Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Adult Education

Lernkonzepte und Lernerfahrungen von Phase III-RehabilitandInnen in verlängerten Rehabilitationsvorbereitungslehrgängen für kaufmännische Berufe

Title: Lernkonzepte und Lernerfahrungen von Phase III-RehabilitandInnen in verlängerten Rehabilitationsvorbereitungslehrgängen für kaufmännische Berufe

Diploma Thesis , 1995 , 112 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Michael Tute (Author)

Pedagogy - Adult Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Thema und die Fragestellung der vorliegenden Arbeit entwickelten sich während
der Ausübung meiner Tätigkeit als Lehrkraft für Menschen in
Rehabilitationsmaßnahmen im Berufsförderungswerk Bremen-Lesum.
Zunächst interessierte mich die Frage, was die RehabilitandInnen unter "Lernen"
überhaupt verstehen, welche Lernerfahrungen sie bisher gemacht haben und wie
diese heute noch wirken. Daraus folgte als weitere Frage, wie sie selber ihren
Lernprozess gestalten wollen.
Meine Annahme ist, daß das Wissen über das eigene Lernen den Lernprozess des
Lernenden günstig beeinflusst. Aus der Motivation heraus, diese Annahme zu
überprüfen, entsteht die vorliegende Arbeit und wird wie folgt umgesetzt.
Im empirischen Teil dieser Arbeit werden Menschen, die einen Vorbereitungskurs für
ihre Umschulung im Kontext einer Rehabilitationsmaßnahme nutzen, von ihren
Lernerfahrungen zweimal erzählen. Zum einen zu Beginn des Vorbereitungskurses
zu ihrer Umschulung und zum anderen am Ende, ungefähr acht Wochen später. Aus
ihren Erzählungen werden die DialogpartnerInnen mit mir ihr Wissen über ihre
Lernerfahrungen zusammenfassen, ordnen und strukturieren. Damit soll die Frage
dieser Arbeit, ob sich Subjektive Theorien des Lernens in der Schulungssituation
verändern, ein stückweit erhellt werden.
Zuvor jedoch, um für den empirischen Teil der Arbeit Blickwinkel erarbeitet und
nachvollziehbar gemacht zu haben, die als Werkzeuge für die konkrete Durchführung
der Empirie dienen können, konstituiere ich theoretisch die verschiedenen Aspekte
des Forschungsgegenstandes, die in Verbindung mit dem Thema oder der
Fragestellung stehen. Dazu bediene ich mich der kognitiven und
subjektwissenschaftlichen Betrachtungsweise, die ich ergänzend verbinde. Die Arbeit
ist in zwei Teile untergliedert. Im Teil I erfolgt die theoretische Konstituierung des
Forschungsgegenstandes. Im Teil II die Darstellung des Untersuchungsfeldes und -
personen, der Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie die Erhebung,
Auswertung und Interpretation des Textmaterials selbst.
Durch diese Arbeit erhoffe ich einen Erkenntnisgewinn, der Menschen mit
unterschiedlichsten Lernerfahrungen in Organisationen für Umschulungsmaßnahmen
zugute kommt und ihnen durch vielfältige Anknüpfpunkte und Verständnis Chancen
einräumt.
8

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. EINLEITUNG

3. THEORETISCHE KONSTITUIERUNG DES FORSCHUNGSGEGENSTANDES

3.1 EINFÜHRUNG IN DIE REHABILITATION

3.1.1 Begriffsbestimmung Rehabilitation

3.1.2 Geschichtliche Entwicklung der Rehabilitation in der BRD bis heute

3.1.3 Die drei Phasen der Rehabilitation

3.1.4 Berufsförderungswerke (BFW)

3.1.5 Die berufliche Rehabilitationsvorbereitung

3.2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE ZUM THEMA "LERNEN"

3.2.1 Einleitung

3.2.2 Unterschiedliche Begriffsdefinitionen über Lernen

3.2.2.1 Lernen: Alltagssprachlich

3.2.2.2 Lernen: Wissenschaftlich-psychologisch

3.2.3 Theoretische Sichtweisen

3.2.4 Subjektive Theorien

3.2.5 Kognition und Metakognition

3.2.5.1 Verschiedene Arten des Lernens

3.2.5.2 Kognitive Prozesse

3.2.5.3 Metakognitives Wissen

3.2.6 Lernen u. Subjektive Theorien vom subjektwissenschaftlichen Standpunkt Holzkamps

3.2.6.1 Defensives Lernen

3.2.6.2 Expansives Lernen

3.2.6.3 Kritikpunkte Holzkamps an klassischen Lerntheorien

3.2.7 Zusammenfassung

1. DAS UNTERSUCHUNGSFELD - DIE UNTERSUCHUNGSPERSONEN

1.1 WAHL DES FELDES

1.2 FELDKONTAKT

1.3 DAS BFW BREMEN-LESUM

1.3.1 Rehabilitationsvorbereitungslehrgänge (RVL) und verlängerte RVL für Kaufleute

1.3.2 Lernkonzepte und -inhalte

1.3.2.1 Regeln der Themenzentrierten Interaktion

1.3.2.2 Metaplan-Technik

1.3.2.3 Lesetechniken

1.3.2.4 Lesen - Verarbeiten - Wiedergeben

1.4 WAHL DER DIALOGPARTNERINNEN

2. ERHEBUNGS- UND AUSWERTUNGSMETHODEN

2.1 EINLEITUNG

2.2 INTERPRETATIVES PARADIGMA - DIALOGISCHE HERMENEUTIK

2.2.1 Geschichtliche Herleitung

2.3 DIALOG-KONSENS-METHODIK

2.4 "ALLTAGSSPRACHLICHES STRUKTUR-LEGE-SPIEL"

2.4.1 Kommunikative Validierung

2.4.1.1 Inhaltserhebung

2.4.1.1.1 Elemente des problemzentrierten Interviews

2.4.1.2 Strukturrekonstruktion

2.5 METHODENTRANSFER - SPIELERFAHRUNGEN IM FELD

2.5.1 Einleitung

2.6 METHODENADAPTION

2.7 AUSWERTUNGSMETHODE

3. ERHEBUNG, AUSWERTUNG UND INTERPRETATION

3.1 EINLEITUNG

3.2 ANDREAS

3.2.1 Dialogatmosphäre

3.2.2 Strukturprässentation von Andreas

3.2.3 Paraphrase der Struktur von Andreas I und II

3.2.3.1 Andreas I

3.2.3.2 Andreas II

3.2.3.3 Veränderungen vom 1. zum 2. Gespräch

3.2.4 Fremdwahrnehmung von Andreas durch den Fachlehrer

3.2.5 Selbsteinschätzung von Andreas

3.2.6 Interpretation

3.3 ELKE

3.3.1 Dialogatmosphäre

3.3.2 Strukturpräsentation von Elke

3.3.3.1 Elke I

3.3.3.2 Elke II

3.3.3.3 Veränderung zur 1. Struktur

3.3.4 Fremdwahrnehmung von Elke durch den Fachlehrer

3.3.5 Selbsteinschätzung von Elke

3.3.6 Interpretation

3.4 HERMANN

3.4.1 Dialogatmosphäre

3.4.2 Strukturpräsentation von Hermann

3.4.3 Paraphrase der Struktur von Hermann I und II

3.4.3.1 Hermann I

3.4.3.2 Hermann II

3.4.3.3 Veränderungen vom 1. zum 2. Gespräch

3.4.4 Fremdwahrnehmung von Hermann

3.4.5 Selbsteinschätzung von Hermann

3.4.6 Interpretation

4. FAZIT AUS DEN INTERPRETATIONEN?

5. AUSBLICK

LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht Lernkonzepte und Lernerfahrungen von Rehabilitanden in verlängerten beruflichen Rehabilitationsvorbereitungslehrgängen. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss subjektiver Theorien des Lernens in der Schulungssituation zu erforschen und zu prüfen, ob sich diese durch die pädagogische Intervention verändern lassen, um das Wissen über den eigenen Lernprozess produktiv nutzbar zu machen.

  • Rekonstruktion subjektiver Lerntheorien bei Rehabilitanden
  • Einfluss der institutionellen Rahmenbedingungen auf den Lernprozess
  • Kognitive und metakognitive Aspekte des Lernens im Rehabilitationskontext
  • Analyse defensiver versus expansiver Lernmuster nach Holzkamp
  • Methodik der dialogischen Wissensrekonstruktion (Struktur-Lege-Spiel)

Auszug aus dem Buch

Defensives Lernen

Das Lernen in institutionellen Kontexten ist nach Holzkamp fast immer defensiver Art. Hierzu zählt Holzkamp auch inzidentielles Lernen, womit das Mitlernen gemeint ist. Der Autor bezeichnet Lernen als defensives Lernen, wenn eine Person nicht die Wahl der Entscheidung habe, eine Lernhandlung auszuführen. Die Einschränkung der Wahl sei dadurch begründet, daß durch Verweigerung ein Nachteil oder eine Beeinträchtigung der persönlichen Weltverfügung/Lebensqualität bestünde. Defensives Lernen kann demnach aus wachsender Dominanz defensiver Lernbegründungen entstehen und als bloßes Mittel zur Vermeidung von Restriktionen und Gefährdungen der eigenen Lebensqualität verstanden werden. Das würde bedeuten, das erforderte Lernresultat durch Vorweis oder Vortäuschung zu erbringen, jedoch ohne Eigenantrieb und auf der Grundlage einer eigenen Entscheidung. Um den defensiven Charakter solcher Lernbemühungen zu erkennen (bemerken), muss das Lernprinzip rekonstruiert beziehungsweise reflektierbar gemacht werden. Der Lerngegenstand, inklusive der gesellschaftlichen Widerspruchsverhältnisse und Machtkonstellationen, auf die sich ein "widerständiges Lernen" bezieht, muss Holzkamp zufolge lernend erfassbar und durchdringbar werden. Nur so könne man sich zu seinen Lernwiderständen bewusst "verhalten" und Zugang zu expansivem Lernen finden.

