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Die ökonomische Globalisierung und ihre weltweiten gesellschaftlichen Degradationen

Titel: Die ökonomische Globalisierung und ihre weltweiten gesellschaftlichen Degradationen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marko Ferst (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die wichtigsten weltgesellschaftlichen Prozesse der ökonomischen Globalisierung zu lokalisieren. Diese werden versucht zu definieren. Dabei wird das besondere Augenmerk auf die Konfliktzonen der gesellschaftlichen Degradationen gelegt, die im Zuge der globalisierten Ökonomie Einzug gehalten haben. Die sozialen Schattenseiten der Globalisierung werden thematisiert. Auch die langfristigen sozialen Verwerfungen, die als Verlust ökologischer Stabilität auftreten, sollen angesprochen werden. Die verschiedenen Elemente der ökonomischen internationalen Handels- und Marktprozesse sind der Ausgangspunkt der Untersuchung, um an ihrer Konfiguration aufzeigen zu können, wie sie soziale Verwerfungen begünstigen oder auch erst hervorrufen. Besonders betrachtet soll die Funktionsweise des globalen Finanzmarktes werden. Eingeschlossen in die Untersuchung wird auch die Arbeitsweise der wirtschaftspolitisch gesetzten Institutionen Weltbank und Internationaler Währungsfond.

Für die ökologische Dimension wird es notwendig sein, die Tragweite dieser Problematik selbst zu erläutern. Gerade der jüngste globale Umweltgipfel in Johannesburg zeigte in seinem weitgehenden Scheitern sehr offenkundig: In der Regel werden ökologische Veränderungen noch als kosmetische Verbesserungen an der bestehenden wachstumsorientierten Wirtschaftweise begriffen. Die Arbeit wird aufzeigen, daß eine solche Definition nicht mehr zulässig sein kann und dies für den Prozeß der ökonomischen Globalisierung bedeutet: Er mag derzeit politikfähig sein, zukunftsfähig ist er nicht.

Für die Arbeit wurde weitgehend auf aktuelle Literatur zur Globalisierung zurückgegriffen. Angesichts der Fülle an Publikationen konnte dies nur eine Auswahl sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Zum Begriff der Globalisierung

3. Worauf baut die ökonomische Globalisierung geschichtlich auf?

4. Die Eckdaten der ökonomischen Globalisierung

5. Finanzspekulationen

6. IWF, Weltbank und WTO

7. Strukturanpassungskredite

8. Die ökonomische Globalisierung gelangt im Zeitalter der ökologischen Weltkrise an ihre Gren zen

9. Die Fakten der ökologischen Degradation

10. Globalisierung versus Ökologisierung

11. Kurze Aussicht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentralen Prozesse der ökonomischen Globalisierung, mit einem besonderen Fokus auf die sozialen Verwerfungen und die daraus resultierende ökologische Krise. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, inwiefern die derzeitige Konfiguration internationaler Handels- und Finanzmarktprozesse zukunftsfähig ist oder ob sie zwangsläufig in eine globale gesellschaftliche Degradation führt.

  • Analyse der Funktionsweise globaler Finanzmärkte und deren Auswirkungen auf die soziale Stabilität.
  • Untersuchung der Rolle internationaler Institutionen wie IWF, Weltbank und WTO.
  • Darstellung der ökologischen Folgen des wachstumsorientierten globalen Wirtschaftssystems.
  • Kritische Reflexion der ökonomischen Globalisierung als potenzielle Sackgasse für die zukünftige Entwicklung der Zivilisation.

Auszug aus dem Buch

3. Worauf baut die ökonomische Globalisierung geschichtlich auf?

Waren nicht schon Kolonialzüge der Spanier und Portugiesen, später dann Englands und Frankreichs u.a. europäischer Nationen ein erster Anlauf zu „globalisiertem“ Machtzugriff? Europa drückte fast allen Weltgegenden seinen eigenen Stempel auf, in aller Regel mit verheerenden Auswirkungen für die einheimische Bevölkerung. In der ganzen Kolonialgeschichte hinterließ Europa eine Spur von Plünderung, Zerstörung und ausbeuterischem Zugriff auf Ressourcen. Allein Afrika dürfte diese Art von kolonialer „Fürsorge“ im Laufe der Jahrhunderte mindestens 100 Millionen Menschenleben gekostet haben.

Mit der Kolonisierung Amerikas, Afrikas und Teilen Asiens durch die europäischen Mächte begann ein weltweiter reger Handel mit Fertigwaren und Rohstoffen. Exportiert wurde auch bereits Kapital, um in Bergwerke und Plantagen z.B. zu investieren. Ausbeutung und Sklavenarbeit sicherten billige Arbeitskraft und sorgten für hohe Gewinne.

Gerd v. Paczensky schreibt, die Sklavenwirtschaft wurde zu einem Motor des Dreieckshandels. Dabei gingen Sklaven von Afrika nach Amerika, nach Europa gelangten Zucker, Kaffee, Tabak, Rum, Baumwolle u.a.. Alkohol, Waffen und Tand gingen nach Afrika. Europa konnte auf diese Weise eine ungeheure Zunahme seines Wohlstandes erreichen. Paczensky führt aus, ohne diese Gewinne wäre der Start zur industriellen Revolution und der Ausbau der westlichen Überlegenheit über die anderen Kontinente nicht so schwungvoll, vielleicht überhaupt nicht möglich gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die ökonomische Globalisierung und ihre sozialen sowie ökologischen Schattenseiten kritisch zu hinterfragen.

2. Zum Begriff der Globalisierung: Dieses Kapitel erörtert die Vielschichtigkeit und Schwierigkeit einer eindeutigen Definition des Globalisierungsbegriffs im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs.

3. Worauf baut die ökonomische Globalisierung geschichtlich auf?: Hier wird der historische Zusammenhang zwischen der europäischen Kolonialgeschichte, der Sklavenwirtschaft und der modernen Kapitalakkumulation analysiert.

4. Die Eckdaten der ökonomischen Globalisierung: Das Kapitel betrachtet die strukturellen Veränderungen seit Mitte der 70er Jahre, insbesondere die Deregulierung der Finanzmärkte und das Wachstum des Welthandels.

5. Finanzspekulationen: Es wird die enorme Macht der Finanzmärkte und der spekulativen Kapitalströme untersucht, die die reale Ökonomie zunehmend unkontrollierbar destabilisieren.

6. IWF, Weltbank und WTO: Dieses Kapitel analysiert die Rolle internationaler Institutionen, die durch ihre Regelwerke demokratische und sozialverträgliche Politikmöglichkeiten einschränken.

7. Strukturanpassungskredite: Die Auswirkungen von Strukturanpassungsprogrammen auf verschuldete Entwicklungsländer werden kritisch beleuchtet, wobei soziale Kosten und Privatisierungszwänge im Vordergrund stehen.

8. Die ökonomische Globalisierung gelangt im Zeitalter der ökologischen Weltkrise an ihre Gren zen: Hier wird der Widerspruch zwischen globalem Wirtschaftswachstum und den natürlichen Grenzen der Biosphäre thematisiert.

9. Die Fakten der ökologischen Degradation: Das Kapitel liefert eine Bestandsaufnahme der globalen Umweltzerstörung und der nichtlinearen Prozesse der Klimakrise.

10. Globalisierung versus Ökologisierung: Es wird erörtert, warum das aktuelle Wirtschaftssystem trotz technischer Effizienzmaßnahmen nicht nachhaltig gestaltet werden kann.

11. Kurze Aussicht: Abschließend werden notwendige Reformansätze, wie eine Tobinsteuer, diskutiert, aber zugleich die grundsätzliche soziale Destruktivität des gegenwärtigen Modells betont.

Schlüsselwörter

Ökonomische Globalisierung, soziale Degradation, ökologische Krise, Finanzmärkte, Strukturanpassungskredite, Kapitalakkumulation, Weltbank, IWF, WTO, nachhaltige Entwicklung, Umweltzerstörung, Transformation, Klimawandel, soziale Ungleichheit, Systemkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Prozesse der ökonomischen Globalisierung und zeigt auf, dass diese mit tiefgreifenden gesellschaftlichen Degradationen und einer zunehmenden ökologischen Destabilisierung einhergehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entfesselung der globalen Finanzmärkte, der Einfluss internationaler Wirtschaftsinstitutionen (IWF, Weltbank, WTO), die Folgen von Strukturanpassungskrediten sowie der grundsätzliche Konflikt zwischen globalem Wachstum und ökologischer Stabilität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Konfiguration der modernen internationalen Handels- und Marktprozesse zu untersuchen, um aufzuzeigen, wie diese soziale Verwerfungen erzeugen und warum das Konzept der ökonomischen Globalisierung langfristig nicht zukunftsfähig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Auswertung aktueller Fachliteratur zur Globalisierung, Ökonomie, Ökologie und Politik.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt historisch-ökonomische Grundlagen, die Funktionsweise von Finanzspekulationen, den Einfluss von GATT/WTO, die negativen Auswirkungen von Strukturanpassungsprogrammen in Entwicklungsländern und die ökologischen Grenzen des Wachstums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Ökonomische Globalisierung, ökologische Degradation, Finanzmärkte, Systemkritik, soziale Ungleichheit und Transformation.

Wie bewertet der Autor die Rolle des IWF und der Weltbank?

Der Autor bewertet die Rolle dieser Institutionen kritisch, da sie den Mitgliedsstaaten oft eine Strategie aufzwingen, die einseitig den Interessen der Gläubiger dient und die soziale Stabilität sowie Souveränität der Länder untergräbt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf die Zukunft?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ohne eine grundlegende wirtschaftliche Selbstbegrenzung und den Abschied vom Industrialismus eine Zivilisation mit menschlichem Antlitz kaum aufrechtzuerhalten ist und die aktuelle Entwicklung in ein Zeitalter extremer Totalitarismen führen könnte.

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Details

Titel
Die ökonomische Globalisierung und ihre weltweiten gesellschaftlichen Degradationen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (OSI)
Veranstaltung
Internationale Ökonomie
Note
1,3
Autor
Marko Ferst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
28
Katalognummer
V26351
ISBN (eBook)
9783638287104
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung Degradationen Internationale
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marko Ferst (Autor:in), 2003, Die ökonomische Globalisierung und ihre weltweiten gesellschaftlichen Degradationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26351
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Leseprobe aus  28  Seiten
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