Erkenntnisse und Grenzen poststrukturalistischer Ansätze für feministische Theorien in den Sozialwissenschaften am Beispiel Judith Butler


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003
19 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Einordnung meiner Arbeit in den Seminarkontext – Themenkonjunkturen der feministischen Theorien
2.1. Die 1950er und 1960er Jahre – Die Forderung nach Gleichheit
2.2. Die 1970er Jahre – Die (Wieder)Entdeckung der Frauen
2.3. Die 1980er Jahre – Von der Frauen- zur Geschlechterforschung
2.4. Die 1990er Jahre – Geschlecht als Prozesskategorie

3. Darstellung und Diskussion Butlers poststrukturalistischer Position

4. Auseinandersetzung mit Seyla Benhabibs Kritik– Die drei starken Thesen des Poststrukturalismus’ „revised“
4.1. Die These „vom Tod des Menschen“
4.2. Die These „vom Tod der Geschichte“
4.3. Die These „vom Tod der Metaphysik“

5. Grenzen und Leistungen verschiedener Theorieansätze

6. Zusammenfassung

7. Resümee und Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

Der postmoderne Feminismus ist zu einem gewohnten Ausdruck geworden. Postmoderne Positionen und Feminismus scheinen auf den ersten Blick viele Ähnlichkeiten aufzuweisen, weisen beide doch eine ausgeprägte Skepsis gegen naturalisierende Ontologisierungen und Dichotomien auf. „Im Kampf gegen die großen Erzählungen der westlichen Aufklärung und Moderne haben sie ihre Affinitäten zueinander entdeckt.“[1] Doch ist die Frage wesentlich, inwiefern poststrukturalistische Ansätze feministische Theorien befruchten und inwiefern sie sie beschneiden.

Es ist schwierig poststrukturalistische Positionen zu vereinheitlichen, da sie sehr verschieden und heterogen sind. „Über den Poststrukturalismus schreiben heißt, ihn zu erfinden.“[2] Dennoch ist es möglich anhand einzelner Vertreter deren spezifische Grundgedanken herauszustellen und Implikationen für den Feminismus transparent zu machen. Ich beschränke mich in meiner Arbeit auf den Ansatz von Judith Butler[3]. In einem ersten Schritt ordne ich meine Arbeit in den Seminarkontext ein und skizziere die Themenkonjunkturen der feministischen Theorien der letzten Jahrzehnte, wodurch auch Butlers Konzept verortet wird. In Kapitel3 stelle ich knapp Butlers poststrukturalistischen Theorieansatz dar. Dabei gehe ich auf die Erkenntniserträge und -grenzen ihres Ansatzes für feministische Theorien ein. Anknüpfend daran setze mich mit Seyla Benhabibs Kritik auseinander, bevor ich in Anlehnung an Nancy Frasers Bewertung die Vorzüge und Grenzen zweier Theorieansätze gegeneinander abwäge: die poststrukturalistische und die an die Kritische Theorie angelehnte Herangehensweise. Zwei Thesen werde ich in meiner Arbeit entfalten: (1) Poststrukturalistische Ansätze und feministische Theorien können ein fruchtbares Bündnis eingehen, doch nur bis zu einem gewissen Grad: Das poststrukturalistische Denken sensibilisiert für scheinbar unstrittige theoretische Grundannahmen, fördert die Selbstreflexion und kontextualisiert Erkenntnisse. (2)Die feministische Theorienbildung bedarf vielfältiger Theorieansätze, da jedem Theoriekonzept verschiedene konstitutive und bestimmende Elemente inhärent sind.

