. ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zur Prüfungsangst, den Therapiemöglichkeiten und den Ergebnissen der Progressiven Muskelentspannung.
Schlüsselwörter
Prüfungsangst, Progressive Muskelentspannung, Erwachsenenbildung, Coping, Leistungsangst, Stressbewältigung, Entspannungsfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung, Empirische Untersuchung, Lernleistung, Hypnose, Biofeedback, Zustandsangst, Ängstlichkeit, Trainingsprogramme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen Prüfungsangst bei berufstätigen Erwachsenen in der Erwachsenenbildung und evaluiert die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson als Therapieansatz zur Reduktion dieser Angst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Angstentstehung, die Rolle der Erwachsenenbildungsinstitutionen, verschiedene Entspannungstechniken (speziell die Progressive Muskelentspannung) und Strategien zur Bewältigung (Coping) von Prüfungsstress.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob prüfungsängstliche Probanden durch das Training der Progressiven Muskelentspannung ihre Prüfungsangst reduzieren können und ob dies einen positiven Effekt auf ihre Merkleistung in Prüfungssituationen hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein Feldexperiment durchgeführt, bei dem 100 berufstätige Erwachsene vor und nach der Teilnahme an Sitzungen mit Progressiver Muskelentspannung mittels Fragebögen, Merktests und psychophysiologischer Daten evaluiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfangreichen theoretischen Teil über Angsttheorien und Entspannungsmethoden sowie einen empirischen Teil, in dem das Untersuchungsdesign, die statistischen Hypothesen und die Interpretation der Ergebnisse dargestellt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Prüfungsangst, Progressive Muskelentspannung, Erwachsenenbildung, Coping, Leistungsangst, Stressbewältigung und psychologische Diagnostik.
Was sind die zentralen Ergebnisse der Studie in Bezug auf die Progressive Muskelentspannung?
Die Studie konnte zeigen, dass die Probanden die Progressive Muskelentspannung als Hilfe empfanden und tendenziell eine Reduktion der Stressbelastung sowie eine leichte Verbesserung der Entspannungsfähigkeit auftrat, wobei die signifikanten Unterschiede in den statistischen Tests teilweise nicht erreicht wurden.
Wie wird das Phänomen "Prüfungsangst" in Bezug auf den Ausbildungsstand bewertet?
Die Arbeit untersuchte, ob der Ausbildungsstand (z.B. Volksschule vs. Universität) einen signifikanten Einfluss auf die Prüfungsangst hat, konnte jedoch keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Ausbildungsstand und dem Ausmaß der situativen oder aktuellen Prüfungsangst bei den befragten Erwachsenen feststellen.
- Quote paper
- Irene Prokop (Author), 2002, Bewältigungsstrategien bei Prüfungsangst. Ein Experiment mit dem Progressiven Muskelentspannungstraining nach Jacobs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2441