Ziel der Arbeit ist es, zu klären, ob es auch für kleinere Hotels lohnenswert ist, sportliche Großveranstaltungen als Umsatzbringer für den Logisbereich anzusprechen. Ob also, mit anderen Worten, der Aufwand an einem Hotel-Standort in einiger räumlicher Entfernung zu Sport-Hochburgen in einem angemessenen Verhältnis zu einem möglichen Ertrag aus der marketingtechnischen Ausrichtung auf Teilnehmer und/oder Zuschauer sportlicher Events der Umgebung steht.
Dazu wird nach der Klärung relevanter Begriffe zunächst die Marketing-Konzeption im Rahmen einer Darstellung des Betriebs und einiger relevanter Kennzahlen herausgearbeitet. In einem weiteren Schritt wird insbesondere anhand zweier sportlicher Großveranstaltungen in der Region versucht, das Übernachtungspotenzial von Sportveranstaltungen für einen Hotel-Betrieb abzuleiten.
Schließlich wird untersucht, ob die anvisierte neue Zielgruppe zur bisherigen Konzeption des Hotels kompatibel ist, inwieweit einschlägige Teile des Marketing-Konzepts für diese special-interest-Zielgruppe angepasst bzw. neu konzeptioniert werden müssten und welche konkreten Handlungsempfehlungen daraus für die Geschäftsführung abzuleiten wären.
Oder anders gefragt: gilt also die amerikanische Feststellung – und die USA kann in Sachen „Kooperationen Sport und Hotellerie“ mit Sport-Sponsoring, Kontingentverträgen, etc. durchaus als Vorreiter bezeichnet werden (Vgl. Hotel & Motel Management (2007) zum Sponsoring der NASCAR-Serie durch „Best Western“) –: “It pays to be a good sport (...) because there is business for hotels at all levels of amateur athletics in virtually every geographic location“ (LodgingHospitality (2004) zur auslastungssteigernden Wirkung von “sportsmarketing“ auch im Amateurbereich), auch für den untersuchten Fall ?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Begriffe und Definitionen
2.1.1. Sport
2.1.2. Tourismus
2.1.3. Event
2.2. Die Schnittmenge „Sport-Tourismus“
3. Der Ausbildungsbetrieb und seine Marketing-Konzeption
3.1. Der Betrieb
3.1.1. Das Restaurant: Gutsgaststätte Rappenhof
3.1.2. Das Hotel Rappenhof
3.1.2.1. Zimmerpreise
3.1.2.2. Festpreisgarantie
3.1.3. Der Standort
3.1.4. Auswahl relevanter Kennzahlen
3.1.4.1. Auslastung
3.1.4.2. Umsatz und Umsatzverteilung
3.2. Situationsanalyse
3.2.1. Standortanalyse
3.2.2. Umweltanalyse
3.2.3. Konkurrenzanalyse
3.3. Ziele und Strategien
3.4. Gegenwärtiger Marketing-Mix
4. Auswahl und Ansprache naheliegender Sportevents
4.1. Überblick Sportevents der Umgebung
4.2. Analyse Übernachtungspotential zweier ausgewählter Sportevents
4.3. Ziel(gruppen)kongruenz und Anpassung des Martketing-Mix
4.3.1. Altersstrukturvergleich
4.3.2. Leistungspolitik
4.3.3. Preispolitik
4.3.4. Distributionspolitik
4.3.5. Kommunikationspolitik
4.3.5.1. Werbemedium Special-Interest-Magazine
4.3.5.2. Sonstige Kommunikationsinstrumente
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob es für kleinere Hotels, beispielhaft dargestellt am „Hotel und Gutsgaststätte Rappenhof“, lohnenswert ist, sportliche Großveranstaltungen in der Umgebung aktiv als Umsatzbringer für den Logisbereich anzusprechen und marketingtechnisch zu integrieren.
- Analyse des bestehenden Marketing-Konzepts des Ausbildungsbetriebes.
- Ermittlung des Übernachtungspotenzials durch regionale Sport-Events (z. B. Trollinger- und Bottwartal-Marathon).
- Überprüfung der Zielgruppenkongruenz und Anpassung des Marketing-Mix für die Zielgruppe Sportler.
- Bewertung von Kommunikationsinstrumenten und gezielter Ansprache von Sportlern.
Auszug aus dem Buch
3.1.3. Der Standort
„Das Rappenhof-Gut ist in östlicher Richtung von Weinsberg auf einem Hügel etwa 200m über der Meeresfläche gelegen, welcher nordwestlich gegen das Weinsberger Tal abfällt, und südwestlich an die Ausläufer des Löwensteiner Gebirges, als welcher dieser Rappenhofhügel selbst noch zu betrachten ist, sich anschließt.“
Die Lage des Rappenhofs auf dem Hügel über der Stadt Weinsberg, gegenüber der Burgruine Weibertreu, ist natürlich unverändert geblieben und kann als USP bezeichnet werden. Zumindest für repeater, d.h. wiederkehrende Gäste macht diese Aussichtslage im (baurechtlichen) Außenbereich sowohl für Tagungs-/ Geschäftsreisende, wie noch verstärkt für Privatreisende bzw. –banketts den “reason why“, den Rappenhof gegenüber seinen Marktbegleitern zu präferieren (vgl. hierzu auch 3.3. Ziele und Strategien).
Diese Lage wird jedoch insbesondere für Tagungs- und Geschäftsreisende erst in Kombination mit einem weiteren Umstand “unique“, nämlich - den umgebenden Weinbergen und Pferdekoppeln zum Trotz - die unmittelbare Nähe zum Autobahnkreuz A6/A81 (2km) bzw. zur Autobahnausfahrt A81 Weinsberg/Ellhofen (1km).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hier wird die Problemstellung dargelegt und das Ziel der Arbeit, die Integration von Sport-Events in die Marketing-Konzeption, definiert.
2. Grundlagen: Es erfolgt eine begriffliche Einordnung von Sport, Tourismus und Events sowie deren Schnittmenge.
3. Der Ausbildungsbetrieb und seine Marketing-Konzeption: Darstellung des Betriebs, Analyse relevanter Kennzahlen, der Standortfaktoren sowie des aktuellen Marketing-Mix.
4. Auswahl und Ansprache naheliegender Sportevents: Analyse regionaler Veranstaltungen und Entwicklung von Strategien zur zielgruppengerechten Ansprache.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Handlungsempfehlungen für den Hotelbetrieb.
Schlüsselwörter
Sport-Tourismus, Hotellerie, Marketing-Konzeption, Übernachtungspotenzial, Sportevents, Zielgruppen, Standortanalyse, Marketing-Mix, Preispolitik, Kommunikation, Rappenhof, Region Heilbronn, Laufveranstaltungen, Marktdurchdringung, Deckungsbeitrag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie ein kleinerer Hotelbetrieb sportliche Großveranstaltungen in der näheren Umgebung nutzen kann, um die Bettenauslastung gezielt zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittmenge von Sport und Tourismus, der Analyse des eigenen Betriebs sowie der Entwicklung einer passenden Vermarktungsstrategie für die Zielgruppe "Sportler".
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Es soll geklärt werden, ob der organisatorische und finanzielle Aufwand, Sportveranstaltungen marketingtechnisch anzusprechen, in einem angemessenen Verhältnis zum potenziellen Ertrag steht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, interner Kennzahlenanalyse des Betriebs (Betten- und Umsatzverteilung) sowie die Auswertung von Teilnehmerdaten regionaler Sportevents.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Betrieb und dessen Marketing-Mix, bewertet den Standort, untersucht das Übernachtungspotenzial von Laufveranstaltungen und leitet daraus konkrete Maßnahmen in den Bereichen Produkt, Preis, Distribution und Kommunikation ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Sport-Tourismus, Hotellerie, Marketing-Konzeption, Zielgruppen, Standortanalyse und Deckungsbeitrag.
Inwiefern beeinflusst die "Festpreisgarantie" die Strategie?
Die interne Politik der Festpreisgarantie begrenzt die preispolitischen Spielräume, weshalb keine kurzfristigen Wochenendrabatte für Sportler möglich sind, sondern Pauschalangebote als Lösung dienen müssen.
Welchen Stellenwert nimmt die Region Heilbronn in der Analyse ein?
Die Region wird als sportliche Diaspora eingestuft, in der zwar wenige überregionale Events stattfinden, was jedoch den Vorteil bietet, dass der Sportlermarkt dort weniger stark umkämpft ist als in Großstädten.
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- Sascha N. Schmidt (Author), 2009, Hotellerie und Sportevents, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263408