2. Einordnung meiner Arbeit in den Seminarkontext – Themenkonjunkturen der feministischen Theorien

Die Geschichte der feministischen Theorienbildung geht weit zurück und findet ihre Wurzeln und Ansatzpunkte bei Theoretikern und Philosophen der ersten Stunde. Meine Darstellung der feministischen Theorien in den Sozialwissenschaften in der Bundesrepublik folgt einer idealtypisch-chronologischen Gliederung der letzten Jahrzehnte, die versucht in knapper Form – und somit auch unmöglich vollständig – wesentliche Strömungen zu skizzieren. Es gab und gibt nicht den feministischen Diskurs. Die Theorieentwicklung fand auf sehr vielfältigen Ebenen und in unterschiedlichen Bereichen statt. Die Bezeichnung „Feminismus“ schneidet eine ähnliche Problematik an, gibt es doch nicht die eine, homogene Form von Feminismus. Es erscheint angemessener von „Feminismen“ zu sprechen, um der Pluralität der Erscheinungsformen und Vertreter im Begriff Ausdruck zu verleihen. Im weiteren werde ich zugunsten der Lesbarkeit und Verständlichkeit auf den Singular zurückgreifen, der dennoch die Pluralität mitdenkt. Trotz dieser Einschränkungen ist eine Darstellung einflussreicher Kerngedanken der feministischen Theorien lohnend und zu ihrer Verortung erhellend.

2.1. Die 1950er und 1960er Jahre – Die Forderung nach Gleichheit

Bislang wurden Frauen aus der sozialwissenschaftlichen Forschung weitgehend ausgeblendet. Das Sichtbarmachen der Frauen war dementsprechend das Hauptanliegen der Pionierinnen der Frauenforschung. Den Grundstein legte Simone de Beauvoir 1949 mit ihrem Werk „Le deuxième sexe“, zu deutsch „Das andere Geschlecht“ und ihrem berühmten und vielzitierten Befund „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“[4]. Die Wurzeln des sogenannten Egalitätsfeminismus’ gehen weit zurück und finden sich beispielsweise in dem Kampf um das Frauenwahlrecht. Das Ziel war die uneingeschränkte Gleichheit mit den Männern, zunächst formal und später auch materiell. Der Mann wurde in dieser Phase noch als unstrittiges „Maß aller Dinge“ und Norm akzeptiert. Später wurde die Gleichheitsorientierung zunehmend durch die Zielsetzung der Gleich wertigkeit abgelöst, die charakterisiert ist durch die Forderung nach Gleichheit ohne Angleichung.[5]

2.2. Die 1970er Jahre – Die (Wieder)Entdeckung der Frauen

Die (Wieder)Entdeckung der „Frau“ findet in den 70er Jahren ihre Fortsetzung. In dieser Phase können in Anlehnung an Karin Gottschall (a) konflikttheoretische und (b) differenztheoretische Argumentationen unterschieden werden.[6] Die konflikttheoretische Herangehensweise entwickelte sich zu einer „Geschlecht- und Klasse-Debatte“, die den Herrschaftscharakter des Geschlechterverhältnisses betont.[7] Ihr hinzuzurechnen ist die „Hausarbeitsdebatte“, die die „strukturlogische Verortung von Hausarbeit im System gesamtgesellschaftlicher Produktionsverhältnisse“[8] analysiert und an marxistisch-weberianische Theorieansätze anknüpft.[9] Das Theorem vom „weiblichen Arbeitsvermögen“ (Elisabeth Beck-Gernsheim 1976, 1980; Ostner 1978; Beck-Gernsheim/Ostner 1978) folgt einer differenztheoretischen Argumentation, die davon ausgeht, „dass sich die soziale Lage von Frauen in ihrer Besonderheit und Ungleichstellung gegenüber Männern im wesentlichen aus einer inhaltlich präzisierbaren Geschlechterdifferenz bestimmen lässt.“[10] Die Hauptthese besagt, dass durch die historische Verwiesenheit der Frauen auf die Haus- und Familienarbeit ein spezifisch weibliches Arbeitsvermögen entsteht, dass durch spezifische Kompetenzen und Orientierungen die gesellschaftliche Praxis von Frauen erklärt.[11] Gemeinsam ist den Ansätzen, dass die Arbeitsteilung als Erklärungsmuster für Geschlechterungleichheit herangezogen wird.

