1. Situations- und Bedingungsanalyse
1.1 Zur Charakteristik der Lerngruppe
Die Lerngruppe besteht aus 32 Schülern der Klassen 9a, 9b und 9c. Sie werden von mir einmal die Woche in einem Hallendrittel, und das andere mal in zwei Hallenritteln unterrichtet. Frau XXX, die alle Mädchen der neunten Klassen in Sport unterrichtet, und ich wechseln uns meist in diesem Rhythmus ab.
Die Schüler kommen aus den dörflichen Gemeinden des Einzugsgebiets XXX wie etwa XXX, XXX, XXX, XXX oder XXX. Laut Stundentafel haben die Schüler im neunten Schuljahr zwei Stunden Sportunterricht. Diese fallen auf die ersten beiden Stunden am Mittwochvormittag.
Schüler , die wegen „leichter Beschwerden“ nicht am Sportunterricht teilnehmen können, müssen einmal pro Halbjahr ein Protokoll der Stunde anfertigen.
Letztes Schuljahr, als ich die Klasse freitags in Sport hatte, war es schon so, dass wir als Sportlehrer nie genau sagen konnten, wann der Unterricht mit allen Schülen beginnen konnte. Zur ersten Stunde können wir nie pünktlich mit allen Schülern gleichzeitig anfangen, da die Busse der auswärtigen Schüler (vor allem der aus XXX) sehr knapp vor Unterrichtsbeginn an der Schule ankommen. Von dort aus, bzw von der Haltestelle an der Hauptstrasse, müssen die Schüler dann erst noch zur Halle gehen, die cirka fünf bis zehn Gehminuten entfernt liegt. Die heutige Lehrprobe liegt aber in der fünften Stunde. Die Doppelstunden der ersten und zweiten Stunde wurden komplett (Jungen und Mädchen) auf die fünfte und sechste Stunde verlegt. Unterrichtsbeginn ist also 11.20 Uhr.
Die Stunde der Lehrprobe ist die fünfte Stunde. Zwischen der 4. und 5. Unterrichtsstunde liegt die zweite, zehnminütige große Pause. Die Schüler müssen trotzdem schon vor Ende der vierten Stunde gemeinsam den Weg von der Schule zur XXX-Halle antreten, um noch genug Zeit zum Umziehen zu haben. Das Eintragen in die Anwesenheitsliste sollte bis dahin schon erledigt sein. Die Schüler wissen, dass sie sich vor Beginn der Stunde in die Anwesenheitslisten eintragen müssen. Dies tun sie selbstständig. Trotzdem wird es oftmals vergessen, da die Schüler nach einem Ball fragen und losspielen wollen. Ich muss also immer kurz überprüfen, ob alle Schüler sich eingetragen haben.
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Inhaltsverzeichnis
1. Situations- und Bedingungsanalyse
1.1 Zur Charakteristik der Lerngruppe
1.2 Organisatorische Rahmenbedingungen
2. Sachanalyse
2.1 Überlegungen zum Lerninhalt
2.2 Schwierigkeitsanalyse
3. Didaktische Analyse
3.1 Begründung der Stoffauswahl
3.2 Bezug zum Bildungsplan (Klasse 9)
3.3 Stellung des Themas innerhalb der Unterrichtseinheit
4. Methodisch-didaktische Überlegungen und Alternativen
5. Intentionen und Lernziele
9. Unterrichtsskizze
10. Hallenaufbau
11. Stationsplakate
12. Laufkarte
13. Bewertungsbogen Dehnen/Kräftigen
14. Erklärung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, den Schülern das technische Element des Kopfballs in spielähnlichen Situationen an fünf verschiedenen Stationen näherzubringen, um sowohl die technische Fertigkeit zu festigen als auch die Angst vor dieser Spielform zu reduzieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die effektive methodische Vermittlung der Kopfballtechnik unter Berücksichtigung der unterschiedlichen sportlichen Niveaus innerhalb der Lerngruppe.
- Vermittlung der technischen Grundlagen des Kopfballs (Bogenspannung, Stirnkontakt).
- Einsatz eines Stationenlernens zur spielnahen Anwendung der Kopfballtechnik.
- Förderung der sozialen Kompetenzen durch selbstständige Gruppenarbeit und Schülerleitung bei Aufwärm- und Dehnübungen.
- Motivation der Schüler durch spielerische Wettkampfelemente und direkte Rückmeldesysteme.
Auszug aus dem Buch
2. Sachanalyse
Das Thema der Lehrprobe wird „Der Kopfball in spielähnlichen Situationen“ sein. Zweikämpfe werden heute vielfach in der Luft gewonnen. Wer sich taktisch und motivational nicht darauf einstellt, der wird sie verlieren.
