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Ganztagsschule: Ein Beitrag für mehr Chancengleichheit?

Título: Ganztagsschule: Ein Beitrag für mehr Chancengleichheit?

Trabajo de Seminario , 2013 , 27 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Laura Smith (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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Vor dem Hintergrund der verheerenden deutschen PISA-Ergebnisse wurde das deutsche Bildungssystem zunehmend Gegenstand politischer Debatten. Kritiker führten den Misserfolg der Schüler auf die überwiegend vorherrschende Halbtagsschule zurück, denn führend in den PISA-Studien waren vor allem die europäischen und außereuropäischen Ländern, in denen die Ganztagsschule bereits zahlreich etabliert ist. Somit wurde der Ruf nach Reformen immer lauter, wobei die Ganztagsschule in den Fokus der Diskussionen geriet. Einen erheblichen Beitrag zur Initiierung und Implementierung der Ganztagsschule leistete das Investitionsprogramm ‚Zukunft Bildung und Betreuung‘ (IZBB) von 2003. Im Rahmen dieser Planung flossen finanzielle Mittel in Höhe von 4 Milliarden in den Auf- bzw. Ausbau von Ganztagsschulen. Diese beträchtliche Summe an Ausgaben ist im Gegenzug mit einer Reihe an Erwartungen verbunden: So hofft man „[a]ngesichts bestehender sozialer Ungleichheiten im Zugang zu unserem Bildungseinrichtungen, im Bildungserfolg und regionaler Disparitäten im Bildungsangebot […] mehr soziale[r] Gerechtigkeit […] [zu verwirkliche[n]- das heißt schulisch gesprochen: die bestmögliche Förderung des Einzelnen bei der Realisierung von mehr Chancengerechtigkeit für alle, um durch Bildung mehr Lebens-, Berufs- und Sozialchancen zu vermitteln.“ Fraglich ist allerdings, inwieweit diese Zielorientierung im Ganztagsschulbereich in der Praxis tatsächlich realisierbar ist. In meiner Arbeit verfolge ich speziell diese Fragestellung, ob mehr Chancengerechtigkeit durch Ganztagsschulen gegeben wird. Zunächst greife ich die PISA- Studie von 2000 auf, da diese Ausgangspunkt der bildungspolitischen Diskussionen war und diese die Chancenungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem aufdeckte. Außerdem ist es wichtig in Erfahrung zu bringen, wie Kinder, die von Armut betroffen sind, aufwachsen und welche Auswirkungen dies auf den schulischen Alltag der Kinder hat. Der Schwerpunkt der Seminararbeit liegt auf die kompensatorischen Merkmale von Ganztagsschule und ihren Beitrag zu der Sicherung von mehr Chancengerechtigkeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chancenungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem

3. Kinderarmut in Deutschland

4. Ganztagsschule als Hoffnungsträger für die Zukunft

5. Entlastung der Eltern?

6. Verbesserung der individuellen Förderung?

6.1 In den Unterricht integrierte Förderung

6.2 Gezielte ergänzende Fördermaßnahmen

6.3 Förderung im Rahmen des Zusatz- und Neigungsprogramms

6.4 Rahmenbedingungen der Individuellen Förderung

6.5 Erste Ergebnisse der Individuellen Förderung

7. Zusammenschau

8. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Implementierung von Ganztagsschulen in Deutschland einen Beitrag zur Förderung der Chancengleichheit leistet. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob dieses Schulmodell das Potenzial besitzt, bildungsbenachteiligte Kinder aus sozial schwachen Familien gezielt zu unterstützen und den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu entkoppeln.

  • Analyse der Chancenungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem basierend auf PISA-Studien.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Kinderarmut auf den schulischen Alltag.
  • Evaluation des Potenzials von Ganztagsschulen zur Entlastung von Eltern und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Betrachtung von Konzepten und Rahmenbedingungen individueller Förderung im Ganztagsschulbereich.
  • Reflexion über die kompensatorische Wirkung von Ganztagsangeboten auf herkunftsbedingte Benachteiligungen.

Auszug aus dem Buch

6. Verbesserung der individuellen Förderung?

PISA bestätigt erneut, dass nach wie vor die soziale Herkunft entscheidend über den Bildungserfolg ist.44 Mit dem Anspruch einer stärkeren Individualisierung schulischer Bildungsprozesse ist seitens der Bildungspolitik die Hoffnung verbunden, dass die soziale Herkunft nicht länger wesentlicher Faktor für Bildungserfolg bleibt.45 Oftmals wird das Konzept der individuellen Förderung verkürzt auf unterrichtsbezogene Lernleistungen verstanden.46 Dies stellt zwar einen Teilaspekt des Individuellen Förderns dar, darf aber nicht auf diesen reduziert werden. Im Gegensatz zu diesen engeren Verständnis kann individuelle Förderung besser aufgefasst werden als Entwicklungsförderung: Somit richtet sich individuelle Förderung nicht nur an Leistungsschwächere, sondern an alle Schüler.47 STEG teilt dieses umfassende Konzept in verschiedene Bereiche ein: Darunter fällt zum einen die im Unterricht integrierte Förderung sowie gezielte ergänzende Fördermaßnahmen. Für eine individuelle Förderung im weiten Sinne ist zudem eine Leistungs- und Neigungsdifferenzierung notwendig, weshalb je nach Ganztagsschule mehr oder weniger differenzierte Angebote zur Auswahl stehen.48

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den bildungspolitischen Kontext nach den PISA-Ergebnissen und führt die Fragestellung zur Chancengerechtigkeit durch Ganztagsschulen ein.

2. Chancenungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem: Dieses Kapitel analysiert den starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg in Deutschland, insbesondere bei Kindern aus bildungsfernen Familien.

3. Kinderarmut in Deutschland: Es wird der Anstieg des Armutsrisikos bei Kindern beschrieben und dargelegt, wie materielle und soziale Benachteiligungen deren Entwicklung einschränken.

4. Ganztagsschule als Hoffnungsträger für die Zukunft: Das Kapitel erläutert die bildungspolitischen Erwartungen an die Ganztagsschule, insbesondere im Hinblick auf die Individualisierung von Bildungsprozessen.

5. Entlastung der Eltern?: Hier wird die Rolle der Ganztagsschule als familienpolitisches Instrument zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie als Unterstützung bei der Hausaufgabenbetreuung untersucht.

6. Verbesserung der individuellen Förderung?: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Konzepte der Förderung, von der Unterrichtsintegration bis zu Neigungsprogrammen, und reflektiert deren Umsetzungsprobleme.

7. Zusammenschau: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst, wobei die Bedeutung von Ganztagsangeboten für die soziale Gleichheit hervorgehoben wird.

8. Schluss: Abschließend wird betont, dass die Ganztagsschule ein hohes Potenzial zur Kompensation von Entwicklungsdefiziten bietet, dessen Erfolg jedoch von der Einhaltung qualitativer Standards abhängt.

Schlüsselwörter

Ganztagsschule, Chancengerechtigkeit, Individuelle Förderung, Kinderarmut, Bildungserfolg, Soziale Herkunft, Hausaufgabenbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Bildungsbenachteiligung, PISA-Studie, Entwicklungsförderung, Ganztagsangebote, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und wie Ganztagsschulen in Deutschland dazu beitragen können, Bildungsbenachteiligungen abzubauen und mehr Chancengerechtigkeit zu schaffen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Auswirkungen sozialer Herkunft und Armut auf den Schulerfolg, die familienpolitische Bedeutung der Ganztagsbetreuung sowie die pädagogischen Möglichkeiten der individuellen Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Untersuchung des Potenzials von Ganztagsschulen, den engen Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Hintergrund der Eltern und dem schulischen Werdegang des Kindes zu lockern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung aktueller Studien, Bildungsberichte und wissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Chancenungerechtigkeit, den Auswirkungen von Kinderarmut, der Entlastung der Eltern durch Betreuungsangebote sowie verschiedenen Modellen und Rahmenbedingungen individueller Förderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Ganztagsschule, Chancengerechtigkeit, Individuelle Förderung und soziale Herkunft definieren.

Warum spielt die Hausaufgabenbetreuung in der Arbeit eine so große Rolle?

Sie gilt als zentraler Baustein der Ganztagsschule, um herkunftsbedingte Benachteiligungen bei der häuslichen Unterstützung abzufedern und die familiäre Situation zu entlasten.

Welche Rolle spielen multiprofessionelle Teams?

Multiprofessionelle Teams sind laut Arbeit ein wesentlicher Qualitätsfaktor, da sie besser auf die vielfältigen Bedürfnisse und Stärken der Kinder eingehen können als klassische Lehrkräfte allein.

Welche Limitationen werden für die Wirksamkeit der Ganztagsschule genannt?

Der Autor weist darauf hin, dass die Wirksamkeit stark von der tatsächlichen Umsetzung, der Qualifikation des Personals, der Klassengröße und der Qualität der Verzahnung zwischen Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten abhängt.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Ganztagsschule: Ein Beitrag für mehr Chancengleichheit?
Universidad
University of Passau
Curso
Grundschulpädagogik
Calificación
1,0
Autor
Laura Smith (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
27
No. de catálogo
V266488
ISBN (Ebook)
9783656564867
ISBN (Libro)
9783656564850
Idioma
Alemán
Etiqueta
ganztagsschule beitrag chancengleichheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura Smith (Autor), 2013, Ganztagsschule: Ein Beitrag für mehr Chancengleichheit?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266488
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