In dieser Arbeit geht es um die Ehescheidung und insbesondere die Folgen für Kinder. Zunächst werden wichtige Fakten zu diesem Thema präsentiert um verstehen, was es mit einer Scheidung auf sich hat und warum sie so gegenwärtig in unserer heutigen Gesellschaft ist. Im mittleren Teil wird dann der Aspekt der Folgen für die Kinder dargestellt um schließlich Hilfen und Beratungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Um die Frage zu beantworten warum die Scheidungsrate in den letzten Jahren stetig gewachsen ist, ist es wichtig zu wissen, dass die Ehe als Beziehungsform immer noch sehr attraktiv ist. Umfragen bestätigen, dass sie von vielen jungen Menschen als sehr wichtig empfunden und auch für eine lebenslange Konstitution gehalten wird. Wiederverheiratungsstatistiken zeigen auch, dass selbst geschiedene Menschen sich mehrmals verheiraten. 2008 betrug die Zahl der Zweitehen 63.183 von 377.055 Eheschließungen (Statistisches Bundesamt). Jede dritte Ehe wird in Deutschland geschieden. Der Unterschied zu früher und heute ist in den Statistiken deutlich zu erkennen. Während sich 1964 von über 500.000 Eheschließungen ca. 56.000 Eheleute scheiden ließen, ließen sich 2008 von ca. 380.000 Eheschließungen über 190.000 Leute wieder scheiden. In Deutschland liegt die Scheidungsrate zurzeit bei 40-50%. Früher wurde mehr geheiratet und weniger geschieden. Und heute heiraten weniger Menschen, doch es lassen sich mehr scheiden. 2008 wurden 150.200 minderjährige zu Scheidungskindern.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Definition Scheidung
Scheidungsfaktoren & Auslöser
Warum häufen sich Scheidungen?
Phasen der Trennung
Nutzen und Kosten einer Ehe
Die Kinder tragen die Last
Reaktionen & Folgen
Loyalitätskonflikte
Die Versorgerperson
Erwachsene Scheidungskinder- Die Langzeitfolgen..
Hilfe und Beratung
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die aktuelle Scheidungsrate in Deutschland?
Die Scheidungsrate in Deutschland liegt derzeit bei etwa 40 bis 50 %. Jede dritte Ehe wird geschieden, wobei im Jahr 2008 über 150.000 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen waren.
Warum steigen die Scheidungszahlen trotz der Attraktivität der Ehe?
Obwohl die Ehe als Beziehungsform weiterhin als erstrebenswert gilt, haben sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geändert. Die Erwartungen an das persönliche Glück sind gestiegen, und die ökonomische Abhängigkeit sowie soziale Stigmata bei Trennungen sind gesunken.
Welche Folgen hat eine Scheidung für die betroffenen Kinder?
Kinder tragen oft die emotionale Last einer Scheidung. Häufige Folgen sind Loyalitätskonflikte, psychosomatische Reaktionen, Ängste und in manchen Fällen langfristige Auswirkungen auf das eigene Beziehungsverhalten im Erwachsenenalter.
Was versteht man unter einem Loyalitätskonflikt bei Scheidungskindern?
Ein Loyalitätskonflikt entsteht, wenn ein Kind das Gefühl hat, sich zwischen Mutter und Vater entscheiden zu müssen. Es befürchtet, einen Elternteil zu verraten, wenn es dem anderen Zuneigung zeigt.
Welche Phasen durchlaufen Paare während einer Trennung?
Die Arbeit beschreibt verschiedene Phasen der Trennung, die von der ersten Ambivalenz über die akute Trennungsentscheidung bis hin zur Neuorientierung und der rechtlichen Scheidung reichen.
Wo finden betroffene Familien Hilfe und Beratung?
Es gibt zahlreiche Beratungsstellen für Erziehungs-, Familien- und Lebensfragen sowie spezifische Mediationsangebote, die Eltern dabei unterstützen, die Trennung so kindgerecht wie möglich zu gestalten.
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- Nadine Leykam (Author), 2010, Scheidung heute: Folgen für Scheidungskinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270922