Basel III: Potentielle Chancen und Risiken durch die neuen Aufsichtsregeln für Kreditinstitute


Seminararbeit, 2014

11 Seiten, Note: 2,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. Hintergründe für Basel III
2.2. Inhalt und Veränderungen durch Basel III
2.3. Vor- und Nachteile von Basel III

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Zuge dieser wissenschaftlichen Arbeit wird die aktuelle Regulierung für Kreditinstitute, genannt Basel III, genauer erläutert.

Diese Neuerung ist sozusagen ein Update der Vorgängerversion Basel II, welche zum Teil bereits die Grundlage für die jetzigen Bestimmungen geliefert hat (vgl. FMA, http://www.fma.gv.at/de/sonderthemen/basel-iii.html, 19.03.2014).

Im Vorfeld muss man verstehen, warum eine derartige Regulierung unbedingt notwendig war, ist und auch immer sein wird, um in weiterer Folge auf die spezifischen Änderungen, verglichen mit den älteren Richtlinien, eingehen zu können.

Kreditinstitute haben nämlich einen besonderen Stellenwert in der makroökonomischen Wirtschaft und liefern sowohl zur Preisstabilität, als auch zur Geldversorgung einen wesentlichen Beitrag. Ein wichtiger Punkt besteht deshalb auch darin, Gläubiger vor undurchsichtigen Geschäften der Finanzinstitute und den daraus entstehenden Verlustmöglichkeiten zu schützen, wofür Regulierungen wie Basel zum Teil geschaffen wurden (vgl. Hartmann-Wendels, 2010, S. 390-391.).

Wie jede Veränderung zieht auch diese sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich, welche hiermit aufgezeigt und analysiert werden, um einen sachlichen Überblick über dieses neue Kapitel in der Finanzwelt zu geben und die Tragweite jener Entscheidungen auch wirklich erfassen zu können. Ziel ist es, eine Einführung zu den neuen Richtlinien des Baseler Ausschusses zu geben und aufzuzeigen, dass diese nicht nur wohlwollend, sondern eventuell auch kritisch zu betrachten sind.

Um diese Erkenntnisse dann interpretieren zu können, werden in einem zusammenfassenden Fazit sämtliche Schlussfolgerungen, die mit Hilfe qualitativer Quellen erarbeitet wurden, dargestellt. Sich daraus eine eigenständige Meinung bilden zu können, welche sich auf nachvollziehbare Argumente stützt, anstatt auf bloße Einzelmeinungen, ist das Hauptaugenmerk dieser Arbeit.

2. Hauptteil

2.1. Hintergründe für Basel III

Der Bankensektor unterliegt strengeren Vorschriften, als die meisten Privatunternehmen. Obwohl eine Regulierung im Grunde genommen einen Fremdkörper im marktwirtschaftlichen System darstellt, hat sich gezeigt, dass sich Störungen der Finanzmärkte gravierend auswirken können, weshalb Regulierungsinstanzen für Kreditinstitute durchaus sinnvoll wären. Allerdings muss berücksichtigt werden, ob die praxisnahe Situation der asymmetrischen Information zu Problemen seitens der Banken, als auch seitens der Aufsichtsbehörden führen kann. Da Kreditnehmer nicht die Möglichkeit bzw. die Kompetenz haben, ein Kreditinstitut derart zu überprüfen, die dies umgekehrt der Fall ist, müssen hierbei Bankenaufsichten anstelle der Kreditnehmer treten. All dies dient dazu, systemische Risiken in den Griff zu bekommen, da ein Vertrauenseinbruch gegenüber einer Bank und die daraus entstehende Bonitätsverschlechterung sich leicht auf andere Finanzinstitute ausweiten kann und somit gesamtwirtschaftlich negative Konsequenzen zur Folge hat. Leider tragen diese Konsequenzen oft die Gläubiger jener Institute, was zu risikoreichen Strategien seitens der Banken führt. Angemessene Eigenmittel- und Liquiditätsverordnungen können dabei helfen, solche systemische Risiken einzudämmen (vgl. Hartmann-Wendels, 2010, S.387-389.).

Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass eine Volkswirtschaft durch die Lage des Finanzmarktes stark beeinflusst werden kann und es deshalb wichtig ist, eine angemessene Regulierung für Institute jenes Sektors umzusetzen.

Mit Basel III soll nun die Vorgängerversion Basel II ergänzt und überarbeitet werden, um die Widerstandsfähigkeit finanzwirtschaftlicher Institute zu stärken (vgl. Gaumert, U./Götz, S./Ortgies, J., 2011, S.1.).

Dies führt zur Erkenntnis, dass es sich bei derartigen Bestimmungen um ein ständig zu aktualisierendes Regelwerk handelt, welches sich neuen Bedingungen, auftauchenden Problemen und Situationen anpassen muss, um eine Wirksamkeit aufrecht zu erhalten.

2.2. Inhalt und Veränderungen durch Basel III

Bis im März 2013 die Umsetzung von Basel III beschlossen wurde, gab es viele Verhandlungssitzungen, die zwischen der europäischen Kommission, des europäischen Ministerrates und des europäischen Parlaments abgehalten werden mussten. Bevor der Beschluss jedoch mit 1. Jänner 2014 in Kraft treten kann, müssen noch Umsetzungen in nationales Recht sichergestellt werden (vgl. Ortgies, J. 2013, S.1.).

Es war demzufolge ein umfangreiches Unterfangen, ein Regelwerk zu verfassen, welches international tragbar ist. Des Weiteren wird es noch einiges an Aufwendungen erfordern, eine Abstimmung mit den Gesetzten einzelner Staaten zu erarbeiten.

Änderungen im Eigenkapital:

Da die Krise Schwächen in der Verlustabsorption, welche durch das Eigenkapital gegeben sein sollte, aufgezeigt hat, gibt es in dieser Hinsicht eine Neuregulierung. Die Schwierigkeit bei erweiterten Kapitalmittelanforderungen besteht dabei im Spannungsverhältnis zwischen höherer Systemstabilität auf der einen Seite und Gefahren für Banken durch schlechtere Kreditvergabefähigkeit auf der anderen. Ein weiterer Nachteil liegt in der zumindest kurzfristig geringeren Eigenkapitalrendite und dem höheren Haftungsbeitrag für Eigentümer, bedingt durch die erweiterte Kapitalquote und dem Kapitalpuffer. Aus diesem Grund werden die neuen Anforderungen schrittweise eingeführt. Wesentlich wird die Qualität des Eigenkapitals verbessert durch einen stärkeren Anteil an hartem Kernkapital, zu dem lediglich Vermögen zugerechnet werden kann, welches 14 Punkte eines Kriterienkataloges erfüllt. Der G20 Gipfel hat sich hierbei auf eine Abgrenzung bezogen auf die Rechtsform des Institutes festgelegt. Dadurch kommen für Aktiengesellschaften beispielsweise nur ausgegebene Aktien, sowie einbehaltene Gewinne in frage, um auf die angeführten Kriterien geprüft zu werden. Um für Rezessionsphasen eine Vorsorge zu treffen, werden Finanzinstitute nun verpflichtet, in Zeiten wirtschaftlichen Wachstums einen Kapitalerhaltungspuffer in Höhe von 2,5 % in hartem Kernkapital zu halten, zusätzlich zu den 4,5 % hartem Kernkapital innerhalb der bei 8 % liegenden Mindestkapitalanforderung, was in Summe eine Kernkapitalquote von 7% der risikogewichteten Aktiva beträgt. Eine Unterschreitung dieser Grenze wird, in Abhängigkeit der Höhe, eine Ausschüttungssperre der Gewinne verhängt (vgl. Deutsche Bundesbank,

https://lms.uibk.ac.at/auth/1%3A1%3A1053873457%3A2%3A0%3Aserv%3Ax/basel3_leitfaden.pdf , 14.03.2014).

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Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Basel III: Potentielle Chancen und Risiken durch die neuen Aufsichtsregeln für Kreditinstitute
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Note
2,5
Autor
Jahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V271367
ISBN (eBook)
9783656655527
ISBN (Buch)
9783656655534
Dateigröße
452 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
basel, potentielle, chancen, risiken, aufsichtsregeln, kreditinstitute
Arbeit zitieren
Gregor Oppacher (Autor), 2014, Basel III: Potentielle Chancen und Risiken durch die neuen Aufsichtsregeln für Kreditinstitute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271367

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