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Alarich: Vom Beginn der Völkerwanderung bis zur Plünderung Roms

Title: Alarich: Vom Beginn der Völkerwanderung bis zur Plünderung Roms

Seminar Paper , 2012 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: B.Ed. Axel Sylvester (Author)

World History - Antiquity
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Alarich!? Jeder Laie, der sich etwas mit antiker Geschichte auskennt, dürfte mit Sicherheit schon
einmal etwas von Alarich I. gehört haben oder zumindest wissen, dass die ewige Stadt
Rom, das Symbol römischer Machtansprüche, Anfang des 5. Jahrhunderts geplündert
worden ist. Gegenstand dieser Seminararbeit ist die Geschichte des balthischen Adligen
Alarich und „seiner Goten“, dessen Bemühungen, im römischen Reichs Fuß zu fassen,
zwar mit der Plünderung Roms vorerst scheiterten, dann aber in der Gründung des
Tolosanischen Westgotenreiches 418 mündeten.
Über die Geschichte der Westgoten und ihrem großen Anführer Alarich existieren keine
Darstellungen von gotischen Zeitzeugen. Alle Quellen, die uns zur Verfügung stehen,
sind entweder übertrieben religiös determiniert oder durch die römische Sichtweise auf
die „wilden Barbaren“ eingefärbt. Vom christlichen Befreier bis hin zum verrückt
gewordenen Wilden können wir alles über die Person Alarichs lesen.
Dieser Arbeit liegt neben vielfältiger Sekundärliteratur, die sich mit Alarich
selbst, den Westgoten oder allgemein der Geschichte der Spätantike beschäftigt, auch
zwei der wichtigsten spätantiken Quellen für dieses Thema zu Grunde. Das sind, das
sechsbändige Werk des griechischen Historikers Zosimos (lat. Zosimus) „Neue
Geschichte“ und die „Gotengeschichte“ des römischen Geschichtsschreibers Jordanes.
Jedoch sollten wir besonders von Jordanes nicht zu viele Erkenntnisse erwarten. Seine
Historiographie lässt acht Jahre, unmittelbar vor der Plünderung Roms außer Acht und
sieht die Vorkommnisse eher als Manifestierung der gotischen Herrschaft. Der Alarich
des Zosimos hingegen ist weniger ein eigenständiger Führer, der nach großer Macht
strebt, als mehr ein Instrument römischer Macht. Auch kanalisiert der
Geschichtsschreiber durch seine Alarich-Figur die Meinung, dass Rom durch die
Abkehr vom alten Götterglauben den Goten zum Opfer fiel. Zosimos konnte seine
Historiographie aus unbekannten Gründen auch nicht fertig stellen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Alarichs Weg nach Rom

1.1 Ethnogenese der Alarich - Goten

1.2 Alarich und Konstantinopel

2. Alarich im Ost – West – Konflikt

3. Alarich vor Rom

3.1 Die erste Belagerung von Rom

3.2 Die zweite Belagerung von Rom

3.3 Die Plünderung der ewigen Stadt

4. Was bleibt von Alarich und der ewigen Stadt Rom?

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die historische Rolle Alarichs I. und seiner Westgoten während der Völkerwanderungszeit. Ziel ist es, den Weg Alarichs bis zur Plünderung Roms im Jahr 410 nachzuzeichnen, seine politischen Zusammenhänge innerhalb des römischen Machtgefüges zu beleuchten und zu klären, inwiefern er als strategischer Akteur oder Spielball spätantiker Konflikte zu verstehen ist.

  • Ethnogenese und politische Entwicklung der Westgoten unter Alarich
  • Die Rolle Alarichs im Ost-West-Konflikt des römischen Reiches
  • Machtpolitische Kalkulationen hinter den Belagerungen Roms
  • Analyse zeitgenössischer Quellen zu den Ereignissen des Jahres 410
  • Die symbolische und politische Bedeutung des Falls Roms für die Spätantike

Auszug aus dem Buch

Die Plünderung der ewigen Stadt

Der Verband der Alarich-Goten marschierte also erneut auf die ewige Stadt und eroberte sie nach kurzer Belagerung. Jordanes berichtet uns:

„Endlich rückten sie in Rom ein und plünderten es auf Befehl des Alarich, sie legten jedoch nicht, wie wilde Völker gewöhnlich tun, Feuer an und duldeten nicht, daß die heiligen Orte irgendwie verunehrt wurden.“

Angeblich gelangten die Goten durch Verrat in die befestigte Stadt. Wie es auch gewesen sein mag, danach plünderten die Westgoten drei Tage, bis zum 27. August 410 Rom. In dieser Zeit starben viele Menschen, viele Gebäude gingen in Flammen auf und die Reichtümer dieser großen Metropole lagen den Westgoten zu Füßen. Lobend wird jedoch, nicht nur durch Jordanes hervorgehoben, dass die christlichen Heiligtümer des Petrus und Paulus der Plünderung nicht zum Opfer fielen.

