Das Essay bietet einen Überblick über den mehrdeutigen Begriff "Language Awareness" und gibt einige unterrichtspraktische Beispiele.
Inhaltsverzeichnis
1. Language-Awareness – Begriffsanalyse und unterrichtspraktische Beispiele
2. Sprachbewusstsein
3. Sprachbewusstheit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die theoretische Begriffsbestimmung und kritische Analyse des Language-Awareness-Konzepts sowie dessen Anwendung im Deutschunterricht bayerischer Realschulen, um Sprachsensibilisierung und metasprachliche Reflexion bei Schülern zu fördern.
- Historische Entwicklung und theoretische Fundierung von Language-Awareness
- Differenzierung der Begriffsbausteine Sprachbewusstsein und Sprachbewusstheit
- Die Rolle der internen und externen Grammatik im Spracherwerb
- Holistische Dimensionen der Sprachbewusstheit
- Unterrichtspraktische Impulse zur Förderung der Sprachreflexion
Auszug aus dem Buch
Language-Awareness – Begriffsanalyse und unterrichtspraktische Beispiele
Das folgende Essay untersucht den polyvalenten Begriff Language-Awareness (LA). Diese Ausführungen sind folgendermaßen gegliedert: Zunächst wird auf die Entstehung des Language Awareness-Konzepts eingegangen. Dem folgt eine detaillierte Begriffsbestimmung aufgrund der Heterogenität der Übersetzung von Language Awareness ins Deutsche. Abgerundet wird dieser theoretische Teil mit einem Abriss zur Entstehung und Entwicklung von LA bei Kindern und Jugendlichen.
Der eher praxisorientierte Teil besteht zum einen aus der Analyse persuasiver Texte (hier: Werbung) und zum anderen dem Modell konzeptioneller und medialer Mündlichkeit/Schriftlichkeit nach KOCH/OESTERREICHER im Lehrplanbereich „Sprache untersuchen und grammatische Strukturen beherrschen“ der bayerischen Realschulen für das Unterrichtsfach Deutsch.
Studien, die in den 1970/80er-Jahren in England an hiesigen Schulen mit dem Ziel, den Wissensstand der SuS in ihrer Mutter- und in Fremdsprachen zu ermitteln, durchgeführt wurden, ergaben, dass keine zufriedenstellende Kompetenz der Schüler und Schülerinnen (SuS) hinsichtlich des Bereichs Schreiben (Schreibkompetenz) in der Muttersprache und im Bereich Fremdsprache (Fremdsprachenkompetenz) vorhanden war. Aus diesem Grund entwickelte man verschiedene Language Awareness-Konzeptionen, die die Sprachpraxis und die metasprachliche Reflexion der SuS verbessern sollten. Ferner war es das Ziel, eine Brücke zwischen dem muttersprachlichen und dem fremdsprachlichen Unterricht zu schaffen, sodass LA „across the curiculum“ in allen Unterrichtsfächern in England etabliert wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Language-Awareness – Begriffsanalyse und unterrichtspraktische Beispiele: Einleitung in das Thema, die Zielsetzung der Arbeit sowie ein kurzer Überblick über die historische Entwicklung von Language-Awareness im schulischen Kontext.
2. Sprachbewusstsein: Definition und Erläuterung des Begriffs Sprachbewusstsein anhand verschiedener wissenschaftlicher Positionen und Ansätze, wobei der Schwerpunkt auf impliziten Wissensformen liegt.
3. Sprachbewusstheit: Vertiefende Analyse des Begriffs Sprachbewusstheit als reflexive, explizite Form des Wissens über Sprache, inklusive der Darstellung der fünf Domänen des Konzepts.
Schlüsselwörter
Language-Awareness, Sprachbewusstsein, Sprachbewusstheit, Sprachreflexion, Sprachdidaktik, Metasprache, Sprachkritik, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Grammatikunterricht, Sprachwandel, Medienkompetenz, Persuasive Texte, Spracherwerb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Einordnung und der didaktischen Umsetzung des Konzepts „Language-Awareness“ im Deutschunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung der Begriffe Sprachbewusstsein und Sprachbewusstheit sowie die praktische Anwendung von Sprachreflexion im Rahmen der bayerischen Lehrpläne.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den komplexen Begriff Language-Awareness zu klären und aufzuzeigen, wie Schüler durch gezielte Sprachreflexion eine höhere Sprachsensibilität entwickeln können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die didaktische Aufbereitung praxisorientierter Unterrichtsbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Definitionen bekannter Didaktiker gegenübergestellt, Stufenmodelle zur Entwicklung von Sprachbewusstsein bei Kindern erläutert und konkrete Unterrichtssequenzen, etwa zur Analyse von Werbung oder SMS-Sprache, skizziert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachbewusstheit, Metasprache, Sprachkritik und Sprachreflexion geprägt.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Sprachbewusstsein und Sprachbewusstheit so wichtig?
Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie den Übergang von einem eher intuitiven, impliziten Sprachgefühl hin zu einer expliziten, reflektierten Analysefähigkeit von Sprache beschreibt.
Welche Rolle spielt die „interne Grammatik“ in der Argumentation des Autors?
Die interne Grammatik dient als Grundlage, die durch schulisches Lernen (externe Grammatik) nicht ersetzt, sondern modifiziert wird, um Distanz zum eigenen Sprachgebrauch zu schaffen.
Wie wird das Sprachbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen gefördert?
Die Förderung erfolgt am effektivsten, wenn die Lerninhalte an der Lebenswelt der Schüler anknüpfen, etwa durch die Analyse von Jugendsprache oder medialen Textformen wie Werbung.
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- Anonym (Author), 2013, Language-Awareness. Begriffsanalyse und unterrichtspraktische Beispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266811