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Mode oder Schlüsselkompetenz? Sinn und Zweck von Wissensmanagement.

Title: Mode oder Schlüsselkompetenz? Sinn und Zweck von Wissensmanagement.

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Agnieszka Cieplinska (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wollen wir uns mit der Problematik des Sinns und Zwecks vom Wissensmanagement
in der Wirtschaft beschäftigen. Es soll erörtert werden, ob es sich beim Wissensmanagement nur um
ein Modewort, oder um eine Schlüsselkompetenz handelt. Hierfür werden wir zuerst versuchen, die
relevanten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auslöser für das Interesse für die Problematik des
Umgangs mit Wissen zu beschreiben. Anschließend wollen wir der Frage nachgehen, was unter
Wissensmanagement zu verstehen ist. Dabei werden wir vier zentrale Konzeptfamilien zum
Wissensmanagement vorstellen. Wir werden auch zeigen, mit welchen Instrumenten das Wissen
gemanaged werden kann. Wir versuchen auch zu erörtern, mit welchem „Wissensmanagement“ die
Erwartungen an ihn realisiert werden können. Somit versuchen wir den Sinn und Zweck des
Wissensmanagements in Verbindung zu bringen. Die Frage der Rolle vom Wissen in der heutigen Gesellschaft wird heutzutage immer häufiger
diskutiert. Sehr oft problematisiert man dabei den Umgang mit Wissen in Unternehmen. Der Begriff
Wissensmanagement ist inzwischen in bestimmten Kreisen zum Modewort geworden. So stellt sich
die Frage nach den Gründen für diesen Trend. Das Interesse für das Thema Wissen im Unternehmen
ist wesentlich durch gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel bedingt. Wenn man nach
Kondratieff annimmt, daß die wirtschaftliche Entwicklung periodisch durchläuft, dann könnte man
sagen, daß sich die führenden Volkswirtschaften zur Zeit im fünften Zyklus befinden1. Dieser fünfte
Zyklus wird oft als globale Informations- und Wissensgesellschaft charakterisiert. In der globalen
Wissensgesellschaft herrschen neue Umweltbedingungen. Diese Bedingungen speisen auch das
Interesse für Wissensmanagement und aus diesem Grunde sollen hier besprochen werden.
In der Wirtschaft wurden bis vor kurzer Zeit Arbeit, Kapital und Boden als grundlegende Faktoren für
die Produktion betrachtet. Natürlich war auch schon immer das Wissen notwendig, um
Produktionsprozesse auszulösen und die Produktionsfaktoren optimal einzusetzen. Die Entwicklung
neuer Technologien, stärkeren Kundenorientierung und Hyperwettbewerb führte aber dazu, das die
Produktion immer informations- und wissensintensiver wurden. Laut einer empirischen Untersuchung
des Internationalen Institutes für Lernende Organisationen hat Wissen heutzutage bis zu
60prozentigen Anteil an der Wertschöpfung westdeutscher Unternehmen. So gewann Wissen den
1 vgl. Klodt et al. 1997: 73

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WISSENSMANAGEMENT EIN MODEWORT

3. ERWARTUNGEN AN WISSENSMANAGEMENT

4. WISSENSPROBLEME IN UNTERNEHMEN

5. WAS IST WISSENSMANAGEMENT

5.1 ERZEUGUNG UND VERARBEITUNG VON WISSEN

5.2 SPEICHERUNGS- UND VERTLIEUNGSPERSPEKTIVE

5.3 STEUERUNG VOM WISSEN

5.4 BILANZIERUNGSPERSPEKTIVE

6. DATEN, INFORMATIONEN, WISSEN EINE BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG

7. HANDLUNGSFELDER UND GESTALTUNGSDIMENSIONEN DES WMS

8. EINIGE INSTRUMENTE DES WISSENSMANAGEMENTS

8.1 INSTRUMENTE ZUM MANAGEMENT EXTERNES UND INTERNES WISSENS

8.2 INSTRUMENTE ZUM MANAGEMENT AKTUELLES UND ZUKÜNFTIGES WISSENS

8.3 INSTRUMENTE ZUM MANAGEMENT EXPLIZITEN UND IMPLIZITEN WISSENS

8.4 INSTRUMENTE ZUM MANAGEMENT ERFAHRUNGS- UND RATIONALITÄTSWISSEN

9. VORAUSSETZUNGEN FÜR FUNKTIONSFÄHIGKEIT DES WIS SENSMANAGEMENTS

10. FAZIT: SINN UND ZWECK DES WISSENSMANAGEMENT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Stellenwert von Wissensmanagement in der modernen Wirtschaft, um zu klären, ob es sich dabei um ein kurzlebiges Modewort oder eine essenzielle Schlüsselkompetenz für Unternehmen handelt. Im Fokus steht dabei die Identifikation von Treibern, Herausforderungen und praktischen Instrumenten für den effektiven Umgang mit Wissen als strategische Ressource.

  • Gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel hin zur Wissensgesellschaft
  • Analyse zentraler Konzepte und Definitionen des Wissensmanagements
  • Die begriffliche Abgrenzung von Daten, Informationen und Wissen
  • Instrumente zur Identifikation, Erzeugung und Verteilung von Wissen
  • Notwendige Voraussetzungen für die Implementierung in Unternehmen

Auszug aus dem Buch

5.1 Erzeugung und Verarbeitung von Wissen

In einer Reihe von Publikationen wird die Hauptaufgabe des Wissensmanagements darin gesehen, neues Wissen zu erzeugen bzw. zu erlernen und dieses Wissen in die Abläufe, Prozesse und Produkte von Unternehmen zu integrieren. In diesen Arbeiten wird danach gefragt, wie neues Wissen in Unternehmen kommt, wie es mit dem Alten verknüpft werden kann und wie man es zum eigenen Vorteil nutzen kann. Viel Aufmerksamkeit wird dabei der diese Prozesse fördernden Gestaltung von Unternehmen gewidmet. Außerdem fragt man danach, wie man die Barrieren der Integration von Wissen entgegenwirken kann. Fragen dieser Art tauchen meistens in den Publikationen zum organisationalen Lernen und Innovationsfähigkeit der Forschungs- und Entwicklungsbereiche auf. Im folgenden wollen wir exemplarisch das Wissensmanagementkonzept von Nonaka & Takeuchi vorstellen. Diese Arbeit stoß nämlich auf sehr großes Interesse in der Managementwelt.

Die Wissensmanagementtheorie von Nonaka & Takeuchi resultieren aus dem Versuch der Forscher die Frage zu beantworten, warum japanische Unternehmen besser in der Produktentwicklung als ihre amerikanischen und europäischen Konkurrenten sind. In Folge ihrer Untersuchungen stellten sie fest, daß die Unterschiede sich aus dem Umgang mit dem an Personen gebundenen Wissen ergibt. Ihrer Beobachtung nach schaffen es die Japaner die Individuen dazu zu bewegen, ihr persönliches, stillschweigendes sog. implizites Wissen zu externalisieren und es somit für die anderen Mitarbeiter zugänglich und für das Unternehmen nützlich zu machen. Außerdem sind sie imstande das Wissen von Außerhalb des Unternehmens in die Organisation zu holen. Die besondere Kunst besteht aber darin die unterschiedlichen im und außerhalb des Unternehmens vorhandene Wissensbestände miteinander zu verknüpfen. Die geschickte Kombination des Erfahrungsguts, der Kreativität und Ideenreichtums der einzelnen Organisationsmitglieder und des Wissens der Kunden wirkt sich nämlich außerordentlich positiv auf die Produktentwicklung aus. Außerdem kommt es dadurch zur Erweiterung des Wissens der einzelnen Mitarbeiter und der Organisation. Der Prozeß der Wissensschaffung in Unternehmen wird von den Autoren als eine spiralförmige Bewegung von Wissen mit folgendem Modell vorgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die Zielsetzung, den Sinn und Zweck des Wissensmanagements zu hinterfragen.

2. WISSENSMANAGEMENT EIN MODEWORT: Dieses Kapitel thematisiert den Aufstieg des Wissensmanagements vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels sowie die steigende Bedeutung von Wissen als Produktionsfaktor.

3. ERWARTUNGEN AN WISSENSMANAGEMENT: Hier werden die Anpassungsstrategien von Unternehmen an komplexe Umweltbedingungen und die Erwartungen an Wissensmanagement als Wettbewerbsfaktor beleuchtet.

4. WISSENSPROBLEME IN UNTERNEHMEN: Es wird analysiert, warum Unternehmen mit dem bisherigen Umgang von Wissen unzufrieden sind und welche typischen Wissensprobleme in der Praxis bestehen.

5. WAS IST WISSENSMANAGEMENT: Das Kapitel bietet eine Kategorisierung des Begriffs in vier Konzeptfamilien: Erzeugung/Verarbeitung, Speicherung/Verteilung, Steuerung und Bilanzierung.

6. DATEN, INFORMATIONEN, WISSEN EINE BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG: Hier wird die Wissenstreppe nach North genutzt, um die Unterschiede und Zusammenhänge zwischen Daten, Informationen und Wissen zu verdeutlichen.

7. HANDLUNGSFELDER UND GESTALTUNGSDIMENSIONEN DES WMS: Das Kapitel führt drei wesentliche Gestaltungsdimensionen ein: Zielsetzungen/Strukturen, Beziehung/Kommunikation und technologische Infrastruktur.

8. EINIGE INSTRUMENTE DES WISSENSMANAGEMENTS: Es werden konkrete Instrumente für verschiedene Wissenspaare (intern/extern, aktuell/zukünftig, explizit/implizit, Erfahrung/Rationalität) vorgestellt.

9. VORAUSSETZUNGEN FÜR FUNKTIONSFÄHIGKEIT DES WIS SENSMANAGEMENTS: Die Bedeutung der Unternehmenskultur, Führung und Vertrauen als Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wissensmanagement werden hier erörtert.

10. FAZIT: SINN UND ZWECK DES WISSENSMANAGEMENT: Das Fazit fasst zusammen, dass Wissensmanagement eine systematische und interdisziplinäre Aufgabe ist, die zur Stärkung der Wettbewerbsposition beitragen kann.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, intellektuelles Kapital, Wettbewerbsfaktor, Wissenstransfer, Organisationslernen, Wissenstreppe, Wissensbilanzierung, Kernkompetenzen, Wissensgesellschaft, Wissensarten, Wissensprozesse, Wissensarbeit, Wissensnutzung, Unternehmensführung, Wissensstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Wissensmanagement ein Modewort oder eine echte Schlüsselkompetenz für Unternehmen darstellt und welchen Sinn und Zweck es im wirtschaftlichen Kontext erfüllt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die Abgrenzung von Wissen zu Daten und Informationen sowie die praktischen Instrumente und organisatorischen Voraussetzungen für dessen Implementierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auslöser für das steigende Interesse an Wissensmanagement zu beschreiben, verschiedene Konzepte zu kategorisieren und aufzuzeigen, wie Unternehmen Wissen systematisch managen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze (wie die von Nonaka & Takeuchi oder Probst et al.) zusammenführt, kategorisiert und systematisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Wissensmanagement, der Kategorisierung nach vier Konzeptfamilien, der begrifflichen Klärung sowie der Vorstellung zahlreicher Instrumente zur praktischen Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Wissensmanagement, intellektuelles Kapital, Wissensarten, Wissensprozesse, Kernkompetenzen und Wettbewerbsfähigkeit.

Wie unterscheidet der Autor zwischen explizitem und implizitem Wissen?

Explizites Wissen ist bewusster Natur, artikulierbar und kann in Symbolen oder Dokumenten gespeichert werden; implizites Wissen ist hingegen eng mit den persönlichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Einstellungen eines Individuums verknüpft.

Warum ist laut der Arbeit eine ganzheitliche Betrachtung des Wissensmanagements notwendig?

Da Wissen an den Menschen gebunden ist, reicht es nicht aus, rein IT-basierte Lösungen anzubieten. Eine ganzheitliche Strategie muss auch die Unternehmenskultur, die Struktur und die Kommunikation berücksichtigen.

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Details

Title
Mode oder Schlüsselkompetenz? Sinn und Zweck von Wissensmanagement.
College
Erfurt University of Applied Sciences  (Betriebswirtschaftslehre)
Grade
1,3
Author
Agnieszka Cieplinska (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V27235
ISBN (eBook)
9783638293365
Language
German
Tags
Mode Schlüsselkompetenz Sinn Zweck Wissensmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Agnieszka Cieplinska (Author), 2002, Mode oder Schlüsselkompetenz? Sinn und Zweck von Wissensmanagement., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27235
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