Das 21. Jahrhundert gilt als das Jahrhundert des Wissens. Neben den drei wichtigen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Boden wird Wissen oft als vierter Produktionsfaktor gesehen, der in seiner Relevanz für die moderne Gesellschaft den anderen drei Faktoren mindestens ebenbürtig ist (vgl. Antos 2001, S. 14). Da Wissen somit eine ökonomische Wichtigkeit für den Menschen hat, ist es nicht verwunderlich, wie enorm die Bemühungen der Menschen sind, vorhandenes Wissen weiter auszubauen und zu mehren. Die Folge ist eine Informationsflut und Wissensexplosion, mit der ein paradoxes Phänomen einhergeht: Durch die Fülle an Informationen müssen in der Wissenschaft die Forschungsgebiete in immer detaillierter gehende Kategorien unterteilt werden. Jede Disziplin erhält Unterdis-ziplinen, jede Unterdisziplin wird wiederum aufgeteilt und jeder so entstandene Zweig erhält Experten, die sich mit der entsprechenden Thematik auseinandersetzen. Dadurch entsteht jedoch die Gefahr, dass der Zugang zu Wissen für Laien versperrt wird und bleibt. Es entstehen Kommunikationsschwierigkeiten sowohl zwischen den Experten verschiedener Disziplinen als auch zwischen Experten und Laien.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Vorgehensweise John Hatties
- Hatties Ergebnisse im Vergleich zu Forschungspositionen der Neurodidaktik
- Faktoren mit dem Effektivitätsmaß d≥ 0,6: sehr großer Effekt
- Faktoren mit dem Effektivitätsmaß 0,6> d≥ 0,4: großer Effekt
- Faktoren mit dem Effektivitätsmaß 0,4>d ≥ 0: moderater Effekt
- Faktoren mit dem Effektivitätsmaß d <0: negativer Effekt
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Verbindung zwischen den Ergebnissen von John Hattie zu erfolgreichem Lernen und den Erkenntnissen der neurodidaktischen Forschung. Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Widersprüche zwischen den beiden Forschungsbereichen aufzuzeigen und einen Konsens zu finden.
- Vorgehensweise und Ergebnisse von John Hattie
- Bedeutung der Neurodidaktik für den Lernprozess
- Vergleich der Forschungsergebnisse von Hattie und der Neurodidaktik
- Relevanz der Ergebnisse für die Praxis
- Ausblick auf zukünftige Forschung
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Wissen in der heutigen Gesellschaft und die Herausforderungen, die sich aus der Informationsflut ergeben. Sie stellt die Transferwissenschaft als interdisziplinäres Forschungsgebiet vor und erläutert die Relevanz der Schule als Institution des Wissenstransfers. Die Einleitung führt außerdem die Neurodidaktik und die empirische Schulforschung als wichtige Forschungsbereiche zur Optimierung von Lernprozessen ein und hebt die Arbeit von John Hattie hervor.
- Das zweite Kapitel widmet sich der Vorgehensweise von John Hattie. Es stellt die Leitfragen seiner Studien, die untersuchten Einflussfaktoren sowie die Zeit und den Umfang seiner Forschung dar. Außerdem erläutert es die Auswertungsmethode und die Publikation seiner Ergebnisse.
- Im dritten Kapitel werden die von Hattie berechneten Ergebnisse zu ausgewählten Einflussfaktoren präsentiert. Die Einflussfaktoren werden nach ihrem Effektivitätsmaß in Gruppen unterteilt und mit der Forschung der Neurodidaktik verglichen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: Transferwissenschaft, Wissenstransfer, Lernen, Neurodidaktik, empirische Schulforschung, John Hattie, Effektivitätsmaß, Einflussfaktoren, Lernerfolg.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist John Hattie und was sind seine Forschungsergebnisse?
Hattie ist ein Bildungsforscher, der durch Metastudien verschiedene Einflussfaktoren auf den Lernerfolg quantifiziert hat (z. B. durch das Effektivitätsmaß d).
Was ist Neurodidaktik?
Neurodidaktik verbindet Erkenntnisse der Gehirnforschung mit der Didaktik, um Lernprozesse biologisch und psychologisch zu optimieren.
Gibt es Übereinstimmungen zwischen Hattie und der Neurodidaktik?
Die Arbeit vergleicht Hatties Faktoren (z. B. Feedback, Lehrer-Schüler-Beziehung) mit neurodidaktischen Erkenntnissen, um Gemeinsamkeiten und Widersprüche aufzuzeigen.
Ab welchem Wert gilt ein Faktor nach Hattie als sehr effektiv?
Faktoren mit einem Effektivitätsmaß von d ≥ 0,6 gelten als sehr einflussreich für einen großen Lernerfolg.
Warum wird Wissen im 21. Jahrhundert als vierter Produktionsfaktor gesehen?
Wissen ist neben Arbeit, Kapital und Boden zur zentralen ökonomischen Ressource der modernen Informationsgesellschaft geworden.
- Arbeit zitieren
- Stefan Voßen (Autor:in), 2013, John Hatties Ergebnisse zum erfolgreichen Lernen im Vergleich mit den Erkenntnissen aus der neurodidaktischen Forschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264841