William Shakespeare ist DER wichtigste Dramatiker Englands, seine Stücke werden auch heute noch regelmäßig an den Theatern der Welt aufgeführt – und an Schulen und Universitäten gelehrt.
Dieser Band zeichnet ein Bild des Elisabethinischen Theaters und beleuchtet Shakespeares wichtigste Werke – mit Schwerpunkt auf die historischen Hintergründe.
Aus dem Inhalt: The World Picture of the Elizabethan Age, Analysen von: "Romeo and Juliet", "A Midsummer Night's Dream", "Macbeth", "Richard III", "The Merchant of Venice", "King Lear", "Hamlet", "Othello"
Inhaltsverzeichnis
Shakespeare’s Historical Background and the World Picture of the Elizabethan Age
Introduction
The Tudor Dynasty before Elizabeth I or “Let us sit down and tell sad stories of dead kings”
The Elizabethan Age
James I
Merry England
Golden Age in a Nutshell
The Elizabethan World Picture
The Human Being
The Body Politic
The Meaning of Sin
World Picture: Conclusion
And the rest is silence
Zum Verhältnis tragischer und komischer Aspekte in William Shakespeares „Romeo and Juliet“
Einleitung
Die Tradition des Komischen
Analyse der komischen Aspekte in Shakespeares „Romeo and Juliet“
Die Tradition des Tragischen
Analyse der tragischen Elemente in Shakespeares „Romeo and Juliet“
Fazit
Love Concepts in William Shakespeare’s A Midsummer Night’s Dream
Introduction
Love in Elizabethan Literature and Society
Shakespeare’s Depiction of Marriage and Love in his Romantic Comedies
Representations of Love and Marriage in A Midsummer Night’s Dream
Conclusion
William Shakespeare Macbeth – Historische Fakten und Hintergründe
Einleitung
Geschichte Schottlands im 11. Jahrhundert und Beziehungen zum Drama
Shakespeares dramatis personae und die Realpersonen
Motive der Darstellung
Schlussbetrachtung
„Determined to prove a villain” – Zur Charakterisierung der Hauptfigur in Shakespeares Historie Richard III.
Einleitung
Zur Persönlichkeitsstruktur Richards
Richards Rollenspiel
Die Rolle der übrigen Figuren und ihr Beitrag zu Richards Entwicklung als „Villain“
Richards sukzessiver Verlust an Macht und Souveränität
Schluss
Zur Funktion des Märchenhaften und seiner Entzauberung in Shakespeares Drama „The Merchant of Venice“
Einleitung
Märchen und Romance – Definitionen und Merkmale
Elemente des Märchenhaften in The Merchant of Venice
Summary and Conclusion
King Lear – Sympathielenkung und Schuldfrage in Shakespeares King Lear
Einleitung
Sympathielenkung in Dramen nach Manfred Pfister
Textanalyse
Resümee
„The Time is out of Joint“ – Neues Weltbild, neues Selbstbild in William Shakespeares „Hamlet“
Einleitung
Das 16. Jahrhundert – Treffpunkt zweier Welten ?
Hamlet – Ein Opfer seiner Zeit
Rachetragödie ohne Rache ?
Multiple Iago – The Character and Motives of Iago in Shakespeare’s Othello
Introduction
The temptation scene – Iago’s techniques of infiltration
“Honest” in Othello
Conclusion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Sammlung wissenschaftlicher Analysen verfolgt das Ziel, zentrale Aspekte, Motive und historische Kontexte im dramatischen Werk von William Shakespeare zu beleuchten. Die Forschungsarbeiten untersuchen dabei, wie zeitgenössische Weltbilder, literarische Konventionen und politische Umstände die Gestaltung der Stücke sowie die Charakterisierung ihrer Protagonisten maßgeblich beeinflussten.
- Historische Hintergründe und das elisabethanische Weltbild
- Die Spannung zwischen tragischen und komischen Elementen in den Dramen
- Die Darstellung von Liebe und Ehe im Spannungsfeld von Tradition und Moderne
- Die Psychologie und Charakterisierung von ikonischen Schurken- und Heldenfiguren
- Narrative Techniken, wie die Sympathielenkung oder der Einsatz von Märchenmotiven
Auszug aus dem Buch
The Elizabethan World Picture
The Elizabethan Age is a time of upheaval because the world picture of the Middle Ages slowly changes to the world picture of the Modern Times, which means that the notion of a theocentric universe shifts to the idea of a world focused on the human being. The alteration is indicated by three main symptoms: diverging judgments on reality, changing norms of human behaviour and discussions about the human ability to obtain cognition. The consequences of these discussions are many revaluations and turnabouts. A well-known metaphor to describe Elizabethan times is the one of “the world upside down”.
Tillyard describes the Elizabethan age as a time of two contradictory principles: on the one hand the faith in humanism and the present life and on the other hand the belief in an afterlife refusing the presence because of secular ruin.
The first important aspect to mention about the Elizabethan Age, however, is the fact that the changes of that time did not influence the world picture. But, what is a “world picture”? How is the term defined?
According to Ulrich Suerbaum, a “world picture” is a complex of ideas, convictions and principles that are known and accepted by all contemporaries. But, it is not the result of what an epoch knows or thinks to know about the world, it is rather a system of categories and notions to perceive the world. This common apprehension was shared by all Elizabethans and may therefore be called the “Elizabethan World Picture”.
Zusammenfassung der Kapitel
Shakespeare’s Historical Background and the World Picture of the Elizabethan Age: Diese Arbeit untersucht den sozio-politischen und religiösen Kontext der elisabethanischen Zeit und definiert das herrschende Weltbild als System von Kategorien zur Wahrnehmung der Realität.
Zum Verhältnis tragischer und komischer Aspekte in William Shakespeares „Romeo and Juliet“: Die Analyse hinterfragt die Mischform des Stückes, in dem komische Elemente des Alltags auf die tragische Unausweichlichkeit des Schicksals treffen.
Love Concepts in William Shakespeare’s A Midsummer Night’s Dream: Das Kapitel vergleicht traditionelle petrarkistische Liebeskonzepte mit der satirischen und realistischen Darstellung von Ehe und Liebe im Stück.
William Shakespeare Macbeth – Historische Fakten und Hintergründe: Hier werden die historischen Grundlagen der schottischen Thronfolge mit den dramatischen Entscheidungen Shakespeares verglichen, insbesondere mit Blick auf die Intentionen von König James I.
„Determined to prove a villain” – Zur Charakterisierung der Hauptfigur in Shakespeares Historie Richard III.: Diese Untersuchung analysiert Richards psychologische Motivierung als „Bösewicht“ im Kontext der Vice-Figur und seiner rhetorischen Verstellungskunst.
Zur Funktion des Märchenhaften und seiner Entzauberung in Shakespeares Drama „The Merchant of Venice“: Das Stück wird auf Märchen- und Romance-Elemente hin geprüft, wobei der Fokus auf dem Kontrast zwischen der märchenhaften Welt von Belmont und der Realität von Venedig liegt.
King Lear – Sympathielenkung und Schuldfrage in Shakespeares King Lear: Der Beitrag wendet Manfred Pfisters Theorie der Sympathielenkung an, um das moralische Handeln von Lear und seinen Töchtern sowie die Schuldfrage zu klären.
„The Time is out of Joint“ – Neues Weltbild, neues Selbstbild in William Shakespeares „Hamlet“: Die Arbeit zeigt auf, wie der Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit im Hamlet-Drama durch das Infragestellen alter Autoritäten und die Suche nach neuem Wissen reflektiert wird.
Multiple Iago – The Character and Motives of Iago in Shakespeare’s Othello: Diese Analyse untersucht Iagos komplexe Motivationsstruktur, seine seduktiven Techniken und die ambivalente Bedeutung des Begriffs „honest“ im Stück.
Schlüsselwörter
William Shakespeare, Elisabethanisches Zeitalter, Weltsystem, Tragödie, Komödie, Rachemotiv, Machtstreben, Petrarkismus, Antike Traditionen, Dramatische Struktur, Schuldfrage, Identität, Psychologie, Märchenmotive, Historische Hintergründe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die dramatischen Werke von William Shakespeare vor dem Hintergrund ihrer historischen Entstehungsgeschichte, ihrer literarischen Gattungen und der zeitgenössischen Weltbilder.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Zusammenhänge zwischen historischem Kontext, philosophischen Strömungen der Zeit und der dramatischen Gestaltung von Charakteren, Liebe, Macht und Moral.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Ziel ist es, zu verstehen, wie Shakespeare gesellschaftliche, politische und philosophische Konzepte seiner Epoche in seinen Theaterstücken verarbeitet und teilweise subvertiert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Analysen stützen sich auf eine Kombination aus historischer Kontextualisierung, literaturwissenschaftlicher Textanalyse und der Anwendung dramentheoretischer Modelle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Studien zu spezifischen Stücken (z.B. Hamlet, Macbeth, Richard III., Romeo und Juliet), in denen jeweils individuelle Aspekte wie Machtverlust, Schuld oder Liebeskonzepte vertieft werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Elisabethanisches Weltbild, Dramatische Tradition, Charakteranalyse, Macht, Moral und historischer Kontext beschreiben.
Warum wird im „Hamlet“ das Rachemotiv so kritisch hinterfragt?
Das Stück dient primär dazu, das „Flüchten nach innen“ und die moderne Selbstreflexion des Protagonisten zu untersuchen; die Rache fungiert lediglich als Katalysator, da sie im archaischen Sinn als Lösung nicht mehr tragfähig ist.
Welche Rolle spielt die „Vice“-Figur bei Richard III.?
Sie dient als Konvention für den absolut Bösen, wobei die Arbeit untersucht, wie Shakespeare diese Tradition mit psychologischer Motivation und machiavellistischem Machtstreben kombiniert.
Inwiefern entzaubert Shakespeare das Märchenhafte in „The Merchant of Venice“?
Indem er Märchenmotive (wie die Kästchenwahl) verwendet, sie aber in eine psychologisch komplexe Welt integriert, in der die Figuren eigene Fehlbarkeit zeigen und ein „Happy End“ einen bitteren Nachgeschmack behält.
- Arbeit zitieren
- Ch. Schwab (Autor:in), C. Seeger (Autor:in), S. Kara (Autor:in), R. Käcks (Autor:in), M. Bulgrin (Autor:in), U. Wronski (Autor:in), H. Tekin (Autor:in), E.-Ch. Glaser (Autor:in), P. Witzel (Autor:in), 2013, William Shakespeares dramatisches Werk, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264711