Immer wieder werden neue Shopping Center eröffnet, die den Kunden die Möglichkeit bieten wollen, innerhalb eines Gebäudes bzw. eines Geländes all seinen „Kaufgelüste“ nachgehen zu können. Vor allem in den neuen EU-Mitgliedsstaaten erlebt der Bau von Shopping Centern einen Boom. So wird für das Jahr 2007 die Eröffnung des „Arkády Pankrác“ – Centers in Prag erwartet. Dieses Shopping Center entsteht direkt im Zentrum von Prags größten Stadtbezirks und wird auf einer Verkaufsfläche von 38000qm 130 Fachgeschäfte, Service- und Gastronomiebetriebe auf der Ebenen beherbergen. In Krakau, Polen, ist für 2006 die Eröffnung des „Galeria Krakowska“ Shopping Centers geplant. Auf drei Verkaufsebenen mit insgesamt ca. 60000qm Verkaufsfläche werden ca. 250 Geschäfte, Restaurants und Cafés zu finden sein. Auch in Deutschland sind für die nächsten Jahre neue Shopping Center geplant, so z.B. „City-Arkaden“ in Klagenfurt (Eröffnung 2006), „Phoenix-Center“ in Hamburg (Eröffnung Herbst 2004) und „Ettlinger Tor“ – Center in Karlsruhe (Eröffnung Herbst 2005)
Die Planung und der Bau eines Shopping Centers wird von vielen verschiedenen Faktoren, wie Rechtslage, Finanzierung und Architektur, begleitet und bestimmt. Diese werden in der folgenden Ausfertigung näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Rechtliche Faktoren der Planung und des Baus
2.1.1. Rechtliche Vorschriften
2.1.2. Versicherungen
3. Finanzwirtschaftliche Faktoren der Planung und des Baus
3.1. Voraussetzungen
3.1.1. Standortanalyse
3.1.2. Sicherung des Geländes
3.1.3. Vorprojekt und Bestimmen der Anlagekosten
3.1.4. Bauvoranfrage
3.1.5. Bestimmen des jährlichen Mietertrages
3.1.6. Renditenberechnung
3.2. Investitionsvolumen
3.3. Finanzierungsformen
3.3.1. Hypothekenaufnahme
3.3.2. Restfinanzierung
3.3.3. Rent-back
3.3.4. Lease-back
3.4. Beteiligte
3.5. Zuschüsse vom Staat
4. Bauzeit / Bauphasen
5. Baubeteiligte
6. Architektonischen Faktoren der Planung und des Baus
6.1. Standort
6.1.1. Innenstadt / City
6.1.2. Stadtperipherie
6.1.3. „Grüne-Wiese“
6.2. Bauformen
6.2.1. Stripe-Form
6.2.2. L-Form
6.2.3. U-Form
6.2.4. Mall-Form
6.2.5. Cluster-Form
6.3. Dimension und Gestaltung des Shopping Center
6.3.1. Verkaufs- und Geschäftsflächenbedarf
6.3.2. Art, Zahl und Größe der Betriebe
6.3.3. Anordnung der Geschäfte
6.3.4. Feuerschutzanlagen
6.3.5. Notausgänge
6.3.6. Sanitäranlagen
6.3.7. Parkflächenbedarf
6.3.8. Grünflächen
7. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Faktoren, die den komplexen Prozess der Planung und Errichtung eines Shopping Centers maßgeblich beeinflussen und bestimmen. Das Ziel besteht darin, einen strukturierten Überblick über die rechtlichen, finanzwirtschaftlichen und architektonischen Rahmenbedingungen zu geben.
- Rechtliche Grundlagen und notwendige Versicherungen bei Bauvorhaben.
- Finanzwirtschaftliche Voraussetzungen, Investitionsvolumen und Finanzierungsmodelle.
- Phasenmodell der Bauzeit von der Planung bis zur Inbetriebnahme.
- Beteiligte Akteure während der verschiedenen Entwicklungsstadien.
- Standortkriterien, architektonische Grundformen und gestalterische Dimensionierung.
Auszug aus dem Buch
6.2.1. Stripe-Form
Die einfachste Grundrissform stellt die Stripe-Form dar. Es handelt sich dabei um eine gerade Ladenzeile mit einer Länge von ca. 100m, teilweise sogar 250m.
