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Thomas Hobbes "Leviathan". Exzerpt

Titel: Thomas Hobbes "Leviathan". Exzerpt

Exzerpt , 2011 , 10 Seiten

Autor:in: BSc. Sebastian Lindinger (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei dem folgenden exzerpierten Text handelt es sich um: Leviathan von Thomas Hobbes, über den Teil II Vom Staat. Herausgegeben und eingeleitet von Iring Fetscher, übersetzt von Walter Euchner. Verlag: Suhrkamp.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

17. Von den Ursachen, der Erzeugung und der Definition eines Staates.

18. Von den Rechten der Souveräne durch Einsetzung.

19. Von den verschiedenen Arten der Staaten durch Einsetzung und der Nachfolge in die souveräne Gewalt.

20. Von elterlicher und despotischer Herrschaft.

21. Von der Freiheit der Untertanen.

22. Von den politischen und privaten Vereinigungen der Untertanen.

23. Von den öffentlichen Beamten der souveränen Gewalt.

24. Von der Ernährung und Nachkommenschaft eines Staates.

25. Vom Rat.

26. Von den bürgerlichen Gesetzen.

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des zweiten Teils von Thomas Hobbes' Werk "Leviathan". Das primäre Ziel ist es, die systematische Darstellung der Entstehung, der Struktur und der Funktionsweise des staatlichen Gemeinwesens unter der souveränen Macht nachzuvollziehen und zentrale Begriffe der Hobbes'schen Staatsphilosophie zu erläutern.

  • Ursprung und Definition des Staates sowie die Notwendigkeit einer souveränen Gewalt.
  • Unterscheidung der Herrschaftsformen (Monarchie, Demokratie, Aristokratie).
  • Die Rolle der elterlichen und despotischen Herrschaft innerhalb staatlicher Gebilde.
  • Freiheitsbegriff der Untertanen im Kontext gesetzlicher Regelungen.
  • Funktion und rechtliche Stellung von Vereinigungen, Beamten und des Rats.
  • Grundlagen und Systematik der bürgerlichen Gesetze.

Auszug aus dem Buch

17. Von den Ursachen, der Erzeugung und der Definition eines Staates.

Wenn es keine allgemeine Gewalt gäbe, die die Menschen unter Strafandrohung dazu bringt das natürliche Gesetz und ihre Verträge einzuhalten, würden aufgrund der menschlichen Leidenschaften unweigerlich Kriege folgen, da jeder für seine Sicherheit selbst verantwortlich ist. In vorstaatlichen Zeiten suchten die Menschen in kleinen, sich gegenseitig bekriegenden, Familienverbänden Schutz. In weiterer Folge wurden die Familienclans durch Staaten und Königreiche ersetzt, die Menschen akzeptieren gewisse Einschränkungen ihrer Freiheit als Preis für ihre Sicherheit. Diese Staaten verhielten sich untereinander jedoch wieder wie die vorstaatlichen Familienverbände. (vgl. Hobbes 1966, S. 131 f.) Kleine Gruppen oder Familien können nie wirklich Sicherheit garantieren, denn um Friede zu erreichen muss ein ungefähres Machtgleichgewicht zwischen den Konfliktparteien herrschen, d.h. dass keiner ahnen kann wie eine Schlacht ausgehen würde.

Ist die Menge auch noch so zahlreich, so bietet sie keinen Schutz, wenn sie nicht durch eine zentrale Instanz dauerhaft geführt wird, denn dann würden sich die Menschen aufgrund ihrer verschiedenen Interessen untereinander bekriegen und könnten von äußeren Feinden leicht erobert werden. (vgl. Hobbes 1966, S. 132) Ameisen und Bienen werden von Aristoteles als „politische Lebewesen“ bezeichnet, weil sie in großen Gemeinschaften friedlich und perfekt zusammenleben. Sie unterscheiden sich jedoch grundsätzlich vom Menschen: Sie ringen nicht ständig um Anerkennung, unterscheiden nicht zwischen Privat- und Gemeinwohl, glauben nicht besser zu sein als andere, können sich nicht gegenseitig verhetzen und leben friedlich solange sie nicht gestört werden.

Zusammenfassung der Kapitel

17. Von den Ursachen, der Erzeugung und der Definition eines Staates.: Das Kapitel erläutert, warum Menschen zur Überwindung des kriegerischen Naturzustands einen Souverän einsetzen und Sicherheit durch einen Vertrag und die Unterordnung unter eine zentrale Gewalt gewinnen.

