1 Einleitung 2
2 Die Landwirtschaft der DDR 2
2.1 Die marxistisch-leninistische Agrartheorie 2
2.2 Merkmale ihrer Agrarstruktur 3
2.3 Herausforderungen an die Landwirtschaft nach der Wiedervereinigung 4
3 Zwei neue Bundesländer und ihre Landwirtschaft im Vergleich 5
3.1 Basisdaten - Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt 5
3.2 Die Agrarwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns heute 5
3.2.1 Betriebstrukturen 6
3.2.2 Die landwirtschaftliche Flächennutzung 7
3.2.3 Entwicklung der Arbeitskräfte 8
3.2.4 Neue Richtung – der ökologische Landbau 8
3.3 Die heutigen Agrarstrukturen Sachsen-Anhalts 9
3.3.1 Die Betriebsstrukturen 9
3.3.2 Die landwirtschaftlichen Nutzungsverhältnisse 10
3.3.3 Die Situation der Arbeitskräfte 11
3.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Landwirtschaft 12
4 Ist die Landwirtschaft vom Erbe der DDR geprägt? 12
5 Zusammenfassung 13
Literaturverzeichnis 14
Gegenstand der Hausarbeit ist die Betrachtung und Analyse von den neuen Bundesländern, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, mit besonderem Bezug auf ihre Landwirt-schaft. Hierbei soll diskutiert werden, inwiefern die ehemaligen landwirtschaftlichen Struktu-ren der DDR diese zwei Regionen geprägt haben oder noch prägen.
In Kapitel 2 werden die Grundzüge und Problematiken der Landwirtschaft in der DDR aufge-zeigt, um somit mögliche Auswirkungen und resultierende Probleme nach dem Zeitpunkt der Wiedervereinigung abschätzen zu können. Im folgenden Kapitel soll nun speziell auf die zwei Bundesländer eingegangen werden. Hierzu sollen Kerndaten zu dem einzelnen Land gege-ben werden. Schwerpunkt bildend soll die jeweilige Landwirtschaft auf besondere Merkmale und ihre Strukturen anhand von Statistiken untersucht und analysiert werden. Im vierten Ka-pitel folgt eine Evaluierung, ob und wie weit die DDR diese landwirtschaftlichen Räume be-einflusst hat und ob dies heute noch zu erkennen ist. Bei dieser Evaluierung soll es sich um eine persönliche Einschätzung handeln, gestützt durch vorher festgehaltene Daten und Ar-gumente. Ihren Abschluss findet die Hausarbeit im fünften Kapitel mit einer Zusammenfas-sung des gewonnenen Wissens, sowie eine Schlussfolgerung für die Zukunft der Landwirt-schaft von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Landwirtschaft der DDR
2.1 Die marxistisch-leninistische Agrartheorie
2.2 Merkmale ihrer Agrarstruktur
2.3 Herausforderungen an die Landwirtschaft nach der Wiedervereinigung
3 Zwei neue Bundesländer und ihre Landwirtschaft im Vergleich
3.1 Basisdaten - Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt
3.2 Die Agrarwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns heute
3.2.1 Betriebstrukturen
3.2.2 Die landwirtschaftliche Flächennutzung
3.2.3 Entwicklung der Arbeitskräfte
3.2.4 Neue Richtung – der ökologische Landbau
3.3 Die heutigen Agrarstrukturen Sachsen-Anhalts
3.3.1 Die Betriebsstrukturen
3.3.2 Die landwirtschaftlichen Nutzungsverhältnisse
3.3.3 Die Situation der Arbeitskräfte
3.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Landwirtschaft
4 Ist die Landwirtschaft vom Erbe der DDR geprägt?
5 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die landwirtschaftlichen Strukturen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, um zu untersuchen, inwieweit das Erbe der DDR-Landwirtschaft diese Regionen bis heute prägt oder beeinflusst hat.
- Historische Entwicklung der DDR-Agrarstruktur (1945–1990)
- Vergleich der aktuellen Agrarwirtschaft in den beiden Bundesländern
- Analyse von Betriebsgrößen, Flächennutzung und Arbeitsmarktentwicklung
- Bewertung des ökologischen Landbaus als zukunftsorientierte Entwicklung
- Evaluierung der DDR-Prägung auf heutige Strukturen und Wirtschaftsprozesse
Auszug aus dem Buch
2.2 Merkmale ihrer Agrarstruktur
Gemäß der Umsetzung der Theorien wurde im Jahre 1945 die sogenannte „Verordnung über die Bodenreform“ durchgeführt. Dadurch verloren alle Privateigentümer mit einer Landfläche über 100 Hektar ihren Besitz, inklusive jeglicher Gebäude der landwirtschaftlichen Nutzung, landwirtschaftlicher Maschinen und Tiere. Der Boden wurde einem staatlichen Bodenfonds zugeführt. Des Weiteren wurden Betriebe mit weniger als 100 Hektar enteignet, insofern der Besitzer ein Kriegsverbrecher, Naziführer oder aktives Mitglied der NSDAP war. Dies geschah entschädigungslos. Insgesamt konnten so 3,3Millionen Hektar Land neu verteilt werden. Zum Teil wurden „Volkseigene Güter“(VEG) errichtet. Übrige Flächen wurden an Privatpersonen verteilt. So entstanden 210.276 neue bäuerliche Betriebe mit einer durchschnittlichen Fläche von 8,1 Hektar (Hohmann 1984:598). Diese Phase zeichnet sich also durch überwiegend klein- und mittelbäuerliche Strukturen aus.
Während der Kollektivierung von 1952-60 wurden kleine Betriebe zu „landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften“(LPG) zusammengeschlossen, unterschieden nach Typ I, II, III (Eckart/Wollkopf 1994:13). Zu Beginn gab es in einem Dorf mehrere kleine LPG, letztendlich wurden diese aber zusammengefasst zu einem „Groß-LPG“. In diesem waren so mehrere Dörfer vereinigt. Jedes LPG war immer strikt nach „Tier- und Pflanzenproduktion“ unterteilt (Grimm 1992:3). So reduzierte sich die Zahl der Betriebe von 445.000 1945 auf 20.280, meist sozialistische Betriebe, die 90% der landwirtschaftlichen Fläche nutzten. Diese hatten zu diesem Zeitpunkt noch eine überschaubare Größe von 150-600 Hektar (Arnold 1998:39). Zum Ende dieser Phase war so fast der gesamte, private Besitz beseitigt worden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur historisch bedingten landwirtschaftlichen Prägung der neuen Bundesländer durch das DDR-System.
2 Die Landwirtschaft der DDR: Darstellung der marxistisch-leninistischen Agrartheorie, der Bodenreform, der Kollektivierung in LPGs und der resultierenden Umweltschäden.
3 Zwei neue Bundesländer und ihre Landwirtschaft im Vergleich: Untersuchung der Agrarstrukturen, Flächennutzung und Arbeitsmarktsituation in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
4 Ist die Landwirtschaft vom Erbe der DDR geprägt?: Kritische Evaluierung, welche DDR-Strukturen (wie Betriebsgrößen) noch fortbestehen und welche Transformationsprozesse nach der Wende stattfanden.
5 Zusammenfassung: Fazit über die erfolgreiche Etablierung der Agrarwirtschaft in den neuen Bundesländern trotz anhaltender DDR-Einflüsse und struktureller Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Landwirtschaft, DDR, Agrarstruktur, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, LPG, Transformation, Bodenreform, ökologischer Landbau, Betriebsgröße, Agrarwirtschaft, Wiedervereinigung, Flächennutzung, Viehbestand, Agrarpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die landwirtschaftlichen Gegebenheiten in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt vor dem Hintergrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit in der DDR.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit thematisiert die landwirtschaftliche Historie der DDR, die aktuelle Betriebsstruktur, die Flächennutzung sowie die Arbeitsmarktsituation im Agrarsektor der neuen Bundesländer.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und inwiefern die ehemaligen landwirtschaftlichen Strukturen der DDR diese beiden Bundesländer bis in die Gegenwart hinein geprägt haben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Untersuchung basiert auf einer komparativen Analyse von statistischen Kerndaten und agrarwirtschaftlichen Kennzahlen beider Bundesländer sowie einer Evaluierung historischer Entwicklungsphasen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der DDR-Agrarpolitik und einen detaillierten Vergleich der heutigen Betriebsstrukturen, Nutzungsverhältnisse und der Arbeitsmarktentwicklung in den beiden gewählten Regionen.
Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Transformation, Agrarstruktur, DDR-Erbe, Betriebsgrößen und agrarökonomische Entwicklung charakterisiert.
Welche Bedeutung haben die Betriebsgrößen für die Schlussfolgerung?
Die ungewöhnlich hohe Anzahl an Großstrukturen in beiden Ländern im nationalen Vergleich dient als zentrales Indiz für ein fortbestehendes, wenn auch transformiertes DDR-Erbe.
Welche Rolle spielt der ökologische Landbau in der Region?
Insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern gilt der ökologische Landbau als zukunftsorientierter Sektor, der als Reaktion auf die intensive, ökologisch schädliche Landwirtschaft der DDR-Ära massiv an Bedeutung gewonnen hat.
Wie hat sich die Arbeitsmarktsituation in der Landwirtschaft verändert?
Nach 1990 kam es durch die Anpassung an kapitalistische Rentabilitätsvorgaben zu einem massiven Rückgang der Erwerbstätigenzahlen, welcher jedoch mit einer gesteigerten Arbeitsproduktivität einherging.
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- Caprice Mathar (Author), 2011, Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267676