Der „Demographische Wandel“ mit zuvor ungekannten Ausmaßen hat Deutschland fest im Griff. Um diesen entgegenzuwirken bedient sich der Fiskus einer Vielzahl an sozialpolitischen Maßnahmen und dreht seit Jahren mit geteiltem Erfolg an den Schrauben der demographischen Grundgleichung. Darunter Migration, eine Variable, die in Bezug auf das demographische Ungleichgewicht Deutschlands seit längerem Hochkonjunktur hat. Im Rahmen vorliegender Arbeit soll insbesondere das Wechselverhältnis zwischen demographischer Entwicklung und Migration skizziert werden. In einer quantitativ-qualitativ angelegten Perspektive wird dabei nicht nur die Bedeutung dieser Variable als bald einzig verbleibende Quelle für Bevölkerungswachstum herausgearbeitet; die Arbeit kommt zugleich zu dem Ergebnis, dass die zukünftige Beschäftigung mit dem demographischen Wandel das Berücksichtigen von Migration in mehrfacher Hinsicht unabdingbar macht.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstract
2. Einleitung
2.1 Problematik und Fragestellung
2.3 Methode; Gang der Ausarbeitung
3. Demographischer Wandel
3.1 Bevölkerungswissenschaftliche Grundlagen
3.1 Entwicklung und Bestandsaufnahme
3.2 Status quo
3.3 Bevölkerungsvorausberechnung
3.4 Konsequenzen; Implikationen
4. Migration
4.1 Brisanz und Zusammenhänge (Migration und Bevölkerungsdynamik)
4.2 Migrationsgeschehen allgemein
4.3 Alters- und Geschlechtsstruktur der Migrantinnen und Migranten
4.4 Entwicklung bisherigen und Einschätzung künftigen Migrationsgeschehens
5. Schlussbetrachtung
6. Bibliographie
7. Annex
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen demographischer Entwicklung und Migration in Deutschland, wobei der Fokus auf dem Potenzial der Zuwanderung zur Kompensation demographischer Defizite sowie der damit verbundenen Problematik liegt.
- Die demographische Grundgleichung und ihre Variablen (Fertilität, Mortalität, Migration)
- Entwicklungstrends der Bevölkerungsalterung und -schrumpfung
- Die Rolle der Migration als Einflussfaktor auf Bevölkerungsstruktur und -umfang
- Analyse von Migrationspotenzialen vor dem Hintergrund sozioökonomischer Disparitäten
Auszug aus dem Buch
3.2 Status quo
Daraus ergibt sich, dass eine starke Zunahme der Geburtenrate sowie eine höhere Zuwanderung Jüngerer aus dem Ausland diese Prozesse lediglich abzumildern vermögen, nicht jedoch verhindern können. Kompensation, nach der geschilderten „Bestandsaufnahme“, böte bis 2050 entweder eine Netto-Einwanderung nach Deutschland von 188 Mio. Menschen oder eine Verdreifachung der Geburtenrate; zwei vollkommen unrealisierbare Szenarien (Birg 2006: 69). Weit positivere Handlungsoptionen bieten sich für die, in Form des Geburtendefizits, fortschreitende Bevölkerungsschrumpfung: erneut könnte höhere Zuwanderung sie kompensieren, ihre Abnahme hinauszögern oder gar ein Bevölkerungswachstum nach sich ziehen, allerdings müsste sich dafür der jährliche Wanderungssaldo bis zur Jahrhundertmitte, sowie darüber hinaus, von den heutigen circa 200.000 stetig auf 700.000 vervielfachen; ein Gedanken, den bislang keine Partei oder gesellschaftlich relevante Gruppierung verfolgt (Birg 2006: 69).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Abstract: Eine kurze Zusammenfassung der Thematik, in der die Bedeutung der Migration als Variable für die zukünftige Bevölkerungsentwicklung hervorgehoben wird.
2. Einleitung: Vorstellung der demographischen Grundgleichung und der zentralen Problematik des demographischen Ungleichgewichts in Deutschland.
3. Demographischer Wandel: Untersuchung der Grundlagen, der aktuellen Trends, der Bevölkerungsvorausberechnungen sowie der Konsequenzen für soziale Sicherungssysteme und Politik.
4. Migration: Analyse des Migrationsgeschehens, dessen Auswirkungen auf die Bevölkerungsdynamik sowie eine Einschätzung künftiger Zuwanderungspotenziale.
5. Schlussbetrachtung: Kritische Würdigung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass Migration demographische Probleme nicht lösen, aber abmildern kann.
6. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literaturquellen.
7. Annex: Anhang mit ergänzenden Abbildungen und Datenmaterial.
Schlüsselwörter
Demographischer Wandel, Migration, Bevölkerungsschwund, Fertilität, Mortalität, Bevölkerungsvorausberechnung, Sozialpolitik, Zuwanderung, Generationenvertrag, Altersstruktur, Wanderungssaldo, Bevölkerungsalterung, Arbeitsmarkt, Integrationspolitik, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Wechselwirkung zwischen der demographischen Entwicklung in Deutschland und dem Faktor Migration.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der demographische Wandel, die Faktoren der demographischen Grundgleichung (Fertilität, Mortalität, Migration) sowie die Auswirkungen auf soziale Sicherungssysteme.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, das Potenzial und die Grenzen der Migration als Instrument zur Bewältigung des demographischen Ungleichgewichts in Deutschland zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Auswertung von Sekundärliteratur sowie aktuellen statistischen Daten kompetenter Institute.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des demographischen Wandels und dessen Folgen sowie eine detaillierte Betrachtung des Migrationsgeschehens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demographischer Wandel, Migration, Fertilität, Bevölkerungsalterung und Zuwanderung charakterisiert.
Kann Migration das demographische Problem vollständig lösen?
Laut der Arbeit kann Migration die demographischen Defizite zwar nicht kompensieren, jedoch helfen, den Prozess der Schrumpfung und Alterung abzumildern.
Welche Rolle spielt die Politik bei der Migration?
Der Autor betont, dass anstelle einer pauschalen Problematisierung der Migration eine effektive und zielgerichtete Migrations- und Integrationspolitik notwendig ist.
Wie entwickeln sich die Erwerbspersonenpotenziale?
Es wird auf eine absehbare Verringerung des Erwerbspersonenpotenzials hingewiesen, die ab circa 2015 zu einer verstärkten Nachfrage nach Fachkräften führen könnte.
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- Alen Bosankic (Author), 2010, Migration (k)eine Lösung des demographischen Problems?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265142