Die Bedeutung dieses Ereignisses wird noch deutlicher, wenn man sich klar macht, dass Rom zum letzten Mal 387 v.Chr. von den Kelten eingenommen wurde. Achthundert Jahre lang gelang eine Eroberung Roms niemanden, obwohl einige es sicher vor hatten. Die Kelten ließen keinen Stein auf dem anderen und nur die Festung auf dem Kapitol überstand den, sogenannten Keltensturm. So gesehen war die Plünderung der Goten im August 410 recht manierlich. Auch wenn christliche Quellen in diesem Punkt zu Übertreibungen neigen, kann man doch davon ausgehen, dass die

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Seminararbeit ein und stellt die Quellenlage sowie die Zielsetzung hinsichtlich der Person Alarichs und seiner Rolle im 5. Jahrhundert dar.

1. Alarichs Weg nach Rom: Dieses Kapitel erläutert die Ethnogenese der Westgoten nach der Völkerwanderung und zeichnet Alarichs frühen Aufstieg zum militärischen Anführer nach.

1.1 Ethnogenese der Alarich - Goten: Der Abschnitt behandelt die Ursprünge der Westgoten sowie deren Ansiedlung im römischen Reich nach der Schlacht von Adrianopel.

1.2 Alarich und Konstantinopel: Hier wird Alarichs Streben nach militärischer Anerkennung und sein konfliktreiches Verhältnis zur oströmischen Hauptstadt Konstantinopel analysiert.

2. Alarich im Ost – West – Konflikt: Dieses Kapitel untersucht Alarichs Funktion als taktische Figur im Machtkampf zwischen den kaiserlichen Höfen von Ost- und Westrom.

3. Alarich vor Rom: Es werden die Hintergründe und Abläufe der militärischen Auseinandersetzungen um die Stadt Rom sowie die verfehlten Verhandlungsversuche dargelegt.

3.1 Die erste Belagerung von Rom: Dieser Teil beschreibt die erste Belagerung durch Alarich, die nach Verhandlungen mit dem Senat und Kaiser Honorius zunächst friedlich endete.

3.2 Die zweite Belagerung von Rom: Der Abschnitt fokussiert auf die Verschärfung des Konflikts, die Ernennung eines Gegenkaisers durch Alarich und das Scheitern dieser politischen Strategie.

3.3 Die Plünderung der ewigen Stadt: Hier wird der tatsächliche Fall Roms im August 410 und die anschließende Plünderung der Stadt detailliert dokumentiert.

4. Was bleibt von Alarich und der ewigen Stadt Rom?: Das Fazit fasst die Bedeutung Alarichs für die Westgoten zusammen und reflektiert die religiöse und politische Rezeption des Falls Roms bei den Zeitgenossen.

Schlüsselwörter

Alarich I., Westgoten, Völkerwanderung, Rom, Plünderung Roms, Spätantike, Flavius Stilicho, Kaiser Honorius, Ethnogenese, Imperium Romanum, Ost-West-Konflikt, Heerführer, Zosimos, Jordanes, Gotengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken des gotischen Anführers Alarich I. und dem Aufstieg der Westgoten vor dem Hintergrund der Völkerwanderung und des Zerfalls der römischen Machtstrukturen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die ethnische Identitätsbildung der Goten, das komplexe politische Geflecht des Oströmischen und Weströmischen Reiches sowie die Ereignisse rund um die Plünderung Roms im Jahr 410.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Weg Alarichs von einem gotischen Anführer zu einer zentralen, wenn auch oft instrumentalisierten politischen Figur zu skizzieren und seine Rolle bei der Eroberung Roms zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Seminararbeit nutzt eine fundierte Analyse spätantiker Quellen, insbesondere der Schriften von Zosimos und Jordanes, ergänzt durch aktuelle wissenschaftliche Sekundärliteratur zur Spätantike.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Stationen der Westgoten, ihre militärischen und diplomatischen Versuche, im Römischen Reich integriert zu werden, sowie die detaillierte Darstellung der Belagerungen und der anschließenden Plünderung der Stadt Rom.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Alarich I., Völkerwanderung, Westgoten, Rom-Plünderung, Imperium Romanum und Spätantike.

Warum lehnte Kaiser Honorius die Verhandlungen mit Alarich konsequent ab?

Honorius verweigerte die Zustimmung, da er militärisch auf Unterstützung hoffte und die Integration eines gotischen Anführers in die hohe römische Generalität aus politischem Stolz und Misstrauen ablehnte.

Welche Rolle spielte die Religion bei der Interpretation der Plünderung Roms?

Die zeitgenössischen Autoren deuteten den Fall der ewigen Stadt primär religiös, etwa als Strafe Gottes für die Abkehr vom Christentum oder als göttliches Zeichen, während politische Erklärungen weitgehend in den Hintergrund traten.

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Details

Title
Alarich: Vom Beginn der Völkerwanderung bis zur Plünderung Roms
College
Dresden Technical University  (Geschichte)
Course
Die Goten und das Römische Reich
Grade
1,7
Author
B.Ed. Axel Sylvester (Author)
Publication Year
2012
Pages
22
Catalog Number
V265333
ISBN (eBook)
9783656549581
ISBN (Book)
9783656548218
Language
German
Tags
alarich beginn völkerwanderung plünderung roms
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Ed. Axel Sylvester (Author), 2012, Alarich: Vom Beginn der Völkerwanderung bis zur Plünderung Roms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265333
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