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Der Begriff der Person - Die Willensstruktur als hinreichendes Personenmerkmal bei Harry G. Frankfurt

Título: Der Begriff der Person - Die Willensstruktur als hinreichendes Personenmerkmal bei Harry G. Frankfurt

Trabajo , 2004 , 26 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Edgar Hegner (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Den Schwerpunkt meiner Untersuchung nehmen Frankfurts Bedingungen des Personseins, sprich der Begriff von Volitionen zweiter Stufe ein. Mit dem Personenbegriff verwandte Begriffe wie Willensfreiheit und Verantwortung muss ich in meiner Arbeit beiseite lassen, um den Fokus umso konzentrierter auf die Bedingungen des Personseins zu richten. Ich möchte prüfen, ob es Frankfurt gelingt, den Begriff der Person tatsächlich auf die motivationale Struktur zurückzuführen und einen nicht-normativen Begriff der Person zu begründen, wobei ich mich ausschliesslich auf seinen Aufsatz ›Willensfreiheit und der Begriff der Person‹ stütze. In einem ersten Kapitel werde ich dazu die einzelnen Elemente der motivationalen Struktur oder wie Frankfurt sagen würde, der Struktur des Willens, herausarbeiten und sie gegeneinander abgrenzen. Diese Elemente sind: Wünsche erster Stufe, der Wille, Wünsche zweiter Stufe und Volitionen zweiter Stufe. Im Anschluss an diese Präsentation seines Modells höherstufiger Wünsche beschäftige ich mich in einem zweiten Kapitel eingehender mit dem Schlüsselelement, mit Volitionen zweiter Stufe. Der Begriff von Volitionen zweiter Stufe ist zentral für Frankfurts Personenbegriff, eine Volition zweiter Stufe zu haben, ist die Bedingung fürs Personsein. Eine Kreatur, die also diese Art von Wünsche hat, nennt Frankfurt eine Person. Ich werde mich in diesem zweiten Teil der Frage widmen, welche Bedingungen überhaupt das Entstehen von Volitionen zweiter Stufe ermöglichen und wie der Bildungsprozess von Volitionen zweiter Stufe im einzelnen aussieht. Nach dem ich im ersten und zweiten Kapitel versucht habe, die spezifischen Züge von Volitionen zweiter Stufe herauszuschälen, werde ich im dritten Kapitel einen kritischen Blick auf Frankfurts Projekt werfen. Ich werde prüfen, ob es tatsächlich hinreichende Bedingungen gibt, die einen Wunsch zweiter Stufe als Volition zweiter Stufe auszeichnen und somit eine hinreichende Eigenschaft fürs Personsein liefern. Nehmen bestimmte Wünsche zweiter Stufe wirklich zurecht diese vorrangige Bedeutung bei der Grundlegung des Personenbegriffs ein, die ihnen Frankfurt gegenüber anderen Wünschen erster und zweiter Stufe gewährt? Wieso drücken ausgerechnet die Wünsche erster Stufe, die den Volitionen zweiter Stufe zugrunde liegen, das aus, was eine Person „wirklich“ will? Stützt sich Frankfurt zur Begründung des Personenbegriffs wirklich ausschliesslich auf die motivationale Struktur, d.h. auf die Willensstruktur?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitende Worte

1. Die Struktur des Willens und ihre Elemente

1.1 Der vielgestaltige weite Begriff des Wünschens und seine Differenzierungen

1.2 Differenzierung zwischen Wünschen erster und Wünschen zweiter Stufe

1.2.1 Wünsche erster Stufe und der Wille

1.2.2 Wünsche zweiter Stufe und Volitionen zweiter Stufe

2. Voraussetzungen und Entstehungsprozess von Volitionen zweiter Stufe

2.1 Vernunft als Voraussetzung für die Bildung von Volitionen zweiter Stufe

2.2 Entstehungsprozess einer Volition zweiter Stufe

2.2.1 Identifikation mit einem Wunsch erster Stufe

2.2.2 Der Beitrag des Reflexionsvermögens

2.2.3 spontane Identifikation und Bildung einer Volition zweiter Stufe

2.2.4 entschlossene Identifikation und Anneignung einer Volition zweiter Stufe

2.2.5 Schlusswort zum Bildungsprozess von Volitionen zweiter Stufe

3. Problemfelder dieses Projekts der Entwicklung eines Personenbegriffs

3.1 Die Handlungswirksamkeit von Wünschen erster und zweiter Stufe

3.2 Abhängigkeit der Wünsche zweiter Stufe von Wünschen erster Stufe

3.3 Was lässt sich aus der höherstufigen Willensstruktur ableiten ?

3.3.1 unbewusste Wünsche zweiter Stufe oder gar unbewusste Volitionen ?

3.3.2 kritische Betrachtung der Vernunft als Voraussetzung für Volitionen

3.4 Kritische Betrachtung des Identifikationsprozesses

4. Schlussüberlegungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht kritisch die von Harry G. Frankfurt entwickelte Konzeption höherstufiger Wünsche, um zu prüfen, ob sich der Begriff der Person erfolgreich auf die motivationale Struktur zurückführen lässt. Dabei wird insbesondere analysiert, ob Volitionen zweiter Stufe tatsächlich hinreichende Kriterien für das Personsein liefern oder ob dieser Ansatz letztlich auf normativen Werturteilen basiert.

  • Struktur des Willens und Unterscheidung von Wünschen erster und zweiter Stufe
  • Die Rolle der Vernunft und des Reflexionsvermögens bei der Bildung von Volitionen
  • Prozesse der Identifikation mit Wünschen als Grundlage des Personenbegriffs
  • Kritische Reflexion über die Handlungswirksamkeit und den normativen Charakter von Frankfurts Theorie

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Der Beitrag des Reflexionsvermögen

Der Vernunft im Sinne eines Reflexionsvermögens kommt eine spezifische Aufgabe innerhalb des Bildungsprozesses von Volitionen zweiter Stufe zu. Frankfurt ist der Meinung, dass grundsätzlich alle Wünsche und Neigungen im wörtlichen Sinne eigene Wünsche sind, sofern es sich um unreflektierte Wünsche erster Stufe handelt. Es wäre also falsch von einer Unterscheidung zwischen äusseren und inneren Einflüssen bezüglich solchen Wünschen zu sprechen. Ein Drogensüchtiger kann sich wünschen, sowohl die Droge zu nehmen, wie auch von der Sucht loszukommen. Beides sind gemäss Frankfurt seine eigenen Wünsche. Erst wenn der Süchtige seinen Wünschen nicht mehr gleichgültig gegenübersteht und sie reflektiert, wird ihm eine von seinen Wünschen geschiedene Identität und damit die Identifikation mit anderen oder neu bewerteten Wünschen ermöglicht. Diese Reflexion erlaubt die Sprechweise von eigenen und fremden Wünschen, von dem Unterschied zwischen eigener Kraft und äusseren Einflüssen. Während dieser Selbstbetrachtung muss er sich aus irgendeinem Grunde auf eine Seite gezogen fühlen, sodass er sich einen Wunsch mehr zu eigen macht als den anderen.22 Dieses Verlangen nach einem der beiden Wünsche ist ein Wunsch zweiter Stufe und kann Volition zweiter Stufe genannt werden, falls es zu einer Identifikation mit dem darunterliegenden Wunsch erster Stufe kommt. Findet keine Identifikation statt, so kann auch keine Volition zweiter Stufe entstehen und die Person zerfällt. Es drängt sich die Frage auf, unter welchen Umständen und wie es zu einer Identifikation kommt? Frankfurts Aufsatz lässt uns mit dieser relevanten und schwerwiegenden Frage ziemlich im Dunkeln, es scheint zwei Möglichkeiten zu geben, eine spontane Identifikation oder ein Entschluss zu einer Identifikation, die wir im Folgenden näher betrachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Struktur des Willens und ihre Elemente: Einführung in Frankfurts Modell der motivationalen Struktur und Abgrenzung von Wünschen verschiedener Stufen.

2. Voraussetzungen und Entstehungsprozess von Volitionen zweiter Stufe: Analyse der Rolle von Vernunft und Identifikationsprozessen bei der Entstehung von Volitionen.

3. Problemfelder dieses Projekts der Entwicklung eines Personenbegriffs: Kritische Auseinandersetzung mit der normativen Basis und der tatsächlichen Handlungswirksamkeit höherstufiger Wünsche.

4. Schlussüberlegungen: Resümee, dass Frankfurts Theorie keine hinreichende, rein deskriptive Bedingung für das Personsein liefert.

Schlüsselwörter

Personenbegriff, Harry G. Frankfurt, Wille, Wünsche erster Stufe, Wünsche zweiter Stufe, Volitionen zweiter Stufe, motivationale Struktur, Vernunft, Reflexionsvermögen, Identifikation, Handlungswirksamkeit, Autonomie, normative Theorie, Selbstbewertung, Willensfreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Frankfurts philosophisches Modell, das den Begriff der Person über die Struktur des Wollens (insbesondere höherstufige Wünsche) definiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Willensstruktur, den Unterschied zwischen Wünschen und Volitionen, den Prozess der Identifikation sowie die Frage nach dem normativen Gehalt von Frankfurts Personenbegriff.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob Frankfurts Kriterien für das Personsein objektiv und hinreichend sind, oder ob sie heimlich auf normativen Werturteilen beruhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Frankfurts Argumente anhand seines zentralen Aufsatzes einer kritischen Prüfung unterzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Elemente der motivationalen Struktur, die Rolle der Vernunft bei der Volitionenbildung sowie die Problemfelder, die bei der Identifikation mit Wünschen entstehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Personenbegriff, Volitionen zweiter Stufe, motivationale Struktur, Identifikation und Willensfreiheit.

Inwiefern spielt das Reflexionsvermögen für Frankfurt eine Rolle?

Frankfurt sieht in der Vernunft eine notwendige Bedingung, um kritische Distanz zu den eigenen Wünschen zu gewinnen und sich so als Person zu identifizieren.

Warum kritisiert der Autor Frankfurts Modell?

Der Autor argumentiert, dass Frankfurt den Übergang vom bloßen Wunsch zur Volition willkürlich autorisiert und damit den angestrebten nicht-normativen Charakter seines Modells verfehlt.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Begriff der Person - Die Willensstruktur als hinreichendes Personenmerkmal bei Harry G. Frankfurt
Universidad
University of Freiburg  (Lehrstuhl für Philosophie des Menschen und der Humanwissenschaften)
Curso
Der Personenbegriff
Calificación
1
Autor
Edgar Hegner (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
26
No. de catálogo
V26840
ISBN (Ebook)
9783638290593
ISBN (Libro)
9783640462827
Idioma
Alemán
Etiqueta
Begriff Person Willensstruktur Personenmerkmal Harry Frankfurt Personenbegriff
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Edgar Hegner (Autor), 2004, Der Begriff der Person - Die Willensstruktur als hinreichendes Personenmerkmal bei Harry G. Frankfurt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26840
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