2.3. Die 1980er Jahre – Von der Frauen- zur Geschlechterforschung

In den 80er Jahren vollzog sich ein Perspektivenwechsel von der Frauen- zur Geschlechterforschung. Geschlecht sollte nun als Strukturkategorie begriffen werden, die alle gesellschaftlichen Strukturen und sozialen Beziehungen prägt.[12] Für die deutsche Diskussion sind v.a. die Konzeptionen zum bürgerlichen Patriarchat (Gerhard 1991/Beer 1990) und das Konzept der „Doppelten Vergesellschaftung“ (Becker-Schmidt 1989; Axeli-Knapp 1990) relevant.[13]

Insgesamt kann zu den Erkenntnisleistungen festgehalten werden:[14] Die feministischen Theorien der 70er und 80er Jahre kritisieren die Geschlechtsblindheit der Sozialwissenschaften und verdeutlichen das Ausmaß des ordnenden Prinzips Geschlecht. Zu Beginn der feministischen Forschung hatte sich eine Unterscheidung von sex als biologischem Geschlecht und gender als kulturell und sozial überformtes Geschlecht durchgesetzt, die die Vorstellung eines natürlichen Geschlechts und Geschlechterzuweisungen als Determinismus entlarven half.[15] Mit den 80er Jahren gewann eine fundamentale Kritik an der Unterscheidung von sex und gender an wachsender Bedeutung, die vor allem in den 90er Jahren und mit dem Aufkommen dekonstruktivistischer feministischer Theorien an Vehemenz zunahm.

Gottschall fasst die Erträge dieser Theorienphase in drei wesentlichen Punkten zusammen:[16] (1) Die kritische Auseinandersetzung mit der Geschlechtsblindheit in den Sozialwissenschaften und die Mitwirkung einer umfassenderen Definition sozialer Ungleichheit (damit einhergehend die Erweiterung des Arbeitsbegriffs um andere Formen der Arbeit wie Reproduktionsarbeit), (2) die „Erweiterung des Blickwinkels von „Frauenbenachteiligung“ auf „Geschlechterverhältnisse“ und damit zugleich auch eine konsequentere Inblicknahme nicht nur der Vergesellschaftungsformen von Arbeit, sondern auch von Generativität und deren spezifischem Zusammenhang“[17] und (3) die Auffassung von Geschlecht und Klasse als „historische konstituierte Prinzipien sozialer Gliederung“. Geschlecht und Klasse werden als Strukturkategorien begriffen, die sich auf alle Bereiche auswirken. Die „Klassenstrukturierung von Geschlecht und die geschlechtsspezifische Strukturierung von Klassenlagen“ gelangten ins Bewußtsein der Wissenschaft.[18]

Es können Besonderheiten des deutschen feministischen Diskurs in den 70er und 80er Jahren festgestellt werden: Die Forschung in Deutschland war von Beginn an empirisch ausgerichtet.[19] Geschlechterungleichheit wurde hauptsächlich im Kontext von Arbeit und Arbeitsteilung behandelt. Diese Fokussierung auf Arbeit wirkte sich einschränkend aus. Zentrale Debatten für den angloamerikanischen Raum wie herrschaftssoziologische Perspektiven und dualistische Konzeptionen von Patriarchat und Kapitalismus hatten beispielsweise für den bundesrepublikanischen Diskurs kaum Relevanz. Die Frauenforschung hatte in ihrer Entstehungsphase eine enge Anbindung an die Frauenbewegung und verstand sich anfänglich als parteiische Forschung im Sinne der „Forschung von Frauen mit Frauen für Frauen“[20]. Mit den 80er Jahren begann die akademische Institutionalisierung der Frauenforschung in Deutschland und mit deren Fortschreiten setzte ein Prozess der Akademisierung, Professionalisierung, Diversifizierung und Entkopplung von der Frauenbewegung ein.

2.4. Die 1990er Jahre – Geschlecht als Prozesskategorie

Die Trennung von gender und sex geriet in den 90er Jahren verstärkt in die Kritik. Der Vorwurf lautet, dass diese Trennung das „Basisprinzip Dichotomie“[21] fortschreibt und erneut der Biologie einen unhinterfragten essentialistischen universellen Wahrheitsgehalt zugesteht. Mit den 90er Jahren wurden zunehmend sowohl sex wie gender als sozial konstruiert begriffen. Die Forschung beschäftigte sich weniger mit den strukturierenden Effekten von Geschlecht als mit den „Prozessen der soziokulturellen Herstellung und der interaktiven Konstruktion von Geschlecht“[22]. Diese Phase kann mit einem Perspektivenwechsel von Geschlecht als Struktur- zu Geschlecht als Prozesskategorie beschrieben werden, der durch die Beschäftigung mit dem Wie der sozialen Konstruktion gekennzeichnet ist.[23]

