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Vergleich der Wissenschaftsansätze von Karl R. Popper und Thomas S. Kuhn unter besonderer Berücksichtigung der normalen Wissenschaft

Titel: Vergleich der Wissenschaftsansätze von Karl R. Popper und Thomas S. Kuhn unter besonderer Berücksichtigung der normalen Wissenschaft

Hausarbeit , 2002 , 13 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Jens Grauenhorst (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein allgemeines Kennzeichen von Wissenschaft ist u.a. die „die Suche nach Antworten, also einem Streben nach Erkenntnissen“ (Wöhe 2000, S. 23). Diese Erkenntnisse gewinnt man durch die Anwendung bestimmter Forschungsmethoden. Wissenschaft kann in den verschiedensten Bereichen des Lebens stattfinden, was anhand der differierenden wissenschaftlichen Studiengänge an Universitäten oder auch durch die vielen Forschungserfolge bspw. in der Medizin oder der Biologie nachgewiesen werden kann. Darüber hinaus kann sie auf unterschiedlichste Art betrieben werden.
Jedoch befaßt sich diese Hausarbeit nicht mit dem Thema ‘Wissenschaft’ an sich, sondern im Fokus des Interesses befindet sich die Wissenschaftstheorie. Im Mittelpunkt steht also die Wissenschaft über die Wissenschaft.
Wissenschaftstheorie wird als eine „Metatheorie der Wissenschaft (..) definiert; denn ihr Untersuchungsgegenstand ist nicht die Realität bzw. die reale Welt selbst, sondern die Wissenschaft an sich und für sich“ (Wenturis/Van hove/Dreier 1992, S. 48).
Exemplarisch werden dem Leser im anschließenden Teil dieser Arbeit (2. Kapitel) zwei unterschiedliche Wissenschaftsansätze präsentiert, um somit einen Eindruck zu vermitteln, auf welch unterschiedlicher Art und Weise Wissenschaft betrieben werden kann. Diese Arbeit hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich der Wissenschaftsansätze, d.h. es wird lediglich eine Auswahl getroffen, um auf wesentliche Dinge im Wissenschaftsprozeß hinzuweisen. In der Realität hingegen gibt es noch weitere Ansätze, die ebenfalls Beachtung im Wissenschaftsprozeß haben und trotzdem kein Bestandteil dieser Arbeit sind.
Die zentralen Wissenschaftsansätze dieses Werks sind der Kritische Rationalismus basierend auf Karl R. Popper (Kapitel 2.1) und der ‘Paradigmatische’ Wissenschaftsansatz von Thomas S. Kuhn (Kapitel 2.2).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Darstellung und Beschreibung von Wissenschaftsansätzen

2.1 Kritischer Rationalismus von Karl R. Popper

2.2 ‘Paradigmatischer Wissenschaftsansatz’ von Thomas S. Kuhn

2.2.1 Erklärung des Paradigmabegriffs

2.2.2 Eigentliche Darstellung des Wissenschaftsansatzes

3. Vergleich der betrachteten Wissenschaftsansätze vor dem Hintergrund der Rolle der normalen Wissenschaft

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Wissenschaftstheorien von Karl R. Popper und Thomas S. Kuhn gegenüberzustellen und ihre unterschiedlichen Ansätze kritisch zu vergleichen, wobei ein besonderer Fokus auf der Bedeutung und Funktion der „normalen Wissenschaft“ bei Kuhn im Kontrast zu Poppers Falsifikationismus liegt.

  • Kritischer Rationalismus nach Karl R. Popper
  • Struktur und Definition des Paradigmenbegriffs bei Thomas S. Kuhn
  • Differenzierung zwischen normaler und außerordentlicher Wissenschaft
  • Prozess der wissenschaftlichen Revolution und Paradigmenwechsel
  • Vergleichende Analyse der Konzepte von wissenschaftlichem Fortschritt

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Erklärung des Paradigmabegriffs

Thomas S. Kuhn verwendet innerhalb seiner Wissenschaftskonzeption den Begriff des Paradigmas, der in seiner Arbeit eine zentrale Rolle einnimmt.

Um als Paradigma bezeichnet zu werden, müssen zwei bestimmte Merkmale erfüllt sein. Es ist erforderlich, daß die Leistung neuartig genug sein muß, „um eine beständige Gruppe von Anhängern anzuziehen, die ihre Wissenschaft bisher auf andere Art betrieben hatten, und gleichzeitig [noch offen genug ist], um der neuen Gruppe von Fachleuten alle möglichen ungelösten Probleme zu stellen“ (Kuhn 1976, S. 25).

Damit einer Theorie dann der ‘Status’ des Paradigmas zuzurechnen ist, muß sie „besser erscheinen, als die mit ihr im Wettstreit liegenden“ (ebenda, S. 32). Genauer gesagt muß sie bei der Lösung wichtiger Probleme, im Vergleich zu den anderen in Konkurrenz stehenden Theorien, erfolgreicher sein (vgl. ebenda, S. 37).

Die allgemeine Anerkennung eines Paradigmas durch die Forschergemeinschaft besitzt den Vorteil, daß der Wissenschaftler in seinem Fachgebiet nicht mehr alles rechtfertigen muß. Damit ist gemeint, daß gewisse Elemente vorausgesetzt werden können und die Arbeit sich unter Berücksichtigung dieser Tatsachen vereinfacht (vgl. ebenda, S. 34).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die wissenschaftstheoretische Thematik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die wesentlichen Ansätze von Popper und Kuhn vergleichend gegenüberzustellen.

2. Darstellung und Beschreibung von Wissenschaftsansätzen: Hier werden die Theorien von Popper (Kritischer Rationalismus) und Kuhn (Paradigmatischer Ansatz) detailliert beschrieben, wobei insbesondere die Rolle von Paradigmen und der wissenschaftlichen Praxis beleuchtet werden.

3. Vergleich der betrachteten Wissenschaftsansätze vor dem Hintergrund der Rolle der normalen Wissenschaft: Dieses Kapitel führt die beiden Ansätze zusammen und arbeitet die zentralen Unterschiede hinsichtlich Fortschrittsverständnis, Wissenschaftsphasen und Rationalität heraus.

Schlüsselwörter

Wissenschaftstheorie, Kritischer Rationalismus, Paradigma, normale Wissenschaft, Falsifikation, Popper, Kuhn, Paradigmenwechsel, wissenschaftliche Revolution, Erkenntnisgewinn, Anomalie, außerordentliche Wissenschaft, Fortschritt, Hypothese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wissenschaftstheorie und vergleicht die Ansätze von Karl R. Popper und Thomas S. Kuhn hinsichtlich ihrer methodischen Struktur und ihres Verständnisses von wissenschaftlichem Fortschritt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind der Kritische Rationalismus (Popper), die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (Kuhn) sowie die Analyse der Rolle der „normalen Wissenschaft“ als Konsensphase innerhalb eines Paradigmas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und signifikanten Unterschiede in den Wissenschaftskonzepten beider Theoretiker aufzuzeigen, insbesondere vor dem Hintergrund der Art und Weise, wie Wissenschaft betrieben und weiterentwickelt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die auf der wissenschaftstheoretischen Fachliteratur von Popper, Kuhn und weiteren Kommentatoren basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die separate Darstellung der beiden Wissenschaftsansätze, gefolgt von einer vergleichenden Analyse, die sich besonders auf den Begriff des Paradigmas und die Dynamik wissenschaftlicher Revolutionen konzentriert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Falsifikationismus, Paradigma, normale vs. außerordentliche Wissenschaft, wissenschaftliche Revolution und Inkommensurabilität.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von wissenschaftlichem Fortschritt bei Popper und Kuhn?

Während Popper Fortschritt als kontinuierliche, rationale Annäherung an die Wahrheit durch Falsifikation (trial and error) sieht, betrachtet Kuhn den Fortschritt als unterbrochen durch wissenschaftliche Revolutionen, die auf einem Paradigmenwechsel basieren.

Warum spielt der Paradigmenbegriff bei Kuhn eine so zentrale Rolle?

Das Paradigma fungiert als notwendiger Konsensrahmen für die Forschergemeinschaft, der es ermöglicht, „normale Wissenschaft“ zu betreiben und komplexe Probleme innerhalb eines vorgegebenen Regelsystems zu lösen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vergleich der Wissenschaftsansätze von Karl R. Popper und Thomas S. Kuhn unter besonderer Berücksichtigung der normalen Wissenschaft
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut der Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Moderne Politische Theorien/Wissenschaftstheorie
Note
2,7
Autor
Jens Grauenhorst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
13
Katalognummer
V25696
ISBN (eBook)
9783638282475
ISBN (Buch)
9783656208020
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vergleich Wissenschaftsansätze Karl Popper Thomas Kuhn Berücksichtigung Wissenschaft Moderne Politische Theorien/Wissenschaftstheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Grauenhorst (Autor:in), 2002, Vergleich der Wissenschaftsansätze von Karl R. Popper und Thomas S. Kuhn unter besonderer Berücksichtigung der normalen Wissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25696
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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