Das Medium Print ist immer noch eines der wirksamsten Medien, wenn es um die Werbewirksamkeit geht - also die Wiedererkennung einer Marke oder eines Produktes. Wie sollten Bilder und Texte gestaltet und platziert sein, um eine möglichst hohe Erinnerung zu erreichen?
Inhaltsverzeichnis
1.0 Hinführung zum Thema
2.0 Das Medium „Print“
3.0 Erkenntnisse zur Anzeigenwirkung
3.1 Inhalt
3.1.1 Text
3.1.2 Bild & Gestaltung
3.2 Platzierung
4.0 Trends
5.0 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stand der Werbewirksamkeitsforschung im Bereich der Print-Anzeigen, um trotz des zunehmenden Trends zu Online-Werbekampagnen die Effektivität klassischer Printmedien zu beleuchten und zentrale Gestaltungsfaktoren sowie Platzierungsstrategien zu identifizieren.
- Wirkung von Print-Anzeigen im Vergleich zu digitalen Medien
- Optimierung von Anzeigeninhalten wie Text, Bild und Gestaltung
- Einfluss der Anzeigenplatzierung auf die Erinnerungsleistung
- Moderne Trends der Werbewirkungsmessung und Interaktionsmöglichkeiten
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Bild & Gestaltung
Das Motiv ist wohl der wichtigste Bestandteil einer Anzeige und entscheidend für seine Wirkung beim Leser. Gerade die Produktabbildung sei eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Werbung und Kampagne. Die Abbildung von Menschen in Anzeigen ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Punkt. Soll nun ein Kind, ein Mann, eine Frau oder eine Familie abgebildet werden. Vom Kindchenschema ausgehend bringt es nachweislich Vorteile Kinder in Werbeanzeigen abzubilden. Laut BauerMedia-Studie trägt die Abbildung von Menschen jedoch nur sehr wenig zu einer besseren Werbeleistung bei. So wurden sich an genau so viele Anzeigen mit prominenten Menschen errinert wie mit unbekannten. Die Verwendung von Kindern als gestalterisches Element lag dabei nur einen Prozentpunkt über den soeben genannten zwei Kategorien.
Welchen Einfluss jedoch die abgebildeten Personen auf den Rezipienten haben zeigt eine Studie des britischen Marktforschungsinstituts „Bunnyfoot“ aus dem Jahre 2006. Die Marktforscher verwendeten für Ihre Tests die so genannte EyeTracking-Methode, zu deutsch: Die Blickbewegungsregistrierung. Mit Hilfe einer speziellen Brille „wird gemessen, wie lange das Auge auf einem bestimmten Punkt verharrt (Fixation), in welcher Weise, wie oft und wie schnell sich die Augen bewegen (Sakkaden) und in welcher Reihenfolge die einzelnen Elemente des Werbemittels betrachtet werden. Am weitesten verbreitet ist das so genannte Cornea Reflex-Verfahren, bei dem die Blickbewegungen mit Hilfe eines Lichtstrahls, den das Auge der Testperson reflektiert, von einer Infrarot-Kamera aufgezeichnet werden“ (Zitat: www.marktforschung.de). Die Marktforscher fanden heraus, dass der Blick des Models (siehe Abb. 1) unterbewusst den Blick des Betrachters lenkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der klassischen Printwerbung im Kontext des wachsenden Online-Marktes dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2.0 Das Medium „Print“: Hier wird die Rolle von Zeitungen und Magazinen als Werbeträger sowie deren wahrgenommene Glaubwürdigkeit und Zielgruppenrelevanz analysiert.
3.0 Erkenntnisse zur Anzeigenwirkung: Das Kapitel bietet einen Überblick über Diagnosesysteme zur Werbestrategieanalyse und beleuchtet die Wirkung von Inhalt und Gestaltung.
3.1 Inhalt: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die kommunikative Wirkung von Inhalten und die Notwendigkeit einer zielgruppengerechten Gestaltung.
3.1.1 Text: Hier werden Methoden zur Messung der Textverständlichkeit sowie Anforderungen an die textliche Gestaltung einer Anzeige erörtert.
3.1.2 Bild & Gestaltung: Dieses Kapitel analysiert den Einfluss von visuellen Elementen auf den Betrachter, unter anderem durch den Einsatz von EyeTracking-Studien.
3.2 Platzierung: Die Bedeutung der physischen Platzierung einer Anzeige innerhalb einer Publikation wird im Hinblick auf die Erinnerungswerte kritisch hinterfragt.
4.0 Trends: Hier werden neue Entwicklungen wie AdSpecials und die Verknüpfung von Print-Anzeigen mit digitalen Inhalten mittels Smartphones vorgestellt.
5.0 Fazit: Das Fazit fasst die anhaltende Bedeutung von Printanzeigen als glaubwürdiges Medium trotz fortschreitender Digitalisierung zusammen.
Schlüsselwörter
Printwerbung, Anzeigenwirkung, Werbewirksamkeitsforschung, Blickbewegungsregistrierung, EyeTracking, AttentionTracking, Werbestrategie, Printmedien, Image-Transfer, Mediaplanung, AdSpecials, Anzeigenplatzierung, Kommunikation, Konsumentenverhalten, Werbebotschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie klassische Print-Anzeigen trotz des Trends zum Internet wirken und wie Unternehmen ihre Anzeigen gestalten müssen, um eine optimale Werbewirksamkeit zu erzielen.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Wirkung des Mediums Print, der psychologischen Gestaltung von Anzeigeninhalten, der Platzierung innerhalb von Magazinen sowie auf aktuellen technologischen Trends wie AdSpecials.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Stand der wissenschaftlichen Forschung zur Wirksamkeit von Print-Anzeigen aufzuarbeiten und Handlungsempfehlungen für eine effektive Gestaltung zu geben.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Analyse herangezogen?
Der Autor stützt sich auf bestehende Studien, wie die der Bauer Media Akademie, sowie auf methodische Ansätze wie EyeTracking und verschiedene Diagnosesysteme zur Werbestrategie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert Einflussfaktoren wie Textverständlichkeit, Bildgestaltung und die Wirkung der Anzeigenplatzierung auf die Erinnerung des Lesers.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Printwerbung, EyeTracking, Werbewirksamkeit, AttentionTracking und Medienmix.
Welche Erkenntnis gewinnt der Autor in Bezug auf die Platzierung von Anzeigen im Heft?
Der Autor hinterfragt das Vorurteil, dass Anzeigen zwingend im vorderen Teil eines Magazins platziert sein müssen, und betont stattdessen die Bedeutung eines passenden redaktionellen Umfelds.
Wie verändert laut dem Autor die Digitalisierung die Printwerbung?
Die Digitalisierung führt dazu, dass Print-Anzeigen vermehrt durch personalisierte digitale Elemente, wie etwa scanbare Codes für Smartphones, ergänzt werden, um eine höhere Interaktion zu erzielen.
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- Tim Mittelstaedt (Autor), 2009, Der Stand der Werbewirksamkeitsforschung bei Print-Werbung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267894