Mit dem Perspektivenwechsel sind zentrale Annahmen verknüpft:[24] (1) Sex wie gender werden als soziale Konstruktion verstanden. Zweigeschlechtlichkeit ist ein androzentrische soziokulturelle Konstruktion. (2) Bereits die Tatsache der Unterscheidung stellt Asymmetrie her. (3) Die Herstellungsprozesse von „Geschlecht“ und „Differenz“ werden im sozialen Handeln, in Interaktionen verortet. Gottschall unterscheidet drei Ansätze in den 90er Jahren: (a) ethnomethodologische Ansätze, zu denen das doing-gender-Konzept zu zählen ist (wichtige Vertreter sind Fenstermaker, West, Zimmermann u.a.), (b) wissenssoziologische-sozialkonstruktivistische Ansätze, zu denen Arbeiten zum Gendering von Arbeitsmarkt und Beruf zuzurechnen sind (wichtige Vertreter sind Gildemeister, Wetterer u.a.) und (c) konstruktivistisch-systemtheoretische Ansätze wie Ursula Paseros These von der Dethematisierung von Geschlecht.[25]

Die Kritik an der sex - gender -Unterscheidung und die unreflektierte Bezugnahme auf das angeblich unstrittige „biologische Geschlecht“ mündet mit den dekonstruktivistischen Denkern in der Infragestellung der Vorstellung eines eindeutigen Geschlechts. Judith Butler ist für diese Denkströmung eine prominente Vertreterin. Im folgenden wird ihr Ansatz kurz dargestellt. Dabei gehe ich auf die Implikationen poststrukturalistischer Denkansätze für feministische Theorien ein.

3. Darstellung und Diskussion Butlers poststrukturalistischer Position

Judith Butler[27] setzt an der Problematisierung der sex - gender -Unterscheidung an, konstatiert jedoch, dass sowohl sex wie gender konstruiert sind, indem sie die „vordiskursive Gegebenheit“[28] eines eindeutigen biologischen Geschlechts (s e x) bezweifelt. Butler begreift Geschlechtszuweisungen als sprachlich-diskursiv geschaffene Konstrukte ohne so etwas wie ein wahrhaftiges „reales“ Gegenstück. Es gibt kein Original, etwas zu Bezeichnendes, vielmehr wird es durch diskursive Praktiken erst geschaffen, doch bleibt der konstruierte Charakter hinter der scheinbaren Naturgegebenheit verborgen. „Hinter den Äußerungen der Geschlechtsidentität (gender) liegt keine geschlechtlich bestimmte Identität (gender identity). Vielmehr wird diese Identität gerade performativ durch diese „Äußerungen“ konstruiert, die angeblich ihr Resultat sind.“[29] Somit ist das Geschlecht, sex wie gender, eine performative Kategorie. „Wenn wir [...] den kulturell bedingten Status der Geschlechtsidentität als radikal unabhängig vom anatomischen Geschlecht denken, wird die Geschlechtsidentität selbst zu einem freischwebenden Artefakt. Die Begriffe Mann und männlich können dann ebenso einfach einen männlichen und einen weiblichen Körper bezeichnen wie umgekehrt die Kategorien Frau und weiblich.“[30][26]

[...]


[1] Benhabib, 1995, 9.

[2] Münker/Roesler, 2000, VII.

[3] Butlers Werke können zu den poststrukturalistischen Ansätzen gerechnet werden (vgl. Fraser, 1995a, 59), auch wenn sie selbst sich gegen einen homogenisierende Begriff der Postmoderne/Poststrukturalismus wendet und die Begriffe nicht klar trennt. (Vgl. Butler, 1995, 31ff.). Postmoderne und Poststrukturalismus sind schwer zu definierende Begriffe. Ich begreife Postmoderne in Abgrenzung zur Moderne als eine epochale Bezeichnung, nach den einschneidenden Erfahrungen der Atombombe, des Nationalsozialismus und den tragischen Konsequenzen des technischen Fortschritts, die durch die Abkehr vom Fortschrittsglauben gekennzeichnet ist. Poststrukturalismus verstehe ich in Abgrenzung zum Strukturalismus und seinen Prämissen (Objektivismus, Vernunftglaube, Linearität, Suche nach universellen Strukturen, Vorstellung einer „Substanz“ u.a.) als Theorierichtung. Weiterführend hierzu Berressem, 1998, 439-440; Gerhard, 1998, 96; Hilligen, 1995, 649-651.

