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Die Produktion von Texten in ihren kognitiven Prozessen

Die Betrachtung des Schreibprozesses anhand von Schreibmodellen

Title: Die Produktion von Texten in ihren kognitiven Prozessen

Term Paper , 2012 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jens Malzer (Author)

German Studies - Linguistics
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Ein Schreibprozess benötigt viel Zeit, da das Schreiben normalerweise länger als das Sprechen dauert. Außerdem werden an das Arbeitsgedächtnis hohe Anforderungen gestellt. In der Schreibforschung wurden seit den 80er – Jahren mehrere Modelle entwickelt, die isoliert die einzelnen Arbeitsschritte während des Schreibprozesses darstellen. Diese Modelle fußen häufig auf kognitionspsychologische Erkenntnisse.
Diese Arbeit soll die kognitiven Prozesse, die während des Schreibens ablaufen, beschreiben. Um dies anschaulich und fundiert darzustellen, werden drei Schreibmodelle herangezogen. Es gibt eine Fülle von Schreibmodellen. Aufgrund des Rahmens dieser Arbeit muss allerdings eine Selektion stattfinden, um die wesentlichen Bestandteile herauszufiltern. Wichtig dabei ist die Frage, ob es möglich ist, das individuelle Schreiben in einem allgemeinen Schema darzustellen.
Bevor die Modelle vorgestellt und diskutiert werden, ist es aber relevant, dass Schreibdidaktische Konzepte und die Entstehung von Schreibmodellen erarbeitet werden.
Resultierend aus der Arbeit sollen didaktische Ableitungen hervorgehen, um an Erkenntnisse für die Schreibförderung zu gelangen.
Aufgrund der Thematik bietet sich eine literatursoziologische Vorgehensweise an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Schreibdidaktische Konzepte

2. Entstehung von Schreibmodellen

3. Schreibmodelle

3.1 Das kognitive Modell des Schreibens nach Hayes & Flower

3.2 Die Struktur des Schreibprozesses nach Ludwig

3.3 Das entwicklungspsychologische Schreibmodell nach Bereiter und Scardamalia

4. Didaktische Ableitungen

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kognitive Prozesse während des Schreibens, um diese anschaulich durch die Analyse ausgewählter Schreibmodelle darzustellen und daraus didaktische Erkenntnisse für die Schreibförderung abzuleiten.

  • Kognitionspsychologische Grundlagen des Schreibens
  • Analyse bekannter Schreibmodelle (Hayes & Flower, Ludwig, Bereiter & Scardamalia)
  • Unterscheidung zwischen Schreibprozessen, Schreibprozeduren und Schreibprodukten
  • Schreibdidaktische Implikationen für den Unterricht
  • Perspektivenwechsel als zentrale Komponente der Textüberarbeitung

Auszug aus dem Buch

3.1 Das kognitive Modell des Schreibens nach Hayes & Flower

Hayes und Flowers entwarfen das bekannteste Modell, auf das sich auch neuere Arbeiten immer wieder beziehen. Sie haben das Modell aufgrund empirischer Untersuchungen von schreibenden Studierenden in Schreibseminaren erstellt, was unter Umständen die Aussagekraft des Modells für Schüler und Schülerinnen sowie Schreibanfänger schwinden lässt, aber vor der Diskussion soll eine Erläuterung des Modells erfolgen. Hayes und Flowers stellen die Prozesse der Textproduktion im engeren Sinne in einem umfassenderen Handlungskontext dar. Das Modell besagt, dass das Schreiben aus einer Planungs-, Formulierungs- und Revisionsphase besteht. Diese drei Phasen zusammen bilden den Schreibprozess. Auf die Planung wirken zum einem das Thema (topic), die intendierte Hörerschaft (audience), der Schreibanlass (motivating cues) und zum anderen das Weltwissen des Schreibers (the writer´s long term memory), das Wissen über das Thema (knowledge of topic), das Wissen über die Hörerschaft (knowledge of audience) und das Wissen über Schreibpläne und Textsorten (stored writing plans) ein.

Das Formulieren und Überarbeiten sind rekursiv organisiert. Dies bedeutet, dass jede Formulierung Auslöser einer Überarbeitung sein kann, die zu einer Neuformulierung führt. Diese Neuformulierung kann wiederum erneut Auslöser für eine Überarbeitung sein, die zu einer Neuformulierung führt. Dies kann beliebig oft geschehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert den Schreibprozess als zeitintensiven kognitiven Vorgang und stellt das Ziel der Arbeit vor, kognitive Prozesse anhand ausgewählter Modelle zu beschreiben und didaktisch nutzbar zu machen.

