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Psychologische Beanspruchung von Fußballtorhütern

Titel: Psychologische Beanspruchung von Fußballtorhütern

Diplomarbeit , 2000 , 136 Seiten , Note: Gut

Autor:in: Mag. Karlheinz Piringer (Autor:in)

Sport - Sportpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die zehn blaugelb leuchtenden Feldspieler versuchen, durch geschickte Raumaufteilung und schnelles Passspiel über mehrere Stationen, den Ball an den grünlich schimmernden Abwehrspielern vorbei zu spielen. Der Torwart beobachtet konzentriert das unaufhaltsame Näherkommen des Balles und versucht, durch rasche Positionswechsel zwischen den Torpfosten seine Stellung zum Ball für einen überraschenden oder platzierten Torschuss des Gegners zu optimieren. Da plötzlich - eine weit gezogene Flanke - Angreifer und Abwehrspieler kämpfen am Torraum in dem Farbgetümmel um die Herrschaft über das runde Leder, kaum sechs Meter vom Tor entfernt. Ein Stürmer springt am höchsten, ein kraftvoll schulmäßig ausgeführter Kopfstoß und - vergeblich! Mit überzeugender Sicherheit zieht der reaktionsschnelle und sprunggewaltige Torwart das weiße Leder an sich und begräbt es nach dem Abrollen seiner spektakulären Hechtabwehr in die Kreuzecke unter seinem Körper.“ (Petrakovits 1998, S. 3/4).
In dieser Diplomarbeit soll nicht die körperliche, sondern die psychische Beanspruchung des Torwarts - wie erlebt der Goalie gewisse Situationen (Flanken, Freistoß, Gegner läuft alleine auf ihn zu)? - im Mittelpunkt stehen. Die Fragen richten sich nach seiner Bewältigung von solchen psychisch belastenden Situationen und wie er sie erlebt hat. Das Ziel der Arbeit ist die Klärung der Frage, ob sich Torhüter speziell und bewusst mit dem psychologischen Training auseinandersetzen.
Zuerst werden Kategorien wie Konzentration und Aufmerksamkeit, Motive und Motivation, Emotion und flow-Erlebnis, Angst und deren Bewältigung und zum Schluss noch die Kommunikationsmöglichkeiten des Torhüters mit seiner Umgebung beleuchtet. Es wird versucht, die Trainingsarbeit eines Tormannes darzustellen, und zwar nicht das körperliche Training, sondern die Leistungskapazität, die durch „Kopfarbeit“ noch herauszuholen ist - der kognitive Bereich also. Einerseits sollen die verschiedenen Kapiteln beim Tormann-Sein die theoretische Grundlage bilden, andererseits entwickeln sich aus den Fachgebieten die speziellen Fragen für den Torhüter in den speziellen Situationen. Um die Zusammenhänge und inneren Strukturen aus der Sicht der Torhüter darzulegen, werden qualitative Forschungsmethoden herangezogen. Diese Zusammenhänge werden an konkreten Problemen des Subjekts angesetzt (vgl. Mayring 1990, S. 13).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT

2. EINLEITUNG

3. ZUR „PERSON“ DES TORWARTS

3.1.1 Leistungsfaktoren (Was muß ein Torhüter alles können?)

3.1.2 Was gab´s früher, den Ball oder das Tor? (ein geschichtlicher Überblick)

3.1.3 Die spinnen die Goalies - Der ganz normale „Tormann“ - Wahnsinn

4. KONZENTRATION UND AUFMERKSAMKEIT

4.1 Merkmale der Aufmerksamkeit

4.1.1 Intensität

4.1.2 Beständigkeit

4.1.3 Umfang

4.1.4 Umschaltung

4.2 Gedächtnis, Vorstellung, Antizipation

4.2.1 Gedächtnis

4.2.2 Vorstellung

4.2.3 Antizipation und Automatisation

4.2.4 Taktik

5. MOTIVE/MOTIVATION

6. EMOTIONEN UND DAS FLOW-ERLEBNIS

6.1 Positive Emotionen

6.2 Das kognitiv-motivationale Mediatorenmodell

6.3 Das flow-Erlebnis

6.3.1 Elemente des flow-Erlebnisses

6.3.2 Struktur von flow-Aktivitäten

6.4 Der Affekt

7. ANGST UND ANGSTBEWÄLTIGUNG

7.1 Was ist Angst?

7.2 Angst und Erregung

7.3 Yerkes-Dodson-Gesetz

7.3.1 Kennzeichen der Aktiviertheit

7.4 Bewältigungsmechanismen

7.4.1 Coping

7.4.2 Biofeedback

8. KOMMUNIKATION DES TORHÜTERS MIT SEINER UMGEBUNG

8.1 Torwart - Trainer - Interaktion

8.2 Torwart - Torwart - Interaktion

8.3 Torwart - Feldspieler - Interaktion

8.4 Torwart - Zuschauer - Interaktion

9. ZUSAMMENFASSUNG

10. ANHANG

10.1 Das Interview

11. LITERATURLISTE

11.1 Erweiterte Literatur

11.2 Schriftenreihe

11.3 Video

11.4 Zeitschriften

11.5 Radio

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die psychischen Beanspruchungen von Fußballtorhütern im Wettkampf. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Torhüter psychisch belastende Situationen bewältigen und inwieweit sie gezieltes psychologisches Training in ihre Vorbereitung integrieren, um ihre Leistung zu optimieren.

  • Psychische Leistungsfaktoren bei Torhütern
  • Konzentration und Aufmerksamkeit in Spielsituationen
  • Motivationale Prozesse und das Streben nach Erfolg
  • Emotionale Regulation und das Flow-Erlebnis
  • Umgang mit Angst und Bewältigungsstrategien (Coping)
  • Interaktionsmuster des Torwarts mit Trainern, Mitspielern und Zuschauern

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Leistungsfaktoren (Was muss ein Torhüter alles können?)

Wie beurteilt man eigentlich einen guten Torwart. Geht es darum, dass er unhaltbare Bälle abwehrt, oder geht es um das augenscheinliche fehlerlose Spielen?

Die Leistungsfaktoren will ich in dieser Arbeit nur kurz anreißen. Es soll gezeigt werden, dass ein komplexes Anforderungsprofil der Torwarte-Ausbildung zugrunde liegt.

Er muss schnell die Gefahr erkennen und bannen. Außerdem muss der Goalie danach trachten, so schnell wie möglich in den Ballbesitz zu kommen, dabei ist sein Stellungsspiel äußerst wichtig. Vom Tormann werden immer optimale Leistungen erwartet und gefordert. Mentale, körperliche und äußere Faktoren wie Ausrüstung, Witterungsbedingungen und Zustand des Spielfeldes spielen dabei eine wichtige Rolle und sind bestimmend für ein gutes oder schlechtes Spiel.

Zu Beginn des Torhüterwesens stand entweder ein nicht so begnadeter Fußballspieler im Tor oder „der kleine Dicke“ (LOY 1991, S.3). In der Gegenwart wird vermehrt auf die Größe eines Tormannes geschaut. 1990/91 betrug die Durchschnittsgröße aller 18 Bundesliga-Goalies in Deutschland 1,861 Meter, wobei keiner unter 1,80 Meter war. Auch in Amsterdam bei Ajax werden schon in jungen Jahren die Torhüter nach deren Größe ausgesucht und nach ihrem genetischen Werdegang (vgl PETRAKOVITS 1998, S. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

VORWORT: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Arbeit, die auf seiner eigenen Erfahrung als Torwart und dem Interesse an der psychologischen Bewältigung von Drucksituationen beruht.

EINLEITUNG: Es wird die Forschungsfrage definiert, die sich mit der psychischen Beanspruchung des Torwarts in kritischen Spielsituationen beschäftigt und die methodische Herangehensweise via qualitativer Interviews darlegt.

ZUR „PERSON“ DES TORWARTS: Dieses Kapitel skizziert das Anforderungsprofil des Torhüters, beleuchtet historische Entwicklungen der Position und thematisiert das Selbstverständnis sowie rituelle Verhaltensweisen von Torleuten.

