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Mediendarstellungen von Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus

Ein Vergleich von Themen- und Wortwahl der Webseiten von NPD und Freies Netz Süd

Title: Mediendarstellungen von Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus

Seminar Paper , 2013 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lars Henke (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Rechtsradikale nutzen zur Selbstdarstellung verstärkt das Internet. Neben Facebook und Twitter unterhalten sie dabei auch eigene Internetauftritte. In dieser Arbeit werden der Internetauftritt der führenden deutschen rechtsextremen Partei NDP mit dem autonomen Freien Netz Süd verglichen. Als methodisches Instrument wurde eine quantitative Inhaltsanalyse gewählt, wobei der Fokus vor allem auf rechtslastigem Vokabular liegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Fragestellung

2.1. Forschungsfrage und Definition

2.2. Themen- und Wortwahl

2.3. Auswahl der Webseiten

2.3.1. NPD

2.3.2. Freies Netz Süd

3. Operationalisierung

3.1. Auswahl der Beiträge

3.2. Themen- und Wortwahl

4. Ergebnisse

4.1. Themenwahl

4.2. Wortwahl

5. Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Webseiten der NPD als offizielle rechtsextreme Partei und des Freien Netz Süd als inoffiziellen Zusammenschluss, um Unterschiede in deren Themen- und Wortwahl zu identifizieren und die Kommunikationsstrategien innerhalb der rechten Szene zu analysieren.

  • Kommunikationsanalyse rechtsextremer Online-Auftritte
  • Vergleich von offizieller Parteikommunikation vs. inoffizieller rechtsextremer Webseiten
  • Untersuchung der Themensetzung und Agenda-Setting im rechtsextremen Kontext
  • Analyse des rechtsextremen Vokabulars und dessen Verwendungshäufigkeit
  • Identifikation von Diffamierungsmustern gegenüber politischen Gegnern und Minderheiten

Auszug aus dem Buch

2.2. Themensetzung und Wortwahl

Über welche Themen wird auf rechtsextremen Seiten gesprochen? Der Agenda-Setting-Ansatz besagt, „dass Menschen die Themen für wichtig halten, über die die Massenmedien besonders häufig berichten“ (Maurer, 2010, S. 9). Übertragen auf die Forschungsfrage hieße das, dass die Nutzer von rechtsextremen Webseiten die Themen für wichtig halten, über die diese Seiten besonders häufig berichten. Obwohl der Agenda-Setting-Ansatz die Wirkung von Medienberichterstattung beschreibt, die hier nicht untersucht wurde, ist er dennoch relevant für diese Arbeit. Die Themensetzung rechtsextremer Autoren beeinflusst nämlich nicht nur, was der Leser denkt, sondern zeigt auch, was die Verfasser rechtsextremer Seiten für wichtig halten. Sie gibt also ein stückweit Einblick in die Gedankenwelt Rechtsextremer.

Es wird angenommen, dass die NPD als Partei mehr oder weniger dieselben Themen abdecken muss wie die bürgerlichen Parteien. Um für möglichst viele wählbar zu sein, muss sie neben typisch „rechten Themen“ wie Zuwanderung oder dem Trauermarsch in Dresden auch Sozialpolitik oder Umweltschutz abdecken. Ein rechtsautonomer Internetauftritt hingegen legitimiert sich nicht durch breit gefächerte politische Inhalte, sondern durch diejenigen Themen, die für Rechtsextreme von Interesse sind. Es wird vermutet, dass sich auf solchen inoffiziellen Webseiten mehr rechte Themen finden lassen.

Besondere Bedeutung kommt in dieser Arbeit der Sprache von Rechtsextremen zu. „Identitätsstiftung, Selbstdarstellung und Propaganda des Rechtsextremismus erfolgen im Wesentlichen mit sprachlichen Mitteln“ (Schuppener, 2008, S. 9). Die Sprache also, die Rechtsextreme verwenden, um als Gruppe zu funktionieren, sich gegenüber Außenstehenden darzustellen und letztendlich ihre Ideologien zu propagieren, steht im Fokus dieser Arbeit. Es wird davon ausgegangen, dass Rechtsextreme ein spezielles Vokabular verwenden, um sich vom „Normalbürger“ abzugrenzen. Weiterhin wird angenommen, dass dieses „rechtslastige Vokabular“ auf inoffiziellen Seiten von Rechtsautonomen häufiger zu finden sein wird als auf der offiziellen Seite einer rechtsextremen Partei. Da Parteien sich an eine Vielzahl von Bürgern richten müssen, um gewählt zu werden, werden sie soweit es geht auf Geschichtsrevisionismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit verzichten, um den potentiellen Wähler nicht von vornherein abzuschrecken. Das sollte auch an dem von ihnen verwendeten Vokabular ersichtlich sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Präsenz von rechtem Gedankengut im Internet und begründet die Relevanz einer Untersuchung der Kommunikationsstrategien von offiziellen und inoffiziellen rechtsextremen Akteuren.

2. Theorie und Fragestellung: Es werden die Forschungsfrage, zentrale Definitionen von Rechtsextremismus sowie theoretische Grundlagen wie der Agenda-Setting-Ansatz und die Bedeutung der rechtsextremen Sprache erörtert.

3. Operationalisierung: Die Methodik der quantitativen Inhaltsanalyse von 30 Beiträgen sowie die Kriterien für die Auswahl der Webseiten und die Erstellung der Vokabularliste werden erläutert.

4. Ergebnisse: Die Analyse zeigt deutliche Unterschiede bei der Themenwahl und der Frequenz der Verwendung von rechtsextremen Begriffen zwischen der NPD und dem Freien Netz Süd auf.

5. Diskussion und Fazit: Die Arbeit bestätigt, dass inoffizielle Seiten ein radikaleres Vokabular und spezifischere rechte Themen verwenden, ordnet diese Ergebnisse jedoch kritisch in den wissenschaftlichen Kontext ein.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus, NPD, Freies Netz Süd, Inhaltsanalyse, Politische Kommunikation, Agenda-Setting, Rechtsextremes Vokabular, Internetauftritt, Propaganda, Identitätsstiftung, Themenwahl, Sprachwissenschaft, Internetmedien, Radikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kommunikationsunterschiede zwischen offiziellen rechtsextremen Parteien, vertreten durch die NPD, und inoffiziellen, rechtsautonomen Gruppierungen, wie dem Freien Netz Süd, anhand ihrer Webpräsenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Themenwahl der Beiträge sowie die Häufigkeit und Art der verwendeten rechtsextremen Begriffe, inklusive nationalistischer, autoritärer und ausländerfeindlicher Vokabeln.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie sich offizielle Parteien von inoffiziellen rechten Akteuren hinsichtlich ihrer Themen- und Wortwahl unterscheiden, um die spezifischen Kommunikationsstrategien zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von jeweils 15 Beiträgen der beiden untersuchten Webseiten durchgeführt, ergänzt durch eine hermeneutisch hergeleitete Liste rechtsextremen Vokabulars.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Auswahl der Webseiten und Beiträge, der Operationalisierung der Untersuchung sowie der detaillierten Präsentation der Ergebnisse hinsichtlich Themen- und Wortwahl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rechtsextremismus, Inhaltsanalyse, Politische Kommunikation, Agenda-Setting und rechtsextremes Vokabular charakterisiert.

Warum schneidet die NPD bei der Analyse "gemäßigter" ab als das Freie Netz Süd?

Die Untersuchung legt nahe, dass die NPD als Partei auf eine breitere Wählerschaft angewiesen ist und daher stärker auf allgemeine politische Themen setzt, während das Freie Netz Süd sich primär durch radikalere, rechte Inhalte legitimiert.

Welche Rolle spielt die Wortwahl bei der Selbstdarstellung der untersuchten Akteure?

Die Wortwahl dient der Identitätsstiftung und Abgrenzung gegenüber dem sogenannten "Normalbürger"; dabei zeigt sich, dass inoffizielle Akteure signifikant häufiger ein radikaleres und nationalistischeres Vokabular verwenden.

Welche Limitationen nennt der Autor bei seiner Analyse?

Der Autor betont, dass die Studie nicht repräsentativ ist und Schwierigkeiten bei der Kontextualisierung von Begriffen sowie der Bewertung von Ironie und indirekter Rede auftraten.

Warum wurde das "System" als Kategorie untersucht?

Diese Kategorie erwies sich als aufschlussreich, da sie zeigt, wie insbesondere das Freie Netz Süd durch die Ablehnung demokratischer Institutionen und die Verwendung von Begriffen wie "BRD" oder "Gutmenschen" eine fundamentale Systemopposition ausdrückt.

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Details

Title
Mediendarstellungen von Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus
Subtitle
Ein Vergleich von Themen- und Wortwahl der Webseiten von NPD und Freies Netz Süd
College
University of Hohenheim  (Kommunikationspolitik)
Grade
1,7
Author
Lars Henke (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V264814
ISBN (eBook)
9783656540861
ISBN (Book)
9783656543091
Language
German
Tags
mediendarstellungen fremdenfeindlichkeit rechtsradikalismus vergleich themen- wortwahl webseiten freies netz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Henke (Author), 2013, Mediendarstellungen von Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264814
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