„Wenn ich vermeide, mich einzumischen, sorgen die Menschen für sich selber, wenn ich vermeide, Anweisungen zu geben, finden Menschen selbst das rechte Verhalten [...].“ (LAOTSE, 6. Jh. v. Chr.)
Die folgende Hausarbeit untersucht den Stellenwert des personenzentrierten Ansatzes in der Sozialen Arbeit mittels Literaturvergleichs und gibt einen Überblick über die Grundbegriffe und Anwendungsmöglichkeiten.
Einleitung
1. Carl Ransom Rogers
2. Der personenzentrierte Ansatz
2.1 Grundbegriffe
2.1.1 Aktualisierungstendenz
2.1.2 Selbstkonzept
2.1.3 Inkongruenz
2.2 Grundhaltungen
2.2.1 Akzeptanz
2.2.2 Empathie
2.2.3 Kongruenz
3. Soziale Arbeit und personenzentrierte Beratung
3.1 Leitideen
3.2 Kommunikation
3.3 Grenzen
Fazit
Literaturverzeichnis
Eigenständigkeitserklärung
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Carl Ransom Rogers
2. Der personenzentrierte Ansatz
2.1 Grundbegriffe
2.1.1 Aktualisierungstendenz
2.1.2 Selbstkonzept
2.1.3 Inkongruenz
2.2 Grundhaltungen
2.2.1 Akzeptanz
2.2.2 Empathie
2.2.3 Kongruenz
3. Soziale Arbeit und personenzentrierte Beratung
3.1 Leitideen
3.2 Kommunikation
3.3 Grenzen
Fazit
Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert des personenzentrierten Ansatzes nach Carl R. Rogers im Kontext der Sozialen Arbeit, um dessen Anwendbarkeit, Potenziale und Grenzen kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes (Aktualisierungstendenz, Selbstkonzept, Inkongruenz).
- Zentrale Grundhaltungen der Beratung (Akzeptanz, Empathie, Kongruenz).
- Verknüpfung von personenzentrierter Beratung mit den Leitideen der Sozialen Arbeit.
- Praktische Anwendungsfelder und spezifische Beratungsfertigkeiten.
- Reflexion der Grenzen des Ansatzes im Rahmen des Doppelten Mandats der Sozialen Arbeit.
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Akzeptanz
Eine bedingungsfreie Wertschätzung oder Akzeptanz ist notwendig, um das Vertrauen des Klienten zu gewinnen. Bringt der Therapeut dem Klienten echte Zuwendung entgegen, wird dies förderlich für den therapeutischen Prozess sein (vgl. Boeger 2009, S. 78). Rogers nennt hier das Beispiel von der Eltern-Kind-Beziehung. „Der gleiche Sachverhalt lässt sich auch so beschreiben, daß der Therapeut den Klienten schätzt wie Eltern ihr Kind schätzen [...], weil er ihn vollkommen und nicht nur unter bestimmten Bedingungen akzeptiert“ (Rogers 2010, S. 27).
Ziel dieses Modells ist es, den Klienten in eine Situation zu versetzen, in der er sich selbst wertschätzen und wertfrei mit sich umgehen kann. Boeger beschreibt Akzeptanz als Grundbedürfnis des Menschen, insbesondere dann, wenn er durch sich selbst oder die Umwelt verunsichert ist (vgl. Boeger 2009, S. 79). Eine bedingungsfreie Wertschätzung ist auf Dauer nur möglich, wenn Empathie und Kongruenz gelebt werden. Diese Merkmale werden in den nächsten beiden Kapiteln erörtert.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung des humanistischen Menschenbildes nach Rogers und Darlegung der Zielsetzung der Hausarbeit.
1. Carl Ransom Rogers: Biografischer Abriss über den Begründer des personenzentrierten Ansatzes und dessen berufliche Entwicklung.
2. Der personenzentrierte Ansatz: Erläuterung des positiven Menschenbildes und des Wachstumspotenzials sowie der theoretischen Grundbegriffe und notwendigen Grundhaltungen.
3. Soziale Arbeit und personenzentrierte Beratung: Analyse der Schnittstellen zwischen Beratungsansatz und Sozialer Arbeit, Darstellung von Kommunikationsmethoden und kritische Auseinandersetzung mit den Anwendungsgrenzen.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Stellenwerts des Ansatzes in der heutigen Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung des Doppelten Mandats.
Schlüsselwörter
Personenzentrierter Ansatz, Carl R. Rogers, Soziale Arbeit, Beratung, Aktualisierungstendenz, Selbstkonzept, Akzeptanz, Empathie, Kongruenz, Doppeltest Mandat, Empowerment, Hilfe zur Selbsthilfe, Beziehungsgestaltung, Inkongruenz, Klientenzentrierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Stellenwert des personenzentrierten Ansatzes von Carl R. Rogers innerhalb der Sozialen Arbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Ansatzes, die für eine erfolgreiche Beratung essenziellen Grundhaltungen sowie die praktische Anwendung und deren Grenzen in sozialarbeiterischen Arbeitsfeldern.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit der personenzentrierte Ansatz in der Sozialen Arbeit einsetzbar ist und welche Voraussetzungen sowie Grenzen dabei zu beachten sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einem systematischen Vergleich von Fachliteratur zum Thema.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Neben der Biografie von Rogers werden die zentralen Begrifflichkeiten und die drei Grundhaltungen (Akzeptanz, Empathie, Kongruenz) erläutert sowie deren Übertragbarkeit auf die Soziale Arbeit diskutiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Personenzentrierter Ansatz, Klientenzentrierung, Soziale Arbeit, Beratung, Aktualisierungstendenz und Kongruenz.
Was versteht man in diesem Kontext unter dem "Doppelten Mandat"?
Das Doppelte Mandat beschreibt die Anforderung an Sozialarbeiter, sowohl die Interessen der Klienten zu vertreten als auch gesetzliche Aufgaben und institutionelle Aufträge zu erfüllen.
Warum ist der personenzentrierte Ansatz in der Sozialen Arbeit teilweise problematisch?
Da der Ansatz auf Freiwilligkeit und Eigeninitiative basiert, steht er oft im Widerspruch zu notwendigen Konfrontationen oder behördlichen Anordnungen, die in der Sozialen Arbeit oft unumgänglich sind.
- Quote paper
- Karolin Hüning (Author), 2013, Der personenzentrierte Ansatz in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265938