Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Politics, Political Education

Die Zieldimensionen der Demokratielehre in der Schule

Title: Die Zieldimensionen der Demokratielehre in der Schule

Seminar Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lars Johannes Nowack (Author)

Didactics - Politics, Political Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Demokratie ist das gesellschaftliche Konstrukt, welches in unserer Politik, aber auch in vielen Teilen unseres Lebens vorherrschend ist und unsere Gesellschaft prägt. Die Demokratie wird als die derzeit geeignetste Methodik betrachtet, um das komplexe Leben von Millionen von Menschen in unserer Republik zu begleiten und zu formen. Zu formen deshalb, da der Grundgedanke sowie das Streben und Sichern dieser schon den jüngsten unserer Gesellschaft aufgezeigt wird, oder vielmehr sollte, damit die Demokratie so auch durch zukünftige Bürger gesichert wird, um etwaige undemokratische Strömungen entgegenzutreten. Daher wird schon in den Schulen mit der Auseinandersetzung mit dem Thema Demokratie begonnen, da das Bildungssystem durch seine Sozialisazionsprozesse, die auf die Kinder einwirken, einen Beitrag zur Reproduktion der herrschenden Kultur sowie Politikkultur leistet.
Die Demokratie und ihre Prinzipien sind Grundsatz der Bundesverfassung. So heißt es in Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetzes: „Die Bundesrepublik Deutschland Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ Der Wert des Demokratiegedanken wird durch Artikel 79 Absatz 3 nochmals verstärkt, da dieser die Änderung des Grundgesetzes, in welchem der Demokratiegedanke existent ist, als unzulässig erklärt. Allein diese beiden Artikel zeigen Wert der Demokratie, welcher durch das Grundgesetz dieser zugesprochen wird.
Dieser verfassungsrechtliche Grundgedanke der Demokratie ist daher auch direkt mit den verschiedenen Einrichtungen des Staates verwoben und verbunden. So auch mit der Einrichtung Schule. Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates. So ist das Konstrukt der Schule also auch dem Bestreben des Staates unterlegen, den Gedanken der Demokratie dort zu lehren, zu praktizieren und zu festigen. Des weiteren ist dies in § 2, Absatz 1 des Schulgesetzes festgelegt, in welchem es unter anderem heißt: „Die Schülerinnen und Schüler sollen fähig werden, die Grundrechte für sich und jeden anderen wirksam werden zu lassen, die sich daraus ergebende staatsbürgerliche Verantwortung zu verstehen und zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft beizutragen.“
Die Aufgabe und Verantwortung der Schule ist daher vorhanden, die Schüler zu demokratischen Mitbürgern zu erziehen und ihnen den Demokratiebegriff und deren Ausübung näher zu bringen. Doch in wie weit wird dieser Verpflichtung letztendlich genüge getan, und wie wird diese Vermittlung ausgeführt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung des Demokratiebegriffes und dessen Zieldimensionen

3. Partizipation

3.1 Definition der Partizipation

3.2 Partizipation in der Schule

4. Zivilgesellschaftliches Verhalten

4.1 Definition des zivilgesellschaftlichen Verhaltens und dessen frühe Wirkung

4.2 Umsetzung des zivilgesellschaftlichen Verhaltens in der Schule

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Schule bei der Demokratieerziehung von Kindern und analysiert, wie demokratische Grundwerte durch Partizipation und die Vermittlung zivilgesellschaftlichen Verhaltens praktisch im Schulalltag integriert und verfestigt werden können.

  • Grundlagen des Demokratiebegriffs und seiner Entwicklung
  • Stellenwert und Formen der Partizipation im schulischen Kontext
  • Bedeutung der zivilgesellschaftlichen Sozialisation für Kinder
  • Methodische Ansätze zur Umsetzung von Demokratiebildung in der Schule
  • Einfluss des familiären Umfelds auf das demokratische Verständnis

Auszug aus dem Buch

3. Partizipation

Was ist Partizipation? Wie lässt sich dieser Begriff genauer umschreiben und definieren? Im Folgenden wird versucht den Begriff genauer zu definieren. Dennoch muss gesagt werden, das nur ein kleiner Überblick über das Thema der Partizipation gegeben werden kann, da es der Umfang der Arbeit nicht anders zu lässt.

Der Begriff Partizipation wird in den Sprachen Französisch, Englisch sowie Deutsch synonym verwendet. Das Wort geht auf die lateinischen Wörter „partis“ und „capere“ zurück, die man in das Deutsche mit „Teil“ und „nehmen, fassen“ übersetzen kann und so im Gesamten wohl mit Teilhabe oder Teilnahme übersetzt werden kann. Dennoch sind die Wörter Teilhabe oder Teilnahme eher weniger aktiv zu empfinden als eine wirkliche aktive Partizipation, da man durchaus an etwas teilhaben kann, ohne gleichberechtigt an dieser Partizipation zu sein.

Generell kann man sagen, dass Partizipation ein demokratietheoretischer Begriff ist, der die Beteiligung von Personen oder Gruppen an Entscheidungsprozessen beschreibt. Dennoch unterliegt der Begriff einer gewissen Unschärfe. Um den Begriff etwas genauer zu beschreiben lässt zum Beispiel das Stufenmodell von Sherry Arnstein nutzen, welches 1969 veröffentlicht wurde. Arnstein unterscheidet in seinem Modell „ladder of citizen participation“ zwischen Nicht-Partizipation, Schein-Partizipation und Partizipation. Diesen drei Punkten unterlegt er insgesamt acht Unterpunkte. So sind die Unterpunkte Manipulation und Therapie der Nicht-Partizipation zu geordnet. Der Schein-Partizipation werden die Unterpunkte Information, Anhörung und Beschwichtigung zugesprochen. Letztendlich werden der Partizipation die übrigen Unterpunkte zu geordnet, welche die Partnerschaft, die Übertragung von Macht und die Kontrolle durch Bürger/-innen darstellen. Für Arnstein ist die Partizipation also die Teilhabe an der Entscheidungsmacht. Wie schon erwähnt soll dieses Modell nur Beispielcharakter haben, da noch viele weitere Definitionen und Modelle existieren, um die Partizipation darzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesetzliche Verankerung der Demokratieerziehung im Schulwesen und leitet die Forschungsfrage zur Vermittlung demokratischer Werte ab.

2. Klärung des Demokratiebegriffes und dessen Zieldimensionen: Dieses Kapitel erörtert verschiedene demokratietheoretische Ansätze und identifiziert Partizipation sowie zivilgesellschaftliches Verhalten als zentrale Zieldimensionen.

3. Partizipation: Es werden theoretische Modelle der Teilhabe sowie Möglichkeiten der praktischen Anwendung von Partizipation innerhalb der Schule, etwa durch Klassenräte, analysiert.

4. Zivilgesellschaftliches Verhalten: Hier steht die Bedeutung der Sozialisation und die praktische Umsetzung demokratischer Verhaltensweisen im Schulalltag, beispielsweise durch kooperative Lernformen, im Mittelpunkt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Demokratie im schulischen Alltag erlebbar zu machen, während gleichzeitig auf die Grenzen theoretischer Konzepte hingewiesen wird.

Schlüsselwörter

Demokratieerziehung, Partizipation, Zivilgesellschaft, Schulalltag, Mitbestimmung, Soziales Lernen, Demokratieverständnis, Sozialisation, Partizipationskultur, Konfliktlösung, Kooperation, Selbstbestimmung, Schulpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Demokratiebildung von Kindern in der Schule und wie dieses komplexe Thema methodisch umgesetzt werden kann.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verständnis von Demokratie, der Begriff der Partizipation und die Ausbildung eines zivilgesellschaftlichen Verhaltens bei Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Zieldimensionen der Demokratielehre zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese konkret in den schulischen Alltag integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte und Modelle zur Demokratieerziehung sowie deren pädagogische Anwendungsmöglichkeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Demokratie- und Partizipationsbegriffen und deren praktische Übertragbarkeit auf schulische Strukturen und sozialen Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Demokratieerziehung, Partizipation, Zivilgesellschaft, Mitbestimmung und Sozialisation.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Familie von der der Schule in der Demokratieerziehung?

Die Arbeit betont, dass die Schule eine wichtige, oft ergänzende Rolle einnimmt, besonders wenn die zivilgesellschaftliche Sozialisation im Elternhaus weniger ausgeprägt ist.

Was besagt das Stufenmodell der Partizipation von Sherry Arnstein in diesem Kontext?

Das Modell wird genutzt, um die verschiedenen Grade der Beteiligung von "Nicht-Partizipation" bis hin zur echten "Entscheidungsmacht" differenziert aufzuzeigen.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Die Zieldimensionen der Demokratielehre in der Schule
College
University of Vechta  (Institut für Sozialwissenschaften und Philosophie)
Course
PK-2.1 Der Deutsche Bundestag-Gestaltungswille und Gestaltungsmacht
Grade
2,0
Author
Lars Johannes Nowack (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V272614
ISBN (eBook)
9783656641353
ISBN (Book)
9783656641346
Language
German
Tags
Demokratielehre Grundschule Zieldimensionen Politididaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Johannes Nowack (Author), 2013, Die Zieldimensionen der Demokratielehre in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272614
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint