Kafka Franz - Die Verwandlung


Essay, 2004

10 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

DIE VERWANDLUNG

Franz Kafka (1883-1924) ist der bedeutendste österreichische Erzähler des 20. Jahrhunderts. Er ist in der Prager Altstadt als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Kafka studierte Germanistik und Jura in Prag und arbeitete danach im Versicherungswesen. Er starb an der Tuberkulose in einem Sanatorium bei Wien.

Die Verwandlung ist eine der bekanntesten Erzählungen Franz Kafkas, die immer wieder neue Leser zu packen versteht.

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Mit diesem Sazt beginnt die Novelle, die, wie man schon anhand der Einführung feststellen kann, alles andere als langweilig sein wird.

Kurze Inhaltsangabe: Gregor Samsa führt ein uninteressantes Leben eines Handlungsreisenden im Kreise seiner Familie – seiner Eltern und Schwester Grete. Er ist der einzige in der Familie, der arbeitet und somit das Geld verdient. Die Familie hat große Schulden und er zahlt sie ab.

Eines Morgens erwacht er im Körper eines Käfers. Er bleibt im Bett liegen und versäumt den Zug in die Arbeit. Seine Eltern klopfen an der Tür und wollen sich nach ihm erkundigen, doch er bringt nur merkwürdige tierische Laute von sich heraus, was er selber jedoch nicht merkt. Als Gregors Mutter ihn erblickt, weicht sie in die Küche aus. Der dominante Vater erschreckt sich nicht und treibt ihn mit einem Stock in der Hand in sein Zimmer zurück. Seine Eltern und die Schwester wenden sich von ihm ab. Er stirbt eines frühen Morgens in seinem Zimmer. Alle fühlen sich erleichtert und planen ihre Zukunft von neu an.

Eines Tages passiert etwas Ungewöhnliches. Er wacht verwandelt in ein ekelhaftes, scheußliches Monstrum auf, während die Umgebung unberührt bleibt. Gregor ist aber nicht verzweifelt oder hysterisch, so wie meine normale Reaktion sicher gewesen wäre, hätte ich so etwas einmal festgestellt. Nein, ganz andere Gedanken wirbeln in seinem Kopf. Ganz merkwürdig, denn er fängt an, sich damit zu beschäftigen, wie er sich auf die rechte Seite umdrehen soll, auf der er zu schlafen gewöhnt war, weil es ihm sein panzerartiger Rücken nicht erlaubt. Er macht sich gleichzeitig Sorgen, wie er schnellstens in die Arbeit kommt, weil er seine geschäftlichen Pflichten vernachlässigt hat. Sein Aussehen, in dem eigentlich seine Tragödie besteht, interessiert ihn nicht.

Und so beginnt die Geschichte... Kafka gelang es, einen sehr unkonventionellen und packenden Anfang dieser Erzählung zu schaffen und man mochte nur noch mehr und mehr erfahren, wie sich die Geschehnisse weiter entwickeln werden.

Noch mehr überraschend ist weiter der Moment, wenn sich herausstellt, dass Gregor kein üblicher verantwortungsloser Angestellter ist, der seine Arbeitspflichten nicht zu schätzen weiss, wie man am Anfang diesen Eindruck bekommen könnte. Im Gegenteil, während 5 Jahren seines Dienstes ist er noch nie krank gewesen. Umso mehr bedauerlich und ungerecht kam mir sein trauriges Schicksal vor. Die ganze Familie ahnt etwas Unangenehmes, als Gregor aus seinem versperrten Zimmer nicht hinauskommen will. Da fangen sie vielleicht an darüber zu grübeln, wie es sein wird, wenn er nicht imstande sein wird, sie alle vier weiter zu ernähren.

An dieser Stelle würde ich gerne hinzufügen, dass ich eher diesen Rest seiner Familie als Insekter wahrgenommen habe. Seine Angehörigen kamen mir als abscheuliche Schmarotzer vor, die Gregor vollkommen ausgebeutet hatten. Gregor sah zwar äußerlich als Insekt aus, doch sein gutes Herz war eben kein Tierisches.

Als ihn seine Familie zum ersten Mal nach der Verwandlung erblickt – reagiert jeder von ihnen verschieden. Die Mutter weicht aus und bleibt im Schock. Der Vater neigt von Anfang an zu Gewalt und treibt ihn in sein Zimmer, aus dem er nach vielen Schwierigkeiten und gewissem Maß Selbstüberwindung endlich mal herauskam und er wird dabei verletzt. Kafka beschreibt hier den Vater als einen kräftigen Mann, der bevor zu denken lieber mit Gewalt Probleme löst. Er sieht nicht ein, dass sein Sohn viel darunter leiden kann. Er begreift nur, dass Gregor zu nichts nutz mehr ist und er ist selbstveständlich nicht zufrieden damit. Von nun an ist Gregor nur eine Last...

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Kafka Franz - Die Verwandlung
Hochschule
Univerzita Komenského v Bratislave
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2004
Seiten
10
Katalognummer
V26179
ISBN (eBook)
9783638285971
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kafka, Franz, Verwandlung
Arbeit zitieren
Zuzana Kovarova (Autor:in), 2004, Kafka Franz - Die Verwandlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26179

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