Im heutige Fußball bemüht man sich, den Ball überwiegend flach bzw. in einer mit dem Fuß erreichbaren Höhe zu spielen. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Situationen, in denen man hiervon zweckmäßigerweise abweicht. Dazu zählen u.a. der Abstoß des Torwarts, der befreiende Schuss des Verteidigers, der Steilpass des Mittelfeldspielers oder die Flanke des Außenstürmers. Auch in Standardsituationen wie beim Freistoß, Eckstoß oder Einwurf fliegt der Ball meistens hoch zum Mitspieler. Um den Ball bei einem derartigen Zuspiel annehmen oder in eine bestimmte Richtung stoßen zu können, ist die Technik des Kopfballspiels zu beherrschen. Sie ist äußerst vielfältig, wie die folgende Aufgliederung zeigt:
Mit dem Kopf kann der Ball auf unterschiedlichste Art und Weise gespielt werden:
ß im Stand,
ß im Sprung,
ß aus dem geraden Anlauf mit und ohne Absprung,
ß aus dem Lauf mit Absprung und mit Drehung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Situations- und Bedingungsanalyse: Erläutert die Zusammensetzung der Lerngruppe sowie die äußeren organisatorischen Rahmenbedingungen des Sportunterrichts.
2. Sachanalyse: Analysiert den fachlichen Inhalt der Kopfballtechnik und beleuchtet die Schwierigkeiten beim Erlernen dieser Fertigkeit.
3. Didaktische Analyse: Begründet die Auswahl des Inhalts, den Bezug zum Bildungsplan und ordnet das Thema in die gesamte Unterrichtseinheit ein.
4. Methodisch-didaktische Überlegungen und Alternativen: Beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive Aufwärmspielen, Stationsbetrieb und Reflexion.
5. Intentionen und Lernziele: Definiert die angestrebten motorischen und sozialen Lernziele für die Unterrichtsstunde.
9. Unterrichtsskizze: Präsentiert die zeitliche Ablaufplanung, das Lehrer- und Schülerverhalten sowie die eingesetzten Medien in tabellarischer Form.
10. Hallenaufbau: Visualisiert die räumliche Anordnung der fünf Lernstationen in der Sporthalle.
11. Stationsplakate: Enthält die detaillierten Aufgabenstellungen und Materialanforderungen für jede der fünf Kopfball-Stationen.
12. Laufkarte: Dokumentiert das Formular zur Erfassung der erzielten Punkte an den Stationen.
13. Bewertungsbogen Dehnen/Kräftigen: Stellt das Raster zur Leistungsbewertung der von Schülern geleiteten Aufwärmphasen bereit.
14. Erklärung: Enthält die offizielle Selbstständigkeitserklärung zur Anfertigung des Lehrprobenentwurfs.
Schlüsselwörter
Fußball, Kopfballtechnik, Unterrichtsentwurf, Schulsport, Sportdidaktik, Stationslernen, Bewegungsmerkmale, motorische Fertigkeiten, spielähnliche Situationen, Bogenspannung, Gruppendynamik, Leistungsbewertung, Kopfballschulung, Sportunterricht, Realschule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst einen vollständigen Unterrichtsentwurf für eine Lehrprobe im Fach Sport an einer Realschule, bei dem das Kopfballspiel im Fußball thematisiert wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der sportfachlichen Technikvermittlung des Kopfballs, der methodischen Gestaltung eines Stationenlernens und der Einbindung von Schülern in die Unterrichtsleitung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Schülern durch praxisnahe Übungen die Scheu vor Kopfbällen zu nehmen und eine technisch korrekte Ausführung in spielnahen Situationen zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen pädagogisch-didaktischen Entwurf, der auf sportwissenschaftlicher Fachliteratur basiert und diesen in einen konkreten, unterrichtspraktischen Rahmen übersetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse, eine detaillierte Sach- und didaktische Analyse sowie die methodische Ausarbeitung des Unterrichtsverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Fußball, Kopfballtechnik, Sportdidaktik, Stationslernen, Schulsport und Bewegungsanalyse.
Warum wurde das Kopfballtraining als Stationenbetrieb organisiert?
Der Stationenbetrieb ermöglicht eine hohe Bewegungsfrequenz, individuelle Förderung durch verschiedene Schwierigkeitsstufen und motiviert die Schüler durch Wettkampfcharakter.
Wie wird mit der unterschiedlichen Vorerfahrung der Schüler umgegangen?
Durch die Gestaltung der Stationen wird sichergestellt, dass sowohl Vereinsspieler gefordert werden als auch weniger geübte Schüler Erfolgserlebnisse durch einfache Aufgabenstellungen erzielen können.
Welche Rolle spielt die Sicherheit bei der Station „Flugkopfball“?
Da beim „Flugkopfball“ das Risiko von Fehlentscheidungen besteht, wurden Weichbodenmatten zur Absicherung ausgelegt, um Stürze abzufangen.
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- Thomas Ruf (Author), 2004, 'Der Kopfball in spielähnlichen Situationen', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24705