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Autismus. Diagnostik, Therapieansätze, Intervention

Title: Autismus. Diagnostik, Therapieansätze, Intervention

Term Paper , 2013 , 12 Pages , Grade: 15

Autor:in: Svenja Schmidt (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) scheinen in ihrer ganz eigenen Welt mit ihren eigenen Prioritäten, einer andersartigen Sinneswahrnehmung und - für den „Normalmenschen“ oft unnachvollziehbaren - Problemen zu leben. Damit sich Menschen mit ASS in die „Welt der Mehrheit“ besser einfinden können, finden - vor allem in den USA - nun schon seit Jahrzehnten Forschungen über Therapiemöglichkeiten für Menschen mit ASS statt.
In der vorliegenden Arbeit werden verschiedene Therapieansätze, vor allem die aus den USA stammende Applied Behavior Analysis (ABA), vorgestellt und evaluiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1. Überblick über die vorhandene Literatur zum Thema

2. Kritische Evaluation

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen fundierten Überblick über gängige Therapieansätze bei Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) zu geben, wobei insbesondere die Applied Behavior Analysis (ABA) und deren Wirksamkeit im deutschen Kontext kritisch evaluiert werden.

  • Grundlagen der Autismus-Diagnostik und Literaturüberblick
  • Analyse verhaltenstherapeutischer Ansätze wie ABA und TEACCH
  • Bedeutung der Einbeziehung des sozialen Umfelds und der Eltern
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit von Förderprogrammen
  • Status quo und Zukunftsperspektiven der Autismustherapie in Deutschland

Auszug aus dem Buch

2. Kritische Evaluation

ABA ist die einzige Intervention, die bislang einer empirisch kontrollierten Studie unterworfen wurde (Gernsbacher, 2008). In der klassischen Lovaas- Studie von 1987 erfolgte keine randomisierte Zuweisung der Versuchsteilnehmer zu Experimental- und Kontrollgruppe. Dennoch gehört diese zu den einzigen vier Studien, die den Kriterien der Autorinnen des Leitfadens des New Yorker Gesundheitsamtes für die Klinische Praxis zur Begutachtung und Intervention von kleinen Kindern mit Autismus/PDD im Jahr 1999 genügten. Jedoch fand in keiner der Studien eine randomisierte Zuweisung zu den Gruppen statt oder es wurden ausschließlich retrospektive Verfahren angewandt. Diese methodischen Schwächen der Studien schränken die Interpretation ihrer Wirksamkeit erheblich ein.

Im Jahr 2000 führten Groen, Smith und Wynn die erste randomisierte Versuchsreihe der Frühförderung für Kinder mit Tiefgreifenden Entwicklungsstörungen durch. Mit diesem klassischen Studiendesign wurden neben den Ergebnissen aus der Lovaas- Studie (IQ- Wert nach der Behandlung und Unterbringung in einer Regelschule) die Bereiche Sprache, sozio emotionale Funktionen und Anpassungsfähigkeit untersucht. Für die Studie wurden autistische Kinder im Alter von 24 bis 43 Monaten rekrutiert. Die Teilnehmer der Experimentalgruppe wurden mit der Intervention nach Lovaas für jeweils 25 Wochenstunden trainiert. Die Teilnehmer der Kontrollgruppe bekamen eine von den Eltern angeleitete Behandlung. Bei der Follow- up Untersuchung wurde in der Studie von Smith et al. nach den Erfolgskriterien nach Lovaas eine Erfolgsrate von 13% (verglichen mit 47% bei Lovaas) gemessen.

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Einführung in die Problematik autistischer Menschen in einer normorientierten Gesellschaft sowie Vorstellung der zentralen Forschungsziele bezüglich Therapie und Intervention.

1. Überblick über die vorhandene Literatur zum Thema: Darstellung diagnostischer Voraussetzungen und zentraler verhaltenstherapeutischer Programme wie ABA und TEACCH sowie die Rolle des familiären Umfelds.

2. Kritische Evaluation: Wissenschaftliche Hinterfragung der Wirksamkeit von ABA-Studien unter Berücksichtigung methodischer Schwächen und der Situation in Deutschland.

3. Fazit: Reflektion über den aktuellen Stand der Unterstützungsmöglichkeiten und Plädoyer für verstärkte Aufklärungsarbeit statt einer Fokussierung auf Heilungsversprechen.

Schlüsselwörter

Autismus-Spektrum-Störung, ASS, Applied Behavior Analysis, ABA, TEACCH, Frühförderung, Verhaltenstherapie, Elternarbeit, Diagnose, Inklusion, Operante Verstärkung, Autismus-Therapie, Frühkindlicher Autismus, Förderung, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und untersucht verschiedene therapeutische Interventionsmöglichkeiten.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?

Die Schwerpunkte liegen auf der Diagnostik, den therapeutischen Ansätzen (insbesondere ABA und TEACCH), der Rolle der Eltern bei der Frühförderung sowie einer kritischen Reflexion über die Forschungslage.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Vorstellung und wissenschaftliche Einordnung therapeutischer Programme sowie die Analyse des aktuellen Stands der Autismustherapie, speziell im deutschen Kontext.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Evaluation vorhandener empirischer Studien zu frühkindlichen Förderprogrammen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Literaturübersicht zu diagnostischen Kriterien und Therapien sowie eine kritische Evaluation der Wirksamkeit von Interventionen, insbesondere der ABA-Methode.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Wichtige Begriffe sind Autismus-Spektrum-Störungen, ABA, Verhaltenstherapie, Frühförderung, Elternarbeit und die Qualität therapeutischer Interventionen.

Warum wird ABA in Deutschland oft als AVT bezeichnet?

Die Bezeichnung AVT (Autismusspezifische Verhaltenstherapie) wurde gewählt, um sich von der amerikanischen ABA-Methodik abzugrenzen und eigene, an den deutschen Kontext angepasste Ansätze zu entwickeln.

Welche Rolle spielen die Eltern laut dieser Arbeit?

Eltern werden als unverzichtbare Co-Therapeuten angesehen, deren Einbezug und Training für den langfristigen Erfolg von Frühförderprogrammen entscheidend ist.

Wie bewertet die Autorin die Aussicht auf eine „Heilung“ von Autismus?

Die Autorin betrachtet „Heilung“ als den falschen Begriff, da Autismus keine Krankheit ist, und plädiert stattdessen für mehr Akzeptanz, Unterstützung und gesellschaftliche Integration.

Welches Fazit zieht die Autorin zum Stand der Autismustherapie in Deutschland?

Der aktuelle Stand wird als unzureichend kritisiert, da Diagnosen oft zu spät gestellt werden und ein staatlicher Krankenversicherungsschutz für gezielte Autismustherapie derzeit fehlt.

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Details

Title
Autismus. Diagnostik, Therapieansätze, Intervention
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
15
Author
Svenja Schmidt (Author)
Publication Year
2013
Pages
12
Catalog Number
V270862
ISBN (eBook)
9783656626459
ISBN (Book)
9783656626503
Language
German
Tags
autismus diagnostik therapieansätze intervention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svenja Schmidt (Author), 2013, Autismus. Diagnostik, Therapieansätze, Intervention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270862
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