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Persönliche Zukunftsplanung. Ein personenzentriertes Konzept mit Zukunft?

Ein Diskurs zur „Persönlichen Zukunftsplanung“ als mögliches Initial zu einem veränderten Selbstverständnis in der Heilpädagogik unter dem Blickwinkel von Inklusion und Empowerment

Titel: Persönliche Zukunftsplanung. Ein personenzentriertes Konzept mit Zukunft?

Bachelorarbeit , 2013 , 101 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Silke Gaube (Autor:in), Manfred Felder (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Persönliche Zukunftsplanung (PZP) tritt mit dem hohen Anspruch auf, ein neuer Weg zur Selbstbestimmung und Inklusion zu sein. Dabei verfolgt sie zwei Ziele: Primäres Ziel der PZP ist es, die persönlichen Zukunftserwartungen eines Menschen in Bezug auf ein oder mehrere individuelle Lebensziele hin zu erfassen und ihm die nötige Assistenz zur eigenständigen Planung und Umsetzung anzubieten; Die sekundäre Zielsetzung des Konzeptes ist es, eine Anfrage an die Gesellschaft und an die Institutionen der Behindertenhilfe darzustellen und auf diese verändernd einzuwirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Eingrenzung des Themas

2. Herkunft und Entwicklung des „PZP“ - Konzeptes

3. Das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung

3.1. Grundannahmen und Ziele der „PZP“

3.2. Der Methodenkoffer der „PZP“ dargestellt anhand ausgewählter Planformate

3.2.1. Womit alles anfängt – von der Macht, träumen zu dürfen

3.2.2. Der Unterstützerkreis - das Grundelement der „PZP“

3.2.3. Planformat: „Die Persönliche Zukunftskonferenz“

3.2.4. Planformat: „MAPS“ (Making Action Plans)

3.2.5. Planformat: “PATH” (Planning Action to Help)

4. Anspruch und Wirkungen der „PZP“

5. PZP ein Konzept mit Zukunft?

6. Kennzeichen der aktuellen Arbeitspraxis

7. Best Practice - Modellprojekt zur Anwendung der „PZP“ in einer Institution

7.1. Vorstellung der Organisation "Horizonte Ostholstein"

7.2. Ursprung und Vision der Einrichtung

7.3. „Horizonte Ostholstein“ als veränderungsbereite Institution

7.4. Zielsetzung und Einführung der „PZP“ in Ostholstein

7.5. Wirkung der Durchführung am Beispiel der beruflichen Bildung

7.5.1. Erfahrungen aus der Praxis

7.5.2. Veränderungen in Folge der Durchführung des Projektes

7.5.3. Veränderte Praktiken in der Organisation

7.5.4. Veränderung des Werkstattkonzeptes – zur virtuellen Werkstatt

7.5.5. Veränderung in der Praxis der Beruflichen Bildung

7.5.6. Veränderung in der Methodik - Das Persönliche Zukunftsgespräch

7.5.7. Ergebnisse zum Best Practice Beispiel „Horizonte Ostholstein“

8. Relevante hinderliche Faktoren

8.1. In Bezug auf das Projekt „Neue Wege zur Inklusion“

8.2. In Bezug auf den „PZP“ Prozess allgemein

9. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung (PZP) auf sein Potenzial, ein personenzentriertes Instrument für die Inklusion und das Empowerment von Menschen mit Behinderung zu sein, und prüft dessen Anwendbarkeit in Institutionen der Behindertenhilfe.

  • Historische Entwicklung und theoretische Grundlagen der PZP
  • Methoden und Planformate der personenzentrierten Arbeit
  • Rechtliche Einordnung im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention
  • Praktische Implementierung und Ergebnisse des Modellprojekts "Horizonte Ostholstein"
  • Kritische Analyse von förderlichen und hinderlichen Faktoren bei der Umsetzung

Auszug aus dem Buch

3.1. Grundannahmen und Ziele der „PZP“

„PZP“ ein personenzentrierter Prozess. Das grundsätzliche, primäre Ziel der „PZP“ ist es, einen Menschen zu unterstützen, die eigene persönliche Vorstellung von dem, wie seine Zukunft sich gestalten soll oder welche Inhalte er in ihr verwirklichen will und wie er in ihr zu leben gedenkt, zu planen und in konkreten Schritten umzusetzen.

"Der Prozess der Persönlichen Zukunftsplanung schlägt eine Reihe von Aufgaben vor und hält verschiedene Methoden bereit, die uns helfen, einen Prozess mit Menschen zu beginnen, um ihre Fähigkeiten aufzudecken, Möglichkeiten vor Ort zu entdecken und neue Dienstleistungen zu erfinden, die mehr helfen als im Weg stehen" (MOUNT, 1994, zitiert aus Doose, 1, 2013, S. 1).

Als wesentlichstes methodisches Element kommt ein strikter personenzentrierter Ansatz zum Tragen. Die planende Person mit ihren Lebenswünschen, Interessen und Stärken steht dabei im Mittelpunkt, ihre Interessen haben erste Priorität.

„Die Interessen der Person haben Priorität gegenüber anderen, z.B. denen eines Betriebes oder einer Einrichtung“ (Hinz, Friess, Töpfer, 2010, S. 42). Damit wird eine wesentliche Umkehrung in der Vorrangstellung der Interessen Bezug darauf, welche Unterstützungsleistungen in welchem Umfang oder welchem Zielsetzung und vom wem zu erbringen sind, eingefordert. Dies wird auch in dem Leitsatz der „PZP“ deutlich, dass erforderliche Assistenz nicht für den Menschen, sondern mit dem Menschen geplant und erfahren werden.

„Diese Grundhaltung ist die Basis Persönlicher Zukunftsplanung“ (Doose, 1, 2013, S. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Eingrenzung des Themas: Einführung in die Relevanz der Zukunftsplanung für Menschen mit Behinderung und Formulierung der Forschungsfrage zur Rolle der PZP in der Heilpädagogik.

2. Herkunft und Entwicklung des „PZP“ - Konzeptes: Darstellung der historischen Wurzeln, des Einflusses der Empowerment-Bewegung und der Verbreitung des Konzepts im deutschsprachigen Raum.

3. Das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung: Erläuterung der zugrunde liegenden Menschenbilder, Ziele und der methodischen Struktur wie Unterstützerkreise und spezifische Planformate.

4. Anspruch und Wirkungen der „PZP“: Analyse des Potenzials zur Transformation von Institutionen und der Bedeutung für ein inklusives Selbstverständnis.

5. PZP ein Konzept mit Zukunft?: Untersuchung der Vereinbarkeit des Konzepts mit aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen wie der UN-Behindertenrechtskonvention.

6. Kennzeichen der aktuellen Arbeitspraxis: Kritische Bestandsaufnahme der traditionellen Heilpädagogik und des bestehenden Hilfeplanungssystems.

7. Best Practice - Modellprojekt zur Anwendung der „PZP“ in einer Institution: Detaillierte Dokumentation des Projekts „Horizonte Ostholstein“ inklusive der Veränderungen in Organisation und methodischem Handeln.

8. Relevante hinderliche Faktoren: Reflexion über Stolpersteine und Herausforderungen bei der praktischen Implementierung der PZP.

9. Zusammenfassung und Fazit: Kritische Würdigung der PZP als Instrument zur Umsetzung von Inklusion und Empowerment sowie Ausblick auf notwendige Veränderungen in der Fachwelt.

Schlüsselwörter

Persönliche Zukunftsplanung, PZP, Behindertenhilfe, Inklusion, Empowerment, Unterstützerkreis, Personenzentrierter Ansatz, UN-Behindertenrechtskonvention, Horizonte Ostholstein, Sozialraumorientierung, Hilfeplanung, Selbstbestimmung, Teilhabe, Berufliche Bildung, Modellprojekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung (PZP) als personenzentrierter Ansatz geeignet ist, das Selbstverständnis der Heilpädagogik in Richtung Inklusion und Empowerment zu verändern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Empowerment von Menschen mit Behinderung, die Umgestaltung traditioneller Strukturen in der Behindertenhilfe, rechtliche Rahmenbedingungen wie die UN-Behindertenrechtskonvention sowie die praktische Anwendung von PZP-Methoden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu untersuchen, ob die PZP ein Instrument zur Umsetzung von Selbstbestimmung ist und welche Potenziale oder Herausforderungen bei der Einführung in Institutionen bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Arbeit mit einem qualitativen Ansatz, der eine umfassende Literaturrecherche mit Experteninterviews sowie die Analyse eines konkreten "Best Practice"-Beispiels verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodische Ansätze (wie MAPS oder PATH), die rechtliche Validierung der PZP sowie eine detaillierte Fallstudie zur Implementierung des Konzepts in der Organisation „Horizonte Ostholstein“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind: Persönliche Zukunftsplanung, Empowerment, Inklusion, Unterstützerkreis, Selbstbestimmung, behindertengerechte Hilfeplanung und sozialraumorientierte Arbeit.

Welche spezifische Rolle spielt der "Unterstützerkreis" in der PZP?

Der Unterstützerkreis ist das Kernelement der PZP; er besteht aus Menschen, die eine persönliche Bindung zur planenden Person haben und diese informell bei der Erreichung ihrer Lebensziele unterstützen, statt rein professionelle Leistungen zu erbringen.

Warum wird im Projektbericht "Horizonte Ostholstein" eine Anpassung der Methoden erwähnt?

Die institutionelle Praxis zeigte, dass das PZP-Konzept in seiner ursprünglichen "Reinkultur" oft zu komplex für den dortigen Alltag ist, weshalb das "Persönliche Zukunftsgespräch" (PZG) als modifizierte, praktikablere Form entwickelt wurde.

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Details

Titel
Persönliche Zukunftsplanung. Ein personenzentriertes Konzept mit Zukunft?
Untertitel
Ein Diskurs zur „Persönlichen Zukunftsplanung“ als mögliches Initial zu einem veränderten Selbstverständnis in der Heilpädagogik unter dem Blickwinkel von Inklusion und Empowerment
Hochschule
Fachhochschule der Diakonie GmbH
Note
1,0
Autoren
Silke Gaube (Autor:in), Manfred Felder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
101
Katalognummer
V270871
ISBN (eBook)
9783656618416
ISBN (Buch)
9783656618409
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Persönliche Zukunftsplanung personenzentriertes Konzept Inklusion Empowerment Heilpädagogische Haltung UN Menschenrechtskonvention Behindertenhilfe Selbstbestimmung Bachelorarbeit Abschlussarbeit Heilpädagogik Silke Gaube Manfred Felder Prof. Dr. Heidrun Kiessl Eckehard Herwig-Stenzel Fachhochschule der Diakonie 2013
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silke Gaube (Autor:in), Manfred Felder (Autor:in), 2013, Persönliche Zukunftsplanung. Ein personenzentriertes Konzept mit Zukunft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270871
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  101  Seiten
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