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Geldwäsche mit mobilen Bezahlsystemen. Möglichkeiten & Maßnahmen zur Eindämmung

Titel: Geldwäsche mit mobilen Bezahlsystemen. Möglichkeiten & Maßnahmen zur Eindämmung

Seminararbeit , 2013 , 21 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Jens Christoph Parker (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Geldwäsche ist die bewusste Überführung illegaler finanzieller Ressourcen in das legale Finanzsystem. Illegale finanzielle Ressourcen entstehen durch kriminelle Aktivitäten, wie zum Beispiel Drogenhandel. Berechnungen gehen davon aus, dass jährlich Geldwäsche mit einem globalen Volumen von ungefähr 2,22 Billionen € stattfindet. Geldwäsche führt zu steuerlichen Mindereinnahmen, unterstützt illegale Aktivitäten und kreiert Risiken für das Finanzsystem. Geldwäsche verursacht u.a. dadurch gesamtgesellschaftliche Belastungen und Risiken. Die konkreten Geldwäschemethoden passen sich u.a. den Entwicklung des Finanzsystems an.

Eine solche Entwicklung sind zurzeit die mobilen Bezahlsysteme. Mobile Bezahlsysteme bieten unterschiedliche Möglichkeiten Zahlungen mit einem mobilen Endgerät vorzunehmen. Diese Arbeit stellt daher die Frage, welche Möglichkeiten mobile Bezahlsysteme zur Geldwäsche bieten und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden können.

Dabei begrenzt sich die Arbeit bei der Betrachtung von den Grundzügen der Geldwäsche aufgrund der weiten Verbreitung auf das drei Phasen Modell. Bezüglich der potentiellen Maßnahmen wird sich auf die regulatorische, organisatorische und technische Ebene fokussiert. Die Beispiele sind zur Verdeutlichung inhaltlicher Aspekte ausgewählt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einleitung in die Thematik

1.2 Aufbau

2 Geldwäsche

2.1 Entwicklung

2.1 Das Drei Phasen Modell

3 Mobile Bezahlsysteme

3.1 Entwicklung

3.2 Systeme

4 Geldwäsche mit mobilen Bezahlsystemen

4.1 Systemimmanente Möglichkeiten

4.2 Phasenbetrachtung

5 Maßnahmen zur Eindämmung

5.1 Regulatorische Maßnahmen

5.3 Maßnahmen für Unternehmen

5.2 Technische Maßnahme

6 Kritische Würdigung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Missbrauchspotenzial mobiler Bezahlsysteme für Geldwäscheaktivitäten und analysiert geeignete regulatorische, organisatorische sowie technische Gegenmaßnahmen zur Prävention.

  • Grundlagen und Drei-Phasen-Modell der Geldwäsche
  • Technische und ökonomische Entwicklung mobiler Bezahlsysteme
  • Systemimmanente Geldwäsche-Risiken bei mobilen Zahlungen
  • Phasenorientierte Analyse der Geldwäscheprozesse
  • Regulatorische Anforderungen und unternehmerische Abwehrmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

4.2 Phasenbetrachtung

In der ersten Phase des Geldwäscheprozess eignen sich vor allen Dingen mobile Bezahlsysteme, die Bareinzahlungen ermöglichen.75 Dadurch kann illegales Bargeld anonym in Buchwerte umgewandelt werden. Beispielsweise kann im malaysischen mobilen Bezahlsystem MEPS eine Einzahlung über einen Automat auch ohne Identifizierung erfolgen.76 Dieses System ist eine Ausnahme.77 Darüber hinaus sind hier mobile Bezahlsysteme mit hoher Anonymität nutzbar, da sie entweder keine Identität benötigen, oder leicht falsche Identitäten erstellen lassen.78

Während der Phase der Schichtung können mobile Bezahlsysteme hinzugezogen werden, um die Nachvollziehbarkeit des Ursprungs des Geldes zu erschweren.79 Diese Möglichkeit bietet sich vor allen Dingen bei mobilen Bezahlsystemen, die international einsetzbar sind.80 Ein Beispiel ist das amerikanische System Paybox.81 Diese Möglichkeit ist größer, wenn mehrere Währungen unterstützt werden. Hier ist Bezahlsystem K-PAY aus Korea ein Beispiel. Die Möglichkeit zur Einsetzung in der Verschleierungsphase steigt weiter, wenn Kunden untereinander Zahlungen tätigen können und die Transaktionen nicht in ihrer Anzahl oder Summe begrenzt sind.82

Auch können bei mobilen Bezahlsystemen viele kleine Zahlungen getätigt werden, sodass diese schwerer nachvollziehbar sind.83 Aufgrund der häufig hohen Geschwindigkeit von Zahlung mit mobilen Bezahlsystemen, kann diese Phase beschleunigt werden.84 Die meisten Einsatzmöglichkeiten von mobilen Bezahlsystemen zur Geldwäsche liegen in der Verschleierungsphase.85

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Geldwäsche im Finanzsystem ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie die methodische Eingrenzung auf das Drei-Phasen-Modell.

2 Geldwäsche: Hier werden die historischen Entwicklungslinien der Geldwäsche sowie die theoretischen Grundlagen des Drei-Phasen-Modells dargestellt.

3 Mobile Bezahlsysteme: Dieses Kapitel erläutert die technologische Entwicklung und die verschiedenen Systemarten mobiler Zahlungsdienste sowie deren globale Verbreitung.

4 Geldwäsche mit mobilen Bezahlsystemen: Der Hauptteil analysiert, welche spezifischen Systemmerkmale Möglichkeiten zur Geldwäsche bieten und wie diese in den verschiedenen Phasen des Prozesses genutzt werden können.

5 Maßnahmen zur Eindämmung: Hier werden regulatorische Anforderungen, unternehmensinterne Präventionsstrategien und technische Lösungsansätze wie Vertrauenszentren erarbeitet.

6 Kritische Würdigung: Dieser Teil bewertet die Ergebnisse vor dem Hintergrund des Datenschutzes, der ökonomischen Belastung für Unternehmen und der Balance zwischen Sicherheit und Nutzerkomfort.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen und Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Geldwäsche, mobile Bezahlsysteme, Mobile Payment, Drei-Phasen-Modell, Finanzkriminalität, regulatorische Maßnahmen, Compliance, Geldwäscheprävention, Anonymität, Transaktionsüberwachung, Vertrauenszentren, E-Finance, Geldwäscheabwehr, digitale Identität, Finanzintermediäre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Risiken und Missbrauchsmöglichkeiten, die mobile Bezahlsysteme für Geldwäscheaktivitäten eröffnen, und diskutiert Maßnahmen zu deren Eindämmung.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung mobiler Bezahlsysteme, das Drei-Phasen-Modell der Geldwäsche, die Identifikation systemimmanenter Sicherheitslücken und die Erarbeitung von Gegenmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mobile Bezahlsysteme zur Geldwäsche genutzt werden können und welche regulatorischen, technischen und unternehmerischen Strategien helfen, diese Risiken zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung bestehender Literatur, der Analyse von Geldwäscheprozessen sowie der Untersuchung aktueller regulatorischer Standards und technischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Systemmerkmale mobiler Bezahlsysteme und deren Anwendung in den Phasen der Platzierung, Verschleierung und Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geldwäsche, Mobile Payment, regulatorische Maßnahmen, Anonymität, Compliance und Vertrauenszentren.

Was ist laut der Arbeit bei der Einführung von Gegenmaßnahmen besonders wichtig?

Die Arbeit betont, dass Maßnahmen zur Geldwäscheabwehr stets in einer Balance mit Persönlichkeitsrechten der Nutzer und der wirtschaftlichen Tragbarkeit für Unternehmen stehen müssen.

Welche Rolle spielen Vertrauenszentren als technische Lösung?

Vertrauenszentren sollen als neutrale Instanzen die Identität von Kunden prüfen und zertifizieren, um so Anonymitätsvorteile bei mobilen Zahlungen zu begrenzen und Transparenz zu schaffen.

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Details

Titel
Geldwäsche mit mobilen Bezahlsystemen. Möglichkeiten & Maßnahmen zur Eindämmung
Hochschule
Universität Potsdam  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzierung und Banken)
Veranstaltung
E-Finance
Note
1,8
Autor
Jens Christoph Parker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V269789
ISBN (eBook)
9783656610236
ISBN (Buch)
9783656610113
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobile Bezahlsysteme Mobile Payments Geldwäsche Geldwäschebekämpfung Schwarzgeld E-Finance
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Christoph Parker (Autor:in), 2013, Geldwäsche mit mobilen Bezahlsystemen. Möglichkeiten & Maßnahmen zur Eindämmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269789
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Leseprobe aus  21  Seiten
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