Zur Erhöhung der optischen Wirkung können Hauptgeschäfte, wie z.B. Supermärkte, vorgezogen oder überhöht werden. Die Läden sind zeilenartig nebeneinander aufgereiht. Die Parkplätze liegen direkt zwischen der Erschließungsstraße und den Geschäften und der Anlieferungsbereich ist auf der Rückseite der Läden placiert. Zwischen der Ladenfront und dem Parkplatz kann ein überdachter Fußgängerstreifen liegen.
Diese Bauform wird am häufigsten für Nachbarschaftszentren, kleinere Zentren, verwendet und ist die billigste Art ein Shopping Center zu bauen. Zudem ist ihre Erweiterung und Einfügung in die vorhandenen Gegebenheiten, z.B. bestehendes Einkaufszentrum, sehr einfach.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Entwicklung neuer Shopping Center ein und benennt die zentralen Einflussfaktoren Planung, Finanzierung und Architektur.
2. Rechtliche Faktoren der Planung und des Baus: Dieses Kapitel erläutert die relevanten rechtlichen Vorschriften aus dem Baugesetzbuch und geht auf notwendige Pflichtversicherungen während der Bauphase ein.
3. Finanzwirtschaftliche Faktoren der Planung und des Baus: Es werden die essenziellen Voraussetzungen für eine Finanzierung beleuchtet, einschließlich Standortanalyse, Kostenbestimmung, Renditeberechnung sowie verschiedener Finanzierungsformen und staatlicher Zuschüsse.
4. Bauzeit / Bauphasen: Das Kapitel strukturiert den Bauprozess in verschiedene, teils parallel verlaufende Phasen von der Finanzierungsregelung bis zum Innenausbau.
5. Baubeteiligte: Es wird der zunehmende Kreis an Beteiligten dargestellt, der sich von der Planungsphase bis zur Fertigstellung und Eröffnung kontinuierlich erweitert.
6. Architektonischen Faktoren der Planung und des Baus: Dieses umfangreiche Kapitel behandelt kritische Erfolgsfaktoren wie den Standort, verschiedene Bauformen und die dimensionale Gestaltung sowie sicherheitsrelevante Aspekte.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Vor- und Nachteile von Shopping Centern aus Sicht der Kunden sowie kleinerer Einzelhändler zusammen.
Schlüsselwörter
Shopping Center, Planung, Finanzierung, Standortanalyse, Bauphasen, Rendite, Investition, Architektur, Bauformen, Einzelhandel, Kundenmagnet, Baubeteiligte, Mietertrag, Standortwahl, Infrastruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den grundlegenden Prozessen, Anforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Planung und dem Bau von Shopping Centern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt schwerpunktmäßig die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Finanzwirtschaft, die zeitliche Planung in Bauphasen, die Beteiligten sowie architektonische Aspekte und Standortfragen ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge und Anforderungen aufzuzeigen, die bei der Realisierung von Einkaufszentren berücksichtigt werden müssen, um eine erfolgreiche Finanzierung und Inbetriebnahme zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte theoretische Ausarbeitung, die auf Fachliteratur zu Immobilienfinanzierung, Architektur und Standortplanung sowie auf Experteninterviews basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert besprochen?
Im Hauptteil werden neben den rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen (z.B. Kosten, Finanzierungsformen, Mieterträge) auch die verschiedenen Bauphasen, die beteiligten Firmen und Personen sowie die architektonischen Faktoren wie Standortwahl, Gebäudestrukturen und Flächengestaltung erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Shopping Center, Planung, Finanzierung, Investition, Standortanalyse, Architektur, Bauphasen und Mietertrag sind zentrale Begriffe der Arbeit.
Wie unterscheiden sich die genannten Bauformen wie Stripe- oder Cluster-Form?
Die Bauformen unterscheiden sich in ihrer geometrischen Anordnung und Komplexität. Während die Stripe-Form eine einfache, kostengünstige Ladenzeile darstellt, ist die Cluster-Form architektonisch anspruchsvoller und gruppiert Ladenzeilen um einen zentralen Hauptmieter.
Warum spielt der "Kundenmagnet" eine so wichtige Rolle für die Finanzierung?
Große Kundenmagnete (z.B. große Warenhäuser) sind laut Arbeit der Schlüssel zur Finanzierung, da sie die Verwirklichung des Projekts erleichtern, zur Risikominimierung beitragen und eine hohe Kundenfrequenz garantieren.
- Arbeit zitieren
- Katharina Wrabetz (Autor:in), 2004, Planung und Bau von Shopping-Centern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27021