Die Comedian Harmonists - Ein Vokalensemble zwischen ernster und Unterhaltungsmusik


Seminararbeit, 2003
19 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen
2.1 Unterhaltungsmusik
2.2 Ernste Musik

3. Vorstellung der Comedian Harmonists
3.1 Ihre Karriere
3.2 Ihre Musik

4. „Wochenend und Sonnenschein“

5. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

Im Rahmen des Proseminars „Massenkultur und Popularmusik zwischen 1800 und 1950“ beschäftigten wir uns unter anderem mit dem Vokalensemble „Comedian Harmonists“.

Diese Gruppe feierte zwischen 1928 und 1935 große musikalische Erfolge und überzeugte durch eine neue Form der Musik und Unterhaltung.

Aufgrund meiner großen Bewunderung dieser Gruppe gegenüber möchte ich diese Hausarbeit den Comedian Harmonists widmen und näher auf das Besondere ihrer Musik eingehen.

Im Laufe dieser Hausarbeit soll geklärt werden, wie die Karriere dieser Gruppe verlief und inwiefern ihre Art von Musik außergewöhnlich war. Was machte den besonderen Charme dieses Ensembles aus und schafften sie es wirklich, die Trennung zwischen Ernster- und Unterhaltungsmusik aufzuheben sind Fragen, die im Verlauf dieser Arbeit geklärt werden sollen.

Zu Beginn werden die Begriffe „Ernste Musik“ und „Unterhaltungsmusik“ definiert werden, damit es im weiteren Verlauf der Arbeit nicht zu Begriffsschwierigkeiten kommt.

Darauf folgend wird der Verlauf der Karriere der Comedian Harmonists im Hinblick auf die damalige Zeit beschrieben, so dass der überwältigende Erfolg und die Mühen, die dahinter standen, deutlich werden.

Weiterhin soll die Musik, die Lieder und das Auftreten der Comedian Harmonists beschrieben werden, um dann die Charakteristika und die Auswirkungen dieser auf das Publikum anhand des Liedes „Wochenend und Sonnenschein“ deutlich hervorzuheben. Das wird den Kernpunkt der Arbeit darstellen und soll zeigen, ob dieses Ensemble es schaffte, die Trennung zwischen Ernster- und Unterhaltungsmusik aufzuheben.

In der Schlussbetrachtung werden die angeführten Punkte kurz zusammengefasst und es soll versucht werden die oben angeführten Fragen zu beantworten.

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Unterhaltungsmusik

Um den Begriff „Unterhaltungsmusik“ zu definieren, werde ich den Aufsatz von Elka Tschernowka zur Hilfe nehmen, die sich mit dem Phänomen „Unterhaltung“ auseinandersetzen.

Ich möchte Unterhaltungsmusik also wie folgt definieren:

Der Zweck der Unterhaltungsmusik erklärt sich schon durch den Namen. Diese Art der Musik soll vor allen Dingen unterhalten.

Diese Art von Musik setzt keinerlei Vorkenntnisse voraus und ist für jedermann konzipiert.

Durch das Zuhören hat das Individuum die Möglichkeit, sich für eine gewisse Zeit von seinem gewöhnlichen Leben zu lösen und in eine „Sphäre von Aktivität mit eigener Tendenz“[1] einzutauchen.

Vordergründig sollen die Sinne angeregt werden und Zweck der „Unterhaltungsmusik“ ist es, den Alltag zu vergessen zu können und positive Emotionen zu genießen.

Für den Zuhörer ist es eine freiwillige Tätigkeit und er kann selbst entscheiden, was er wann hören möchte.

In bezug auf Elka Tschernowka möchte ich noch einen weiteren Aspekt der Unterhaltungsmusik anführen: Für die Autorin hat der Zuhörer durch diese Art der Musik die Möglichkeit, sich zu einer bestimmten Gruppe von Personen zughörig zu fühlen, wenn sie die gleiche Art von Musik hören. Die Unterhaltungsmusik hat also ein „spezifisches kommunikatives Element“, was es dem Zuhörer ermöglicht, sich zu einer menschlichen Lebensgemeinschaft jenseits der engen pragmatischen Zweckmäßigkeit zugehörig zu fühlen.

2.2 Ernste Musik

Unter „Ernster Musik“ versteht man eine autonome Form von Musik. Sie hat keinen Zweck zu erfüllen und ist ein Kunstwerk an sich.

Sie hat also weder die Aufgabe, zu unterhalten, noch irgendwelche Inhalte oder Nachrichten zu vermitteln. Sie wird von Künstlern komponiert und setzt bei den Zuhörern ein bestimmtes musikalisches Vorwissen voraus.

Um „Ernste Musik“ verstehen zu können, muss man also einen gewissen Bildungsgrad haben und darf von dieser Form der Musik nichts erwarten, als dass sie Kunst an sich ist.

Häufig wird klassische Musik von Komponisten wie Mozart, Tschaikowski oder Haydn als Beispiel für ernste Musik herangezogen. Bei ihren Kompositionen wird von dem Zuhörer erwartet, dass sie die spezifischen Elemente des jeweiligen Stückes kennen und es nach diesen bewerten.

Im Gegensatz zu „Unterhaltungsmusik“ ist diese Musik nicht an den Bedürfnissen der Zuhörer orientiert, sie wird also nicht für eine bestimmte Gruppe geschrieben, sondern existiert für sich selbst.

Sie ist also Kunst und hat keine Aufgabe zu erfüllen.

[...]


[1] E. Tschernowka: Phänomen Unterhaltung. S. 123.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die Comedian Harmonists - Ein Vokalensemble zwischen ernster und Unterhaltungsmusik
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Deutsches Institut - Fachbereich Kulturanthropologie/dt. Volkskunde)
Veranstaltung
Massenkultur und Popularmusik
Note
2,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
19
Katalognummer
V25816
ISBN (eBook)
9783638283366
ISBN (Buch)
9783638806176
Dateigröße
565 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Werk über die Karriere der Comedian Harmonists, welches hauptsächlich auf die Wirkung der Musik des Vokalensembles in der damaligen Zeit eingeht.
Schlagworte
Comedian, Harmonists, Vokalensemble, Unterhaltungsmusik, Massenkultur, Popularmusik
Arbeit zitieren
Fabian Koba (Autor), 2003, Die Comedian Harmonists - Ein Vokalensemble zwischen ernster und Unterhaltungsmusik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25816

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