1. Schreibdidaktische Konzepte: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene didaktische Ansätze wie das expressive, kreative, kommunikative und prozessorientierte Schreiben.

2. Entstehung von Schreibmodellen: Hier wird der historische Wechsel von der Produkt- zur Prozessorientierung in der Schreibforschung sowie die Einführung des Begriffs der Schreibprozeduren beleuchtet.

3. Schreibmodelle: Das Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Analyse der Modelle von Hayes & Flower, Ludwig sowie Bereiter & Scardamalia.

3.1 Das kognitive Modell des Schreibens nach Hayes & Flower: Es wird das rekursive Modell von Hayes & Flower vorgestellt, das Planung, Formulierung und Revision in einen umfassenden Handlungskontext einbettet.

3.2 Die Struktur des Schreibprozesses nach Ludwig: Dieses Kapitel erläutert Ludwigs Modell, das verstärkt motivationale Basisbedingungen und motorische Prozesse berücksichtigt.

3.3 Das entwicklungspsychologische Schreibmodell nach Bereiter und Scardamalia: Hier wird der Unterschied zwischen Novizen-Strategien (Knowledge-Telling) und Experten-Strategien (Knowledge-Transforming) bei der Schreibentwicklung beschrieben.

4. Didaktische Ableitungen: Abschließend werden aus den vorgestellten Modellen Anforderungen für den Unterricht abgeleitet, insbesondere in Bezug auf Schreibprozesse, Überarbeitung und Beurteilung.

Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die Modelle zwar komplexe Hilfsmittel zur Analyse des Schreibens sind, die individuelle Schreibförderung jedoch stets den Einzelfall berücksichtigen muss.

Schlüsselwörter

Schreibprozess, Schreibmodell, Kognition, Hayes und Flower, Ludwig, Bereiter und Scardamalia, Schreibdidaktik, Schreibentwicklung, Prozessorientierung, Prozeduren, Textproduktion, Schreibförderung, Revision, Knowledge-Telling, Knowledge-Transforming

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kognitionspsychologischen Untersuchung des Schreibprozesses und wie dieser durch wissenschaftliche Modelle theoretisch abgebildet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Schreibdidaktik, die Funktionsweise kognitiver Schreibmodelle sowie die praktische Ableitung didaktischer Maßnahmen für den schulischen Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, kognitive Abläufe während des Schreibens durch die Diskussion dreier bekannter Schreibmodelle transparent zu machen, um daraus Erkenntnisse für eine professionellere Schreibförderung zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit analysiert das kognitive Modell von Hayes & Flower, das Strukturmodell von Ludwig sowie das entwicklungspsychologische Modell von Bereiter & Scardamalia.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Schreibkonzepten, die historische Entstehung von Modellen und die detaillierte Vorstellung der drei genannten Kernmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Schreibprozess, kognitive Modelle, Schreibdidaktik, Wissens-Transformation sowie prozess- und produktorientiertes Schreiben.

Wie unterscheidet Ludwig in seinem Modell zwischen Ist- und Soll-Zustand?

Ludwig beschreibt redigierende Aktivitäten als Vergleichsprozess: Der Ist-Zustand des geschriebenen Textes wird mit dem Soll-Zustand, der der ursprünglichen Zielvorstellung des Schreibers entspricht, abgeglichen.

Warum kritisieren Experten wie Ossner das Modell von Hayes & Flower?

Kritisiert wird unter anderem, dass das Modell zu oberflächlich bei der Beschreibung der "Generating"- und "Translating"-Phasen bleibt und die Bedeutung von Motivation sowie externen Quellen vernachlässigt.

Was unterscheidet "Knowledge-Telling" von "Knowledge-Transforming"?

Knowledge-Telling ist eine Novizen-Strategie, bei der spontan geschrieben wird, was in den Sinn kommt, während Knowledge-Transforming eine Experten-Strategie darstellt, die Wissen aktiv strukturiert und transformiert.

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Details

Title
Die Produktion von Texten in ihren kognitiven Prozessen
Subtitle
Die Betrachtung des Schreibprozesses anhand von Schreibmodellen
College
University of Vechta
Grade
1,0
Author
Jens Malzer (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V265794
ISBN (eBook)
9783656554141
ISBN (Book)
9783656554165
Language
German
Tags
Text Produktion kognitive Prozesse Schreibprozess Schreibmodell Schreibdidaktik Konzepte Hayes Flower Ludwig Bereiter Scardamalia Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Malzer (Author), 2012, Die Produktion von Texten in ihren kognitiven Prozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265794
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