[4] Beauvoir, 1999, 334.

[5] Vgl. Lucke, 2003, 5f.

[6] Vgl. Gottschall, 2000, 138ff.

[7] Vgl. Gottschall, 2000, 139.

[8] Gottschall, 2000, 141.

[9] Zu den verschiedenen konflikttheoretischen Theorieansätzen, ihren Erkenntniserträgen und -grenzen im Detail: Gottschall, 2000, 141ff.

[10] Gottschall, 2000, 151.

[11] Vgl. Gottschall, 2000, 151ff.

[12] Vgl. Gottschall, 2000, 165f.

[13] Hierzu Gottschall, 2000, 165ff.

[14] Vgl. Gottschall, 2000, 184ff.

[15] Vgl. Lucke, 2003, 4.

[16] Vgl. Gottschall, 2000, 184ff.

[17] Gottschall, 2000, 185.

[18] Zu den Erkenntnisgrenzen der Ansätze dieser Phase s. Gottschall, 2000, 186ff.

[19] Gründe dafür sind (1) die von Beginn an empirische Orientierung der jungen Wissenschaft Soziologie und ihre Anbindungen an die Frauen- und Geschlechterforschung und (2) die Ausschlüsse von Frauen aus Disziplinen wie beispielsweise der Philosophie. Vgl. Lucke, 2003, 7ff.

[20] Lucke, 2003, 9.

[21] Treibel,1995, 149.

[22] Lucke, 2003, 3.

[23] Vgl. Gottschall, 2000, 333. Zu den Grenzen der konstruktivistischen Ansätze: Gottschall, 2000, 334ff.

[24] Vgl. Gottschall, 2000, 292ff.

[25] Zu den konstruktivistischen Ansätzen der 90er Jahre vgl. Gottschall, 2000, 294ff.

[26] Butlers Werke können zu poststrukturalistischen Ansätzen gerechnet werden (Vgl. Fraser, 1995a, 59; Becker-Schmidt/Knapp, 2000, 82.), auch wenn sie selbst sich gegen einen homogenisierende Begriff der Postmoderne/Poststrukturalismus wendet. (Vgl. Butler, 1995, 31ff.).

[27] Butler wurde zu einer sehr bekannten Vertreterin über die Wissenschaft hinaus. Natürlich sind neben ihr andere Theoretiker/innen in dieser Richtung sehr relevant. Zu nennen sind hier beispielsweise Donna Haraway und Linda Nicholson. Butler selbst bezeichnet sich selbst nicht als poststrukturalistische Theoretikerin (vgl. Butler, 1995, 31ff.).

[28] Butler, 2003, 24.

[29] Butler, 2003, 49.

[30] Butler, 2003, 23.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Erkenntnisse und Grenzen poststrukturalistischer Ansätze für feministische Theorien in den Sozialwissenschaften am Beispiel Judith Butler
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Feministische Theorien in den Sozialwissenschaften
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
19
Katalognummer
V26547
ISBN (eBook)
9783638288484
Dateigröße
612 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit vermittelt nicht nur einen guten Überblick über die Jahrzehnte der feministischen Theorienbildung (Themenkonjunkturen), sondern führt auch in die Konzeptionen von Judith Butler ein. Es folgt eine kritische Auseinandersetzung mit Seyla Benhabibs Kritik und ein vermittelndes Modell nach Fraser bildet den Abschluss.
Schlagworte
Streit, Differenz, Erkenntniserträge, Ansätze, Theorienbildung, Sozialwissenschaften, Beispiel, Judith, Butler, Feministische, Theorien
Arbeit zitieren
Eva Bretschneider (Autor), 2003, Erkenntnisse und Grenzen poststrukturalistischer Ansätze für feministische Theorien in den Sozialwissenschaften am Beispiel Judith Butler, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26547

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Erkenntnisse und Grenzen poststrukturalistischer Ansätze für feministische Theorien in den Sozialwissenschaften am Beispiel Judith Butler


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden