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Der Wasserkreislauf. Grundgleichung des Wasserhaushaltes

Title: Der Wasserkreislauf. Grundgleichung des Wasserhaushaltes

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,70

Autor:in: Dimitri Falk (Author)

Earth Science / Geography - General, Basics
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Bereits in der Antike spekulierten Aristoteles und Thales über das Phänomen des Wasserkreislaufs. Obgleich sie erkannten, dass Wasser eine wichtige Voraussetzung für das Leben auf der Erde ist, so entzogen sich ihnen die grundlegenden Zusammenhänge, die den Kreislauf ausmachen (Marcinek/Rosenkranz 1996:25). Erst in der Renaissance wurden die korrekten Relationen von Leonardo da Vinci erkannt (Marcinek/Rosenkranz 1996:26). Das Modell fand zu jener Zeit jedoch keine weitgehende Akzeptanz und erreichte die volle Anerkennung erst im 19. Jh. (Wilhelm 1997:13) durch wegweisende Arbeiten von J. Murray und E. Brückner (Marcinek/Rosenkranz 1996:26). Stellvertretend für den Anreiz der Forschungen lässt sich nachfolgendes Zitat heranziehen (Pfaff 1878 zit. in Marcinek/Rosenkranz 1996:25):

Den Lauf der Wasser von den Bergen zu den Thälern, von dem Lande zum Meere sehen wir unaufhörlich vor unseren Augen sich vollziehen, und dennoch wird das Meer nicht voller und die Quellen und Ströme versiegen nicht.

Wasser ist aufgrund seiner Eigenschaften für das Leben auf der Erde von außerordentlicher Bedeutung. Es ist ein wichtiges Medium bei vielen Stoffwechselvorgängen (Keller 1961:9) und stellt somit die Grundlage allen Lebens dar. Prognosen der Klimaerwärmung und des Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2025 ergeben jedoch, dass in weiten Teilen der Erde Wasserknappheit herrschen wird, da aufgrund des steigenden Bedarfs das verfügbare Wasser nicht mehr ausreichen wird (Schulte et al. 2007:451). Zudem spielt es durch seine Bindung an den Strahlungs- und Wärmehaushalt eine tragende Rolle für das Klima (Schönwiese 2008:152).

Den Einstieg in das Thema stellt eine Übersicht über die auf der Erde verfügbaren Wasservorkommen und deren unterschiedliche Verteilung dar. Anschließend werden die globalen Zusammenhänge im Modell des Wasserkreislaufs vorgestellt, um darauf aufbauend detaillierter auf die Verdunstung, den Niederschlag und den Abfluss als wichtigste Komponente des Wasserkreislaufs einzugehen. Basierend auf diesen Ausführungen wird die Grundgleichung des Wasserhaushaltes erläutert, die es ermöglicht, die im Wasserkreislauf zirkulierenden Wassermengen quantitativ zu erfassen. Schließlich wird der anthropogene Eingriff in den Wasserkreislauf angerissen und mit den daraus resultierenden Folgen vorgestellt. Ziel der Arbeit ist es die Zusammenhänge und Prozesse im Modell des Wasserkreislaufs herauszuarbeiten und basierend auf der Grundgleichung des Wasserhaushaltes einen Einblick

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wasservorkommen auf der Erde

3 Der Wasserkreislauf

3.1 Verdunstung

3.2 Niederschlag

3.3 Abfluss

4 Grundgleichung des Wasserhaushaltes

5 Anthropogener Eingriff in den Wasserkreislauf

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit den grundlegenden physikalischen Prozessen des globalen Wasserkreislaufs und der quantitativen Erfassung der verfügbaren Wassermengen mithilfe der Grundgleichung des Wasserhaushaltes. Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Zusammenhänge im Wasserkreislauf zu schaffen und aufzuzeigen, wie anthropogene Einflüsse sowie der steigende Wasserbedarf die nachhaltige Nutzung dieser essenziellen Ressource herausfordern.

  • Verteilung der Wasservorkommen auf der Erde
  • Prozesse des Wasserkreislaufs: Verdunstung, Niederschlag und Abfluss
  • Methodik der quantitativen Wasserhaushaltsbilanzierung
  • Direkte und indirekte menschliche Eingriffe in hydrologische Systeme
  • Herausforderungen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft

Auszug aus dem Buch

3.2 Niederschlag

Niederschlag ist ein Prozess, bei dem der Atmosphäre mittels Kondensation bzw. Deposition Wasserdampf entzogen und den Meer- und Landflächen in fester oder flüssiger Form zugeführt wird (Schulte et al. 2007:454-455). Niederschlag kann nur dann auftreten, wenn Luftmassen einen Temperaturrückgang unter den Taupunkt erfahren, sodass der Sättigungsdampfdruck von Wasser überschritten wird. Der überschüssige Wasserdampf kondensiert dabei an feinsten atmosphärischen Partikeln wie Staub, Ruß und Salzkristallen, den sogenannten Kondensationskernen, und führt zur Wolkenbildung (Goudie 2002:358). Die Kondensation setzt sich so lange fort, bis sich ein neues Gleichgewicht zwischen Sättigungsdampfdruck und Wasserdampfdruck eingestellt hat (McKnight/Hess 2009:191). Die Abkühlung von Luftmassen unter den Taupunkt erfolgt für gewöhnlich, wenn diese in höhere Schichten aufsteigen und sich dabei adiabatisch abkühlen. Dabei wird keine Wärmeenergie an die Umgebung abgegeben, sondern das Luftpaket dehnt sich als Folge der Luftdruckabnahme mit der Höhe aus und verliert an Temperatur (Goudie 2002:357).

Ein Luftpaket kann einerseits spontan aufsteigen, was mit Konvektion zusammenhängt, indem eine Erwärmung des Luftpakets durch Wärmeabstrahlung von der Erdoberfläche erfolgt. Die entstehenden warmen Luftmassen haben eine geringere Dichte als die umgebende Luft und steigen deshalb auf, wobei sie sich adiabatisch abkühlen und unter den Taupunkt gelangen (Goudie 2002:360). Andererseits kann Niederschlag aber auch durch erzwungenes Aufsteigen feuchter Luftmassen verursacht werden. Stoßen vorherrschende Winde auf ein Gebirge, werden diese zum Aufsteigen gezwungen, wodurch sich die Luftmassen ebenfalls adiabatisch abkühlen (Goudie 2002:360). Dieser orographische Niederschlag ist stark von den bodennahen Hauptwindrichtungen abhängig, sodass Luvseiten der Kontinente und Gebirge demnach niederschlagsreicher sind als entsprechende Leeseiten (Barsch/Bürger 1996:236).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die historische Betrachtung des Wasserkreislaufs sowie die Darlegung der Zielsetzung und Relevanz der Untersuchung.

2 Wasservorkommen auf der Erde: Analyse der ungleichmäßigen Verteilung des Wassers auf verschiedene Erdspeicher wie Ozeane, Grundwasser und Gletscher.

3 Der Wasserkreislauf: Detaillierte Betrachtung der Hauptkomponenten Verdunstung, Niederschlag und Abfluss als dynamisches System.

3.1 Verdunstung: Erläuterung der Prozesse von Evaporation und Transpiration sowie deren physikalische Abhängigkeiten.

3.2 Niederschlag: Darstellung der physikalischen Bedingungen für Kondensation und Wolkenbildung sowie der verschiedenen Niederschlagsarten.

3.3 Abfluss: Analyse der Wege des Wassers von der Infiltration in den Boden bis hin zum ober- und unterirdischen Abfluss in Vorfluter.

4 Grundgleichung des Wasserhaushaltes: Vorstellung der mathematischen Grundlagen zur quantitativen Bilanzierung von Wassermengen.

5 Anthropogener Eingriff in den Wasserkreislauf: Untersuchung der menschlichen Auswirkungen auf hydrologische Systeme durch Landschaftsveränderungen und Schadstoffeinträge.

6 Zusammenfassung: Reflexion über die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit Wasserressourcen angesichts aktueller Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Wasserkreislauf, Wasserhaushalt, Hydrologie, Evapotranspiration, Niederschlag, Abfluss, Grundwasser, Bodenfeuchte, Wasserbilanz, Anthropogene Eingriffe, Infiltration, Ressourcenmanagement, Klimawandel, Nachhaltigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die physikalischen Grundlagen und Prozesse des globalen Wasserkreislaufs sowie deren Bedeutung für die Verfügbarkeit von Wasser als lebensnotwendige Ressource.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den zentralen Feldern gehören die Speicherformen des Wassers, die Prozesse des Austauschs zwischen Atmosphäre und Erdoberfläche sowie die methodische Erfassung dieser Mengen mittels Wasserbilanzgleichungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die komplexen Prozesse des Wasserkreislaufs transparent zu machen und zu erläutern, wie die Grundgleichung des Wasserhaushaltes dabei hilft, die dem Menschen zur Verfügung stehenden Wassermengen quantitativ zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der hydrologischen Fachliteratur, um die physikalischen Abläufe des Wasserkreislaufs und die mathematischen Ansätze zur Wasserhaushaltsbilanzierung darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Teilprozesse (Verdunstung, Niederschlag, Abfluss), die Einführung der Wasserhaushaltsgleichungen und die Diskussion anthropogener Einflüsse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wasserkreislauf, Wasserbilanz, Hydrologie, Evapotranspiration und anthropogene Eingriffe.

Warum ist die Unterscheidung zwischen aktueller und potentieller Evapotranspiration wichtig?

Die Unterscheidung verdeutlicht den Unterschied zwischen der tatsächlich unter herrschenden Umweltbedingungen verdunstenden Menge und der maximal möglichen Verdunstung bei optimaler Wasserverfügbarkeit.

Wie beeinflussen menschliche Eingriffe im Gewässerbett den Wasserkreislauf?

Durch den Bau von Dämmen, Rückhaltebecken und Uferbefestigungen wird die natürliche Dynamik des Abflusses zeitlich und örtlich umverteilt, was wiederum lokale Verdunstungsraten und Abflussmuster verändert.

Welche Rolle spielt die Bodenbeschaffenheit beim Abfluss?

Die Sättigung und Struktur des Bodens entscheiden darüber, wie viel Niederschlagswasser infiltriert werden kann und welcher Anteil als oberflächlicher Abfluss direkt in die Vorfluter gelangt.

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Details

Title
Der Wasserkreislauf. Grundgleichung des Wasserhaushaltes
College
RWTH Aachen University  (Geographisches Institut)
Course
Grundseminar Physische Geographie
Grade
1,70
Author
Dimitri Falk (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V269564
ISBN (eBook)
9783656607113
ISBN (Book)
9783656607038
Language
German
Tags
Wasservorkommen Wasserkreislauf Niederschlag Verdunstung Abfluss Wasserhaushalt Wasserhaushaltsgleichung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dimitri Falk (Author), 2010, Der Wasserkreislauf. Grundgleichung des Wasserhaushaltes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269564
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