Spanische Komposition


Hausarbeit, 2010

14 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verschiedene Definitionen der Komposition sowie eine Abgrenzung zu anderen Wortbildungsverfahren

3. Formaler Aufbau eines Kompositums
3.1. Die Asyndetische Komposition
3.2. Die Syntagmatische Komposition

4. Inhaltlicher Aufbau eines Kompositums
4.1. Endozentrische Komposita
4.1.1. Determinativkomposita
4.1.2. Kopulativkomposita
4.2. Exozentrische Komposita

5. Sonderfälle der Komposition
5.1. Gelehrte Kombinatorik
5.2. Diskussion zur Abgrenzung der Präfigierung als Komposition

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Wortbildungsverfahren der Komposition, insbesondere mit der Komposition im Spanischen. Die Wortbildung ist ein Teilbereich der Morphologie und somit auch ein Teil der Lexikologie. Bei dem kompositionellen Wortbildungsverfahren werden zwei oder mehrere Lexeme, die auch frei vorkommen können, zu einer neuen Einheit zusammengefügt.[1]

Im Folgenden werden wesentliche Aspekte der spanischen Komposition untersucht. Zuerst werden verschiedene Definitionen des Wortbildungsverfahrens vorgestellt und dabei wird ebenso abgegrenzt, worin sich die Komposition von anderen Wortbildungsverfahren, wie zum Beispiel der Derivation, unterscheidet. Anschließend wird kurz erläutert, wie ein Kompositum[2], das das Ergebnis dieses Wortbildungsprozesses ist, formal aufgebaut ist. Ebenfalls werden eigentliche oder asyndetische Komposita von den syntagmatischen unterschieden. Hier wird ebenso eine Auswahl von Kompositionstypen vorgestellt und an Beispielen erläutert. Nachdem der formale Aufbau ausgiebig behandelt worden ist, wird nun der inhaltliche Aufbau der Komposition erklärt. Es wird auf die Beziehungen eingegangen, die es zwischen dem Gesamtwort und seinen Kompositionsgliedern gibt. Hier sollen endozentrische Komposita, die sich dann nochmals in Determinativ- sowie in Kopulativkomposita gliedern lassen, von den exozentrischen Komposita unterschieden werden. Zum Schluss werden zwei Sonderfälle des Wortbildungsverfahrens dargestellt. Hier werden zum einen Details bezüglich der gelehrten Kombinatorik erläutert sowie die Frage diskutiert, ob das Wortbildungsverfahren der Präfigierung zu dem kompositionellen Wortbildungsverfahren gezählt werden kann oder ob es ein eigenes Verfahren darstellt. Hier werden verschiedene Standpunkte betrachtet. Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit noch einmal in einem kurzen Resümee präsentiert sowie Vorschläge unterbreitet, auf welche Details man noch in einer weiterführenden Arbeit eingehen könnte. Schließlich wird noch ein Ausblick gegeben, ob die Komposition ein Wortbildungsverfahren der Zukunft sein könnte.

2. Verschiedene Definitionen der Komposition sowie eine Abgrenzung zu anderen Wortbildungsverfahren

„Die Komposition ist die Zusammenfügung von flektierten Wörtern und/oder Wortstämmen zu einem neuen Wort(stamm).“[3] Das Ergebnis der Komposition heißt Kompositum.[4] Beispiele für Komposita sind el abrelatas ‚der Dosenöffner‘, sordomudo ‚taubstumm‘ oder carníforo ‚Fleisch fressend‘. Es werden also zwei oder mehr Lexeme zu einem neuen Lexem zusammengefügt. Eine Strukturformel verdeutlicht noch einmal genau das Verfahren der kompositionellen Wortbildung:

Komposition = Lexem + Lexem (+ Lexem(e));[5]

In den meisten Fällen ist ein Kompositum ein Wort, das in mehrere Wörter aufgegliedert werden kann. Das Wort abrelatas besteht aus der Verform abre und der Substantivform latas. [6] Ein Kompositum muss aber jedoch nicht immer in zwei Wörter zerlegbar sein können. „Das gemeinsame Merkmal ist vielmehr, daß der Stamm des Gesamtworts aus zwei Konstituenten besteht, die jeweils eine Wurzel enthalten: (a) abr- und lat-, (b) sord- und mud-,...“[7]. „Als Erst- und Zweitkonstituenten kommen alle Wortarten vor; besonders häufig sind Substantive, Adjektive und Verben. In einigen Fällen treten Fugenelemente auf (z.B. -i- in pelirrojo).“[8] Das Adjektiv sordomudo, das sich aus zwei Adjektiven zusammensetzt, wird wie ein ganz normales Adjektiv flektiert: sordomud-o, sordomud-o-s, sordomud-a, sordomud-a-s. Das Konzept der Komposition „implica un estadio intermedio entre la palabra y la frase.“[9] Dies bedeutet, dass ein Kompositum eine Mischung zwischen einem Wort und einem Satz ist. Die Komposition ist neben der Derivation eine der wichtigsten Wortbildungsverfahren. Der größte Unterschied zwischen den beiden Verfahren besteht darin, dass die Komposition, wie schon oben erwähnt, ein Prozess ist, bei dem zwei Lexeme ein neues Wort bilden. Im Gegensatz dazu fügt man bei der Derivation einem freien Lexem „un elemento no independiente“[10] hinzu. Man fügt also ein Suffix an ein freies Lexem an, wie zum Beispiel fabulista, das aus dem freien Lexem fábula und dem Suffix -ista entstanden ist.[11] Für das Spanische hat die Derivation auch eine größere Bedeutung als die Komposition. Ein weiteres erwähnenswertes Verfahren der Wortbildung ist die Konversion. Hier findet ein Wortklassenwechsel ohne Veränderung auf der signifiant-Seite statt. Folgende Beispiele können als Konversionen bezeichnet werden: el bello, el público. [12] Die Präfigierung ist ebenfalls ein Wortbildungsverfahren; diese jedoch wird gesondert im letzten Kapitel behandelt.

[...]


[1] Vgl. Kabatek, 2009: 93.

[2]Kompositum. Ein grammatisches Wort ist ein Kompositum, wenn es so zerlegt werden kann, daß jede unmittelbare Konstituente des Stamms eine Wurzel enthält.“ (Schpak-Dolt, 1999: 70).

[3] Schpak-Dolt, 1999: 117.

[4] http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Wortbildung/WORTBILDUNG.htm, (27.07.2010).

[5] Dietrich/Geckeler, 20075: 91.

[6] Vgl. Schpak-Dolt, 1999: 117.

[7] Schpak-Dolt, 1999: 118.

[8] Pöll, 2002: 34.

[9] Lang, 19972: 91.

[10] Miranda, 1994: 63.

[11] Alemany Bolufer, 1920: 152.

[12] Vgl. Rainer, 1993: 74.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Spanische Komposition
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V267015
ISBN (eBook)
9783656569428
ISBN (Buch)
9783656569503
Dateigröße
532 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
spanische, komposition
Arbeit zitieren
Laura Weyand (Autor), 2010, Spanische Komposition, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267015

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