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Prora - Der Koloss von Rügen

Titel: Prora - Der Koloss von Rügen

Referat (Ausarbeitung) , 2003 , 27 Seiten , Note: gut

Autor:in: Nicole Käßner (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

„Ich will, dass dem Arbeiter ein ausreichender Urlaub gewährt wird und dass alles geschieht, um ihm diesen Urlaub sowie seine übrige Freizeit zu einer wahren Erholung werden zu lassen. Ich wünsche das, denn nur mit einem Volk, das seine Nerven behält, kann man wahrhaft große Politik machen.“ 1 , so lautet der Originalwortlaut eines Befehls von Adolf Hitler. Der Ort Prora und der "Koloss von Rügen" oder das ehemalige "KdF-Seebad der Zwanzigtausend" sind in den letzten Jahren sehr bekannt geworden. Prora gehört zum Ostseebad Binz und liegt an der Prorer Wiek an der Ostseite von Rügen. Hier wurde die etwa 4,5 km lange Anlage im Auftrag der Nationalsozialistischen Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zwischen 1936 und 1939 gebaut und zu großen Teilen auch vollendet.2

Der „Koloss von Rügen“ war eine Idee von Adolf Hitler. Vorraussetzungen für das Gelingen verschiedener Projekte von Hitler war die Schaffung einer Massenorganisation, die Deutsche Arbeitsfront (Abk. DAF) unter der Leitung von Robert Ley. In diesem Rahmen gründete Robert Ley 1933 die Nationalsozialistische Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (Abk. KdF). Im Auftrag der KdF sollten gewaltige Seebäder gebaut werden, um die Arbeitskraft der Arbeiter zu erhalten. Prora sollte das erste von vielen Seebädern werden.3 Clemens Klotz wurde mit seinem Vorschlag zum Bau als Architekt für dieses Projekt gewählt. Im Mai 1936 begann der Bau und wurde durch den Beginn des 2. Weltkrieges 1939 nie fertiggestellt. Genauere Angaben werden in den folgenden Anschnitten erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Voraussetzungen

2.1. Die Deutsche Arbeitsfront - DAF

2.2. Kraft durch Freude - KdF

3. Die Idee

3.1. Adolf Hitler

3.2. Robert Ley

3.3. Clemens Klotz

3.3.1. Clemens Klotz

3.3.2. Die Planung des KdF – Seebades

3.3.3. Der Entwurf

4. Die Umsetzung – Der Bau von Prora

5. Baustopp und die Nutzung im Krieg

5.1. Baustopp

5.2. Prora im Krieg

6. Die Nutzung nach dem Krieg

7. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte des als „Koloss von Rügen“ bekannten KdF-Seebades Prora, von der ideologischen Planung im Nationalsozialismus über die kriegsbedingte Unterbrechung bis hin zur militärischen und zivilen Nutzung nach 1945.

  • Ideologische Hintergründe der Deutschen Arbeitsfront und der Organisation „Kraft durch Freude“.
  • Biografische und architektonische Kontexte rund um Clemens Klotz und den Entwurf des Seebades.
  • Baugeschichte und die Unterordnung des Projekts unter kriegswichtige Erfordernisse.
  • Wandel der Nutzungsformen in der Nachkriegszeit sowie die heutige Bedeutung als Denkmal.

Auszug aus dem Buch

3.3.2. Planung des KdF-Seebades

Das „KdF-Seebad Rügen" war eine der größten Bauaufgaben, die in der NS-Zeit geplant wurden. Am 31. Juli 1935 erfuhr die Öffentlichkeit von der Absicht, dieses "Seebad der 20.000" zu errichten. Clemens Klotz stellte auf dem Parteitag der NSDAP im September 1935 bereits einen Entwurf vor. Trotzdem wurde Anfang 1936 ein Wettbewerb ausgeschrieben, zu dem die Architekten German Bestelmeyer, Emil Fahrenkamp, Hermann Giesler, Hans Gonser, Konstanty Gutschow, Georg Holzbauer, Oskar Jäger, Clemens Klotz, Erich zu Putlitz, Julius Schulte-Frohlinde und Heinrich Tessenow eingeladen wurden.

Zum Programm schrieb Ley: "Die Idee dieses Seebades ist vom Führer selbst. Er sagte mir eines Tages, dass man nach seiner Meinung ein Riesenseebad bauen müsse, das Gewaltigste und Größte von allem bisher Dagewesenen. (...) Es ist der Wunsch des Führers, dass in der Mitte ein großes Festhaus entsteht. (...) Alles soll so eingerichtet werden, dass man das Ganze im Falle eines Krieges auch als Lazarett verwenden kann." Rahmenbedingungen waren die Beherbergung von 20.000 Urlaubern, alle Fenster zum Meer und eine zentrale Festhalle für ebenfalls 20.000 Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Prora und Skizzierung der nationalsozialistischen Motivation für das Massenprojekt.

2. Die Voraussetzungen: Erläuterung der Rolle der DAF und der Unterorganisation KdF bei der Kontrolle der Freizeitgestaltung der Bevölkerung.

3. Die Idee: Porträt der beteiligten Akteure sowie Darstellung der planerischen und architektonischen Visionen hinter dem Seebad.

4. Die Umsetzung – Der Bau von Prora: Beschreibung des Baufortschritts unter Einbeziehung der bedeutendsten Baufirmen der Zeit.

5. Baustopp und die Nutzung im Krieg: Analyse der kriegsbedingten Einstellung der Arbeiten und der zweckfremden Verwendung des Rohbaus.

6. Die Nutzung nach dem Krieg: Überblick über die Demontage, die Nutzung durch NVA und Rote Armee bis hin zur Übergabe an die Bundeswehr.

7. Schlusswort: Fazit zur historischen Einordnung von Prora als nationalsozialistisches Propagandainstrument und heutiger Gedenkstätte.

Schlüsselwörter

Prora, KdF-Seebad, Nationalsozialismus, Rügen, Deutsche Arbeitsfront, Kraft durch Freude, Robert Ley, Clemens Klotz, Massentourismus, NS-Propaganda, Architektur, NVA, Denkmalpflege, Zwangsarbeit, Ostsee.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, den Bau und die wechselvolle Geschichte des KdF-Seebades Prora auf Rügen im Kontext der nationalsozialistischen Gesellschafts- und Freizeitpolitik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die ideologischen Grundlagen des NS-Regimes, die Rolle der Organisation „Kraft durch Freude“, die bauliche Umsetzung architektonischer Großprojekte und die spätere militärische Nutzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die bau- und sozialgeschichtliche Aufarbeitung eines der größten architektonischen Hinterlassenschaften des NS-Staates und die Dokumentation seines Wandels über verschiedene Epochen hinweg.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung basierend auf Literaturquellen sowie Dokumentationen der Stiftung Neue Kultur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Planung, die architektonische Gestaltung durch Clemens Klotz, die bauliche Ausführung sowie die unterschiedliche Nutzung in Kriegs- und Nachkriegszeiten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Prora, KdF, Massenorganisation, Architektur, NS-Sozialpolitik und sozialgeschichtliches Denkmal.

Warum wurde das Seebad als „Lazarett“ konzipiert?

Auf ausdrücklichen Wunsch Adolf Hitlers sollte das für 20.000 Urlauber geplante Seebad baulich so konzipiert sein, dass es im Falle eines Krieges sofort als Lazarett umfunktioniert werden konnte.

Wie wurde das Gelände nach 1945 verwaltet?

Nach der Demontage durch die Sowjetarmee wurde das Gelände zum Sperrgebiet der DDR erklärt und über Jahrzehnte hinweg militärisch durch die Kasernierte Volkspolizei sowie später die Nationale Volksarmee (NVA) genutzt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prora - Der Koloss von Rügen
Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel
Note
gut
Autor
Nicole Käßner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
27
Katalognummer
V24531
ISBN (eBook)
9783638273848
ISBN (Buch)
9783638842433
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prora Koloss Rügen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Käßner (Autor:in), 2003, Prora - Der Koloss von Rügen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24531
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Leseprobe aus  27  Seiten
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