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Der nationalsozialistische Vierjahresplan 1936-1940

Das Primat der Großindustrie

Titel: Der nationalsozialistische Vierjahresplan 1936-1940

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2008 , 18 Seiten

Autor:in: MA Guido Maiwald (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden zwei Fragestellungen von zentraler Bedeutung sein:

1. Wie gelang es dem nationalsozialistischen Regime die gesamte Wirtschaft für Rüstungsinvestitionen und Kriegsvorbereitung einzuspannen und

2. wer waren die Gewinner und wer die Verlierer der nationalsozialistischen „Planwirtschaft“?

Da die nationalsozialistische Ideologie keine wirtschaftlichen Inhalte besaß, wird zunächst festzustellen sein, wie die Führungsriege der Partei sich am Beginn ihrer Herrschaft pragmatisch mit diesem Thema beschäftigte. Im Anschluss soll die Entstehung des Vierjahresplanes, die Annahmen die zu seiner Entstehung führten und seine Ziele dargestellt werden. Im Hauptteil der Arbeit soll schließlich gemäß der Fragestellung untersucht werden, inwieweit es gelang mithilfe des Vierjahresplanes die Grundvoraussetzungen für eine Kriegswirtschaft und somit die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Transaktionen mit dem Ausland herzustellen. Im letzten Teil der Arbeit soll dargestellt werden, welche wirtschaftlichen Bereiche von dem Postulat des Vierjahresplans profitierten und welche darunter zu leiden hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Auf dem Weg zur Planwirtschaft

1.1 Die Rüstungspolitik bis 1936

2. Der Vierjahresplan

3. Gewinner und Verlierer des Vierjahresplans

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie das nationalsozialistische Regime die deutsche Wirtschaft gezielt auf Rüstungsinvestitionen und Kriegsvorbereitung ausrichtete und welche sozioökonomischen Auswirkungen diese Politik auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen hatte.

  • Mechanismen der nationalsozialistischen Wirtschaftslenkung
  • Entstehung und Ziele des Vierjahresplans
  • Finanzierung der Aufrüstung und Rolle der Großindustrie
  • Folgen der Autarkiepolitik für den Mittelstand und die Arbeiterschaft

Auszug aus dem Buch

1. Auf dem Weg zur Planwirtschaft

Nach dem dramatischen Zusammenbruch der Weltwirtschaft und der nachfolgenden Krise von 1929 bis 1932 wurde bereits im Jahre 1937 von einem deutschen Wirtschaftswunder gesprochen, da das Sozialprodukt sich gegenüber dem Höchstkrisenstand bereits verdoppelt hatte. Bereits im Jahre 1937 waren 6 Millionen Arbeitslose wieder in den Arbeitsprozess integriert, vielmehr offenbarte sich ein Mangel an Arbeitskräften, während die Arbeitslosenquote in Amerika noch 20 % betrug. Bei dieser Entwicklung half den Nationalsozialisten die Klärung der Reparationsfrage während der Regierung Brüning, die generelle Erholung der Weltwirtschaft und der Rückhalt den die Nationalsozialisten vor allem bei mittelständischen Wählern hatten.

Dabei erfolgte eine deutliche Kursänderung in der Wirtschaftspolitik, die von erheblichen Subventionen und Anforderungen der öffentlichen Institutionen von mehr als einer Mrd. Mark bereits im ersten Jahr (der 10fache Wert der Ausgaben von 1933), sowie mit einer starken Ausrichtung auf Aufrüstung verbunden war. Zentralisierung öffentlicher Institutionen und ein Wechsel der Führungspersönlichkeiten waren das Gebot der Stunde. Bereits am 30. Januar 1933 verwirklichte der deutschnationale Wirtschafts- und Agrarminister Hugenberg seinen Plan von einem Krisenministerium, in dem er die Aufgaben des ehemaligen Agrar- und Wirtschaftsministeriums in einem Ministerium vereinte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Auf dem Weg zur Planwirtschaft: Das Kapitel beschreibt die wirtschaftliche Neuausrichtung nach 1933, die durch massive Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und eine zunehmende Zentralisierung gekennzeichnet war.

1.1 Die Rüstungspolitik bis 1936: Hier wird der Fokus auf die fiskalpolitische Machtübernahme und die Einführung des Mefo-Wechsels zur verdeckten Finanzierung der Rüstung gelegt.

2. Der Vierjahresplan: Dieses Kapitel erläutert die Umstellung der Wirtschaft auf Autarkie und die zunehmende bürokratische Lenkung unter Hermann Göring.

3. Gewinner und Verlierer des Vierjahresplans: Abschließend wird analysiert, wie Rüstungs- und Chemieindustrie profitierten, während insbesondere mittelständische Betriebe und Arbeiter unter der Konzentrationspolitik litten.

Schlüsselwörter

Vierjahresplan, Nationalsozialismus, Aufrüstung, Kriegswirtschaft, Autarkie, Mefo-Wechsel, Großindustrie, Arbeitsbeschaffung, Planwirtschaft, Rüstungspolitik, Wirtschaftslenkung, Reallöhne, Hermann Göring, Hjalmar Schacht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Transformation Deutschlands während des Nationalsozialismus zwischen 1936 und 1940, insbesondere unter dem Fokus des Vierjahresplans.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Kriegsvorbereitung durch wirtschaftliche Autarkie, die Finanzierung der Aufrüstung sowie die Lenkung von Arbeitsmarkt und Produktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie das Regime die Wirtschaft in den Dienst der Aufrüstung stellte und wie die Gewinne und Lasten dieser Politik zwischen den gesellschaftlichen Gruppen verteilt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Wirtschaftsdaten und einschlägiger Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Entstehung des Vierjahresplans, die Rolle der Akteure wie Schacht und Göring sowie die Auswirkungen auf verschiedene Industriebereiche und die Arbeiterschaft detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Vierjahresplan, Autarkie, Rüstungspolitik, Kriegswirtschaft, staatliche Kommandowirtschaft und Industrielle Konzentration.

Welche Rolle spielte Hjalmar Schacht für die Rüstungsfinanzierung?

Schacht fungierte als Mittler zwischen der Bankenwelt und der Industrie und ermöglichte durch Instrumente wie den Mefo-Wechsel die Finanzierung der Rüstung, ohne das Staatsdefizit offiziell auszuweisen.

Warum litten mittelständische Unternehmen besonders unter dem Vierjahresplan?

Der Vierjahresplan förderte Großunternehmen, die in der Lage waren, hohe Investitionssummen aufzubringen und rüstungsrelevante Güter zu produzieren, während kleine Betriebe oft zugunsten der Produktionsvorgaben vernachlässigt wurden.

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Details

Titel
Der nationalsozialistische Vierjahresplan 1936-1940
Untertitel
Das Primat der Großindustrie
Autor
MA Guido Maiwald (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
18
Katalognummer
V268521
ISBN (eBook)
9783656602743
ISBN (Buch)
9783656602736
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nationalsozialismus NS Diktatur Hitler Vierjahresplan 1936 1940 Planwirtschaft Rüstungspolitik Rüstungswirtschaft Rüstungsindustrie Rüstungsinvestitionen Kriegsvorbereitung Wirtschaftskrise Wirtschaftswunder Bruttosozialprodukt Reparationsfrage Reparationszahlungen 1. Weltkrieg Erster Weltkrieg Subventionen Wirtschaftspolitik Hugenberg Landwirtschaft Zolländerung Außenhandel Arbeitslosigkeit NSDAP Darré Agrarverbände Reichsnährstand Erbhofgesetz Großwirtschaft Steuererleichterungen Steuern Luther Reichsbank Aufrüstungsprogramm Reinhardt-Plan Devisen Krosigk Mefo-Wechsel Autobahnbau Kriegsfinanzierung Nationalsozialisten Weltwirtschaftskrise Rohstoffe Expansionspolitik Autarkie Funk Kriegsplanung Karinhall-Plan Krauch Rüstungsproduktion Waffen Aufrüstung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA Guido Maiwald (Autor:in), 2008, Der nationalsozialistische Vierjahresplan 1936-1940, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268521
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Leseprobe aus  18  Seiten
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