18. Von den Rechten der Souveräne durch Einsetzung.: Hier werden die absoluten Kompetenzen des Souveräns dargelegt, darunter die Gesetzgebung, die oberste richterliche Gewalt und der Befehl über das Militär, wobei der Souverän im Interesse des Friedens handelt.

19. Von den verschiedenen Arten der Staaten durch Einsetzung und der Nachfolge in die souveräne Gewalt.: Es wird zwischen Monarchie, Demokratie und Aristokratie unterschieden und die Problematik der Herrschaftsnachfolge, insbesondere in einer Monarchie, analysiert.

20. Von elterlicher und despotischer Herrschaft.: Dieses Kapitel differenziert zwischen elterlicher Gewalt und despotischer Herrschaft durch Eroberung, wobei Hobbes betont, dass die Rechte und Pflichten ungeachtet des Ursprungs der Herrschaft gleich sind.

21. Von der Freiheit der Untertanen.: Hobbes definiert Freiheit als Abwesenheit von physischem Widerstand und erklärt, dass die Freiheit der Untertanen in den Bereichen endet, die gesetzlich geregelt sind.

22. Von den politischen und privaten Vereinigungen der Untertanen.: Es wird zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen sowie politischen und privaten Vereinigungen unterschieden, die unter der Aufsicht des Staates stehen.

23. Von den öffentlichen Beamten der souveränen Gewalt.: Das Kapitel beschreibt die Funktion von Beamten, Richtern und Gesandten als ausführende Organe, die im Namen des Souveräns handeln.

24. Von der Ernährung und Nachkommenschaft eines Staates.: Hobbes thematisiert hier das Wirtschaftssystem, den Handel und die Entstehung von Kolonien als notwendige Grundlagen für das Gedeihen eines Staates.

25. Vom Rat.: Es wird der fundamentale Unterschied zwischen einem verpflichtenden Befehl und einem beratenden Rat herausgearbeitet und die Eigenschaften eines kompetenten Beraters definiert.

26. Von den bürgerlichen Gesetzen.: Das Kapitel behandelt die Rolle des Souveräns als einzigen Gesetzgeber, die Auslegung von Gesetzen und die Differenzierung zwischen natürlichen und positiven Gesetzen.

Schlüsselwörter

Hobbes, Leviathan, Souveränität, Staat, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Herrschaftsformen, Bürgerliche Gesetze, Freiheit, Untertanen, Macht, Politische Philosophie, Rechtslehre, Sicherheit, Gesetzgeber.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist ein Exzerpt der zentralen staatsphilosophischen Überlegungen Thomas Hobbes' aus seinem Hauptwerk "Leviathan", insbesondere der Theorie über die Entstehung und Ausübung staatlicher Macht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Legitimation von Herrschaft, das Verhältnis zwischen Souverän und Untertanen, die Struktur von Staatsformen sowie die rechtlichen Grundlagen des Zusammenlebens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die präzise Wiedergabe und Zusammenfassung von Hobbes' Argumentation, wie eine dauerhafte politische Ordnung geschaffen wird, um Anarchie und Bürgerkriege zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode des philosophischen Exzerpts, indem er die Primärquelle systematisch nach Kapiteln strukturiert und die wesentlichen Argumente des Philosophen nachzeichnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Staatsentstehung, die Rechte der Souveränität, die Arten der Herrschaft, die Rolle von Gesetzen und die Organisation öffentlicher und privater Strukturen im Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Souveränität, Gesellschaftsvertrag, Leviathan, bürgerliche Gesetze, Sicherheit, Naturzustand und die Unterscheidung zwischen Befehl und Rat.

Warum betrachtet Hobbes den "Leviathan" als einen "sterblichen Gott"?

Der Leviathan ist die höchste menschliche Gewalt, die den Frieden sichert und als "Zwischeninstanz" zum unsterblichen Gott fungiert, um die Menschen vor der zerstörerischen Natur des Menschen zu schützen.

Wie unterscheidet Hobbes zwischen einem Befehl und einem Rat?

Ein Befehl erfolgt zum Vorteil des Befehlenden und ist verpflichtend, während ein Rat primär den Vorteil desjenigen im Blick hat, dem er erteilt wird, und daher keine rechtliche Bindung erzeugt.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Thomas Hobbes "Leviathan". Exzerpt
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz  (Institut für Gesellschafts und Sozialpolitik)
Autor
BSc. Sebastian Lindinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V271708
ISBN (eBook)
9783656626121
ISBN (Buch)
9783656626091
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thomas hobbes leviathan exzerpt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
BSc. Sebastian Lindinger (Autor:in), 2011, Thomas Hobbes "Leviathan". Exzerpt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271708
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