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Einsatz eines Lernmanagementsystems. Unterstützung des informellen Lernens am Arbeitsplatz

Title: Einsatz eines Lernmanagementsystems. Unterstützung des informellen Lernens am Arbeitsplatz

Term Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ellen Dietrich (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, inwieweit das informelle Lernen am Arbeitsplatz durch den Einsatz eines Lernmanagementsystems (LMS)1 unterstützt werden kann. Dieses Thema berührt zum einen das Forschungsfeld des betrieblichen Lernens, zum anderen steht es in Verbindung zu bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Impulsen der Europäischen Union, die das lebenslange Lernen fokussieren (z.B. CEDEFOP, 2011, S. 1; Kommission der Europäischen Gemeinschaften, 2008, S. 4; Rat der Europäischen Union, 2010, S. 3). Sichtbar wird dieser Bezug hier durch die Verwendung von Daten, die u.a. auf einem europaweiten Monitoring des beruflichen Weiterbildungsverhalten basieren.
Den europäischen Kontext gleichsam im Hinterkopf, konzentriert sich diese Arbeit jedoch auf die bildungswissenschaftliche Perspektive des betrieblichen Lernens und rückt somit die Darstellung der Lernprozessgestaltung am Arbeitsplatz und deren lerntheoretische Analyse in den Mittelpunkt.
Posttayloristische Arbeitsformen unserer Zeit bedürfen angemessener Lernformen auf individueller und gleichermaßen organisationaler Ebene (vgl. Dehnbostel, Elsholz & Gillen, 2007, S. 14 f.; Watkins & Marsick, 1992, S. 288). Dem informellen Lernen kommt dabei besondere Bedeutung zu, da diese Lernform weitaus häufiger Anwendung im Arbeitsprozess findet als seminaristisch angelegte Weiterbildungen. Darüber hinaus führen informelle Lernaktivitäten zum Erwerb umfangreicher beruflicher Handlungskompetenzen, wie sie formal-institutionalisierte Bildungsaktivitäten nicht herbeiführen können (vgl. bspw. Dehnbostel, 2004, S. 154 f.). Es stellt sich also die Frage, wie Lernen im Prozess der Arbeit, das kaum bis gar nicht organisiert ist, mit systematischem Lernmangement gewinn-bringend für alle Beteiligten verknüpft werden kann.
Kapitel II widmet sich zunächst der Begriffsbestimmung von informellem Lernen. In Kapitel III folgt die Beschreibung von im Kontext relevanten Merkmalen eines LMS, dabei bleibt jedoch die Perspektive eher lerntheoretisch denn anwendungstechnisch. Im Anschluss werden die erläuterten Sachverhalte der vorangegangenen Kapitel aufgegriffen und Einsatzmöglichkeiten von LMS zur Unterstützung von informellen Lernprozessen am Arbeitsplatz skizziert. Im abschließenden vierten Kapitel wird ein Fazit gezogen, das nochmals die Kernaussagen zum Verhältnis von informellem Lernen und Lernmanagement zusammenfasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das informelle Lernen

2.1 Die Verbreitung des informellen Lernens am Arbeitsplatz

2.2 Informelles Lernen aus bildungs- und lerntheoretischer Sicht

2.2.1 Formales, non-formales und informelles Lernen

2.2.2 Lerntheoretische Ansätze

2.2.2.1 Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus

2.2.2.2 Der pragmatisch orientierte Ansatz nach John Dewey

III. Management des informellen Lernens

3.1 Funktionen eines LMS

3.2 Mediendidaktische Konzeptionen

3.2.1 Lernkontexte

3.2.1.1 Lernaktivitäten und Störfaktoren

3.2.1.2 Reflexion und Interaktion

3.2.1.3 Problemerfahrung

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit informelles Lernen am Arbeitsplatz durch den Einsatz eines Lernmanagementsystems (LMS) sinnvoll unterstützt werden kann. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Lernen im Prozess der Arbeit, das oft wenig organisiert stattfindet, mit systematischem Lernmanagement verknüpft werden kann, ohne den informellen Charakter des Lernprozesses durch zu starke Formalisierung zu gefährden.

  • Theoretische Verortung des informellen Lernens im betrieblichen Kontext.
  • Analyse relevanter Lerntheorien (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Pragmatismus) für die informelle Lernpraxis.
  • Untersuchung der Funktionen und Integrationsmöglichkeiten von LMS im Arbeitsalltag.
  • Erarbeitung didaktischer Konzepte zur Unterstützung von Reflexion, Interaktion und Problemerfahrung durch digitale Lerninfrastrukturen.