KONZENTRATION UND AUFMERKSAMKEIT: Die Untersuchung kognitiver Prozesse, insbesondere der Daueraufmerksamkeit, der Fähigkeit zur Reizselektion und der Konzentrationssteuerung in Gefahrensituationen.

MOTIVE/MOTIVATION: Analyse der Antriebskräfte für Torhüter, wobei Leistungsmotivation, Zielorientierung und der soziale Stellenwert der Position im Team diskutiert werden.

EMOTIONEN UND DAS FLOW-ERLEBNIS: Untersuchung des Einflusses von Emotionen auf die Handlungssteuerung und Erläuterung des flow-Konzepts im Kontext sportlicher Höchstleistungen.

ANGST UND ANGSTBEWÄLTIGUNG: Beleuchtung der funktionalen Rolle von Angst im Sport sowie Vorstellung von Coping-Strategien zur Stabilisierung der Leistung unter Stress.

KOMMUNIKATION DES TORHÜTERS MIT SEINER UMGEBUNG: Analyse der sozialen Dynamiken und Interaktionsformen zwischen Torwart, Trainer, anderen Torhütern, Feldspielern und Zuschauern.

ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse hinsichtlich der Bedeutung psychologischer Trainingsformen für die Leistungsoptimierung des Torwarts.

ANHANG: Dokumentation des verwendeten Interviewleitfadens, der qualitative Daten zur psychischen Belastung im Spielverlauf erhebt.

LITERATURLISTE: Verzeichnis der wissenschaftlichen Quellen und Literatur, die als theoretisches Fundament der Arbeit dienten.

Schlüsselwörter

Fußballtorwart, Sportpsychologie, Konzentration, Aufmerksamkeit, Motivation, Flow-Erlebnis, Angstbewältigung, Coping, Mentales Training, Antizipation, Reaktionsschnelligkeit, Stellungsspiel, Interaktion, Leistungsfähigkeit, Qualitative Inhaltsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit widmet sich der psychologischen Untersuchung von Fußballtorhütern, speziell deren inneren Verarbeitungsstrategien in kritischen Wettkampfsituationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Konzentration, Aufmerksamkeit, Motivation, Emotionen, das Flow-Erlebnis, Angstbewältigung sowie die soziale Kommunikation mit dem Umfeld.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Klärung, ob sich Torhüter bewusst mit psychologischem Training auseinandersetzen und wie sie psychisch belastende Situationen wie Freistöße oder Eins-gegen-Eins-Situationen bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, insbesondere halb-strukturierten Interviews, deren Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die mentalen Anforderungen an den Torwart, darunter die Steuerung von Aufmerksamkeit, verschiedene Arten des Denkens (intuitiv, operativ, strategisch) sowie Strategien gegen Versagensängste.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Fußballtorwart, Sportpsychologie, Konzentration, Flow-Erlebnis, Coping und Antizipation.

Welche Bedeutung haben Rituale für den Torhüter?

Rituale dienen den Torhütern dazu, die Konzentration zu fokussieren, Sicherheit zu gewinnen und sich in einen optimalen Aktivierungszustand für den Wettkampf zu versetzen.

Wie unterscheidet sich die Beziehung zum Tormanntrainer von der zum Cheftrainer?

Die Beziehung zum Tormanntrainer wird meist als fachlich relevanter und persönlicher wahrgenommen, während der Cheftrainer oft mehr Distanz wahrt und als übergeordnete Instanz fungiert.

Ende der Leseprobe aus 136 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychologische Beanspruchung von Fußballtorhütern
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Sportwissenschaft)
Note
Gut
Autor
Mag. Karlheinz Piringer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
136
Katalognummer
V24973
ISBN (eBook)
9783638277198
ISBN (Buch)
9783638842464
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologische Beanspruchung Fußballtorhütern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. Karlheinz Piringer (Autor:in), 2000, Psychologische Beanspruchung von Fußballtorhütern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24973
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