Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulpädagogik

Lernen an Stationen als Methode des Offenen Unterrichts mit dem Thema "So leben Kinder in Afrika"

Titel: Lernen an Stationen als Methode des Offenen Unterrichts mit dem Thema "So leben Kinder in Afrika"

Zwischenprüfungsarbeit , 2003 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nina Rörtgen (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird Offener Unterricht und die spezielle Form des Lernens an Stationen erläutert. Danach thematisiere ich das Leben von Kindern in Afrika mit einem besonderen Schwerpunkt auf das afrikanische Schulsystem und das Gesundhe itswesen. Im dritten Teil werden die Möglichkeiten der Offenen Unterrichtsform Lernen an Stationen im Bezug zum Leben von Kindern in Afrika dargestellt. Dabei werden unter dem Länderschwerpunkt Tansania auch zwei konkrete Stationen zur Schule und Gesundheit und Ernährung näher beschrieben.

2.0 Offener Unterricht

Offener Unterricht wurde erstmals zu Beginn der siebziger Jahre als Gegenkonzept zum damals vorherrschenden lehrerzentrierten Frontalunterricht entwickelt. Man wollte den Unterricht schülerzentriert gestalten, so dass die individuelle Persönlichkeit eines jeden Schülers im Fordergrund steht. Die Interessen und Bedürfnisse der Schüler sollten den Inhalt des Unterrichts bestimmen.

Bis in die achtziger Jahre wurde, ohne große Erfolge im realen Unterricht, viel über verschiedenste Dimensionen der Öffnung geschrieben. Anfang der neunziger Jahre wurde Offener Unterricht nicht länger als ein Gegenkonzept zum geschlossenem Unterricht verstanden, sondern vielmehr als eine Bewegung, ein Prozess definiert, der verschiedene Reformansätze inhaltlich, methodisch und organisatorisch vereinigt, um den Umgang mit dem Kind durch einen neuen Lernansatz zu verändern (vgl. Wallrabenstein 1991, S. 54). Somit ist Offener Unterricht kein genau definiertes Konzept, sondern stellt einen Veränderungsprozess des Unterrichts da, der immer abhängig vom Lernenden vielfältige Methoden beinhaltet, die traditionelle und neue Elemente vereinen. Die Schüler können durch ihre Interessen, Wünsche und Fähigkeiten den Unterrichtsinhalt, die Art der Durchführung und den Unterrichtsverlauf bestimmen (vgl. Knauf 2001, S. 104).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.0 Offener Unterricht

2.1 Lernen an Stationen

2.2 Vor- und Nachteile des Stationenlernens und Offenen Unterrichts

3.0 Das Leben von Kindern in Afrika

3.1 Das afrikanische Schulsystem

3.2 Gesundheitsversorgung und Krankheit in Afrika

4.0 An Stationen über das Leben von Kindern in Tansania/Afrika lernen

4.1 Station: Schule

4.2 Station: Gesundheit und Ernährung

4.3 Abschluss des Lernens an Stationen zum Thema „So leben Kinder in Tansania“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des Offenen Unterrichts, insbesondere die Methode des Lernens an Stationen, und überträgt diese auf die Thematisierung der Lebenswelt afrikanischer Kinder im Sachunterricht der Grundschule. Ziel ist es, durch die beispielhafte Betrachtung Tansanias ein differenziertes und nicht klischeehaftes Afrikabild zu vermitteln.

  • Grundlagen und Prinzipien des Offenen Unterrichts und Lernens an Stationen.
  • Lebensbedingungen von Kindern im subsaharischen Afrika, mit Fokus auf Schulsystem und Gesundheit.
  • Didaktische Umsetzung einer Stationenlerneinheit zum Thema "So leben Kinder in Tansania".
  • Förderung von Empathie, interkultureller Toleranz und kritischer Urteilsbildung bei Grundschulkindern.

Auszug aus dem Buch

4.0 An Stationen über das Leben von Kindern in Tansania/Afrika lernen

Der Erfahrungsraum der Grundschulkinder ist heute oft durch vielfältige Kontakte zu Kindern und Erwachsenen fremdländischer Herkunft geprägt. Diese können durch offene oder vorurteilshafte Begegnungen gekennzeichnet sein. Vielfältige Sozialforschungen belegen, dass Kinder schon sehr früh nationale Vorbehalte und Vorurteile entwickeln. Der Grundschulunterricht muss daher von kultureller Vielfalt beeinflusste Unterrichtsinhalte pflegen, die wechselseitige produktive Beziehungen zwischen den Kindern enstehen lassen. Die emotional gefärbten Einstellungen der Erwachsenen werden von Kindern häufig übernommen und beeinflussen spätere Erfahrungen. Der Unterricht sollte daher mehr als bisher fremdenfeindlichen Tendenzen entgegenwirken und die Freude und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen wecken (vgl. Kaiser 1998, S. 77 f.).

Sabine Tröger stellte 1993 bei einer Studie über das Afrikabild bei deutschen Schülerinnen und Schülern heraus, dass „(…) in der deutschen Öffentlickeit das Bild des rückständigen, unmodernen, ungebildeten und durch den täglichen Kampf um Nahrungsmittel gezeichneten Afrikaners dominiert“ (Tröger 1993, S.63). Das übergeordnete Ziel des Sachunterrichts ist es, den Kindern die Lebenswirklichkeit zu erschließen. Daher sollen die Schüler die realen Lebensbedingungen der Bevölkerung in Afrika und die Anpassung an diese Gegebenheiten kennen und schätzen lernen. Das Unterrichtsthema zum Leben von Kindern in Afrika soll die Neugier auf die Lebenswelt anderer Kinder wecken. Durch ein entdeckendes, kritisches Lernen, können die Kinder erkennen, dass die Wünsche, Hoffnungen und Ängste der Kinder hier und anderswo gar nicht so unterschiedlich sind. So kann eine emotionale Verbundenheit entstehen, die Andersartiges und Fremdes leichter akzeptieren lässt. Das verhindert, dass die Kinder ihre Werte und Normen verabsolutieren und entwickelt Respekt, Toleranz und Solidarität gegenüber fremden Kulturen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Themengebiete des Offenen Unterrichts und das Leben afrikanischer Kinder ein, um die didaktische Verbindung durch die Methode "Lernen an Stationen" herzustellen.