Auszug aus dem Buch

2.2.2.2 Der pragmatisch orientierte Ansatz nach John Dewey

Nach Annahme des pädagogischen Pragmatismus ist Erfahrung der Ausgangspunkt aller Lernprozesse. Erfahrungen beruhen dabei auf Interaktionen zwischen dem Individuum und seiner gegenständlichen und sozialen Umwelt (vgl. Rautenstrauch, 2011, S.12 f.). Reflexionen über den Entstehungsprozess von eigenen Erfahrungen verhelfen dazu, Handlungen und Handlungsfolgen miteinander in Beziehung zu setzen und auf diesem Wege Erkenntnisse für zukünftiges Handeln zu gewinnen (vgl. a.a.O., S. 13). Sehen sich Lernende einem Problem oder einer Fragestellug gegenüber, wird dies im pädagogischen Pragmatismus als Chance aufgefasst, „bildende Erfahrungen“ zu machen (de Witt & Czerwionka, 2007, S. 72) oder wie Rautenstrauch (2011) sagt: „Neue Situationen verlangen eine neue Koordination bisheriger Erfahrungen.“ (Rautenstrauch, 2011, S. 14). Erfahrungen sind nicht als in sich abgeschlossene Einzelereignisse zu verstehen, sondern als Grundlage zukünftiger und Vorläufer gegenwärtiger Erfahrungen (vgl. de Witt & Czerwionka, 2007, S. 72). Lernen beruht auf der Reflexion und der denkenden Rekonstruktion derart aufeinander beozgener Erfahrungen und wird als forschendes Lernen bezeichnet (vgl. Rautenstrauch, 2011, S. 14 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob und wie informelles Lernen am Arbeitsplatz durch ein LMS unterstützt werden kann und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

II. Das informelle Lernen: Dieses Kapitel definiert informelles Lernen empirisch sowie lerntheoretisch und ordnet es in das Spektrum betrieblicher Lernformen ein.

III. Management des informellen Lernens: Hier werden die Funktionen eines LMS sowie didaktische Konzeptionen beleuchtet, um Lernprozesse am Arbeitsplatz mediendidaktisch sinnvoll zu gestalten.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und diskutiert den Kompromiss, ein LMS als organisierende Begleitung informeller Prozesse einzusetzen, ohne dessen Charakter zu untergraben.

Schlüsselwörter

Informelles Lernen, Arbeitsplatzlernen, Lernmanagementsystem, LMS, Betriebliche Bildung, Lerntheorien, Erfahrungslernen, Mediendidaktik, Reflexion, Wissenskonstruktion, Problemerfahrung, Weiterbildung, Arbeitsprozess, Lerninfrastruktur, Kompetenzentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen, informelles Lernen am Arbeitsplatz durch den Einsatz eines digitalen Lernmanagementsystems (LMS) zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung informellen Lernens, die lerntheoretische Fundierung (insb. Erfahrungslernen) sowie die mediendidaktische Gestaltung von Lernumgebungen in Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie ein LMS informelle Lernprozesse begleiten kann, ohne deren spontanen, erfahrungsbasierten Charakter durch übermäßige Formalisierung zu zerstören.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse, die durch die Auswertung empirischer Daten zur Verbreitung informellen Lernens (z. B. BSW 2003, AES 2007) und lerntheoretische Diskurse gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, verschiedene lerntheoretische Ansätze (Behaviorismus bis Pragmatismus) und die didaktische Konzeptionierung eines LMS für spezifische Lernkontexte wie Beobachtung, Reflexion und Problemlösung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind informelles Lernen am Arbeitsplatz, Lernmanagementsystem (LMS), Erfahrungslernen, Mediendidaktik und die didaktische Gestaltung von Lernprozessen.

Was bedeutet der „Inquiry-Prozess“ nach Dewey in diesem Kontext?

Der Inquiry-Prozess beschreibt fünf Phasen des forschenden Lernens, die als strukturgebendes Modell dienen, um informelle Erfahrungen am Arbeitsplatz bewusst zu reflektieren und in systematisches Wissen zu überführen.

Warum ist der Begriff „Untergrunddidaktik“ für das informelle Lernen wichtig?

Er beschreibt die den informellen Lernarrangements innewohnende, implizite Struktur, die vom Management erkannt und expliziert werden muss, um eine zielgerichtete Unterstützung durch ein LMS zu ermöglichen.

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Details

Title
Einsatz eines Lernmanagementsystems. Unterstützung des informellen Lernens am Arbeitsplatz
College
University of Hagen  (Institut für Mediale Bildung und Medienkommunikation)
Course
Modul 3A
Grade
1,7
Author
Ellen Dietrich (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V272539
ISBN (eBook)
9783656640202
ISBN (Book)
9783656640172
Language
German
Tags
LMS Workplace Learning Informelles Lernen Lerntheorie Dewey Pragmatismus Lernmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ellen Dietrich (Author), 2013, Einsatz eines Lernmanagementsystems. Unterstützung des informellen Lernens am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272539
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