In meiner Seminararbeit setze ich mich mit der Problematik der
Leistungsbewertung in Schulen auseinander. Dabei werde ich mich hauptsächlich
auf die Anforderungen, Probleme und Möglichkeiten schulischer
Leistungsbewertung im Fach Sport konzentrieren. Eigene Erfahrungen und
Kenntnisse, sowie ausgewählte Literatur (z.B. Rahmenlehrplan) über dieses
Thema, werden die Grundlage dieser Seminararbeit bilden.
Gerade bei der Leistungsmessung und -bewertung in Schulen gibt es von Seiten
der Beurteilenden immer wieder Schwierigkeiten, die geforderten Qua litäts- und
Quantitätsansprüche zu erfüllen. Die vorliegende Arbeit wird unter anderem den
Leistungsbegriff noch mal klären und auf die Probleme und Möglichkeiten bei der
Ausführung des Bewertungsvorgangs eingehen. Sicher ist dies hier kein Rezept,
wie man eventuell auftretende Probleme korrekt lösen kann, denn alleine der
physiologische und psychologische Unterschied jedes einzelnen Schülers, lässt
kein genaues bzw. standardisiertes Bewertungsschema zu.
Dieses Dokument soll Anregungen für eine erfolgreiche Leistungsmessung und –
bewertung geben.
(In den folgenden Ausführungen, werde ich die Lehrkraft im Fach Sport, auf den
Sportlehrer beschränken, und Schülerinnen und Schüler als Schüler
zusammenfassen)
Gliederung
0 Vorwort
1 Einleitung zum Thema
2 Leistungsbegriff
2.1 Allgemeiner Leistungsbegriff
2.2 Pädagogischer Leistungsbegriff
3 Bezugsrahmen der Leistungsbewertung
4 Die Rolle des Rahmenlehrplanes im Fach Sport (GS)
4.1 Aufgaben
4.2. Ziele
5 Um welche Leistungen geht es?
6 Wie können Schüler zu Leistungen angeregt werden?
7 Wie können Schüler ihre Leistung zeigen?
8 Was kann die Leistung der Schüler beeinflussen?
9 Wie kann man die Leistungen bewerten?
10 Wie fasst man die Leistungen zusammen?
11 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen, Probleme und Gestaltungsmöglichkeiten bei der schulischen Leistungsmessung und -bewertung im Fach Sport. Ziel ist es, Lehrkräften Anregungen für eine gerechte und transparente Bewertungspraxis zu geben, die sowohl motorische als auch kognitive Entwicklungen berücksichtigt.
- Grundlagen des Leistungsbegriffs im pädagogischen Kontext
- Einfluss des Rahmenlehrplans auf die Unterrichtsgestaltung
- Methoden der Leistungsdiagnose und -bewertung im Sportunterricht
- Die Rolle der sozialen, individuellen und curricularen Bezugsnorm
- Motivation und Anregung der Schüler zu sportlichen Leistungen
Auszug aus dem Buch
2.2 Pädagogischer Leistungsbegriff
Die Leistung ist ein, von der Schule verlangtes und vom Schüler zu erbringendes Ergebnis seiner Lerntätigkeit. Sie sollte, unabhängig von besonderen Lernbedingungen des Schülers, nach einer bestimmten Norm (siehe Bezugsnormen) gemessen werden. Der Anteil der Lehrer-Schüler-Beziehung an der Lernmotivation noch familiär günstige oder nachteilige Voraussetzungen sollten bei der Leistungsbewertung einfließen. Die objektiven Sichtweisen der Beurteilenden sind daher eine wichtige Eigenschaft, um Schüler korrekt und gerecht zu bewerten. Die Schule bereitet die Schüler so auf die existierende Leistungsgesellschaft vor. Schon in der Vergangenheit forderten Reformpädagogen eine individuellere Orientierung der Anforderungen, damit jeder Schüler den besonderen Bedürfnissen gemäß gefördert und zur Leistung motiviert werden kann. Die Leistungsbewertung sollte nach dem Aufzeigen vorhandener Schwächen zugleich nach einer Analyse, Schwächen mit einem Angebot von Lernhilfen verbunden sein und dem Schüler Kriterien zur Selbstbeurteilung an die Hand geben.
Der Schwerpunkt dieses Leistungsbegriffs sollte eher auf den Leistungsvollzug des Kindes gerichtet sein (Soll). Da eine Entwicklung aber nur schwer mit Zahlen ausgedrückt werden kann, wird auch hier oftmals nur das Ergebnis einer Leistung bewertet (Ist).
Zusammenfassung der Kapitel
0 Vorwort: Der Autor erläutert die Beweggründe der Arbeit und betont die Notwendigkeit, physiologische und psychologische Unterschiede der Schüler bei der Bewertung zu berücksichtigen.
1 Einleitung zum Thema: Dieses Kapitel verortet den Sportunterricht im schulischen Curriculum und stellt die Verbindung zwischen gesetzlichen Vorgaben, Bildungszielen und der praktischen Leistungserziehung her.
2 Leistungsbegriff: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen einem allgemeinen Verständnis von Leistung und dem pädagogischen Leistungsbegriff, der auch individuelle Lernprozesse miteinbezieht.
3 Bezugsrahmen der Leistungsbewertung: Hier werden die drei zentralen Bezugsnormen – sozial, individuell und curricular – definiert und die Schwierigkeiten der impliziten Mikrodiagnose im Unterricht aufgezeigt.
4 Die Rolle des Rahmenlehrplanes im Fach Sport (GS): Das Kapitel beschreibt den verbindlichen Rahmen für den Sportunterricht und erläutert dessen spezifische Aufgaben und Ziele, unterteilt in motorische, kognitive und sozial-affektive Bereiche.
5 Um welche Leistungen geht es?: Es wird dargelegt, dass sich sportliche Leistungen aus einem Zusammenspiel von motorischen Fertigkeiten, Taktikverständnis und kognitivem Wissen über sportliche Aktivitäten zusammensetzen.
6 Wie können Schüler zu Leistungen angeregt werden?: Die Untersuchung thematisiert externe und interne Motivationsfaktoren, wie den Einfluss des Freundeskreises und die Freude am sportlichen Leistungserleben.
7 Wie können Schüler ihre Leistung zeigen?: Es werden Gelegenheiten zur Leistungsdemonstration aufgezeigt, die über den regulären Unterricht hinausgehen, wie Sportfeste oder Wettbewerbe.
8 Was kann die Leistung der Schüler beeinflussen?: Faktoren wie die Ausstattung, die soziale Einbindung und familiäre Einstellungen werden als Bedingungsfaktoren für die sportliche Leistungsfähigkeit identifiziert.
9 Wie kann man die Leistungen bewerten?: Dieses Kapitel schlägt Methoden vor, um Schüler aktiv in den Bewertungsprozess einzubeziehen, beispielsweise durch Selbstbeobachtung und den Einsatz von Auszeichnungen als Motivator.
10 Wie fasst man die Leistungen zusammen?: Es wird die Problematik der Notengebung auf dem Zeugnis diskutiert und die Notwendigkeit ergänzender schriftlicher Beurteilungen hervorgehoben.
11 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung der Leistungsbewertung für Schüler, Lehrer und Eltern sowie der Betonung einer reflektierten Dokumentation der Lernentwicklung.
Schlüsselwörter
Leistungsbewertung, Sportunterricht, Leistungsbegriff, Pädagogik, Bezugsnormen, Rahmenlehrplan, Motorik, Kognition, Leistungsdiagnose, Schulleistung, Sportpädagogik, Lernentwicklung, Leistungsbeurteilung, Sportlehrer, Schulpraxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Thematik der schulischen Leistungsbewertung im Fach Sport und hinterfragt, wie diese trotz individueller Schülerunterschiede gerecht gestaltet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen den pädagogischen Leistungsbegriff, verschiedene Bezugsnormen der Bewertung, die Vorgaben durch Rahmenlehrpläne sowie motivationale Aspekte des Sportunterrichts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Sportlehrern Anregungen für eine fundierte und erfolgreiche Leistungsmessung zu geben, die den Lernprozess des Kindes in den Mittelpunkt stellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Themas, gestützt durch relevante Fachliteratur, den Rahmenlehrplan sowie die eigenen praktischen Erfahrungen und Kenntnisse des Autors.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren auf sportliche Leistungen, die verschiedenen Möglichkeiten der Anregung und Bewertung sowie die methodischen Herausforderungen, wie sie im Rahmen der Mikrodiagnose auftreten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Leistungsbewertung, Sportpädagogik, Bezugsnormen, Leistungsdiagnose und schülerorientierter Unterricht charakterisieren.
Warum ist die Unterscheidung zwischen sozialer, individueller und curricularer Bezugsnorm so wichtig?
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie unterschiedliche Aspekte von Leistung bewertet: den Vergleich mit der Gruppe (sozial), den eigenen Lernfortschritt (individuell) und das Erreichen definierter Bildungsziele (curricular).
Welche Rolle spielt die Einbeziehung der Schüler in den Bewertungsprozess?
Die Einbeziehung der Schüler dient dazu, deren Selbstwahrnehmung zu schärfen und ihnen Kriterien an die Hand zu geben, mit denen sie ihre eigenen Lernfortschritte und die ihrer Mitschüler kritisch reflektieren können.
- Quote paper
- Rene Berner (Author), 2003, Anforderungen, Probleme und Möglichkeiten schulischer Leistungsmessung und -bewertung im Fach Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26988