Zusammenfassung der Kapitel

3. Theoretische Konstituierung des Forschungsgegenstandes: Dieses Kapitel verankert die Arbeit theoretisch, indem es Rehabilitation definiert, die Lernpsychologie beleuchtet und den subjektwissenschaftlichen Ansatz nach Holzkamp einführt.

1. Das Untersuchungsfeld - die Untersuchungspersonen: Hier wird der spezifische Kontext des Berufsförderungswerks Bremen-Lesum beschrieben und das methodische Vorgehen bei der Auswahl der teilnehmenden Rehabilitanden dargelegt.

2. Erhebungs- und Auswertungsmethoden: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz der dialogischen Hermeneutik und die Adaption des "Struktur-Lege-Spiels" zur wissenschaftlichen Erfassung subjektiver Theorien.

3. Erhebung, Auswertung und Interpretation: In diesem Hauptteil werden die Fallbeispiele (Andreas, Elke, Hermann) anhand der erstellten Strukturen detailliert ausgewertet und interpretiert.

Schlüsselwörter

Rehabilitation, Lernkonzepte, Lernerfahrungen, Subjektive Theorien, Kognitivismus, Metakognition, Defensives Lernen, Expansives Lernen, Struktur-Lege-Spiel, Dialog-Konsens-Methode, Berufsförderungswerk, Handlungsbegründung, Wissensstruktur, Lernstrategien, pädagogische Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Rehabilitanden in Vorbereitungslehrgängen ihr eigenes Lernen wahrnehmen und ob sich ihre individuellen Theorien darüber durch die Schulungssituation verändern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die subjektiven Lerntheorien, der institutionelle Kontext der Rehabilitation sowie die Verbindung von kognitionspsychologischen Ansätzen und der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie nach Holzkamp.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist herauszufinden, ob ein bewusstes Wissen über das eigene Lernen (Metakognition) Rehabilitanden dabei hilft, ihren Lernprozess aktiver und erfolgreicher zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die dialogische Hermeneutik und das sogenannte "Struktur-Lege-Spiel", um aus den narrativen Interviews der Rehabilitanden deren subjektive Wissensstrukturen visuell zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten Fallanalyse von drei Teilnehmern, deren individuelle Lernstrukturen zu Beginn und am Ende des Lehrgangs durch Vergleich und Interpretation dargestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rehabilitation, Subjektive Theorien, Defensives Lernen, Kognition, Metakognition und Strukturrekonstruktion.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "defensivem" und "expansivem" Lernen für die Arbeit eine wichtige Rolle?

Diese Unterscheidung nach Holzkamp hilft zu verstehen, ob Rehabilitanden nur aus Zwang (defensiv) lernen, um Sanktionen zu vermeiden, oder ob sie durch eigene Sinngebung eine echte Erweiterung ihrer Kompetenzen (expansiv) anstreben.

Welche Rolle spielt das Alter der Teilnehmer, speziell im Fall Hermanns?

Der Autor vermutet, dass ältere Teilnehmer wie Hermann aufgrund ihrer Sozialisation in der Nachkriegszeit eine eher rezeptive und defensive Lernhaltung zeigen, die sie als Selbstschutz vor den Anforderungen der modernen Umschulung nutzen.

Excerpt out of 112 pages  - scroll top

Details

Title
Lernkonzepte und Lernerfahrungen von Phase III-RehabilitandInnen in verlängerten Rehabilitationsvorbereitungslehrgängen für kaufmännische Berufe
College
University of Bremen  (Studiengang Psychologie)
Grade
1,5
Author
Michael Tute (Author)
Publication Year
1995
Pages
112
Catalog Number
V24741
ISBN (eBook)
9783638275385
Language
German
Tags
Lernkonzepte Lernerfahrungen Phase III-RehabilitandInnen Rehabilitationsvorbereitungslehrgängen Berufe Struktur-Lege-Technik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Tute (Author), 1995, Lernkonzepte und Lernerfahrungen von Phase III-RehabilitandInnen in verlängerten Rehabilitationsvorbereitungslehrgängen für kaufmännische Berufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24741
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  112  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint