Produktdifferenzierung als Instrument zur Steigerung der Attraktivität von Smart Meter


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

36 Seiten, Note: 1,0


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Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Gang der Hausarbeit

2. Deutscher Energiemarkt
2.1. Überblick Energiewirtschaft
2.2. Marketinginstrumente von Energieversorgungsunternehmen
2.3. Überblick Smart Meter

3. Produktdifferenzierung zur Attraktivitätssteigerung
3.1. Defintion Produktdifferenzierung
3.2. Nutzenargumente aus Energieversorgerperspektive
3.3. Nutzenargumente aus Konsumentensicht
3.4. Identifizierung datenschutzrechtlicher Bedenken

4. Exemplarische Studie: Smart Meter im Fokus der Konsumenten

5. Fazit

Quellen / Literatur

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Primärenergieverbrauch in Deutschland 2008 nach Enegieträgern

Abbildung 2: Anteile der Verbrauchergruppen am Stromverbrauch

Abbildung 3: Wirkung von Kundenbindungsmaßnahmen

Abbildung 4: Übersicht über ausgewählte Produkte für die jetzige Marktphase

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

1.1. Problemstellung

Die Verknappung fossiler Energieträger bei weltweit wachsender Nachfrage, sukzessiv steigendem Energieverbrauch1 in Europa und die damit einhergehende Erhöhung der CO²-Emissionen können auf Grund der aktuellen weltweiten Klimadebatte nur mit konstruktiven politischen Mitteln begegnet werden. In diesem Zusammenhang hat die Europäische Union (EU) Anfang 2007 eine neue Energiepolitik vorgestellt, die darauf gerichtet ist, einen niedrigeren Energieverbrauch sowohl in der Wirtschaft als auch beim Endkonsumenten dauerhaft zu etablieren, wobei die Energie sicherer, wettbewerbsfähiger und nachhaltiger sein soll.

Neben marktbezogenen Instrumenten, wird eine Fokussierung auf die Entwicklung von Technologien im Energiebereich gelegt.2 Insbesondere Technologien in den Bereichen Energieeffizienz sollen implementiert werden, da sie effektiv zur Senkung der Treibhausgas-Konzentration dienen. Smart Meter (intelligente Messzähler) ist eine solche Technologie. Sie soll ihren Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten, indem sie den Verbraucher, unabhängig davon, ob gewerblicher oder privater Energiekunde, Energieeinsparungspotenziale aufzeigen soll. Der Konsument wird somit erstmalig aktiv in die Lage versetzt, seinen Stromverbrauch effizient zu steuern. Normative Vorlagen der EU wurden geschaffen und mussten hierfür in nationale Gesetzgebung umgesetzt werden. Die Liberalisierung des Strommarktes und des Messwesens führten erstmals zu einem echten Wettbewerb. Es folgten weitere normative Bestimmungen, wie den verpflichtenden Einbau von Smart Metern in alle Neubauten ab Anfang des Jahres 2010 und die Entwicklung neuer lastvariabler Tarife durch die Energiewirtschaft bis Ende 2010. Als logische Konsequenz ergibt sich ein Potential für bisher ungekannte Differenzierung der Produkte in Form von Tarifangeboten und weitergehenden Mehrwertdienstleistungen. Energieversorgungsunternehmen (EVU) könnten beispielsweise die reine Stromversorgung mit zusätzlichen Dienstleistungen kombinieren, etwa dem zeitgesteuerten Ein- und Abschalten von Kühlhäusern bei kleinen und mittleren Unternehmen3, die Nutzung von Waschmaschinen bei Endkonsumenten zu verbilligten nachfrageschwachen Zeiten oder die Versorgung des Kunden mit nützlichen Informationen.

1.2. Zielsetzung der Arbeit

Es soll analysiert werden, welche Instrumente zur Produktdifferenzierung überhaupt vorhanden sind, ob die Realisierung der Produktdifferenzierung nach Installation von Smart Meter durch EVU umgesetzt wird und inwiefern Produktdifferenzierung dazu beiträgt, dass Konsumenten Smart Meter als geeignetes Mittel zur Effizienzsteigerung bzw. als Kostenreduktionsmittel wahrnehmen, nutzen und akzeptieren.

1.3. Gang der Arbeit

Im Rahmen der großen Hausarbeit muss eine Eingrenzung erfolgen, da die Energiewirtschaft eine sehr komplexe Thematik darstellt, die mit den studienrechtlichen Vorgaben einer 22 seitigen Hausarbeit nicht ausreichend gewürdigt werden kann. Daher wird zunächst mit Hilfe von grundlegenden Definitionen die Energiewirtschaft erklärt und folglich mit Kennzahlen ein Marktüberblick über die deutsche Energiewirtschaft geschaffen, wobei nicht, aus besagter Thematik heraus, näher auf die Gas-, Wasser- und Fernwärmewirtschaft eingegangen werden kann. Es werden bisherige Marketingmaßnahmen der EVU vorgestellt und darauf folgend wird speziell auf Smart Meter als Technologiebasis auch unter Einbeziehung des rechtlichen Rahmens eingegangen. Die Produktdifferenzierungsmöglichkeiten des Marktes werden analysiert und dargestellt, um hieraus nachfolgend Nutzenargumente aus Energieversorger- und Konsumentenperspektive zu identifizieren und aufzuzeigen. Danach wird das Konsumentenverhalten betrachtet, indem die Frage erörtert wird, weshalb sich Verbraucher bei der Nutzung von Smart Meter noch zurückhalten und ob dies vor allem durch datenschutzrechtliche Bedenken begründet ist. Anschließend wird eine Befragung durchgeführt, in der das Konsumentenverhalten bezüglich Smart Meter betrachtet wird. Zum Schluss werden Ideen vorgestellt, wie man mit 3 Im folgenden KMU genannt. Produktdifferenzierung die Attraktivität von Smart Meter verbessern kann.

2. Deutscher Energiemarkt

2.1. Überblick Energiewirtschaft

Die Energiewirtschaftsbranche wird in die Versorgungssparten Elektrizitäts-, Gas-, Wasser- und Fernwärmewirtschaft unterteilt. Sie ist eine der größten und wichtigsten Industriebranchen Deutschlands und hat die Aufgabe, die Volkswirtschaft jederzeit sicher mit der nachgefragten Menge an elektrischer Energie zu versorgen.4 Die Ener- giewirtschaft beschäftigte 2008 ca. 121.200 Personen, investierte 2008 ca. 8,2 Milliar- den Euro und wies eine Netto-Stromversorgung von 599,3 Milliarden Kilowattstunden auf. 5 Die Zahl der Kunden, einschließlich der Sondervertragskunden, beläuft sich auf 44,83 Millionen und die Energiebranche erzielte 2008 mit dem Verkauf von Strom 61,5 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 7 % zum Vorjahr entspricht.

Die Energiewirtschaft ist von elementarer Bedeutung, da sie die Bevölkerung und die Wirtschaft mit Energie versorgt. Die Gewinnung von Energie erfolgt mittels Energie- träger. Als solche werden unter Primärenergieträgern Mineralöle, Erdgas, Stein- und Braunkohle, Kernenergie und die erneuerbaren Energien verstanden. Gemäß dieser Aufschlüsselung nach Energieträgern werden in der sogenannten Energieversorgungs- bilanz die Anteile am Gesamtenergieverbrauch gegenübergestellt. Der Anteil des Mi- neralöls zum Primärenergieverbrauch, der zu Beginn der 90er Jahre noch bei 40 % lag, ist bis 2008 zugunsten des zunehmenden Einsatzes, vor allem durch die Industrie6, von Erdgas auf 35 % gefallen. Die Anteile von Mineralöl und Erdgas am Gesamtpri- märgüterenergieverbrauch liegen seit Jahren relativ stabil bei ca. 60 %. Erdgas hat gegenwärtig einen Anteil von 22 %. Zudem hat sich seit 1996 der Anteil von Stein- kohle von 14% auf 13 %, Braunkohle von 12% auf 11 % und Kernenergie von 12% auf 11,6 % zugunsten der erneuerbaren Energien verschoben. Der Beitrag der dezent- ralen Energieversorgung in Form von erneuerbaren Energien steigerte sich über einem Zeitraum von 12 Jahren enorm. Im Jahr 2008 wurde ein Anteil von 7,4 % festgestellt, wo hingegen im Jahr 1996 lediglich ein verschwindend geringer Anteil von 0,5 % identifiziert werden konnte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Primärenergieverbrauch in Deutschland 2008 nach Energieträgern, Quelle: AGEB (2009), S. 2.

Im Jahr 2008 betrug der Netto-Stromverbrauch in Deutschland 539 Mrd. kWh. Gut zwei Drittel des Stroms wurden für Produktionsprozesse in der Industrie sowie im Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen genutzt. Die Anteile der einzelnen Ver- brauchergruppen blieben in den letzten 10 Jahren weitgehend stabil. Größte Gruppe war auch 2008 die Industrie mit einem Verbrauchsanteil von 47 Prozent. Die zweit- größte Gruppe bildeten die rund 39,7 Mio. Haushalte mit einem Anteil von 26 Prozent. Des Weiteren nutzten 22 Prozent des Stroms in Deutschland das Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Der Verkehr kam auf drei Prozent und die Landwirtschaft ver- brauchte zwei Prozent, wie auf folgender Abbildung illustriert ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Primärenergieverbrauch in Deutschland 2008 nach Energieträgern Quelle: Statistisches Bundesamt, BDEW (2009), S. 37.

Der Übersicht dienend, muss noch auf zwei Besonderheiten der Elektrizitäts- wirtschaft eingegangen werden. Anders als in anderen Branchen kann es zum einen in der Elektrizitätswirtschaft keine Lagerhaltung geben, da elektrischer Strom in großen Mengen nicht speicherfähig ist. Dieser impliziert eine nachfragegesteuerte Produktion und ein investitionsintensives Leitungsnetz. Zum anderen ist Strom ein homogenes Gut („Commodity“), das als Ausgangsprodukt vom Kunden nicht unterschiedlich wahrgenommen wird. Die Umwandlung der Nutzenenergie in die gewünschte Ener- giedienstleistung, dem eigentlichem Nutzen, wie Raumkonditionierung, technologi- scher Prozess, Information und Kommunikation, erfolgt direkt beim Verbraucher.7 Strom wird daher in der Regel lediglich als ein Verbrauchsgut genutzt bzw. umge- wandelt und folglich als „low-interest“ Produkt wahrgenommen, für das keine beson- deren Kaufanstrengungen unternommen werden.8

Die Ausstattung des Produktes Strom mit besonderen Vorteilen, Qualitätsmerkmalen und Markenelementen ist daher besonders schwierig. Die Erweiterung des Angebotes durch Mehrwertdienstleistungen und -Produkten kann allerdings eine Möglichkeit darstellen, in begrenztem Umfange Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

2.2. Marketinginstrumente von Energieversorgern

Zwölf Jahre sind seit der Liberalisierung des Energiemarktes vergangen. Mittlerweile ist es jedem Energiekunden möglich, einen Anbieter frei zu wählen. Die Markttranspa- renz ermöglicht es über diverse Portale im Internet, postleitzahlgenaue Preis- und Pro- duktvergleiche zwischen den alternativen Energielieferanten anzustellen. Damit sind wesentliche Voraussetzungen für einen Wettbewerbsmarkt erfüllt.9 Der Wettbewerb sorgte dafür, dass EVU sich innerhalb kurzer Zeit mit Themengebieten, wie Marketing und Vertrieb, auseinander setzen mussten, die zuvor in ihrer monopolartigen Stellung keine besondere Bedeutung in der Unternehmensführung hatten.10 Es wurde nach Konzepten gesucht, die es ermöglichten zeitnah Kundenbindungen zu stärken und zusätzliche Kunden dazu zugewinnen.

Aus diesem Grund nimmt in der aktuellen Literatur der Themenbereich Kundenmanagement innerhalb des Marketings die stärkste Position ein. Es lässt sich insgesamt feststellen, dass EVU, die mit einem auf ihre Branche ausgerichteten Kundenbindungsmanagement deutlich erfolgreicher auf dem Energiemarkt agieren als Unternehmen, die keine Konzepte hierfür entwickelt haben.

Wirkung von Kundenbindungsmaßnahmen

Abbildung 3: Wirkung von Kundenbindungsmaßnahmen Quelle: CTG Trendstudie (2008), S. 26.

Darüber hinaus sind neben dem Kundenbindungsmanagement11 folgende Marketinginstrumente für Energieversorger in der Literatur vorzufinden:

- Die Kundenorientierung in Energieversorgungsunternehmen.12
- Multi-Channel-Marketing.13
- Reputationsmanagement in der Energiebranche.14
- Online Marketing15 im Rahmen des Marketing Mix.
- Vertriebscontrolling, Beschaffung und Kalkulation unter Verwendung neuester informationstechnologischer Instrumente.16

Alle genannten Instrumente werden in EVU mit unterschiedlicher Gewichtung angewendet. Eine logische Konsequenz ist die Ähnlichkeit der Marketingmaßnahmen fast aller EVU und die sich daraus ergebenden ähnlichen Produkte. Was also kann den EVU helfen sich vom Wettbewerber abzuheben, etwa Smart Meter?

2.3. Überblick Smart Meter

Weder in der Literatur, noch in anderen Quellen ist eine Definition zu finden. Daher müssen Informationen aus der Literatur zusammengetragen und abgeleitet werden.

Smart Meter heißt wörtlich aus dem Englischen übersetzt intelligenter Zähler. Smart Meter ist eine kommunikations- und steuerungsfähige elektronisch-digitale Messeinrichtung, die eine detaillierte Erfassung des Stromverbrauchs ermöglicht, so dass der Konsument umfassend und vor allem zeitnah über seinen Energieverbrauch informiert ist. Smart Meter wird spartenübergreifend (Strom, Wasser, Gas) eingesetzt. Wie aber funktioniert Smart Meter? Grundlage hierfür ist unter anderem die bidirektionale Kommunikation zwischen Zähler und Energieverteilernetz, also eine Kommunikation in zwei Richtungen. Der Datenaustausch muss zudem in einem einheitlichen Format erfolgen.17 Es sind verschiedene Smart Meter Geräte auf dem Markt vorzufinden. Lediglich vollintegrierte Zähler beherrschen alle Funktionalitäten, wie Kommunikation, Messen, Zählen, Speicherung und Steuerung. Daneben gibt es auch teilmodulare Zähler oder Multisparten-Zähler, welche mit weiteren Kommunikationsmodulen ausgerüstet werden können.18 Allen Geräten gleich ist die Tatsache, dass sie dem Eichrecht unterliegen.

Nutzt man die Möglichkeiten des Smart Meters, so kann man Energieeffizienzpotentiale aufdecken und erschließen.19 Der Verbraucher kann mit Hilfe von Smart Meter eine kontinuierliche Übersicht über Verbrauch und Kosten erhalten. Es gibt verschiedene Ansätze zur Visualisierung des Verbrauchs und der anfallenden Energiekosten. Einige Anbieter20 bieten ihren Kunden bereits Internetzugänge an. Dort werden alle notwendigen Informationen verständlich aufgearbeitet und dem Verbraucher beispielsweise auf ihrem Computer sogar sekundengenau präsentiert.21 So lassen sich schnell Einsparungseffekte generieren, indem verbrauchsintensive Geräte identifiziert und diese gezielt eingeschaltet werden. Jedoch erst im Zusammenspiel mit variablen Tarifen lassen sich größere

Einsparpotenziale erzielen. Daher fordert der Gesetzgeber von Energieversorgungsunternehmen die Implementierung von lastvariablen oder tageszeitabhängigen Stromtarifen bis Ende 2010.22 Zweck dieser Forderung ist es dem Konsumenten einen Anreiz zu geben ihre Energieanwendungen zeitlich zu verlagern und das Energienetz besser auszulasten.

Eine zentrale Bedeutung kommt der intelligenten Zählertechnologie auch im Zusammenhang mit der in Zukunft zunehmenden Integration dezentraler, sprich erneuerbarer Energien zu. Es ist ein vorrangiges Ziel der Bundesregierung dezentrale Energieerzeugung zu fördern und auszubauen, um somit eine größere Versorgungsunabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und eine zukunftssichere Versorgungssicherheit zu gewährleisten.23 Dezentral gewonnene Energie kann beispielweise durch Solaranlagen oder Windkrafträdern mit Hilfe von Smart Meter zeitlich so koordiniert eingesetzt werden, dass beispielweise intelligente Haushaltsgeräte24, wie etwa ein Warmwasserspeicher erst dann in ihren Betrieb aufnehmen, wenn viel erneuerbare Energie eingespeist wird.

In diesem Zusammenhang wird der rechtliche Rahmen für Smart Meter von der EU- Richtlinie über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen25, dem Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland26 und dem Integrierten Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung27 aus 2007/2008 getragen. Aus diesen Quellen folgen die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes28 und die grundsätzlich neue Messzugangsverordnung 29 mit wesentlichen Anforderungen und Terminen zur Umsetzung der Vorgaben, auf die im bereits eingegangen worden ist.

Trotz der bisher vorgenommenen regulatorischen Maßnahmen sind eher geringe wettbewerbliche Entwicklungen zu vernehmen. Eine wettbewerbliche Belebung des Marktes blieb weitestgehend aus.30 Die Unternehmen empfinden Investitions- unsicherheiten, auf die sie mit der Forderung nach einem Nachsteuern des Staates reagieren. Der Schwerpunkt der auszumachenden Aktivitäten konzentriert sich deshalb abseits des eigentlichen Wettbewerbsumfeldes auf Pilotprojekte.31 Sie dienen dazu, technische Realisierungen für die Fläche zu testen, Erneuerungsbedarf für einen Rollout abzuschätzen, Kundenakquise zu betreiben, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und auch weitere Handlungsnotwendigkeiten gegenüber der öffentlichen Hand zu verdeutlichen.32 Der Hauptgrund für die Zurückhaltung der Energiewirtschaft liegt demnach ursächlich in den Kosten von geschätzten 7 Milliarden Euro.33 Auch die Zurückhaltung der Verbraucher ist maßgeblich für die bisher geringe Durchsetzung des Marktes mit Smart Meter. Der Großteil der Verbraucher kann bisher wenig mit dem Begriff Smart Meter anfangen und dürfte daher nicht die Notwendigkeit sehen, den Haushalt damit auszustatten. Dieser Umstand ist bei einem eingeschlagenen Weg sehr problematisch, der auf die Mitwirkung des Verbrauchers angewiesen ist.

Das bisherige Konzept des Aufsetzens eines marktgetriebenen Prozesses von Gesetzund Verordnungsgeber baut zentral auf die Mitnahme des Kunden, auf seine Überzeugung. Die EVU, die diese Überzeugungsarbeit leisten sollen, verharren jedochbisher auf Grund der genannten immensen Kosten und der fehlenden konzeptionellen Umsetzung des Themenbereichs variable Tarife in Wartestellung.

Tarife sind es aber, die maßgebliche Akteure, nämlich Vertriebe über Gewinnaussichten und Verbraucher über Einsparaussichten ansprechen bzw. aufrütteln können.34 Komplexe Tarife ermöglichen einen Maßzuschnitt auf die Bedürfnisse der Verbraucher. Sie sind letztlich auch nur mit modernen Messeinrichtungen zu realisieren. Über Tarife und darauf aufbauende Mehrwertdienstleistungen könnten die Verbraucher somit auch von modernen Messeinrichtungen überzeugt werden. Als logische Konsequenz eröffnen Produktdifferenzierungsmöglichkeiten sich immense noch ungeahnte für die Energiewirtschaft.