2.0 Offener Unterricht: Dieses Kapitel definiert den Offenen Unterricht als dynamischen Veränderungsprozess, der schülerzentriert arbeitet und auf reformpädagogischen Wurzeln basiert.

2.1 Lernen an Stationen: Die Methode des Lernens an Stationen wird als strukturierte Form des Offenen Unterrichts vorgestellt, die selbstständiges und individuelles Lernen ermöglicht.

2.2 Vor- und Nachteile des Stationenlernens und Offenen Unterrichts: Hier werden die Chancen der Motivationssteigerung gegen Herausforderungen wie Überforderung der Schüler oder organisatorischen Aufwand abgewogen.

3.0 Das Leben von Kindern in Afrika: Dieser Teil beleuchtet die sozioökonomische Lage der Kinder im subsaharischen Afrika, geprägt durch Urbanisierung, Kinderarbeit und den Einfluss von Aids.

3.1 Das afrikanische Schulsystem: Das Kapitel analysiert die koloniale Prägung und aktuelle Defizite im afrikanischen Bildungswesen, einschließlich der Probleme bei Unterrichtssprachen und materieller Ausstattung.

3.2 Gesundheitsversorgung und Krankheit in Afrika: Es wird das Gesundheitssystem zwischen westlicher Medizin und traditionellen Heilmethoden sowie die problematische Ernährungssituation und Aids-Problematik erörtert.

4.0 An Stationen über das Leben von Kindern in Tansania/Afrika lernen: Dieses Kapitel begründet die Auswahl Tansanias als Länderschwerpunkt, um eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Lebenswelt von Kindern zu ermöglichen.

4.1 Station: Schule: Konkrete Gestaltungshinweise für eine Lernstation zum Schulalltag in Tansania, inklusive Identifikationsfigur Kofi, werden dargelegt.

4.2 Station: Gesundheit und Ernährung: Dieses Kapitel beschreibt die inhaltliche Gestaltung einer weiteren Station, die Aspekte von Hygiene, Ernährung und Krankenversorgung kindgerecht thematisiert.

4.3 Abschluss des Lernens an Stationen zum Thema „So leben Kinder in Tansania“: Der Abschluss fokussiert auf die Reflexion und Sicherung des Gelernten sowie die Möglichkeiten für interkulturelle Begegnungen im Unterricht.

Schlüsselwörter

Offener Unterricht, Lernen an Stationen, Sachunterricht, Afrika, Tansania, Grundschule, Didaktik, Interkulturelles Lernen, Schulsystem, Gesundheitsversorgung, Kinderarbeit, Lernbiografie, Globales Lernen, Identifikationsfigur, Handlungsorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit in der Grundschule, die die Methode des Lernens an Stationen nutzt, um das Thema „Leben von Kindern in Tansania/Afrika“ handlungsorientiert zu behandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die pädagogischen Prinzipien des Offenen Unterrichts, die sozioökonomische Lebenswelt von Kindern in Tansania (Schule, Gesundheit, Ernährung) sowie die didaktische Vermittlung eines differenzierten Afrikabildes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Schülern durch entdeckendes Lernen ein realistisches und wertschätzendes Bild der Lebensbedingungen von Kindern in Tansania zu vermitteln und dabei gleichzeitig soziale Kompetenzen und Selbstständigkeit zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist als fachdidaktische Hausarbeit angelegt, die theoretische Grundlagen des Offenen Unterrichts mit einer praxisorientierten Entwurfsplanung für Stationen in der Grundschule verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Methode (Lernen an Stationen), eine Darstellung der Lebensumstände in Afrika (Schule, Gesundheit) und die konkrete Ausgestaltung der Lernstationen im Länderschwerpunkt Tansania.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Offener Unterricht, Lernen an Stationen, Tansania, Interkulturelles Lernen, Handlungsorientierung und Sachunterricht.

Warum wurde für die Stationenarbeit gerade Tansania ausgewählt?

Tansania wurde gewählt, um eine Verallgemeinerung durch den Begriff "Afrika" zu vermeiden und ein konkretes Land zu betrachten, in dem sowohl traditionelle als auch moderne Lebensbereiche existieren.

Welche Rolle spielt die Figur "Kofi" in diesem Konzept?

Kofi fungiert als Identifikationsfigur, die es den Grundschülern erleichtert, einen persönlichen Zugang zum Thema zu finden und die fremde Kultur aus der Sicht eines Gleichaltrigen zu betrachten.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lernen an Stationen als Methode des Offenen Unterrichts mit dem Thema "So leben Kinder in Afrika"
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Soziologie)
Veranstaltung
Unterrichtsplanung im Sachunterricht
Note
1,3
Autor
Nina Rörtgen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
24
Katalognummer
V24564
ISBN (eBook)
9783638274104
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernen Stationen Methode Offenen Unterrichts Thema Kinder Afrika Unterrichtsplanung Sachunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Rörtgen (Autor:in), 2003, Lernen an Stationen als Methode des Offenen Unterrichts mit dem Thema "So leben Kinder in Afrika", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24564
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum