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Integration trotz Segregation. Kommunale Integrationskonzepte zwischen naivem Multikulturalismus und Assimilation

Título: Integration trotz Segregation. Kommunale Integrationskonzepte zwischen naivem Multikulturalismus und Assimilation

Tesis (Bachelor) , 2012 , 39 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Alexander Preska (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Demografía, planeamiento urbanístico y ordenación territorial
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Deutschland ist ein Einwanderungsland. Diese Erkenntnis hat lange Zeit gebraucht. Dabei ist die Bundesrepublik Deutschland seit über 50 Jahren von Zuwanderung geprägt (Reimann 2008: 195). Laut Mikrozensus 2005 habe sogar jeder fünfte Deutschlands und jedes dritte Kind unter sechs Jahren einen Migrationshintergrund.
Unabhängig davon könnte man meinen, dass die hitzige Debatte des letzten Jahres um das Thema Integration von Thilo Sarrazin alleine entfacht wurde, obwohl sie dadurch lediglich erst einmal in ein größeres öffentliches Interesse gerückt wurde. Teils wird sogar vom „Sarrazin-Effekt“ gesprochen, was natürlich die Brisanz um das Thema verdeutlicht. Seither wird in der öffentlichen und politischen Debatte darüber hinaus von „Integrationsverweigerern“ gesprochen und Heitmeyers Wortschöpfung „Parallelgesellschaft“ erreichte schon zur Wahl des Wortes 2004 die Zweitplatzierung. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger geht noch weiter: „Um Integrationsverweigerer zu bestrafen, ist die derzeitige Gesetzeslage völlig ausreichend“. Da scheint es nicht verwunderlich, dass laut Bertelsmannumfrage 63 % der Deutschen der Meinung sind, dass die hierzulande wohnenden Migranten schlecht integriert seien (Bertelsmann-Stiftung 2011: 4).
Doch was heißt Integration? Ist jemand, der die deutsche Sprache beherrscht und einen Arbeitsplatz hat, schon integriert? Zugespitzt: Ist die Lehrerin, die den Schuldienst nicht antreten kann, weil sie nicht auf das Kopftuch verzichten möchte, dann eine „Integrationsverweigerin“? Ist die Migrantin, die alle nötigen Voraussetzungen für ein Hochschulstudium erfüllt nicht schon längst strukturell integriert? Wie weit müssen sich Migranten an unsere Kultur anpassen?
Der sich vornehmlich aus ideologischer Sichtweise speisende Diskurs scheint auch die Aufnahmegesellschaft weiter zu spalten. Die bestehende Divergenz bezüglich historisch gewachsener Werte, wie z.B. analytischem Denken oder Kritizismus, um nur zwei Beispiele zu nennen, und darüber hinaus, in einer größtenteils säkularisierten und individualistisch geprägten Gesellschaft, stellt für viele Migranten eine Überforderung dar. Die daraus ersichtliche Gratwanderung, bedingt durch die Sozialisation in ihrem ursprünglichen Kulturkreis einerseits, und den Ansprüchen einer auf Fortschritt und Moderne geprägten Gesellschaft andererseits, stellt eine zunehmende Herausforderung dar.
Die Arbeit führt in integrationstheoretische Ansätze und Modelle ein und prüft Integrationskonzepte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Integrationstheoretische Ansätze und Modelle

2.1 Die Assimilation

2.1.1 Frühe assimilatorische Ansätze

2.1.2 Neuere assimilatorische Ansätze

2.2 Der Multikulturalismus

3. Segregation

4. Integration vor Ort - Kommunale Integrationskonzepte im Umgang mit Segregation

4.1 Konzept der Kategorie 1

4.2 Konzept der Kategorie 2

4.3 Konzept der Kategorie 3

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie kommunale Integrationskonzepte in Deutschland mit dem Phänomen der Segregation umgehen, und analysiert, inwieweit dabei zwischen den Leitbildern Assimilation und Multikulturalismus abgewogen wird.

  • Integrationstheoretische Grundlagen und Modelle
  • Sozialräumliche Segregation und deren Auswirkungen
  • Paradigmenwechsel in der kommunalen Integrationspolitik
  • Kategorisierung und Analyse ausgewählter städtischer Integrationskonzepte

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Assimilation

Die vorliegenden Konzeptionen zur Assimilation sind äußerst komplex. Oft wird die Assimilation auf den kulturellen Teil (auch „kulturelle Assimilation“) der Integration beschränkt (Sauer 2009: 19f.), andere Konzepte hingegen sehen in ihr eine Art „Idealform“ der Integration, bestehend aus beiden Teilen (struktureller und kultureller Integration) hin zu einer Art vollständigen Integration (Gordon 1964: 64f.).

Assimilation ist ein Angleichungs- oder Verschmelzungsprozess (Hans 2010: 45), der meist einseitig verstanden wird, indem sich gleichmäßig jede Einwanderergeneration in kultureller Hinsicht ein Stück weiter an die Aufnahmegesellschaft anpasst und dabei in entsprechendem Maße ihre Herkunftskultur aufgibt (Sauer 2009: 17). Die eingewanderten Individuen übernehmen, Werte, Normen, Traditionen, Bräuche, Lebensstile aber vor allem die Sprache und geben diesbezüglich ihre eigene ethnische Identität spätestens mit der zweiten Generation allmählich auf (Löffler 2011: 91). Betont ist die Einseitigkeit, weshalb auch der Begriff „monistische Assimilation“ (Caballero 2009: 49) gebraucht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Integrationsdebatte in Deutschland, hinterfragt den Integrationsbegriff und stellt die Forschungsfrage nach dem Umgang der Kommunen mit Segregation.

2. Integrationstheoretische Ansätze und Modelle: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Integration, wobei schwerpunktmäßig die Modelle der Assimilation und des Multikulturalismus gegenübergestellt werden.

3. Segregation: Hier wird der Begriff der Segregation auf den städtischen Raum übertragen, um die sozialräumlichen Ursachen sowie die Debatte um „Parallelgesellschaften“ zu erörtern.

4. Integration vor Ort - Kommunale Integrationskonzepte im Umgang mit Segregation: In diesem Teil werden 28 kommunale Konzepte in drei Kategorien eingeordnet und anhand von Praxisbeispielen analysiert, wie diese den Paradigmenwechsel zwischen Assimilation und Multikulturalismus bewerten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass in Deutschland kein einheitlicher Ansatz existiert, wobei ein naiver Multikulturalismus dominiert.

Schlüsselwörter

Integration, Segregation, Assimilation, Multikulturalismus, Kommunalpolitik, Stadtentwicklung, Parallelgesellschaft, Migrationshintergrund, Sozialintegration, Systemintegration, ethnische Kolonie, soziale Mischung, Einwanderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Städte in ihren Integrationskonzepten auf Segregation reagieren und welche theoretischen Leitbilder dabei zum Tragen kommen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die theoretischen Konzepte der Assimilation und des Multikulturalismus sowie die sozialräumliche Problematik der Segregation in deutschen Kommunen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob Kommunen am Mantra der sozialen Durchmischung festhalten oder eine „Integration trotz Segregation“ anstreben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung sowie eine exemplarische Analyse von kommunalen Integrationskonzepten, die anhand selbst erstellter Kategorien ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Integrationsmodelle, das Phänomen der Segregation und die empirische Einordnung konkreter städtischer Konzepte wie die von Wiesbaden, Berlin und Oberhausen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch die Begriffe Integration, Segregation, Assimilation und Multikulturalismus geprägt.

Wie bewertet der Autor den „naiven Multikulturalismus“?

Der Autor ordnet diesen als eine verbreitete Form der Integrationspolitik ein, die Segregation teilweise als Bereicherung akzeptiert, statt sie aktiv zu bearbeiten.

Welche Rolle spielt die „Soziale Stadt“ in diesem Kontext?

Das Programm dient vielen untersuchten Kommunen als Bezugspunkt, um soziale Durchmischung zu fördern und Segregation entgegenzuwirken.

Warum wird Segregation oft mit Desintegration gleichgesetzt?

Diese Gleichsetzung resultiert laut Autor aus einer mangelnden einheitlichen Verwendung wissenschaftlicher Begriffe und dem Streben nach einfacher Problemreduktion.

Final del extracto de 39 páginas  - subir

Detalles

Título
Integration trotz Segregation. Kommunale Integrationskonzepte zwischen naivem Multikulturalismus und Assimilation
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Geographisches Institut)
Calificación
1,7
Autor
Bachelor of Arts Alexander Preska (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
39
No. de catálogo
V267590
ISBN (Ebook)
9783656614166
ISBN (Libro)
9783656614074
Idioma
Alemán
Etiqueta
Integrationstheorien Assimilation naiver und liberaler Mulltikulturalismus Segregation Quartierseffekte. Paradigmenwechsel in der Kommunalpolitik Integrationskonzepte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bachelor of Arts Alexander Preska (Autor), 2012, Integration trotz Segregation. Kommunale Integrationskonzepte zwischen naivem Multikulturalismus und Assimilation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267590
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