3. Produktdifferenzierung zur Attraktivitätssteigerung

3.1. Definition Produktdifferenzierung

Eine Produktdifferenzierung liegt vor, wenn neben einem bereits bestehenden Basisprodukt eines Unternehmens zeitgleich weitere voneinander klar unterscheidbare Varianten angeboten werden.35 Im Gegensatz zur Produktvariation, bei der die Nachfolgegeneration eines Produktes das Alte ablöst, erhöht sich hier nicht die Programmtiefe sondern die Programmbreite. Differenzierungsmaßnahmen können die physischen, funktionellen, ästhetischen und symbolischen Eigenschaften eines Produktes und oder das Angebot von Zusatzleistungen in Form von Dienstleistungen betreffen.36

Es kann in mehrere Formen der Produktdifferenzierung unterschieden werden. Bei Änderung der Produktform, der Qualität und in individualisierten Produktvarianten liegt eine stofflich-technische Produktdifferenzierung vor. Wird hauptsächlich durch Kommunikationsmittel, wie etwa Werbemaßnahmen, eine Produktdifferenzierung vorgenommen, wobei lediglich eine geringfügige Modifikation durch Farbe oder Form erfolgen darf, so handelt es sich um eine psychologische oder emotionale Produktdifferenzierung. Beide Formen treten häufig in Kombination auf.37

Die Modifikation des Basisproduktes erfolgt im Rahmen der Produktpolitikstrategie, um unterschiedlichen Wünschen und Präferenzen verschiedener Kundengruppen gerecht zu werden. Die Identifizierung homogener Teilmärkte im Rahmen der Marktsegmentierung bildet die Basis, um auf eben diese Segmente abgestimmt Produktvarianten zu entwickeln und den verschiedenen Abnehmergruppen anbieten zu können. Das differenzierte Angebot bewirkt einen hohen Nutzengrad für den Kunden, der deshalb ein geringes Interesse hat auf ein Konkurrenzprodukt auszuweichen. Hier knüpft die wettbewerbsstrategische Sichtweise der Produktdifferenzierung an. Es handelt sich hierbei um die bewusste qualitative Abhebung der angebotenen Sachgüter und oder Dienstleistungen (Qualität) von Konkurrenzprodukten38, um damit in dem betroffenen Wirtschaftszweig ein nahezu einzigartiges Angebot zu schaffen.39 Die Ziele der Produktdifferenzierung sind somit eine bessere Abstimmung des Angebots an die Markterfordernisse, eine stärkere Ausschöpfung des Marktpotentials und die Schaffung von mehr Spielraum für die Preispolitik.40 In der ersten Phase nach der Liberalisierung versuchten die EVU über den Preiswettbewerb Kunden zu gewinnen, da ihnen bekannt war, dass bei homogenen Präferenzen die Konsumenten zumeist nur die Preise vergleichen, um ihre Kaufentscheidung zu treffen.41 Jedoch angesichts des relativ geringen Marktwachstums beim Kernprodukt Strom, dem relativ geringen Stellenwert, den Haushaltskunden dem Stromeinkauf beimessen und dessen hoher Homogenität hielt sich der Erfolg des Preiswettbewerbs in Grenzen. Bei homogenen Gütern, wie Strom, kann der Kunde wichtige Merkmale der Kernleistungen bei Konkurrenzprodukten nicht mehr unterscheiden, so dass Unterschiede in den Zusatzleistungen, bzw. Dienstleistungen absatzbestimmend werden. Die Produktdifferenzierung muss dementsprechend fallspezifisch individuell durch Produkte oder Dienstleistungen mit Zusatznutzen und persönlichem Mehrwert (sogenannte Mehrwertprodukte beziehungsweise -Dienstleistungen) ergänzt werden.42 Die Smart Meter Technologie macht eben das möglich. Folglich haben EVU in den letzten Jahren umfangreiche Initiativen und Projekte gestartet, die das Ziel haben, ihre jetzigen und potenziell künftigen Kunden besser zu verstehen, um stärker fokussierte Strategien durchführen zu können. Ausgangspunkt hierfür ist eine systematische Kundensegmentierung.43

Es wird folgend auf die Kundensegmentierung eingegangen und anschließend werden weitere wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Produktdifferenzierung aufgezeigt, mit Hilfe derer ein Produktmodell mit drei Grundkomponenten entwickelt wird, die durch weitere individuelle Dienstleistungen komplettiert werden können.44

Eine Kundensegmentierung kann nach regionalen, soziodemographischen, ökonomischen und ökologischen Aspekten aufgegliedert sein. So sind Produktvarianten für Jüngere und ältere Personen, Singles und Familien, einkommensstarke- und einkommensschwache Haushalte, private und gewerbliche Kunden sowie für ökologisch Sensibilisierte realisierbar. Nach erfolgter Segmentierung muss eine Produktausrichtung erfolgen. Sie kann beispielsweise in die Kategorien „preiswert“, „einfach“, „ökologisch“ und „serviceorientiert“ eingeteilt werden. Es muss sodann die Tarif- und Preisgestaltung festgelegt werden. Mögliche Tarifmodelle könnten beispielsweise Einheitstarif, Zeitzonen, Pre-Paid-Tarif oder auch ein Bonusmodell sein. Der Energiemix ist ebenfalls in diesem Rahmen zu erörtern, ob etwa der Standardmix, Ökostrom oder regionaler Strom für die Produktvarianten eingesetzt werden soll. Es ist zudem zu klären, wie die Verbrauchsinformationen den Kunden erreichen. Möglich sind hier verschiedene Informationskanäle, wie zum Beispiel Displays, Web-Portal und Apps.45 Zu den Verbrauchsinformationen gehören auch Statistiken, Benchmarks und Informationen über den sogenannten CO² Fußabdruck. Audiovisuelle Signale könnten diesen Bereich abrunden, indem beispielsweise bei zu hohem Verbrauch Signale gegeben werden oder aber auch, dass bei sehr günstigen Preisen der Kunde darauf aufmerksam gemacht wird. Zuletzt muss der Bereich der (Mehrwert-) Dienstleistungen in Form von Service-Leistungen in die Gesamtplanung mit einbezogen werden. Hier können Beratungs- und Kundenserviceprodukte entwickelt und angeboten werden. Möglich wären persönliche Energieberatungen, Veranstaltungen und Newsletter. Weitere Dienstleistungen können unterjährige Abrechnungen sowie „Contracting-Pakete“ sein, bei dem beispielsweise dem Kunden eine fertige Energie- und Heizkraftwerklösung geliefert und von dem EVU betrieben wird.46 Zudem sind Kundenbindungsmaßnahmen für Haushaltskunden enorm wichtig, da die Gefahr besteht, dass der Kunde den Anbieter wechselt.47 Kundenbindungsprogramme können hier beispielsweise über Sachprämien, Rabatte oder über spezielle individuell abgestimmte Energiesparpakete erfolgen.

Auf Basis der Vorüberlegungen können die oben genannten Maßnahmen so miteinander kombiniert werden, dass man den verschiedenen Kundentypen mit ihren jeweiligen Ansprüchen gerecht wird. Das Basismodell kann sodann in drei Grundprodukte aufgeteilt werden.

1. „ Smart Basic “ richtet sich an alle Interessenten. In diesem Produkt werden dem Verbraucher lediglich die Verbrauchsinformationen zur Verfügung gestellt. Weitergehende Services werden nicht angeboten.
2. „ Smart Green “ richtet sich an ökologisch sensibilisierte Kunden. Hier werden zusätzlich zu den Verbrauchsinformationen weitere Anreize zur Energieeffizienz gegeben, indem beispielsweise eine Energieberatung stattfindet. Diese umweltbewusste Zielgruppe will einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und möchte daher ausschließlich nachhaltig und ökologisch gewonnene Energie konsumieren. So kann hier die Energieeinsparung beispielsweise über Lastverlagerung erfolgen, indem dezentral regenerative Energie eingespeist und dem Kunden zur Verfügung gestellt wird.
3. Das Produkt „ Smart Service “ richtet sich vor allem an ältere, der Smart Meter Technologie nicht abweisend gegenüberstehende, aufgeschlossene Kunden und Verbraucher, die einen hohen Energiekonsum aufweisen. Dieser Zielgruppe wird neben der Basisdienstleistung, wie die Verbrauchsinformation, umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen angeboten. Mehrwertdienstleistungen und insbesondere Haus-Services gehören ebenfalls in dieses Produkt.

Auf diesen drei Produkten basierend sind diverse Produktdifferenzierungsmöglich- keiten umsetzbar. Auf weitere Beschreibungen dieser einzelnen Produktvarianten wird hier angesichts der Vielfalt bewusst verzichtet und stattdessen ein kleiner Ausblick auf mögliche Varianten mit Hilfe einer Abbildung gegeben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Übersicht über ausgewählte Produkte für die jetzige Marktphase Quelle: Ecofys (2010), S. 9.

Smart Meter als technologische Basis kann somit eine große Produktdifferenzierung ermöglichen.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Viele EVU bieten bisher nicht die Vielfalt an Produkten an, die schon jetzt umsetzbar sind. Das Engagement beschränkt sich zumeist auf Forschungs- und Pilotprojekte48. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen bei der flächendeckenden Einführung genutzt werden. Lediglich ein großer Energieversorger, die EnBW mit ihrer Tochtergesellschaft Yello GmbH49 hat bundesweit die Einführung vollzogen. Yello bietet auf Basis des Smart Meters einen Stromspartarif an, der Nachts und teilweise auch an den Wochenenden um bis zu drei Cent pro Kilowattstunde Strom günstiger ist. Grund hierfür ist, dass Yello dann temporäre Ermäßigungen bei der Konzessionsabgabe50 an seine Kunden weitergibt. Aber eine grundsätzliche Anpassung des Tarifs an Stromüberschüsse durch beispielsweise Windenergie ist auf Grund der Standardlastprofile51 bislang noch nicht möglich.52 Yello begnügt sich daher mit dem Angebot eines variablen Tarifs. Dieser variable Tarif besteht aus zwei Komponenten, der Hochtarifzeit und der Niedertarifzeit.53 Eine echte Differenzierung findet hier nicht statt. Es wird lediglich der gesetzlichen Mindestanforderung genügt.

Ein Beispiel, wie es auch anders praktiziert werden kann, sind die Tarife der Stadtwerke Bielefeld. Hier wird neben dem Tarif „EnerBest Strom Night“54 auch der Tarif „EnerBest Strom Smart“55 angeboten, der den Tag in sechs verschiedene Preiszonen einteilt. Folglich kann der Verbrauch zeitnah gesteuert werden. Alle genannten EVU bieten neben dem variablen Tarifen Dienstleistung in Form von Visualisierungsprodukte an, beispielsweise Verbrauchsinformationen via Web Portal. Das Visualisierungsprodukt stellt einen echten Mehrwert dar, da er den Kunden befähigt seinen Verbrauch zu analysieren, zu beeinflussen und zu senken.56 Das Einsparpotenzial eines informierten Verbrauchers wird auf ca. 5 % geschätzt, was einer jährlichen Einsparung von bis zu 13,4 Terrawattstunden, Stromkosten von bis zu 2,8 Milliarden Euro und bis zu 7,9 Millionen Tonnen CO² entspricht.57 Dieser Blick in die Zukunft verheißt nur positives für den Klimaschutz.

Die Zukunft wird uns auch Lösungen bringen, die man sich zurzeit nur schwer vorstellen kann. Neben der Freiheit der Anbieterwahl könnte „Energy by Call“ in Anlehnung an das „Call by Call“ aus der Telekommunikationsbranche vorstellbar sein. Man würde somit jederzeit die Energie vom jeweils günstigsten Anbieter beziehen. Eher realisierbar und nicht in allzu weiter Ferne ist der Bereich „Home-Automation“. Dieser Bereich bringt ein enormes Innovationspotenzial mit sich. Smart Meter soll intelligente energieeffiziente Hausgeräte steuern können, um noch mehr Energie einzusparen. Noch interessanter wird es, wenn das Internet und Telekommunikationsnetz mit involviert werden. Ein fiktives Szenario ist schnell generiert: der Verbraucher wird über sein Smartphone vom EVU darüber benachrichtigt, dass Strom für die nächsten Stunden besonders günstig ist. Ein App (Dienstleistungssoftware) ermöglicht nun dem Smart Phone Nutzer über das Telekommunikationsnetz und oder über das Internet Kommunikation mit dem intelligenten Hausgerät aufzunehmen. Man kann direkt Einstellungen vornehmen, beispielsweise den mit dem Braten gefüllten Ofen temperaturgenau einstellen, den Warmwasserboiler auf den gewünschten Grad Celsius temperieren lassen und auch die Heizung exakt nach Wunsch aktivieren. Der Kunde gibt den Zeitpunkt der Ankunft in der Wohnung an und das Smart Meter Steuerungsgerät schaltet dementsprechend die Geräte an. Dem entspannten Abend steht so nichts mehr im Wege. Die Wohnung riecht bei Eintritt nach herzhaft leckerem Braten, es ist wohlig warm und hinterher kann man sehr entspannt baden.

Schon dieser kleine Ausblick in ein zukünftiges Szenario lässt erahnen, welche Chancen die Smart Meter Technologie der Energiewirtschaft eröffnet.

3.2. Nutzenargumente aus Energieversorgerperspektive

Die Energiewirtschaft kann auf verschiedene Nutzenargumente zurückgreifen. Zum einen können EVU Last-Analysen durchführen mit denen sich das Energie- Management erheblich verbessern lässt. Sie müssen zukünftig deutlich weniger teure Spitzenlast bereitstellen, da die tagesgenauen Messungen eine zielgerichtete

Energiebeschaffung- bzw. Produktion möglich macht.58 Die vorhandene Kraftwerkinfrastruktur lässt sich effizienter nutzen59, Überschüsse in der Energieproduktion lassen sich vermeiden und es muss dank der Integration dezentral erzeugten Energie wesentlich weniger in den Spitzenlastausbau investiert werden.60 Zum anderen wirken sich diese massiven Einsparungen sowohl positiv auf die Ertragslage der Unternehmen als auch auf die Umwelt aus. Als Folge des ressourcensparenden Wirtschaftens werden EVU in Zeiten der Klimaveränderung zudem positiver wahrgenommen.61 So lässt sich das alte negative Image abstreifen und gewinnt an Reputation. Klare Vorteile durch Smart Meter erwarten die EVU auch im Kundenmanagement. Die Sperrung von Zählern und die Eintreibung unbezahlter Rechnungen wird nach Einschätzung von über 70 Prozent der Unternehmen an Bedeutung verlieren, da intelligente Zähler einen schnelleren Stopp der Energielieferung an säumige Zahler möglich machen. Auch der Wechsel des Energielieferanten wird zukünftig leichter und schneller möglich sein, da Verbrauchsdaten zeitnah vorliegen62 und nicht mehr personalkostenintensiv abgelesen werden muss.63 Ferner kann die Analyse der Daten Stromdiebstahl verhindern, bzw. Manipulationen im Energienetz schneller aufdecken. Die betroffene Energieleitung wird dann kurzerhand per Fernkontrolle stillgelegt. Darüber hinaus kann eine bessere Versorgungssicherheit gewährleistet werden, indem durch Fehleranalysen, die nun in deutlich kürzeren Abständen erfolgen kann, der Zustand der Stromverteilungsnetzwerke besser überwacht wird. So sind vorbeugende Maßnahmen besser und effizienter zu planen. Doch den größten Nutzen werden die EVU aus zukünftigen Dienstleistungen und Mehrwertprodukten, wie in Punkt 3.1. beschrieben, ziehen. Die Energiewirtschaft wird zukünftig Dank Smart Meter mit neuen Produktvarianten und Mehrwertdienstleistungen Milliarden Gewinne einfahren.

3.3. Nutzenargumente aus Konsumentensicht

Klare Vorteile für Konsumenten ergeben sich in der Kostenersparnis durch den verringerten Energieverbrauch. Der Konsument kann mit Hilfe der Smart Meter Technologie seinen Energieverbrauch aktiv steuern, indem Verbrauchsinformationen (siehe Punkt 2.2.) zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Aus den gewonnen Rückschlüssen kann der Konsument sein Verhalten positiv verändern und bewusster mit der Nutzung von Energie umgehen. So gelingt nicht nur eine vorteilhafte Kostenersparnis sondern zugleich auch ein aktiver Umweltschutz. Verstärkt wird dieser Effekt durch eine gezielte Lastverlagerung des Konsumenten in die Abend- bzw. Nachtstunden. Das führt zu dem Ergebnis, dass nicht nur weniger Spitzenlast zur Verfügung gestellt werden muss, sondern auch die Integration von dezentral, sprich erneuerbarer, Energie ermöglicht wird. Ressourcen können vermehrt eingespart werden und die Umwelt wird mit deutlich weniger CO² belastet (siehe Punkt 3.1.). Die Einsparungen verursachen somit für den Konsumenten eine sauberere Umwelt und eine bessere Lebensqualität. Des Weiteren ergibt sich der Vorteil, dass schnell „Stromfresser“ im Haushalt identifiziert und durch energiesparende Haushaltsgeräte ersetzt werden können, was wiederum dem Portemonnaie und der Umwelt zugutekommt.

Ferner können Konsumenten einen Nutzen aus verbesserten Dienstleistungen ihres EVU ziehen. So erhalten Energiekunden einen besseren Kundenservice und optimal auf den jeweiligen Kunden abgestimmte Produkte mit Zusatz-bzw. Mehrwertdienstleistungen (siehe Punkt 3.1.). Neben einer möglichen Zeitersparnis gewinnt der Kunde auch an Komfort. Der Energiekunde profitiert somit erheblich von der Einführung und Etablierung der Smart Meter Technologie.

3.4. Identifizierung datenschutzrechtlicher Bedenken

Mit der Realisierung von Smart Meter entstehen allerdings auch ganz neue Problemfelder. Der wunde Punkt der Technologie ist der Datenschutz. Es ist bisher noch nicht eindeutig geklärt, was an alles Information übertragen werden darf. Bisher bedarf es noch der Zustimmung des Energiekunden.64 Wird die Zustimmung erteilt, soll Smart Meter zwar den Vorteil bringen, dass Konsumenten stets über ihren Verbrauch bestens informiert sind, aber die EVU sind es dann ebenfalls. So lassen sich aus den gewonnenen Daten Rückschlüsse auf die Gewohnheiten der Energiekunden ziehen. In Verknüpfung mit anderen Personendaten könnten sogar Persönlichkeitsprofile erstellt werden.65 Das kann beim Konsumenten die Angst vor dem „gläsernen Kunden“ verursachen. Darüber hinaus birgt der Datenaustausch an sich schon Gefahren. So existieren bisher keine ausreichenden Datenschutzvorkehrungen vor unberechtigtem Zugriff. Werden diese sensiblen Daten missbräuchlich erfasst und gespeichert, ist es ein Einfaches diese Daten gewinnbringend zu nutzen. Besitzer alter Haushaltsgeräte könnten plötzlich beispielsweise Angebote per Mail erhalten. Ein lukratives Geschäft für undurchsichtige Geschäftsleute. Doch nicht nur die missbräuchliche Nutzung der Daten stellt eine Gefahr dar, sondern die Smart Meter Technik an sich. Smart Meter sind im Grunde Mini-Computer, allerdings haben sie nicht die Sicherheitsvorkehrungen, die in heutigen Computern und Netzwerken Standard sind. Sie sind deshalb angreifbar. Geschulte Personen hätten keine Schwierigkeiten mit allgemein verbreiteten Angriffstechniken Smart Meter Sicherheitsvorkehrungen zu unterwandern. Es ist sogar möglich Schadprogramme auf die Smart Meter zu installieren, mit denen man das Gerät kontrollieren kann. Das kann zu gravierenden Problemen führen. Man stelle sich vor, dass jemand böswillig bei einem Kunden oder gar gleich bei hunderten Kunden den Strom abstellt. Bis der Fehler durch die EVU gefunden und behoben wird, vergehen ein paar Tage.66

Es wundert daher nicht, dass Energiekunden beim Thema Smart Meter noch, trotz starker Neugier, zurückhaltend agieren. Gemäß einer Umfrage haben 59% der Verbraucher Bedenken beim Datenschutz.67 Insbesondere ältere Kunden stehen der neuen Technik skeptisch gegenüber.68 Es liegt daher im Sinne aller Marktteilnehmer adäquate Lösungen für datenschutzrechtliche Bedenken zu finden, umzusetzen und zu kommunizieren.

4. Exemplarische Empirie: Smart Meter im Fokus der Konsumenten

In diesem Abschnitt wurden fünf Personen persönlich interaktiv sowie fünf Personen telefonisch interviewt. Hierbei wurde die Möglichkeit gegeben vertiefende beiderseitige Fragen zu stellen. Die Testpersonen haben ein Alter von 18 - 70 Jahre. Fünf Personen sind männlich und fünf Personen sind weiblich. Die Schulbildung variiert vom Realschulabschluss bis hin zum Hochschulabschluss. Es wurden fünf Fragen gestellt. Die erste erörtert den Punkt, ob die Probanden mit dem Begriff Smart Meter etwas assoziieren können. In der zweiten Frage wird darauf eingegangen, ob der Testperson Unternehmen bekannt sind, die Smart Meter vertreiben. Die dritte Frage befasst sich mit der Frage, ob der Proband Produkte, die im Zusammenhang mit Smart Meter stehen, kennt. Die vierte Frage bezieht sich auf den Aspekt, welchen Nutzen die Testperson aus der Smart Meter Technologie ziehen kann und der letzte Befragungspunkt befasst sich mit der Frage, ob der Proband zukünftig Smart Meter nutzen will.

Die Ergebnisse dieser kleinen Umfrage entsprechen zum überwiegenden Teil dem Abbild der großen Studien aus Wirtschaft69 und Politik.70 80% der Probanden können nichts mit dem Begriff Smart Meter anfangen. Es ist den Probanden schlichtweg unbekannt. 90% der Personen konnten keine Energieversorger nennen, die die Smart Meter Technologie anbieten wollen. Lediglich einer Probandin war es bekannt, dass die Vattenfall Europe AG zukünftig Smart Meter einsetzen möchte. Allerdings konnte aus dem Gespräch entnommen werden, dass die Probandin diese Information, gemäß ihrer Aussage, nur „beiläufig aufgeschnappt“ habe. Es erscheint daher auch nicht verwunderlich, dass 0%, also niemand der Testpersonen Produkte kannte, die im direkten Zusammenhang mit der neuen Technologie stehen. Zumeist wurde hier wild geraten, so dass festgestellt werden konnte, dass 90% der Probanden generelle Kenntnisse über die Smart Meter Technologie fehlt. Dem entsprechend konnten nur 10% Nutzenargumente für die Technik nennen, wie Kostenersparnis und Umweltschutz. Ebenfalls 10% der Testgruppe konnten sich vorstellen zukünftig Smart Meter zu nutzen.

Insgesamt ist festzustellen, dass das Wissen über Smart Meter und seiner Möglichkeiten sehr gering ausfällt, die Bekanntheit intelligenter Zähler nur in geringem Maße von Alter oder formaler Bildung abhängt und dass nur ein verschwindend geringer Anteil der Befragten Interesse an Smart Meter bzw. an weiteren im Zusammenhang stehenden Produkten interessiert ist. Allerdings ist hier anzumerken, dass andere aktuelle Studien zu einem positiveren Ergebnis kommen.71 Die telefonische sowie persönliche Befragung stellen daher beispielhafte Meinungsäußerungen dar, deren Repräsentativität mittels weiterer quantitativer Forschungsmethoden einer Überprüfung unterzogen werden müsste.

5. Fazit

Smart Meter soll bis 2020 flächendeckend eingeführt sein. Ganz maßgeblich zum Erfolg der Technologie werden die 48 Millionen Haushalte beitragen. Das beruht zum einen auf der politischen Entscheidung, dass der Einbau bei den überwiegend älteren Gebäuden und Mietwohnungen auf freiwilliger Basis geschehen soll und zum anderen an dem Angebot variabler Tarife, bzw. weiterer darauf aufbauender (Mehrwert-) Dienstleistungen durch die Energiewirtschaft. Jedoch ist festzustellen, dass die Energiewirtschaft nur äußerst zurückhaltend jene variablen Tarife und weitergehende Services dem Haushaltskunden anbietet. Das liegt zum einen an dem kostenintensiven Investitionsvolumen von bis zu 7 Milliarden Euro72 und zum anderen am rechtlichen Rahmen, der bis heute noch nicht umfassend für die Realisierung des Vorhabens angepasst wurde. Die Energiewirtschaft bemängelt insbesondere das standardisierte Lastprofilverfahren, welches die Kosten der Energieproduktion nicht verursachergenau umlegen lässt, und die Haushaltkunden bemängeln sehr den unzureichenden Datenschutz.73

Allerdings bietet Smart Meter allen Marktbeteiligten riesige Vorteile. Die Energiewirtschaft kann auf eine Reihe von Nutzenargumente zurückgreifen (siehe Punkt 3.2.). Alleine die finanziellen Einsparungen in Milliardenhöhe durch den verringerten Spitzenlastausbau und die Reduzierung der Bereitstellung von Spitzenlasten sind Anreiz und Beweggrund genug, um die Realisierung des Vorhabens voranzutreiben. Die größte Motivation liegt jedoch neben den Einsparungen in der Aussicht auf Gewinnerzielung. Die Energiewirtschaft kann endlich weitere Dienstleistung und Mehrwertprodukte zum homogenen Gut Strom anbieten (siehe Punkt 3.1.). Der Energiekunde profitiert ebenfalls mehrfach. Zum einen kann er mit Smart Meter seine Energiekosten senken, simultan die Umwelt schützen, mit seinem Konsum die Eingliederung erneuerbarer Energien forcieren und zum anderen kann er aus der Umsetzung der Produktdifferenzierung auf individuelle abgestimmte Dienste und Produkte seinen Nutzen ziehen. So erhöhen einfache transparente Tarife, ein verbesserter Kundenservice und komfortsteigernde Dienste und Mehrwertprodukte die Attraktivität von Smart Meter. Um das Gelingen des Vorhabens zu garantieren, müssen neben angepasster rechtlicher Rahmenbedingungen vor allem die Energiekunden besser informiert werden. Das Ziel ist es das Vertrauen des Konsumenten zu gewinnen, da dies der Schlüssel zum Erfolg ist.

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Dann schalten die Hacker das Licht aus, Download unter: http://www.zeit.de/digital/internet/2010- 04/smartgrid-strom-hacker, gespeichert am 13.10.2010.

[...]


1 Vgl. BMWi und BMU (2006), S. 1-3.

2 Im Wesentlichen Steuern, Subventionen und das System für den Handel mit CO2-Emissionsrechten.

2 Im folgenden KMU genannt.

4 Vgl. Hensing/ Pfaffenberger/Ströbele (1998), S. 6.

5 Vgl. BDEW (2009), S. 9.

6 Vgl. BDEW (2009), S. 4.

7 Vgl. Michel (2004), S. 31.

8 Vgl. Kloubert (2001), S. 7.

9 Vgl. Waltemath/Nicolai (2008), S. 26.

10 Vgl. Laker (2000), S. 11.

11 Vgl. Laker (2000); vgl. Michel (2004); vgl. Laker/Tillmann (2000), S. 17-28.

12 Vgl. Kilian (2005), S. 23 f.

13 Vgl. Wiedemann / Matijevic (2004), S.1 ff.

14 Vgl. Wiedmann./ Böcker (2004).

15 Vgl. Zornow (2009).

16 Vgl. Köhler-Schute (2007), vgl. Köhler-Schute (2008).

17 Siehe § 12 MessZV.

18 Vgl. Büttner (2008), S.9 f.

19 Vgl. Fischer (2007), S. 7 ff.

20 Beispielsweise EnBW, EoN, Vattenfall, RWE.

21 Vgl. http://www.yellostrom.de/privatkunden/sparzaehler/entdeckungstour/index.html.

22 Siehe § 40, Absatz 3 EnWG.

23 Vgl. www.bmwi.de/BMWi/Navigation/energie,did=223436.html.

24 Haushaltsgeräte, die durch ein Kommunikationsinterface steuerbar sind.

25 Vgl. www.bafa.de/bafa/de/energie/energieeffizienz/richtlinie/rl2006_32_eee_edl.pdf. (§ 13)

26 Vgl. www.bmwi.de/BMWi/Navigation/energie,did=223436.html.

27 Vgl. www.bmwi.de/BMWi/Navigation/energie,did=254042.html.

28 Siehe § 21b, Absatz 2, 3a, 3b EnWG.

29 Siehe MessZV vom 17.10.2008.

30 Lediglich das Energieversorgungsunternehmen Yello Strom GmbH ist bundesweit aktiv.

31 Öffentliche Projekte e-energy im Harz, in Mannheim, Aachen, Baden, Cuxhaven und im Ruhrgebiet sowie BMBF mit dem Projekt Intelliekon in Oelde, Bremen, Krefeld, Hassfurt , Münster, Kaiserslautern, Ulm. Private Projekte von EnBW, RWE, EoN Bayern und Vattenfall Europe.

32 Vgl. BNetzA (2010), S.46 ff.

33 Vgl. http://www.faz.net/-00m4wt.

34 Vgl. BNetzA (2010), S.6 f.

35 Vgl. Scheuch (1996), S. 267.

36 Vgl. http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/produktdifferenzierung/produktdifferenzierung.htm.

37 Vgl. http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/produktdifferenzierung/produktdifferenzierung.htm.

38 Vgl. http://www.manalex.de/d/produktdifferenzierung/produktdifferenzierung.php.

39 Vgl. http://www.lressmann.de/marketing-vertrieb-sap-rating/glossar-marketing-vertrieb.htm#D.

40 Vgl. http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/produktdifferenzierung/produktdifferenzierung.htm.

41 Vgl. Pfähler/ Wiese (2008). S. 249 f.

42 Vgl. Bulliger/Scheer (2006); Lay/Nippa (2005); Lay/Erceg (2002); Müller (2006).

43 Vgl. Lang (2006), S. 3.

44 Auf Grund der Komplexität der möglichen Produktvarianten wird hier lediglich ein Modell für Haushaltskunden entwickelt.

45 Software Applikationen, die kurz Apps genannt und vorwiegend auf Apple iPhones eingesetzt wer- den.

46 Vgl. EVB Energy Solutions/Alcatel Lucent (2010), S. 8.

47 Vgl. Donath (2008), S. 2-4.

48 RWE (mit ca. 100.000 Haushalten), Eon Bayern (mit ca. 10.000 Haushalten), Vattenfall Europe (mit ca. 1.000 Haushalten) und EnBW (mit ca. 1.000 Haushalten), mehrere regionale und lokale Versorger.

49 Siehe http://www.yellostrom.de/privatkunden/index.html, im nachfolgenden Yello genannt.

50 Eine Abgabe auf den Strompreis, die von den Gemeinden erhoben wird.

51 Eine geschätzte Abbildung von typischen Verbrauchsmustern von Haushalts- und Gewerbekunden als Basis für die Belieferung mit Strom zur Sicherung der Energieversorgung. EVU sind gesetzlich Verpflichtet nach diesem Verfahren, trotz Smart Meter Technologie, Energie produzieren. Dies veraltete Regelung hindert die EVU daran die neue Technik gewinnbringend einzusetzen.

52 Vgl. http://www.zeit.de/online/2009/13/stromzahler?page=2.

53 Im weiteren Verlauf HT/NT genannt.

54 Siehe https://www.stadtwerke-bielefeld.de/privatkunden/1841.htm.

55 Siehe https://www.stadtwerke-bielefeld.de/privatkunden/1936.htm.

56 Vgl. Rauh (2009), S. 2.

57 Vgl. Ecofys (2009), S. 67.

58 Vgl.http://www.pwc.de/portal/pub/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP0os3gDA2NPz5DgA F9n%20A0dPN3M_I0tnAwjQL8h2VAQA6G202w!!/?content=e5e80945733eeac&topNavNode=49c41 1a4006ba50c&siteArea=e5e80945733eeacgl;%2027.09.10.

59 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenter_Z%C3%A4hler.

60 Vgl. http://www.faz.net/-00m4wt.

61 Vgl. http://www.faz.net/-00ml6u.

62 Vgl. http://www.presseportal.de/pm/8664/1305263/pwc_pricewaterhousecoopersgl.

63 Vgl. http://www.energyagency.at/energiewirtschaft/aktuelle-projekte/smart-metering.html.

64 Vgl. http://www.energiesparclub.de/smart-meter/gastbeitrag-achillesferse-datenschutz/index.html.

65 Vgl. http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2009-09/uld-smartmeter-gutachten?page=1.

66 Vgl. http://www.zeit.de/digital/internet/2010-04/smartgrid-strom-hacker.

67 Vgl. https://www.vzbv.de/go/presse/1321/9/48/index.html.

68 Vgl. Picot (2009), S. 4f.

69 Vgl. http://smart-energy.blog.de/2010/05/03/eon-bayern-bdew-entwicklung-bereich-smart-metering- smart-grid-bleibt-erwartungen-zurueck-8507045/.

70 Vgl. BNetzA (2010).

71 Vgl. http://www.vzbv.de/mediapics/smart_metering_studie_05_2010.pdf.

72 Vgl. BNetzA (2010).

73 Vgl. http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2009-09/uld-smartmeter-gutachten?page=1.

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Details

Titel
Produktdifferenzierung als Instrument zur Steigerung der Attraktivität von Smart Meter
Hochschule
Universität Hamburg  (Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
36
Katalognummer
V267656
ISBN (Buch)
9783656580584
Dateigröße
591 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
"Wissend ist, wer weiß, wo er findet, was er noch nicht weiß." Georg Simmel (1858-1918), dt. Soziologe u. Philosoph
Schlagworte
Energiewirtschaft, Smart Meter, Produktdifferenzierung, EVU
Arbeit zitieren
Mustafa Sanlitürk (Autor), 2010, Produktdifferenzierung als Instrument zur Steigerung der Attraktivität von Smart Meter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267656

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