Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Pferde und Reiten als heilpädagogisches Medium bei verhaltensauffälligen Kindern

Title: Pferde und Reiten als heilpädagogisches Medium bei verhaltensauffälligen Kindern

Term Paper , 2013 , 10 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Laura Sudheimer (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Geschichte der Pferde ist eng mit der Geschichte der Menschen verbunden. Die Domestizierung des Pferdes erfolgte vor mehr als fünftausend Jahren, die die Nutzung des Pferdes als Haustier überhaupt ermöglichte.
Schon in der griechischen Mythologie spielte das Pferd eine zentrale Rolle, da man beispielsweise glaubte, dass der geflügelte Pegasos die Sonne über den Himmel zieht.
Anfangs diente das Pferd als Nahrungsmittel und dessen Fell zu Herstellung von Kleidern. Aufgrund des Fluchtinstinktes und der Schnelligkeit gestaltete sich die Jagd als sehr aufwendig, weshalb Normadenstämme die Tiere in eingezäunten Gebieten hielten. Bei der Haltung und Beobachtung der Tiere wurde die Friedfertigkeit und Gutmütigkeit erkannt. Aufgrund dessen erfüllten die Pferde andere Aufgaben, wie die als Lastenträger und später die Rolle als Reittier.
Der vielfältige Nutzungswandel setzte sich dann in der Agrarlandschaft fort, in der die Pferde „… vor Wagen und Pflug zum Helfer des Bauern und damit zum Sinnbild von Kraft und Ausdauer“ wurden, da sie Rindern in Stunden- bzw. Tagesleistung weit überlegen waren.
Kleinere Ponys, sogenannte Shetlandponys, kamen in den Bergwerken zum Einsatz, um die Kohlewagen zu ziehen.
Auch als Kriegsgefährte diente das Pferd dem Menschen, wie zahlreiche Reiterdenkmäler beweisen.
Doch seit der Industrialisierung, die Erfindung der Eisenbahn sowie des Motors hat das Pferd die Rolle als Transport- sowie Nutztier weitestgehend verloren. Heutzutage dient das Pferd eher als Hobby und Freiseitgestaltung oder es wird im Pferdesport als Renn-, Spring- oder Dressurpferd eingesetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen des Heilpädagogischen Reitens

2.1 Der Unterschied zwischen Reiten als Reitsport und Heilpädagogischem Reiten

2.1.1 Reiten als Reitsport

2.1.2 Heilpädagogisches Reiten

2.1.3 Voraussetzungen eines Therapiepferdes

3. Begriffserklärung

3.1 Heilpädagogik

3.2 Verhaltensauffälligkeit

3.3 Verhaltensstörung

4. Das Pferd als Medium

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Heilpädagogische Reiten als Förderansatz für verhaltensauffällige Kinder und beleuchtet die Rolle des Pferdes als Medium in der sozialen Arbeit sowie dessen historische Bedeutung und praktische Anwendung.

  • Grundlagen des Heilpädagogischen Reitens im Vergleich zum Reitsport
  • Begriffsbestimmungen von Heilpädagogik, Verhaltensauffälligkeit und Verhaltensstörung
  • Das Pferd als einzigartiges Medium zur individuellen Förderung
  • Anforderungen an ein geeignetes Therapiepferd
  • Ganzheitliche Wirkung auf motorische, emotionale und soziale Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

4. Das Pferd als Medium

Das Pferd ist einzigartig als ein solches Medium. Im Gegensatz zum Hund, unterstützt, fördert und begleitet es pferdeinteressierte Menschen ganzheitlich und individuell in ihrem Anliegen. Durch das Gefühl des Getragenwerdens vermittelt es Wärme, Ruhe und Entspannung. Aber auch anderen reitbaren Tieren hat das Pferd etwas voraus, da die Bewegungen des Pferdes, im Gegensatz zu den Passgängern Kamel und Esel, dem menschlichen Gang am ähnlichsten sind. Bei der Gangart „Schritt“ entspricht die übertragene Bewegungsmechanik den gangtypischen Bewegungen des Menschen beim Gehen, die Gangart „Trab“ ist vergleichbar mit den Bewegungen des menschlichen Laufens.

Beim Reiten überträgt sich die Vorwärtsbewegungen des Pferdes auf den Reitenden/die Reitende, der/die meist auf dem Pferd sitzt oder auf dem Bauch liegt und bewirken ein leichtes Recht-Links-Wiegen der Hüfte, ein Vor-und Zurückkippen des Beckens sowie ein Senken und Heben des Gesamtkörpers. Durch dieses Anspannen und Entspannen beim Reiten wird eine dynamische, ganzköperorientierte Muskelarbeit angeregt, welche sich gut in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern eignet, die spielerisch lernen, sich nur auf sich und das Pferd zu konzentrieren, um Muskelbereiche auch mal entspannen zu lassen. Um die Balance zu erhalten sind andauernde minimale neuro sensomotorische Korrekturen nötig. Damit wird das Getragenwerden zu einer ganz umfänglichen Gleichgewichtsschulung.

