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Feldforschung „Andere Räume“: Universum Bremen - Expedition Mensch - Die Gebärmutter

Title: Feldforschung „Andere Räume“: Universum Bremen - Expedition Mensch - Die Gebärmutter

Seminar Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jessica Scheffold (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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Das Universum in Bremen, in dem die Gebärmutter im Rahmen der Expedition Mensch ausgestellt ist, beschäftigt sich weiterhin mit den „Expedition“ genannten Erlebniswelten „Erde“ und „Kosmos“. Die Gebärmutter am Anfang der Expedition „Mensch“ symbolisiert und beschreibt die Entstehung des menschlichen Lebens.
Es ist sehr beeindruckend, daß man so einen virtuellen Raum geschaffen hat um die Entstehungsgeschichte des Menschen der Bevölkerung näher zu bringen. Besonders für Kinder ist dieser Raum gut und übersichtlich gestaltet. Für die Menschen ist es oft schwer, sich abstrakte Dinge vorzustellen. In diesem Raum fühlt man die Entstehungsgeschichte des Menschen ganz und gar mit.
Weltweit werden täglich ca. 95.000 Kinder geboren. Den alltäglichen Vorgang der Geburt mit allen Sinnen erlebbar zu sehen, macht die Gebärmutter im Universum zu einem besonderen Ort außerhalb aller Orte.

Im Rahmen dieser Arbeit wird der "Andersort" Gebärmutter-Installation im Universum beschrieben. Mit dem Mittel der Beobachtung wird dieser kulturwissenschaftlich analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 DEFINITIONEN

2 EINLEITUNG

3 BEOBACHTUNGEN

4 FAZIT UND AUSBLICK

5 LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Installation „Gebärmutter“ im Universum Bremen als einen Ort, der sowohl geographisch verortbar als auch im Sinne Michel Foucaults als „Heterotopie“ (ein Ort außerhalb aller Orte) betrachtet werden kann. Die Autorin analysiert dabei die Wirkung des Ausstellungsraums auf Besucher unterschiedlicher Altersgruppen und sozialer Hintergründe durch teilnehmende Feldforschung.

  • Analyse der Gebärmutter-Installation als Heterotopie nach Foucault
  • Empirische Feldforschung mittels teilnehmender Beobachtung
  • Untersuchung der Besucherinteraktionen und -reaktionen
  • Vergleich der Wahrnehmung zwischen verschiedenen Altersstufen
  • Reflexion über die Vermittlung abstrakter biologischer Prozesse

Auszug aus dem Buch

3 Beobachtungen

Zu Anfang möchte ich erst einmal meine Eindrücke und Gefühle schildern, bis ich dann die Beobachtungen, die ich über die Besucher gemacht habe zusammenfasse.

Beschreibung der Raumes: Der Eintritt in die Gebärmutter ist mir ein wenig komisch gefallen da ich mich nicht mehr an meine Geburt erinnern kann wie alle anderen auch, ist es doch schon ein wenig merkwürdig an den Ursprung meines Lebens zurück zu kehren. Und ich habe mir auch noch gar keine Vorstellung gemacht wie es dort wohl aussehen mag. Natürlich habe ich schon Dokumentationen im Fernsehen und auch im Biologieunterricht über die Entstehung des Lebens gesehen, doch selbst wieder zum Ort seiner Entstehung zurückzukehren war ein komisches Gefühl. Trotz meines Unbehagens ging ich in die Gebärmutter. Am Eingang ist ein Schild zu lesen, auf dem die einzelnen Stadien der Entwicklungsgeschichte beschrieben sind.

Bereits am Eingang mußte ich mich ducken, denn im Inneren der Gebärmutter sollte ein Gefühl von Winzigkeit und Geborgenheit entstehen.

Nun schaute ich mich erst einmal um. Dort war ein Gang in der Mitte, welcher den Geburtskanal nachbildet. Die Einrichtung der Gebärmutter war aus einem lederartigen Material, durch das einzelne Hautschichten abgebildet wurden. Ich warf aufmerksame Blicke auf die in den Wänden eingelassenen Monitore, auf denen die Entstehung des Lebens wie ein Film ablief. Es wurden Sequenzen mit Spermien, Zellen, Bakterien etc. gezeigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 DEFINITIONEN: Klärung der Begriffe „Ort“ und „Heterotopie“ als theoretische Grundlage für die Analyse der Installation im Universum Bremen.

2 EINLEITUNG: Darstellung des Kontextes der „Expedition Mensch“ und Einordnung der Gebärmutter-Installation als virtuellen, abstrakten Raum.

3 BEOBACHTUNGEN: Beschreibung der persönlichen Eindrücke der Autorin sowie detaillierte Dokumentation des Verhaltens verschiedener Besuchergruppen bei drei Vor-Ort-Besuchen.

4 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Feldforschung und Reflexion über die beobachteten stereotypen Verhaltensweisen der Besucher.

5 LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Quellen zur theoretischen Untermauerung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Gebärmutter, Universum Bremen, Heterotopie, Michel Foucault, Feldforschung, Expedition Mensch, Ausstellungsraum, Besucherverhalten, Wahrnehmung, Biologievermittlung, Installation, Andere Räume, menschliche Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kulturwissenschaftlichen Analyse der „Gebärmutter“-Installation im Universum Bremen und deren Wirkung auf die Besucher.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Begriff der Heterotopie nach Foucault, die museale Inszenierung biologischer Prozesse und die empirische Verhaltensbeobachtung von Museumsbesuchern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, wie die als „Ort außerhalb aller Orte“ konzipierte Installation von Besuchern unterschiedlichen Alters und Geschlechts wahrgenommen und in ihrem Alltagskontext eingeordnet wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt die Methode der teilnehmenden Feldforschung, indem sie den Ausstellungsraum über mehrere Tage hinweg besucht und die Reaktionen der Besucher stichpunktartig protokolliert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine subjektive Raumbeschreibung der Autorin und eine differenzierte Auswertung der Beobachtungen an drei verschiedenen Tagen, darunter Familienbesuche, Schulklassen und eine geführte Touristengruppe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Heterotopie, Gebärmutter, Feldforschung, Universum Bremen und Foucaults Konzept der „anderen Räume“.

Welche Unterschiede zeigten sich bei den Schulklassen?

Mädchen integrierten die Installation eher in ihr Sozialverhalten und nutzten sie als Rückzugsort für private Gespräche, während Jungen in der Pubertät eher mit einer Mischung aus Neugier und Scham reagierten und versuchten, den Geburtskanal schnell zu durchqueren.

Wie reagierten die erwachsenen Besucher in der geführten Gruppe?

Die Erwachsenen zeigten sich teils emotional berührt, reflektierten persönliche Themen wie den eigenen Körper oder die Familienplanung, während die Männer primär an den biologischen Informationen interessiert waren.

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Details

Title
Feldforschung „Andere Räume“: Universum Bremen - Expedition Mensch - Die Gebärmutter
College
University of Bremen  (Kulturwissenschaften)
Course
Einführung in die Kulturwissenschaften
Grade
2,0
Author
Jessica Scheffold (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V24454
ISBN (eBook)
9783638273282
ISBN (Book)
9783638759960
Language
German
Tags
Feldforschung Räume“ Universum Bremen Expedition Mensch Gebärmutter Einführung Kulturwissenschaften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Scheffold (Author), 2003, Feldforschung „Andere Räume“: Universum Bremen - Expedition Mensch - Die Gebärmutter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24454
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