Pferde sind in der Lage, aufgrund ihres sensiblen Wesens, die Gefühle der Klient/Innen zu reflektieren. So können Nervosität und Angst das Pferd beeinflussen, weshalb eine gute Therapeutin-Pferd Beziehung wichtig ist. Aber auch die Kontrolle der eigenen Triebe sowie die des Pferdes zu beherrschen, um so vielleicht Aggressionen umzulenken, ist eine gute Lernerfahrung für den Klient/die Klientin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Verbindung zu Pferden und ihre Hospitation auf einem Hof, um das Potenzial der Arbeit mit Tieren in der sozialen Arbeit zu erkunden.

2. Theoretische Grundlagen des Heilpädagogischen Reitens: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem leistungsorientierten Reitsport und dem heilpädagogischen Ansatz, der auf individuelle Förderung zielt, sowie den Anforderungen an ein Therapiepferd.

3. Begriffserklärung: Es erfolgt eine wissenschaftliche Klärung der Kernbegriffe Heilpädagogik, Verhaltensauffälligkeit und Verhaltensstörung unter Berücksichtigung verschiedener Definitionsansätze.

4. Das Pferd als Medium: Hier wird erläutert, warum das Pferd durch seine spezifische Bewegungsmechanik und sein Wesen ein besonders wirkungsvolles Medium für die ganzheitliche Förderung von Kindern darstellt.

5. Fazit: Die wesentlichen Ergebnisse werden zusammengefasst und das Pferd als unvergleichliches Medium in der Tiergestützten Sozialarbeit bestätigt, trotz bestehender Finanzierungsschwierigkeiten.

Schlüsselwörter

Heilpädagogisches Reiten, Therapeutisches Reiten, Verhaltensauffälligkeit, Verhaltensstörung, Hippotherapie, Medium Pferd, Tierische Sozialarbeit, Ganzheitliche Förderung, Motorik, Emotionale Entwicklung, Soziale Integration, Pädagogik, Reitpädagogik, Therapieansatz, Persönlichkeitsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz des Heilpädagogischen Reitens und das Medium Pferd als Unterstützung in der sozialen Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Abgrenzung von Reitsport und Therapie, Begriffsdefinitionen im heilpädagogischen Kontext sowie die psychophysische Wirkung des Pferdes auf den Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Heilpädagogische Reiten als wertvolle Methode der individuellen Förderung vorzustellen und aufzuzeigen, wie das Pferd als Medium zur Überwindung von Verhaltensproblemen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Analyse fachwissenschaftlicher Literatur und Definitionen, ergänzt durch die Erkenntnisse aus einer eigenen Hospitation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Unterschiede zwischen Reitsport und Therapie, definiert wichtige pädagogische Fachbegriffe und analysiert detailliert die therapeutische Wirkung der Pferdebewegungen auf den Körper und die Psyche des Kindes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Heilpädagogisches Reiten, Medium Pferd, ganzheitliche Förderung, Verhaltensstörung und tiergestützte Sozialarbeit.

Warum ist das Pferd als Medium anderen Tieren überlegen?

Laut der Arbeit ist das Pferd besonders geeignet, da seine Bewegungsmechanik im Schritt und Trab dem menschlichen Gang am ähnlichsten ist, was eine effektive neuro-sensomotorische Förderung ermöglicht.

Welche Anforderungen muss ein Therapiepferd erfüllen?

Im Gegensatz zu Sportpferden steht nicht die Leistung im Vordergrund, sondern ein zuverlässiger, nervenstarker und menschenfreundlicher Charakter sowie eine kompakte Statur und weiche Gänge.

Excerpt out of 10 pages  - scroll top

Details

Title
Pferde und Reiten als heilpädagogisches Medium bei verhaltensauffälligen Kindern
College
University of Applied Sciences Darmstadt
Grade
1,3
Author
Laura Sudheimer (Author)
Publication Year
2013
Pages
10
Catalog Number
V271045
ISBN (eBook)
9783656627210
ISBN (Book)
9783656627173
Language
German
Tags
pferde reiten medium kindern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Sudheimer (Author), 2013, Pferde und Reiten als heilpädagogisches Medium bei verhaltensauffälligen Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271045
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  10  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint